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So wacht die Muttergottes über die Straßen Roms

Madonnelle: Maria mitten im Alltag

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Marienmosaik an Wand einer Straßenecke
Rom - Überall in Rom wachen Marienbilder über Straßen und Plätze. Diese "Madonnelle" zeigen die Vielfalt kunstvoller Darstellungen der Muttergottes und sind eng mit Frömmigkeit, Alltagsleben und Aberglauben verbunden. Eine Bildergalerie.

Überall in den Straßen Roms können dem aufmerksamen Besucher Darstellungen der Muttergottes auffallen. Sie werden liebevoll "Madonnelle" genannt und wachen seit dem 16. Jahrhundert über die Straßen Roms. Viele von ihnen wurden an den Orten angeblicher Wunder errichtet, ihnen werden selbst Wunder zugeschrieben oder sie wurden zumindest von ihren Stiftern als Schutzsymbol errichtet. Die Geschichte der Madonnelle ist eine enge Mischung aus Frömmigkeit und volkstümlichem Aberglauben. In der Bildergalerie wird deutlich, wie breit das Spektrum der kleinen und großen Mariendarstellungen ist, die überall in Rom zu finden sind. Vielleicht halten Sie bei Ihrem nächsten Besuch in der ewigen Stadt ja selbst einmal die Augen offen…

  • Marienmosaik an einer Wand Richtung Petersdom
    Auf dem Weg zum Petersdom über die Via di Porta Angelica an der Ecke Borgo Angelico blickt eine Madonna auf die Pilger hinab. Die Bildunterschrift erklärt, dass dieses Mosaik aus Jerusalem stammt. Ganz anders als diese Madonnella sind die meisten von ihnen keine prunkvollen Darstellungen an Kirchen, sondern...
  • Marienrelief mit Maria als "Regina Apostolorum"
    einfach Steinreliefs an Wohnhäusern. Oft sind kurze Gebete, Bitten oder Ehrentitel der Muttergottes angebracht. An der Piazza dell'Oratorio wird Maria beispielsweise als "Königin der Apostel" dargestellt.
  • altes und zu restaurierendes Marienbild auf eine Wand gemalt
    Aber eine Madonnella kann auch ein einfaches Gemälde von Maria sein. Hier wirkt es fast, als sei die Muttergottes direkt auf die Hauswand gemalt worden. Das Bild wirkt vom Wetter der Jahrzehnte (oder Jahrhunderte?) etwas restaurationsbedürftig. Dieses Problem lösen andere…
  • Marienbild mit Unterschrift "Ora pro nobis", kleinere Bilder zeigen Balkon darüber und Leuchter unter dem Bild
    durch eigens errichtete Balkone über der Madonnella. Der Überbau schützt die "Fürsprecherin" an der Piazza Navona zwar kaum vor der Sonne, doch er hält den Regen ab. Und nicht nur tagsüber ist die Muttergottes zu sehen! Extra angebrachte Lampen beleuchten viele der Madonnelle. Sie sollen im 20. Jahrhundert auch als Aushilfe bei mangelnder Straßenbeleuchtung gedient haben.
  • Marienfigur in Ecke einer Hausmauer
    Die meisten Madonnelle sind aber leicht zu übersehen. Diese filigrane Statue ist vielleicht zwanzig Zentimeter hoch und wacht über die Passanten der Via Santa Sabina. Sie zeigt besonders gut, wie natürlich die Marienbilder in den Stadtbau integriert sind. Und nicht nur Gartenmauern und Hauswände sind ein beliebter Ort. Auch...
  • Marienmosaik an Wand einer Straßenecke
    viele Häuserecken, Straßenkreuzungen und Plätze überwacht die Muttergottes. Über dieser Mariendarstellung an einer Seite des Campo Fiori steht das Küchenfenster eines ganz normalen Wohnhauses offen. Durch die Madonnella wird die Muttergottes selbstverständlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens in Rom.
  • Marienbild am Apostolischen Palast mit Unterschrift: "Mater Ecclesiae"
    Und wer es von der ersten Madonnella aus weiter Richtung Petersdom geschafft hat, sieht sie auch an einem so gar nicht alltäglichen Ort. Beim Rosenkranzgebet vor der Messe auf dem Petersplatz wird oft dieses Bild der Muttergottes am Apostolischen Palast gezeigt. Sie trägt den Titel "Mutter der Kirche".
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