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Zölibat sei "nicht immer leicht"

Altabt: Keine theologischen Gründe gegen Weihe von Frauen

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Salzburg - Als Pfarrer war es ihm ein Anliegen, Frauen die Leitung von Wortgottesdiensten zu übertragen, sagt der österreichische Benediktiner Christian Haidinger. Die weitere Entwicklung zur Frauenweihe beobachte er mit Interesse – denn es müsse weitergehen.

Der emeritierte Abt des Stifts Altenburg in Österreich, Christian Haidinger, sieht "keine theologischen Gründe, Frauen vom Weihesakrament auszuschließen". Die Frage nach der Rolle der Frauen in der Kirche habe ihn immer schon gefordert, aber auch gereizt, sagte er im Interview mit der Kooperationsredaktion der österreichischen Kirchenzeitungen (Mittwochsausgabe). "Es beschäftigt mich sehr und ich verfolge mit Interesse die weitere Entwicklung."

Als Pfarrer habe er früh Frauen und Männer in die Leitung von Wortgottesdiensten gebeten, sagte der Benediktiner-Pater. Die erste Frau, eine Lehrerin und Mutter von drei Kindern habe kurz darauf ein Theologiestudium begonnen und mit dem Doktorat abgeschlossen. "Ich bin ganz sicher, dass die Entwicklung weitergehen muss", so Haidinger.

Zeiten, in denen es "schmerzlich war"

Angesprochen auf den Zölibat sagte der ehemalige Vorsitzende der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs: "Es ist nicht immer leicht, aber bei Ehepaaren ist es auch nicht immer leicht. Da denke ich noch gar nicht an die auseinandergehenden Ehen oder an Mitbrüder, die weggehen, sondern gerade an die, die bleiben." Auch er selbst habe Zeiten erlebt, in denen es "schmerzlich war". In vielen Situationen im Beruf, privat oder in Freundschaften, gebe es jedoch immer wieder Situationen, "wo man sich durchringen muss".

"Wenn sich jemand als Mönch und Priester durch den Zölibat eingeengt fühlt und sein Leben nicht entfalten kann, gilt es zu schauen, wo und wie er auf diesem Weg Gutes und Beglückendes wirken und bewirken kann", sagte Haidinger. Er habe immer wieder Ehepaare in Krisen oder Scheidungssituationen begleitet oder Zweitehen gesegnet, so der Ordensmann. "Es kann auch dramatische Wendungen geben. Aber grundsätzlich halte ich es für sinnvoll, dem treu zu bleiben, wofür ich mich entschieden habe."

Mit Blick auf den weltweiten synodalen Prozess sei er "grundsätzlich hoffnungsvoll". Gerade mit Blick auf das Ende der zweiten Versammlung des Synodalen Wegs in Deutschland, die nach der Abreise zahlreicher Synodaler geendet war, habe er aber zu zweifeln bekommen, so der 77-Jährige."Wie soll man das dann weltweit schaffen? Es wird sicher Diözesen geben, die sich mit Elan beteiligen. Aber ob das die Mehrheit ist? Und wie wollen sie das zusammentragen?" (cbr)

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