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Jugendverband hatte sich für Schreibweise entschieden

"Gott+": Schüler-Union wirft KjG "linke Ideologisierung" vor

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Berlin - Die KjG verwendet den Begriff "Gott+", die KSJ schreibt "Gott" mit Genderstern: Beide Jugendverbände wollen damit weg von einem einseitigen Gottesbild. Adrian Klant, der Vorsitzende der Schüler-Union, hat für solche Bezeichnungen kein Verständnis.

Der Bundesvorsitzende der Schüler-Union, Adrian Klant, wirft der katholischen Jungen Gemeinde (KjG) und dem Dachverband BDKJ "linke Ideologisierung" von Kindern vor. Für deren Vorstellungen, man müsse Gott gendern und von "Gott+" sprechen, um der Vorstellung eines alten weißen Mannes als Gott entgegenzuwirken, habe er "kein Verständnis", sagte der bekennende Katholik der Zeitung "BILD" (Freitag). Klant wörtlich: "Die linke Ideologisierung der Kinder durch katholische Verbände muss gestoppt werden."

Die KjG hatte bei ihrer Bundeskonferenz am vergangenen Wochendende bekannt gegeben, Gott künftig mit einem nachfolgenden Pluszeichen zu schreiben. "Die KjG hat sich auf die Suche nach Gottes+bezeichnungen gemacht, die mehr umfassen, als die männlich weiße Vorstellung von Gott+", hieß es vom Verband. Die Vorstellung von Gott als "altem, weißem Mann mit Bart" greife theologisch zu kurz und erschwere vielen jungen Menschen den Zugang. Gegenüber katholisch.de betonte die Bundesleiterin Julia Niedermayer dass die KjG mit der Bezeichnung "Gott+" allen Menschen die Möglichkeit geben wolle, mit ihren Gottesbildern vorkommen zu können.

Im September 2020 hatte die Katholische Studierende Jugend (KSJ) bei sich die Bezeichnung "Gott*" eingeführt. Der Jugendverband argumentierte damals ebenfalls mit den vielfältigen Gottesvorstellungen, die durch den Genderstern angedeutet würden. Damit wolle man Gott aus der geschlechtlichen Ebene herausheben, so die KSJ. Die Schreibweise sorgte bei kirchlichen Verbänden und Theologen für gemischte Reaktionen. (mal/KNA)

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