Kardinal Marx: Für Krisen ist Maria eine gute Begleiterin
Kardinal Reinhard Marx hat die Gläubigen dazu aufgerufen, sich selbst und das neue Jahr unter den Schutz Mariens zu stellen. Das sagte der Münchener Erzbischof am Abend des Neujahrstags im Münchner Liebfrauendom. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie liege das Jahr 2021 noch wie ein weißes Blatt vor den Menschen, "voller Erwartungen und Sehnsüchte, voller Befürchtungen und Ängste".
Viele Pläne und Ziele seien aber bereits gesetzt. Umso wichtiger sei es daher, für das neue Jahr eine gute Begleitung mit auf den Weg zu nehmen – und da biete sich Maria an. Der Blick auf Maria sei immer wieder ein "Bild des Trostes", sagte Marx. Auch den aktuellen Strategieprozess im Erzbistum München wolle er unter den Schutz Mariens stellen.
Maria schenkt der Welt den "Friedensfürsten"
Am 1. Januar feiert die katholische Kirche das Hochfest der Gottesmutter Maria. Es ist der erste von vielen Gedenktagen an Maria im Laufe des Jahres. Das Fest war einst in Rom entstanden. Es wurde später von dem "Fest der Beschneidung des Herrn" verdrängt. Erst die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils stellte wieder den Titel der "Gottesmutter" in den Mittelpunkt. Weil Maria der Welt mit ihrem Sohn den "Friedensfürsten" geschenkt hat, erklärte Papst Paul VI. den Neujahrstag 1967 zum Weltfriedenstag.
Nach den Worten von Kardinal Marx hat das Jahr 2020 mit der Corona-Pandemie auch gelehrt, "dass wir die Kraft finden müssen, durch Krisen durchzugehen, auch wenn sie größer sind, als wir uns das vorgestellt haben". Um mit positiven und negativen Überraschungen umzugehen, bräuchten Menschen Kraftquellen wie Freundinnen und Freunde, Gemeinschaft und die Familie. (gho/KNA)