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Bezugspersonen

Lange vor der Taufe fragen Eltern sich, wer die Patenschaft für ihr Kind übernehmen könnte. Oft übernehmen Geschwister oder Freunde des Paares dieses Amt. Es ist gut, einem Kind Paten an die Seite zu stellen.

Taufpaten | Bonn - 01.08.2013

Lange vor der Taufe fragen Eltern sich, wer die Patenschaft für ihr Kind übernehmen könnte. Oft übernehmen Geschwister oder Freunde des Paares dieses Amt. Die meisten Eltern wählen zwei Paten für ihr Kind aus. Mehr sind nach kirchlichem Recht auch nicht erlaubt. Einer der Paten muss katholisch sein. Ein evangelischer Christ kann als Taufzeuge zugelassen werden – vorausgesetzt, der andere Pate ist katholisch. Es ist gut, einem Kind Paten an die Seite zu stellen. Denn es braucht, wenn es älter wird, Menschen, die es auf seinem Lebens- und Glaubensweg begleiten.

Paten können für Jugendliche in der Pubertät wichtige Bezugspersonen werden. Denn sie schauen oft mit mehr Abstand auf die Probleme zwischen Eltern und Kind. Dazu gehört natürlich ein regelmäßiger Kontakt zum Patenkind. Auch wenn die Familie in einer tiefen Krise steckt, etwa bei einer drohenden Trennung der Eltern, können Patinnen und Paten dem Kind helfend und unterstützend zur Seite stehen. Aber auch wenn alles in bester Ordnung ist, sollten Paten sich Zeit nehmen.

Das teuerste Geschenk verblasst hinter einer Kleinigkeit, die dem Kind zeigt: Ich habe mich mit dir beschäftigt und weiß, dass dir mein Geschenk gefällt, weil es etwas Einzigartiges ist. Immer wertvoller als materielle Geschenke sind Zeitgeschenke: ein Wochenende bei der Patentante, eine Wanderung mit Übernachtung in der Jugendherberge, eine Einladung ins Kino. Wichtig ist auch, immer am Ball zu bleiben: Womit spielt das Kind am liebsten? Für welche Musikrichtung interessiert es sich? Ist es ein Technikfreak oder eher eine kleine Leseratte?

Paten sorgfältig aussuchen

Sinnvoll ist es, sich vor einer Zusage zur Patenschaft mit den Eltern über deren Erwartungen auszutauschen und selbst zu reflektieren: Kann ich dem Kind wirklich ein zuverlässiger Begleiter sein? Wie steht es um meinen eigenen Glauben? Wichtig ist auch die Frage des Verhältnisses zur Familie des zukünftigen Patenkindes? Ist die Beziehung Krisen erprobt? Oder besteht die Gefahr, dass nach einer Auseinandersetzung Funkstille herrscht? Dies alles sollte im Vorfeld offen angesprochen werden.

Wichtig ist nämlich zu wissen: Die Patin oder der Pate können nicht abgesetzt werden, etwa nach einem Streit mit den Eltern. Der Pfarrer kann den Paten nicht aus dem Taufregister streichen. Denn er hat mit seiner Unterschrift die Taufe bekundet. Paten sollten deshalb sorgfältig ausgesucht werden. Besser als eine Zufallsbekanntschaft sind immer lange bestehende Bindungen, etwa zu eigenen Geschwistern oder langjährigen Freunden.

(mnu)

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