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Es komme auf Mütter und Großmütter an

Papst setzt für Zukunft der Kirche in Lateinamerika auf Frauen

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Montevideo - Uruguay ist ein Land mit schwacher Kirchenbindung. Gerade in einem solchen Land kommt Müttern und Großmüttern aus Sicht des Papstes eine besondere Rolle zu.

Papst Leo XIV. vertraut bei der Zukunft der katholischen Kirche in Uruguay besonders auf Frauen. In vielen Familien seien es Mütter und Großmütter, die den Glauben bewahrten und an ihre Kinder weitergäben, sagte er in seiner Abschlussmesse in der Stadt Florida am Sonntag. Dabei wandte er sich auch gegen bestimmte Vorstellungen von Männlichkeit. "Ein Sohn lernt viel, wenn er sieht, dass sein Vater vor Gott niederknien kann, ohne sich deshalb weniger männlich vorzukommen", sagte der Papst.

Letzter großer Auftritt in Uruguay

Die Sonntagsmesse im Nationalheiligtum von Florida war der letzte große Auftritt Leos XIV. in Uruguay vor seiner Weiterreise nach Argentinien. Die Kathedrale beherbergt die Marienstatue "Nuestra Señora de los Treinta y Tres", die mit dem Kampf um die Unabhängigkeit des heutigen Uruguay im Jahr 1825 verbunden ist.

Vor dem Hintergrund des distanzierten und teils ablehnenden Verhältnisses vieler Uruguayer zum Katholizismus dankte der Papst Frauen für ihren Einsatz in der Glaubensvermittlung. Sie hätten "in vielen Familien einen Weg zu Gott offengehalten", etwa auch als Patin, Ordensschwester oder Katechetin. Auf die Frage einer Beteiligung von Frauen an kirchlichen Ämtern ging er nicht ein.

Traditionsbruch bei der Weitergabe des Glaubens

Leo XIV. räumte ein, dass die Vermittlung religiöser Traditionen in der Familie mit Enttäuschung verbunden sei. "Ihr habt euren Kindern das Beten beigebracht, und heute beten diese Kinder nicht mehr. Ihr seid gemeinsam zur Messe gegangen, und seit Jahren haben sie keine Kirche mehr betreten", sagte der Papst. An Mütter und Großmütter appellierte er trotzdem: "Werdet nicht müde, den Glauben weiterzugeben."

Die katholische Kirche betrachtet den Traditionsbruch bei der Weitergabe des Glaubens in vielen Weltregionen inzwischen als eines ihrer drängendsten Probleme. Ende Oktober veröffentlichte die Glaubensbehörde im Vatikan ein Papier mit dem Titel "Venite ad me", das Bischöfe zu Überlegungen über den Glaubensschwund und geeignete Antworten anregen will.

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