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7 Tote, mindestens 34 Verletzte

Patriarch und König verurteilen Terrorakt auf Kirche in Jordanien

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Theophilos III., griechisch-orthodoxer Patriarch von Jerusalem, am 14. März 2022 in der Grabeskirche in Jerusalem.
Jerusalem/Amman - Die Todeszahlen in Jordanien steigen. Bei der Schießerei, die mittlerweile als Terrorakt eingestuft wird, starben mindestens sieben Menschen.

Das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem hat die tödlichen Schüsse bei einer Beerdigung in einer Kirche in Jordanien als Terroranschlag verurteilt. "Das Patriarchat verurteilt diese abscheuliche, feige und blutige Tat, die unsere Gemeinschaft direkt getroffen und das Leben von Märtyrern in der griechisch-orthodoxen St.-Georgs-Kirche in Hammoud, Al-Karak, gefordert hat", heißt es in einer Stellungnahme von Freitagabend.

Die Tat werde die nationale Einheit Jordaniens und das Band zwischen Christen und Muslimen aber nur weiter stärken, heißt es weiter: "Sollte die Absicht hinter dieser Botschaft darin bestehen, uns aus unserem Heiligen Land zu entwurzeln und zu vertreiben, so wird dies nur dazu führen, dass unsere Verbundenheit mit ihm noch stärker wird und unsere Wurzeln darin noch tiefer wachsen." Man sei zuversichtlich, dass die jordanischen Sicherheitskräfte die Täter stellen und vor Gericht bringen werden.

König verspricht hartes Vorgehen

Auch der jordanische König Abdullah II. beschwor die nationale Einheit seines Landes. Die "Kugeln des Verrats" könnten die Reihen der Jordanier nicht spalten, schrieb er auf dem Portal X. Er kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Täter an.

Die feige Tat bedrohe Jordaniens Sicherheit, Stabilität und den sozialen Zusammenhalt, warnte unterdessen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Petra der Präsident des Unterhauses des jordanischen Parlaments, Mazen Qadi. Es werde keine Nachsicht gegenüber den Tätern oder sonst jemandem geben, der versuche, Jordaniens Sicherheit und nationale Einheit zu untergraben.

Auf zuverlässige Quellen verlassen

Der jordanische Presseverband (JPA) rief die Bürger des Landes auf, sich bei Informationen auf offizielle Quellen zu verlassen und keine Gerüchte oder unbestätigten Informationen zu verbreiten, um nicht für Verwirrung zu sorgen oder die Ermittlungen zu gefährden. Das Verbrechen, das den Lehren aller göttlichen Religionen und den menschlichen Werten zuwiderlaufe, sei "kein Angriff auf eine bestimmte Stadt oder Gruppe sei, sondern vielmehr ein Angriff auf ganz Jordanien, auf Muslime und Christen gleichermaßen".

Unbekannte Schützen hatten am Freitag Schüsse auf eine Beerdigung in dem Dorf Hamoud im südjordanischen Gouvernement Karak abgegeben. Dabei wurden sieben Menschen getötet und mindestens 34 weitere verletzt, erklärte der Leiter der jordanischen Strafverfolgungsbehörde (PSD) laut einem Bericht von Petra.

Nachrichtensperre

Der jordanische Regierungssprecher und Minister für Regierungskommunikation, Mohammed Al-Momani, sprach auf X von einem "abscheulichen Terrorverbrechen". In der Kirche sollen sich zwischen 150 und 200 Menschen aufgehalten haben, so der jordanische Fernsehsender Al-Mamlaka unter Berufung auf Augenzeugenberichte.

Der Generalstaatsanwalt von Amman untersagte laut Petra unter Androhung rechtlicher und strafrechtlicher Konsequenzen die Veröffentlichung von Details zu den Schüssen in der Kirche. Ausgenommen von der Nachrichtensperre sind offizielle Regierungsmedien. Sie stehen unter der Aufsicht des Ministeriums für Regierungskommunikation.

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