Papst Leo XIV. wird am Nachmittag operiert – Bischofstreffen grüßt ihn
Papst Leo XIV. ist am Dienstagmittag in der römischen Gemelli-Klinik angekommen. Dort soll, wie der Vatikan mitteilte, am Nachmittag ein Knoten aus seiner Lunge entfernt werden. Leitender Chirurg bei der Operation wird laut der Mitteilung der italienische Thorax-Spezialist, Professor Stefano Margaritora, sein.
Unterdessen haben die im Vatikan versammelten rund 120 Bischöfe aus allen Erdteilen dem Papst zu Beginn seines Klinikaufenthalts Grüße geschickt. In einer auf Italienisch verfassten Grußbotschaft, die am Dienstag vom vatikanischen Pressesaal verbreitet wurde, schrieben sie: "Am heutigen Vormittag, während Sie sich ins Krankenhaus begeben, wollen wir Ihnen unsere Nähe und Zuneigung versichern. Wir begleiten Sie im Gebet und wünschen Ihnen rasche Genesung."
In ihrer Botschaft dankten die Teilnehmer dem Papst dafür, dass er die Versammlung einberufen und ihnen Mut gemacht habe, auf die Familien zu hören. "Während wir unsere Arbeit fortsetzen, fühlen wir Ihre Nähe, und Ihre Sorge für die Familien in aller Welt begleitet uns." Das Schreiben endet mit den Worten: "Wir beten für Sie und bitten um Ihren Segen".
Debatten um heikles Thema
Bei dem einwöchigen weltweiten Treffen debattierten vom 7. bis 13. Oktober im Vatikan Bischöfe, Experten und Familien über die aktuelle Lage von Ehe und Familien. Anlass war die Veröffentlichung des damals umstrittenen Texts "Amoris laetitia" von Papst Franziskus im Jahr 2016. In dem Dokument hatte er gefordert, dass die Kirche anders auf gescheiterte Familien und Paaren zugehen solle.
Beim Abschlussgottesdienst des Treffens hatte der Papst am Mittwoch eine mit Spannung erwartete Predigt halten wollen, musste seine Teilnahme wegen der Operation allerdings absagen. Als Vertreter benannte Leo XIV. den neuen Kardinaldekan Luis Tagle von den Philippinen als Hauptzelebranten des Gottesdienstes.
Auch der älteste Bruder des Papstes, Louis Prevost, rief dazu auf, für seinen Bruder zu beten, "damit diese Operation gut verläuft und es keine weiteren Komplikationen gibt". Der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" schrieb er in einer SMS: "Ich bin mir sicher, dass er sich vollständig erholen wird und seine Mission, die katholische Kirche zu leiten, fortsetzen wird." Dem Bericht zufolge befindet sich Louis Prevost derzeit selbst im Krankenhaus, wo er wegen einer Krebserkrankung behandelt wird.
13.10., 14:30 Uhr: Meldung ergänzt um Papst-Bruder Louis Prevost.