Kalenderblatt

Katharina von Siena

Als Katharina (1347-1380) im Haus ihrer adligen, aber verarmten Eltern in Siena aufwuchs, konnte niemand ahnen, dass aus ihr einmal eine Kirchenlehrerin werden würde. Schließlich wuchs sie ohne jede Ausbildung auf – und war obendrein ja "nur" ein Mädchen. Doch bereits mit sechs Jahren soll Katharina ihre erste Vision erlebt haben. Wegen ihres kurz darauf abgelegten Keuschheitsgelübdes widersetzte sich das junge Mädchen den familiären Heiratsplänen. Nach vielen Hindernissen schloss sich die 16-jährige Katharina den Dominikaner-Terziarinnen an, lernte Lesen und Schreiben und führte zunächst ein zurückgezogenes Leben in strenger Askese. Eine weitere Vision aber veränderte alles: Christus rief sie darin zum aktiven Apostolat in der Welt. Daraufhin pflegte Katharina Pestkranke, vermittelte zwischen sich bekriegenden Fürsten und rief die Kirche zur Umkehr auf. Für Letzteres kritisierte sie den Sittenverfall des Klerus sogar in öffentlichen Predigten. Katharina überzeugte Gregor XI., den Papstsitz nach Jahrzehnten von Avignon zurück nach Rom zu verlegen. Als seine enge Beraterin drängte Katharina den Papst nicht nur zu einer Kirchenreform, sondern forderte ihn auch zu einem weiteren Kreuzzug auf. Verzweifelt über das "Abendländische Schisma" (1378-1417) starb sie im Alter von 33 Jahren am 29. April 1430 in Rom. Von Katharina sind mehr als 380 teils hochtheologische Briefe erhalten. Papst Pius II. sprach sie 1461 heilig. 1970 wurde sie zur Kirchenlehrerin und 1999 zur Schutzpatronin Europas ernannt. 

Bild: © KNA

Gebet des Tages

Allmächtiger, ewiger Gott,

du hast der heiligen Katharina von Siena

das Leiden Christi und die Wunden seiner Kirche

vor Augen gestellt.

Im Dienst an der Kirche

wurde ihre Liebe zu einem lodernden Feuer.

Mache auch uns, die wir zu Christus gehören,

bereit, die Leiden seiner Kirche mitzutragen,

damit einst

seine Herrlichkeit an uns offenbar wird.

Darum bitten wir durch Jesus Christus. 

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (1 Joh 1,5 - 2,2)

Das Blut Jesu reinigt uns von aller Sünde

Schwestern und Brüder!
Das ist die Botschaft,
   die wir von Jesus Christus gehört haben und euch verkünden:
Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm.
Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben
   und doch in der Finsternis wandeln,
   lügen wir und tun nicht die Wahrheit.
Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist,
   haben wir Gemeinschaft miteinander
und das Blut seines Sohnes Jesus reinigt uns von aller Sünde.

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben,
   führen wir uns selbst in die Irre
und die Wahrheit ist nicht in uns.
Wenn wir unsere Sünden bekennen,
   ist er treu und gerecht;
er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.
Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben,
   machen wir ihn zum Lügner
und sein Wort ist nicht in uns.

Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt.
Wenn aber einer sündigt,
   haben wir einen Beistand beim Vater:
Jesus Christus, den Gerechten.
Er ist die Sühne für unsere Sünden,
aber nicht nur für unsere Sünden,
   sondern auch für die der ganzen Welt.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 103 (102),1-2.3-4.8-9.13-14.17-18a (R: 1a))

Kv Preise den HERRN, meine Seele! - Kv

Preise den HERRN, meine Seele, *
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Preise den HERRN, meine Seele, *
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! - (Kv)

Der dir all deine Schuld vergibt *
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet *
und dich mit Huld und Erbarmen krönt. - (Kv)

Der HERR ist barmherzig und gnädig, *
langmütig und reich an Huld.
Er wird nicht immer rechten *
und nicht ewig trägt er nach. - (Kv)

Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, *
so erbarmt sich der HERR über alle, die ihn fürchten.
Denn er weiß, was wir für Gebilde sind, *
er bedenkt, dass wir Staub sind. - (Kv)

Doch die Huld des HERRN währt immer und ewig *
für alle, die ihn fürchten.
Seine Gerechtigkeit erfahren noch Kinder und Enkel, *
alle, die seinen Bund bewahren. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 11,25-30)

Du hast das vor den Weisen und Klugen verborgen und hast es den Unmündigen offenbart

In jener Zeit sprach Jesus:
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen
   und es den Unmündigen offenbart hast.
Ja, Vater,
so hat es dir gefallen.

Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden;
niemand kennt den Sohn,
   nur der Vater,
und niemand kennt den Vater,
   nur der Sohn
und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Kommt alle zu mir,
   die ihr mühselig und beladen seid!
Ich will euch erquicken.

Nehmt mein Joch auf euch
   und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch ist sanft
   und meine Last ist leicht.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Du, Herr, hast sie für dich erwählt,
in Treue folgte sie dem Ruf.
Es brannte hell in ihrer Hand
die Lampe ihrer Wachsamkeit.

Voll Freude zog sie mit dir ein
zum königlichen Hochzeitsmahl.
Nach ihrem Vorbild lass auch uns
in Treue warten und Geduld.

Herr Jesus, der du kommen wirst,
dir sei der Lobpreis dargebracht.
Zum Mahl der Hochzeit öffne uns
die Pforten deiner Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Christus bekenne ich, nach Christus verlange ich, ich sehne mich, für immer bei Christus zu sein. (O: Halleluja.)

Psalm Ps 63 (62),2-9

Verlangen nach Gott
Nach Gott hält Ausschau, wer die Werke der Finsternis ablegt.

Gott, du mein Gott, dich suche ich, *
meine Seele dürstet nach dir.

Nach dir schmachtet mein Leib *
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.

Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum, *
um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.

Denn deine Huld ist besser als das Leben; *
darum preisen dich meine Lippen.

Ich will dich rühmen mein Leben lang, *
in deinem Namen die Hände erheben.

Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele, *
mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen.

Ich denke an dich auf nächtlichem Lager *
und sinne über dich nach, wenn ich wache.

Ja, du wurdest meine Hilfe; *
jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel.

Meine Seele hängt an dir, *
deine rechte Hand hält mich fest.

Antiphon

Christus bekenne ich, nach Christus verlange ich, ich sehne mich, für immer bei Christus zu sein. (O: Halleluja.)

2. Antiphon

Ihr Jungfrauen, preiset den Herrn: Der euch zu ungeteilter Liebe rief, er krönt in euch das Werk seiner Gnade. (O: Halleluja.)

Canticum Dan 3,57-69.71-72.70.73-76.78.77.79-88

Der Lobgesang der drei Jünglinge
Preist unseren Gott, all seine Knechte. (Offb 19,5)

Preist den Herrn, all ihr Werke des Herrn; *
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Preist den Herrn, ihr Himmel; *
preist den Herrn, ihr Engel des Herrn!

All ihr Wasser über dem Himmel, preiset den Herrn; *
all ihr Mächte des Herrn, preiset den Herrn!

Preist den Herrn, Sonne und Mond; *
preist den Herrn, ihr Sterne am Himmel!

Preist den Herrn, aller Regen und Tau; *
preist den Herrn, all ihr Winde!

Preist den Herrn, Feuer und Glut; *
preist den Herrn, Frost und Hitze!

Preist den Herrn, Tau und Schnee; *
preist den Herrn, Eis und Kälte!

Preist den Herrn, ihr Nächte und Tage; *
preist den Herrn, Licht und Dunkel!

Preist den Herrn, Raureif und Schnee; *
preist den Herrn, ihr Blitze und Wolken!

