Kirchentag: Aktivisten stören Gottesdienst

Es sollte ein Friedensgottesdienst mit einer Schweigeminute werden. Doch einigen Aktivisten war dieser Hintergrund egal. Sie hatten ein ganz bestimmtes Ziel: Die Bundesverteidigungsministerin.

Kirchentag | Berlin - 26.05.2017

Zwischenfall bei einem Gottesdienst mit Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin. Drei junge Friedensaktivistinnen kletterten am Freitag mithilfe von Karabinerhaken die Empore der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche hoch und warfen von dort unter Protestrufen Flugblätter herab. Sie wollten mit der Aktion gegen eine "Verstrickung der evangelischen Kirche mit der Bundeswehr" Position beziehen. Den Gottesdienst, bei dem von der Leyen zusammen mit dem evangelischen Militärbischof Sigurd Rink eine Predigt halten sollte, nannte sie eine "Schande".

Auch innerhalb der evangelischen Kirche war der Bittgottesdienst im Vorfeld auf Kritik gestoßen. Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) nannte von der Leyens Predigt eine "nicht hinnehmbare Vermischung von geistlichem und weltlichem Amt, Auftrag und Mandat". Der Gottesdienst wurde trotz des Protestes der Aktivistinnen fortgesetzt. (KNA)

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