Ackermann lädt Experten zu Fachtagung ein

Anfang März veranstaltet die Deutsche Bischofskonferenz in Köln die sechste Fortbildungstagung zur Prävention sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich. In diesem Jahr soll es vorrangig um den Zusammenhang von Missbrauch und Spiritualität gehen.

Missbrauch | Bonn - 24.02.2016

Der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Stephan Ackermann, hat Verantwortliche und Experten aus den Bistümern zu einer Tagung zum Thema Missbrauch in der Kirche eingeladen. Die Fachtagung am 2. und 3. März in Köln soll sich insbesondere mit "Chancen und Risiken von Spiritualität" auseinandersetzen, heißt es in einer Mitteilung der Bischofskonferenz vom Mittwoch.

Die mittlerweile sechste Fortbildungstagung trägt in diesem Jahr den Titel "Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen" (Offb 21, 4). Die Veranstaltungen, die seit 2011 jährlich vom Büro für Fragen sexuellen Missbrauchs in der Kirche organisiert werden, sollen dem Austausch und der Vernetzung der Experten aus den Bistümern dienen. Laut den Bischöfen gewinnt dabei die Auseinandersetzung mit Spiritualität beim Umgang mit Missbrauch zunehmend an Bedeutung. Dies beinhalte etwa Fragen nach Schuld und Vergebung oder nach Heilung durch den Glauben, welche bei der Tagung in drei Workshops behandelt werden sollen.

Als Referentin soll die Geschäftsführerin des Kinderschutz-Zentrums an der Päpstlichen Universität Gregoriana, Karlijn Demasure, an der Tagung teilnehmen. Auch die Leiterin der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Bischofskonferenz, Hildegund Keul, sei als Referentin geladen. (kim)

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Der Missbrauchsskandal erschütterte die katholische Kirche in ihren Grundfesten. Seit 2010 die ersten Fälle bekannt wurden, bemüht sich die Kirche um Aufarbeitung der Geschehnisse. Katholisch.de dokumentiert die wichtigsten Etappen.

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