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Forscher müssten interdisziplinär arbeiten

Papst: Brauchen Wissenschaft für Beendigung des Krieges

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Vatikanstadt - Insbesondere in Kriegszeiten seien die Erkenntnisse der Wissenschaft wichtig, um Elend, Armut und neue Sklaverei zu überwinden, sagt Papst Franziskus. Dabei spielt für ihn die Integrität der menschlichen Persönlichkeit eine wichtige Rolle.

Papst Franziskus sieht die Förderung wissenschaftlicher Forschung als wichtigen Bestandteil der Kirche. "Es ist notwendig, das gesamte auf Wissenschaft und Erfahrung basierende Wissen zu mobilisieren, um Elend, Armut und neue Sklaverei zu überwinden und Kriege zu vermeiden", sagte der Papst am Samstag vor Mitgliedern der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften. Dies gelte insbesondere in Zeiten eines Dritten Weltkrieges und der Gefahr einer Atomkatastrophe.

Franziskus lobte die Stellungnahmen der Päpstlichen Akademie in den vergangenen Jahren. Darunter zur Covid-Pandemie, zur Ernährungskrise oder der Verschmutzung der Meere. Besonders hob er auch die Arbeit der Akademie in Fragen der Organspende und des Organhandels hervor. "Der menschliche Körper kann niemals, weder in Teilen noch in seiner Gesamtheit, ein Handelsobjekt sein", betonte Franziskus. Dafür solle sich die Akademie weiter einsetzen.

Dabei sei es wichtig, dass die Wissenschaftler interdisziplinär arbeiteten. Wenn Astronomie, Physik, Mathematik, Biochemie, Klimawissenschaft und Philosophie zusammen betrachtet würden, könnten sie noch mehr zur menschlichen Entwicklung, Frieden und Gesundheit auf dem Planeten beitragen. Er ermutigte die Anwesenden, sich stets für "Wahrheit, Freiheit, Dialog, Gerechtigkeit und Frieden" stark zu machen.

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Bei einer weiteren Gelegenheit am Samstag betonte der Pontifex, dass ihm die jeden Mittwoch stattfindende Generalaudienz große Freude bereite. "Ich gestehe, dass ich den Mittwochstermin sehr genieße, an dem ich jede Woche viele Menschen treffe, die an der Katechese teilnehmen wollen", sagte er zu Teilnehmern eines Internationalen Katechese-Kongresses im Vatikan. Der Mittwochstermin sei für ihn ein "privilegierter Moment", da sich alle auf das Wort Gottes, die Tradition der Kirche besännen und es zugleich darum gehe, Zeugnis des Evangeliums im täglichen Leben zu geben.

Franziskus appellierte an die Kongressteilnehmer, nicht müde zu werden in ihrem Auftrag. Sie sollten nicht "eine Unterrichtsstunde" geben, sondern eine "lebhafte Erfahrung des Glaubens" teilen. Sicher, es brauche die richtige Art und Weise, um Glauben zu vermitteln, aber die persönliche Begegnung sei essenziell, so der Papst. "Katechetinnen und Katecheten, ihr seid berufen, die Person des Herrn sichtbar und spürbar zu machen."

Auch aus diesem Grund habe er das Amt des Katecheten eingeführt, so Franziskus. Damit nahm er Bezug auf sein im Mai veröffentlichtes Schreiben "Antiquum ministerium" zur Neuschaffung und -begründung des Katecheten-Amtes. Es steht Männern und Frauen offen. Er wisse, welche Rolle mit diesem Amt in der christlichen Gemeinschaft verbunden sei, so Franziskus weiter. Aber die Katecheten sollten keine Angst davor haben.

Die gelegentlich auch als Katechisten bezeichneten katholischen Laien, die andere im katholischen Glauben unterweisen, sind vor allem in Afrika und Lateinamerika schon seit Jahrzehnten sehr aktiv und leiten dort faktisch Tausende von Gemeinden. (cph/KNA)

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