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Kontroverse Debatte

Bischöfe mit positiver Bilanz des großen Bischofstreffens in Rom

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Vatikanstadt/Bonn - Eine Woche berieten Leiter aller Bischofskonferenzen über aktuelle Trends bei Ehe und Familie. Danach äußerte sich auch der DBK-Vorsitzende zu der Debatte.

Mehrere Teilnehmer des jüngsten weltweiten Bischofstreffens in Rom über Ehe und Familie haben eine positive Bilanz der einwöchigen Veranstaltung gezogen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Heiner Wilmer, erklärte, man habe "darüber gesprochen, wie Ehe und Familie in ganz unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen gelebt werden". Bei den Diskussionen sei deutlich geworden, "dass es einer vertieften Befassung mit den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils bedarf, gerade mit Blick auf jene Dokumente, die die Familie und Glaubensweitergabe und die Heilige Schrift zum Thema haben", so der Bischof von Münster.

Der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und ihrer Zulassung zur Kommunion sei kontrovers diskutiert worden. "Hier wurden unterschiedliche Auffassungen über das Verhältnis zwischen kirchenrechtlichen Regelungen und den pastoralen Perspektiven von Amoris laetitia deutlich", sagte Wilmer mit Blick auf das Schreiben von Papst Franziskus aus dem Jahr 2016, das im Zentrum des Treffens stand. Er selbst habe zudem auf Gewalt innerhalb von Familien hingewiesen. Gewalt gegen Frauen, bis hin zu Femiziden, sei "eine erschütternde Realität, die wir nicht ausblenden dürfen, wenn wir über Ehe und Familie sprechen".

Fortgang noch offen

Am Mittwochabend hatten nach der letzten Sitzung des Treffens bei einer Pressekonferenz im Vatikan Teilnehmer und Experten aus Nigeria, Frankreich, Brasilien, Ecuador, Italien und Malta eine erste Bilanz gezogen. Auch sie fiel positiv aus. Der maltesische Erzbischof Charles Scicluna betonte, das Treffen habe gezeigt, dass "Amoris laetitia" auch nach zehn Jahren noch ein anregendes, reiches Dokument für die Seelsorge sei.

Der französische Moraltheologe Philippe Bordeyne, als Präsident des Päpstlichen Instituts für Ehe und Familie einer der Vordenker des Treffens, erklärte, es sei noch unklar, in welcher Form die Beratungsergebnisse veröffentlicht werden. Der Papst habe sich noch vor seinem Klinikaufenthalt ausbedungen, dass er den Text vorher sehen und gegebenenfalls ergänzen wolle. Inhaltlich betonte Bordeyne, die Debatten hätten gezeigt, dass der Begriff der "Zerbrechlichkeit" von Ehen und Familien nicht länger als eine Art Schwäche verstanden werde, sondern als etwas, das zum Menschsein gehöre.

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