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Papst begeht Patronatsfest Peter und Paul im Vatikan

Franziskus betet für die Opfer von Istanbul

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Papst Franziskus blickt ernst, er hält ein Kreuz in der Hand.
Vatikanstadt - Einen "abscheulichen Terrorangriff" nannte Franziskus am Mittwoch die jüngsten Anschläge von Istanbul. Zum Patronatsfest Peter und Paul segnete er außerdem einige kleine Stoffstücke mit großer Bedeutung.

Franziskus fuhr fort: "Der Herr möge die Herzen der Gewalttäter bekehren und unsere Schritte auf dem Weg des Friedens lenken." Anschließend rief er zu einer Schweigeminute auf und sprach ein Ave Maria.

Spannungen zwischen Vatikan und Türkei

Durch den Anschlag auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul waren nach jüngsten Angaben 36 Menschen getötet und rund 150 verletzt worden. Zwischen der türkischen Regierung und dem Vatikan hatte es am Wochenende Spannungen gegeben, nachdem der Papst in Armenien mit Blick auf die 1915 im Osmanischen Reich begonnenen Massaker an Armeniern von einem "Genozid" gesprochen hatte.

Auch katholisch.de hat ein Gebet für die Opfer formuliert.

Zum Patronatsfest Peter und Paul warnte Franziskus die Kirche außerdem vor Verschlossenheit. Wenn Christen sich in einem Klima der Angst einschlössen, blieben sie auch unerreichbar für "die Überraschungen Gottes", sagte er während in einer Messe. Christus habe Petrus die Schlüssel verliehen, "damit er den Zutritt zum Himmelreich öffnen kann und eben nicht vor den Leuten verschließt".

Die katholische Kirche begeht den 29. Juni als Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus. Sie starben der Überlieferung nach als Märtyrer in Rom und sind Schutzheilige der Stadt.

Franziskus nannte das Gebet einen Ausweg angesichts drohender Abschottung aufgrund von Verfolgung und Furcht. Das Gebet helfe, "aus der Verschlossenheit in die Offenheit, aus der Angst zum Mut, aus der Traurigkeit zur Freude" zu gelangen.

Während des Gottesdienstes segnete der Papst die sogenannten Pallien, schmale weiße Stolen, die den im vergangenen Jahr ernannten Leitern katholischer Erzbistümer als Zeichen ihrer Würde verliehen werden. Die aus weißer Lammwolle gewebten und mit schwarzen Kreuzen bestickten Stoffstreifen symbolisieren das Lamm, das der "gute Hirt" auf den Schultern trägt. Sie stehen zugleich für die besondere Verbindung der Erzbischöfe mit Rom.

Die Petrus-Statue aus dem Petersdom in Rom.
Die Großstatue des Apostels Petrus auf dem Petersplatz in Rom.

In einer bereits vor einem Jahr verfügten Änderung des Zeremoniells überreicht der Papst die Pallien nicht mehr persönlich, sondern segnet sie und lässt sie den Betreffenden durch den Vatikanbotschafter des jeweiligen Landes zukommen. Aus dem deutschsprachigen Raum gab es in diesem Jahr keinen Anwärter.

Papst küsst Petrus' Fuß

Im Anschluss an die Messe stieg Franziskus in die Krypta unterhalb des Hauptaltars, um am Grab des Apostels Petrus zu beten. Danach begab sich der Papst zur Bronzestatue des Petrus im Hauptschiff des Petersdoms, die zur Feier des Tages mit liturgischen Gewändern bekleidet und mit der Tiara, der traditionellen dreireifigen Krone der Päpste, gekrönt war. Nach altem Pilgerbrauch küsste der Papst den Fuß der Figur. (gho/KNA)

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