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"Ich danke euch von Herzen für eure Gebete"

Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf

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Beim Abschlussgottesdienst des Jugendjubiläums am 3. August 2025 grüßt Papst Leo XIV. die jubelnden Menschenmassen.
Vatikanstadt - Die Gedanken zum Umgang der Kirche mit Ehe und Familie, von Papst Franziskus 2016 im Dokument "Amoris laetitia" formuliert, wurden jetzt in einer Vatikan-Konferenz diskutiert. Doch ohne den erkrankten Nachfolger Leo XIV.

Papst Leo XIV., seit Dienstag wegen eines Lungen-Tumors in der Klinik, hat Familien zur aktiven Mitarbeit "am Leben und an der Sendung" der Gemeinden vor Ort aufgerufen. Sie sollten den Bischöfen helfen, den weiteren Weg der Kirche zu erkennen, so der Papst in einer am Mittwochabend veröffentlichten Botschaft zum Abschluss einer großen Vatikan-Konferenz zu Ehe und Familie. "Bitte versichert, wenn ihr nach Hause zurückkehrt, alle in euren Gemeinden meiner geistlichen Verbundenheit und meines Zuspruchs."

Unterzeichnet hatte der Papst den Text bereits am Dienstag im Vatikan. Am selben Nachmittag war ihm in der römischen Gemelli-Klinik ein bösartiger Lungen-Tumor entfernt worden. Auch deshalb hatte Leo XIV. kaum an der einwöchigen Konferenz zum zehnten Jahrestag des Dokuments "Amoris laetitia" von Papst Franziskus teilgenommen.

Erfahrungsaustausch "Geschenk für die Kirche"

"Ich danke euch von Herzen für eure Gebete und für die Arbeit, die ihr gemeinsam geleistet habt", so Leo XIV. an die Familien, weiteren Experten sowie die rund 120 Bischöfe, darunter Oberhäupter der katholischen Ostkirchen und Vorsitzende der Bischofskonferenzen. Besonders hob er den Beitrag der Familien hervor, die von ihren Freuden, Schwierigkeiten und Hoffnungen berichtet hätten. "Euer Erfahrungsaustausch und euer aufmerksames Zuhören sind in der Tat ein Geschenk für die gesamte Kirche."

Er werde die Ergebnisse der Konferenz lesen und "zu gegebener Zeit" seine Überlegungen dazu vorlegen, versprach Leo XIV. "In der Zwischenzeit ermutige ich euch, das, was ihr erlebt und empfangen habt, bereits mit euren Bischofskonferenzen und Diözesen zu teilen und das Evangelium – aus dem Reichtum von Amoris laetitia schöpfend – gemeinsam mit den Familien weiter zu verkünden."

"Betet für mich"

Abschließend bat er die Konferenzteilnehmer darum, "für mich zu beten, so wie ich für euch bete". Die Bitte um ein Gebet für den Papst hatte sein Vorgänger Franziskus stets bei Audienzen und anderen Gelegenheiten geäußert; von Leo XIV. ist sie bisher kaum bekannt. Aufgrund seines Klinikaufenthalts konnte der Papst auch nicht die Abschlussmesse der Konferenz am Mittwochmorgen auf dem Petersplatz feiern. Dies übernahm für ihn der kürzlich ernannte Dekan des Kardinalskollegiums, Kardinal Luis Antonio Tagle, der auch die Predigt von Papst Leo XIV. verlas.

Laut Vatikan-Angaben soll Leo XIV. etwa eine Woche in der Klinik bleiben; seine Genesung verlaufe bisher nach Plan. Welche weiteren Behandlungen sich nach der vollständigen Entfernung des Adenokarzinoms ergeben, sollen Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigen. Zugleich wurde dem 71-Jährigen auch einer von insgesamt fünf Lungenlappen entfernt, was etwa 20 bis 25 Prozent des Organs ausmacht.

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