Papst verurteilt Missbrauch durch Priester: "Nie wieder"

Papst Franziskus hat die "Null-Toleranz"-Politik der katholischen Kirche gegen Kindesmissbrauch bekräftigt. Vor allem für vier Fehler von kirchlichen Würdenträgern bat er um Vergebung.

Kirche | Vatikanstadt - 02.01.2017

Papst Franziskus hat die "Null-Toleranz"-Politik der katholische Kirche gegen Kindesmissbrauch bekräftigt. In einem am Montag vom Vatikan veröffentlichten Schreiben an die Bischöfe verurteilt Franziskus Kindesmissbrauch durch Priester scharf und bittet um Vergebung. "Ich will, dass wir alle unsere Anstrengungen erneuern, damit es unter uns nie wieder solche Grausamkeiten gibt", heißt es im Schreiben. Diese Verbrechen dürften sich nie wiederholen.

Bitte um Vergebung für Vertuschung und Machtmissbrauch

Es gebe "Null Toleranz auf diesem Gebiet", so der Papst in einem Brief zum liturgischen Gedenktag der unschuldigen Kinder vom 28. Dezember 2016. Darin betont Franziskus mit Blick auf die Täter und Opfer von sexuellem Missbrauch: "Menschen, die für die Fürsorge dieser Kinder verantwortlich waren, haben ihnen die Würde geraubt. Wir missbilligen das zutiefst und bitten um Vergebung." Konkret bittet der Papst um Vergebung für unterlassene Hilfeleistung, Vertuschung, Abstreiten und Machtmissbrauch. (KNA)

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Der Missbrauchsskandal erschütterte die katholische Kirche in ihren Grundfesten. Seit 2010 die ersten Fälle bekannt wurden, bemüht sich die Kirche um Aufarbeitung der Geschehnisse. Katholisch.de dokumentiert die wichtigsten Etappen.

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