Papst war bei Psychoanalytikerin

Vor seiner Wahl zum Papst erlebte Jorge Mario Bergoglio bedrückende Zeiten in seinem Leben. Nun verriet Franziskus, wie er durch diese Phase kam - und warum ihm Beziehungen zu Frauen wichtig waren.

Papst | Vatikanstadt - 01.09.2017

Papst Franziskus hat sich in früheren Jahren von einer Psychoanalytikerin behandeln lassen. Das verrät er in einem neuen Interview-Buch, das in den kommenden Tagen erscheint. Im Alter von 42 Jahren habe er für sechs Monate einmal in der Woche eine jüdische Psychoanalytikerin konsultiert, "um einige Dinge zu klären", sagt er im Gespräch mit dem französischen Soziologen Dominique Wolton.

Später habe die Psychoanalytikerin ihn für einen "spirituellen Dialog" an ihr Sterbebett holen lassen, berichtet Franziskus weiter. Der Papst spricht in dem Buch laut Vorabberichten auch über Freundinnen, die er als junger Mann hatte. "Ich danke Gott, dass ich diese echten Frauen in meinem Leben kennengelernt habe." Die Beziehungen zu Frauen hätten sein Leben bereichert.

In den Interviews, die am 6. September unter dem Titel "Papst Franziskus: Politik und Gesellschaft. Gespräche mit Dominique Wolton" erscheinen, bekräftigt Franziskus auch seine Ablehnung der Homo-Ehe, akzeptiert aber eingetragene Lebenspartnerschaften. Weitere Themen sind unter anderem die Flüchtlingskrise, pädophile Priester, der Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene sowie das Verhältnis zum Islam. (tja)

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