Sternberg sieht Möglichkeit zum Frauendiakonat

ZdK-Präsident Thomas Sternberg kann sich durch die Überprüfung des Diakonats für Frauen eine Zulassung vorstellen. Dabei verweist er auf die Aufhebung des Zölibats für männliche Diakone.

Kirche | Köln - 23.05.2016

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, kann sich durch die Überprüfung des Diakonats für Frauen eine Einführung desselben vorstellen. Nachweislich habe es bis zum Mittelalter weibliche Diakone gegeben, sagte Sternberg am Montag dem Deutschlandfunk. "Wenn man das überprüft und endlich genau feststellt, dann sehe ich da schon einen Weg."

Der Vertreter der katholischen Laien erklärte, dass im April beim "Tag der Diakonin" in Münster die Frauenverbände schräg angesehen wurden, "weil sie mit Vehemenz auf das Diakonat der Frau pochen". Zwei Wochen später habe Papst Franziskus dann verkündet, dass er genau dies jetzt intensiver prüfen werde.

Zudem glaube er nicht, dass das Frauendiakonat den Weg zum Priestertum der Frau öffnen würde, so Sternberg. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) habe gezeigt, dass auch die Aufhebung des Zölibats für die Diakone keine Folgewirkung bis heute gehabt habe. (KNA)

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Mit spontanen Worten hat der Papst eine Diskussion über den Frauendiakonat losgetreten. Die Reaktionen waren aufgeregt. Dabei ginge es auch anders, sagt katholisch.de-Mitarbeiter Kilian Martin.

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