Nach Überfall: US-Bischöfe beten für Nancy Pelosi und Ehemann Paul
Der Erzbischof von San Francisco, Salvatore Cordileone, hat nach einem Überfall auf den Ehemann von US-Politikerin Nancy Pelosi zu Gebeten für das Ehepaar aufgerufen. "Bitte schließen Sie sich mir an und beten Sie für eine schnelle Genesung von Paul Pelosi und Trost für seine Frau und seine Familie", schrieb Cordileone in einer Erklärung (Wochenende).
Cordileone und die Sprecherin des Repräsentantenhauses vertreten seit langem unterschiedliche Positionen in Sachen Abtreibung. Im Mai hatte der Geistliche, einer der konservativen Wortführer der US-Bischofskonferenz, Pelosi wegen ihrer Haltung von der Kommunion in seinem Bistum ausgeschlossen. "Eine katholische Gesetzgeberin, die Abtreibung unterstützt, obwohl sie die Lehre der Kirche kennt, begeht eine offensichtliche schwere Sünde", schrieb Cordileone damals an Pelosi. Für einen solchen Verstoß sehe das Kirchenrecht vor, dass der Sünder nicht mehr die Kommunion empfangen dürfe. Erst wenn sich die Demokratin öffentlich von ihrer Haltung zu Abtreibung distanziere und beichte, dürfe sie wieder kommunizieren.
Auch der Bischofskonferenz-Vorsitzende, Erzbischof Jose Gomez von Los Angeles, schloss sich dem aktuellen Gebetsaufruf an. Er sei zutiefst betrübt über Gewalt in der Politik, die "in unserer großen Nation keinen Platz haben sollte". Ein Einbrecher hatte den 82-jährigen Paul Pelosi am frühen Freitagmorgen in seinem Haus tätlich angegriffen. Das Motiv des 42 Jahre alten Täters ist bislang unklar. Mehrere US-Medien berichteten, der Angriff habe vermutlich Nancy Pelosi gegolten, die zum Tatzeitpunkt nicht zu Hause war. (tmg/KNA)