Papst: Maria lehrt der Kirche Vergebung

Nun sind vier große Papstbasiliken in Rom in die Aktivitäten zum Heiligen Jahr eingebunden: Am Neujahrstag hat Papst Franziskus die Heilige Pforte an der Kirche Santa Maria Maggiore geöffnet. Zu dem Gotteshaus hat er ein besonderes Verhältnis.

Heiliges Jahr | Vatikanstadt - 02.01.2016

Papst Franziskus hat am Neujahrstag eine weitere Heilige Pforte in Rom geöffnet: Am Freitag stieß er die Türflügel für die Pilger im Heiligen Jahr in der Kirche Santa Maria Maggiore auf. Nach den Heiligen Pforten in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik, im Petersdom, der Lateran-Basilika und einer römischen Caritas-Station ist dies die fünfte Heilige Pforte, die der Papst seit Ende November persönlich eröffnet hat.

Das Durchschreiten einer Heiligen Pforte gehört zu den traditionellen Bestandteilen des Heiligen Jahres, das am 8. Dezember begonnen hat.

Franziskus: Maria lässt sich nicht aufhalten

In seiner Predigt würdigte der Papst Maria als "Mutter der Barmherzigkeit" und "Mutter der Vergebung". Sie habe sogar jenen vergeben, die ihren Sohn getötet hätten. Damit lehre sie die Kirche, dass die Vergebung Gottes keine Grenzen kenne. "Das Gesetz mit seinen Spitzfindigkeiten kann sie nicht aufhalten, noch die Weisheit der Welt mit ihren Unterscheidungen", sagte er. Vergeben und die erlittene Beleidigung vergessen könne jedoch nur, wer wirklich liebe, betonte Franziskus. Die katholische Kirche beging am Freitag das Hochfest der Gottesmutter Maria.

Santa Maria Maggiore ist die letzte der vier großen Papstbasiliken Roms, deren Heilige Pforte geöffnet wird. Die in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegene Marienkirche schätzt Franziskus besonders. Vor und nach jeder Auslandsreise begibt er sich dorthin, um vor der Marienikone "Salus populi Romani" zu beten.

"Wer immer über jene Schwelle schreitet, ist gerufen, voll Vertrauen und ohne irgendwelche Furcht in die barmherzige Liebe des Vaters einzutauchen", sagte Franziskus in seiner Predigt weiter. Diese Pilger könnten die Kirche mit der Zuversicht verlassen, "dass Maria ihn an seiner Seite begleitet". (KNA)

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