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Vertreter der Bundesregierung ist dabei

Religionsführer treffen sich in Assisi – Appell des Papstes

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Papst Leo XIV. spricht bei einer Diözesanversammlung in der Lateranbasilika
Vatikanstadt - In Assisi tagt ein internationales Friedenstreffen von Vertretern unterschiedlicher Religionen. Papst Leo XIV. verweist auf soziale und ökologische Folgen von Kriegen.

Im mittelitalienischen Assisi kommen bis Dienstag Vertreter unterschiedlicher Religionen zu einem internationalen Friedenstreffen zusammen. Papst Leo XIV. rief am Sonntag in Rom zum Gebet für den Frieden auf. "Nie zuvor war so deutlich wie heute, dass Kriege nicht nur Tod und Zerstörung säen, sondern die Welt auch verarmen lassen und ihr Schaden zufügen", sagte er beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz.

Das Treffen unter dem Leitwort "Entwaffneter und entwaffnender Friede" findet 40 Jahre nach der ersten derartigen Initiative von Johannes Paul II. statt. Anders als geplant wird Leo XIV. nicht persönlich in Assisi dabei sein. Wegen seiner kürzlich erfolgten Lungenoperation verzichtet er auf Anraten der Ärzte auf den Helikopterflug in die mittelitalienische Stadt, deren Heiliger Franz von Assisi als Friedenspatron verehrt wird.

Leo XIV. sagte, er wolle sich im Geiste den Kirchenoberhäuptern und religiösen Führern anschließen. Als ranghöchstes christliches Oberhaupt nimmt der orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. an dem Treffen teil. Er hatte den Papst am Samstag im Vatikan besucht. Zum Abschluss der Versammlung wollen rund 80 Religionsvertreter einen Friedensappell an die Welt richten.

Vertreter der Bundesregierung mit dabei

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Heiner Wilmer, rief zum Auftakt zu einem entschiedeneren Einsatz für den bedrohten Frieden in der Welt auf. "Brutale Angriffskriege sind auf die Bühne der Weltpolitik zurückgekehrt, bewaffnete Konflikte nehmen zu", erklärte er. Allzu oft werde auch der Name Gottes als Rechtfertigung für Gewalt missbraucht. "Dem müssen wir als gläubige Menschen entschieden entgegentreten", sagte Wilmer.

Als Vertreter der Bundesregierung reist der Beauftragte für Religionsfreiheit, Thomas Rachel, nach Assisi. Er betonte, es sei wichtiger denn je, bei Friedensbemühungen religiöse Akteure einzubeziehen. Sie seien in vielen Teilen der Welt durch ihren besonderen gesellschaftlichen Einfluss oft wirkmächtiger als staatliche Akteure und könnten so maßgeblich zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen.

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