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Franziskanerin hofft auf "friedliche Unterschiedlichkeit" bei Synodalversammlung

Synodale Kluitmann: Wir wissen zu wenig, was die Bischöfe denken

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Sr. Katharina Kluitmann
Münster - Auch die Kölner Vertrauenskrise wird bei der Synodalversammlung eine Rolle spielen: Schwester Katharina Kluitmann spricht sich aber dafür aus, nicht viel Zeit für die Thematik zu verwenden. Gespannt ist sie auf das Abstimmungsverhalten der Bischöfe.

Schwester Katharina Kluitmann hofft, dass die Bischöfe bei der in der kommenden Woche stattfindenden vierten Synodalversammlung des Synodalen Wegs auch den Beschlusstexten zu kritischen Themen wie dem Pflichtzölibat zustimmen. Sollte es nicht zu einem positiven Votum aus dem Kreis der Bischöfe kommen, sei jedoch endlich klar, "wie viele eigentlich was denken", sagte die Franziskanerin dem Münsteraner Online-Medium "Kirche und Leben" am Donnerstag. "Denn von dem, was die Bischöfe in ihrer Vielzahl denken, haben wir noch viel zu wenig Ahnung", so Kluitmann, die der Synodalversammlung angehört und im Forum "Priesterliche Existenz heute" mitarbeitet. Sie gehe jedoch davon aus, dass die zur Abstimmung stehenden Texte eine Wirkung entfalten werden, "selbst, wenn die Bischöfe sie mehrheitlich ablehnen sollten".

Als Ergebnis der vierten Plenarversammlung des Synodalen Wegs wünsche sie sich die Erfahrung von Einigkeit und "friedlicher Unterschiedlichkeit", so Kluitmann weiter. "Ich hoffe vor allem auf eine gute Art des Miteinanders, mit Respekt und Offenheit und viel Begegnung und Austausch auch in den Pausen." Kluitmann sprach sich dafür aus, der Vertrauenskrise im Erzbistum Köln möglichst wenig Zeit bei den Beratungen in Frankfurt zu widmen. Sie teile die Enttäuschung und den Ärger vieler Menschen, doch "im Frust zu baden" führe nicht weiter.

Kluitmann warb für die Verabschiedung des Handlungstextes ihres Forums zum Pflichtzölibat. "Ich halte dieses Papier in seiner spirituellen Ausgewogenheit, die zu einer klaren Zielrichtung kommt, für ein richtig gutes Papier, das nach Form und Inhalt richtungsweisend sein kann." Man müsse sich auch trauen, es umzusetzen. Der Handlungstext wird bei der Synodalversammlung in zweiter Lesung diskutiert. Darin wird etwa der Papst gebeten, Lockerungen des priesterlichen Pflichtzölibats zu prüfen und die Weihe von bewährten verheirateten Männern ("viri probati") zu erlauben. Außerdem sieht der Text die Beschäftigung mit der Situation von Priestern vor, die wegen des Zölibats aus dem Amt geschieden sind. Kluitmann gehört seit Beginn des Reformprozesses 2020 der Synodalversammlung an. Von 2018 bis 2022 war die in Münster lebende Franziskanerin Vorsitzende der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK). (rom)

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