Besuchermagnet in der Vulkaneifel

Das Benediktinerkloster liegt in der geologisch jüngsten Landschaft Deutschlands, der Vulkaneifel. Kunsthandwerk und Kräuterwissen werden hier ebenso gepflegt wie die Literatur.

Abtei Maria Laach | Bonn - 06.01.2015

Die Abtei Maria Laach befindet sich in der jüngsten Landschaft Europas. Um 10.000 vor Christus entstand die Vulkaneifel mit dem idyllisch gelegenen Laacher Seetal. Das Benediktinerkloster fügt sich nahtlos in die Naturidylle ein, obwohl es um einiges jünger ist. 1093 wurde es vom Pfalzgrafen Heinrich II. gegründet.

Schnell begannen die Bauarbeiten für die Abteikirche, doch es sollte fast zwei Jahrhunderte dauern, bis das Gotteshaus fertig gestellt war. Das Laacher Münster in seiner heutigen Form gilt als eines der schönsten Zeugnisse romanischer Baukunst.

Das Kloster entwickelte sich über Jahrhunderte, bis es im Rahmen der Säkularisierung aufgehoben wurde. 1892 besiedelten Benediktinermönche der Erzabtei Beuron das Kloster wieder. Heute ist Maria Laach ein beliebtes Ausflugsziel, an dem Besucher nicht nur Ruhe und Erholung finden können, sondern das auch auf kulturellem Feld vieles bietet. Handwerklich Interessierte sollten Kunstschmiede und Bildhauerei besuchen. Hier erfahren sie alles über Schmiede- und Treibarbeiten mit verschiedenen Materialien. Besonders am Kloster Maria Laach ist auch die eigene Glockengießerei, die von einem der Mönche geleitet wird.

Bücher und Blumen

Der klostereigene Kunstverlag "ars liturgica" bietet neben Fachbüchern liturgische Kunstgegenstände wie Leuchter, Kreuze und Weihwasserbecken aus Bronze, Holz oder Keramik an. Auch Kerzen in den verschiedensten Ausführungen und ein großes Sortiment an Postkarten dürfen natürlich nicht fehlen. Darüber hinaus beheimatet das Kloster auch das Abt-Herwegen-Institut. Es erforscht die Geschichte und Gegenwart christlicher Liturgien und monastischer Lebensformen. Außerdem ist es Herausgeber liturgischer Zeitschriften, veranstaltet Tagungen und fördert die wissenschaftliche Forschung.

Ein Erlebnis ist auch die Klostergärtnerei. Ein Tropenhaus mit seltenen Pflanzen, ein umfangreicher Ausstellungsbereich mit Blumen und anderen Klostererzeugnissen sowie ein ausgedehnter Freilandbereich mit themensortierten Beeten laden den Besucher in eine farbenprächtige Pflanzen- und Blütenwelt ein. Ökologischer Anbau wird hier großgeschrieben. Auch der nahegelegene Laacher See ist einen Ausflug wert. Wer ihn erkunden will, kann entweder um das Ufer wandern oder sich ein Tret- oder Ruderboot ausleihen.

www.maria-laach.de

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