Die Erde preise den Herrn; *
sie lobe und rühme ihn in Ewigkeit.

Preist den Herrn, ihr Berge und Hügel; *
preist den Herrn, all ihr Gewächse auf Erden!

Preist den Herrn, ihr Meere und Flüsse; *
preist den Herrn, ihr Quellen!

Preist den Herrn, ihr Tiere des Meeres +
und alles, was sich regt im Wasser; *
preist den Herrn, all ihr Vögel am Himmel!

Preist den Herrn, all ihr Tiere, wilde und zahme; *
preist den Herrn, ihr Menschen!

Preist den Herrn, ihr Israeliten; *
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Preist den Herrn, ihr seine Priester; *
preist den Herrn, ihr seine Knechte!

Ihr Geister und Seelen der Gerechten, preiset den Herrn; *
ihr Demütigen und Frommen, preiset den Herrn!

Preist den Herrn, Hananja, Asarja und Mischaël; *
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Lasst uns preisen den Vater und den Sohn mit dem Heiligen Geist, *
ihn loben und rühmen in Ewigkeit!

Antiphon

Ihr Jungfrauen, preiset den Herrn: Der euch zu ungeteilter Liebe rief, er krönt in euch das Werk seiner Gnade. (O: Halleluja.)

3. Antiphon

Einen strahlenden Sieg über Fleisch und Blut errangen die Heiligen; nun jubeln sie in der Herrlichkeit. (O: Halleluja.)

Psalm Ps 149,1-9

Das neue Lied der Heiligen
Die Kinder der Kirche, die Kinder des neuen Volkes, sollen jubeln über Christus, ihren König. (Hesychius)

Singet dem Herrn ein neues Lied! *
Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen.

Israel soll sich über seinen Schöpfer freuen, *
die Kinder Zions über ihren König jauchzen.

Seinen Namen sollen sie loben beim Reigentanz, *
ihm spielen auf Pauken und Harfen.

Der Herr hat an seinem Volk Gefallen, *
die Gebeugten krönt er mit Sieg.

In festlichem Glanz sollen die Frommen frohlocken, *
auf ihren Lagern jauchzen:

Loblieder auf Gott in ihrem Mund, *
ein zweischneidiges Schwert in der Hand,

um die Vergeltung zu vollziehn an den Völkern, *
an den Nationen das Strafgericht,

um ihre Könige mit Fesseln zu binden, *
ihre Fürsten mit eisernen Ketten,

um Gericht über sie zu halten, so wie geschrieben steht. *
Herrlich ist das für all seine Frommen.

Antiphon

Einen strahlenden Sieg über Fleisch und Blut errangen die Heiligen; nun jubeln sie in der Herrlichkeit. (O: Halleluja.)

KURZLESUNG Hld 8,7

Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn.

RESPONSORIUM

R Mein Herz denkt an dein Wort: "Suchet mein Antlitz!" * Halleluja, halleluja. - R
V Dein Angesicht, Herr, will ich suchen. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Die heilige Jungfrau Katharina flehte unablässig zum Herrn, dass er seiner Kirche den Frieden schenke. Halleluja.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Die heilige Jungfrau Katharina flehte unablässig zum Herrn, dass er seiner Kirche den Frieden schenke. Halleluja.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Jesus Christus, denn er ist der Ruhm und die Krone der Jungfrauen. Zu ihm lasst uns beten:

R König der Jungfrauen, erhöre uns.

Du hast Maria, deine Mutter, zur Königin der Jungfrauen erhoben;
- auf ihre Fürsprache schenke uns die Reinheit des Herzens.

Dir allein haben sich die heiligen Jungfrauen geweiht;
- gib, dass auch uns nichts von deiner Liebe trenne.

Die heiligen Jungfrauen haben dir mit ungeteiltem Herzen gedient;
- gib, dass nichts uns hindere auf dem Weg zu dir.

Du bist der Bräutigam, auf dessen Ankunft die heiligen Jungfrauen gewartet haben;
- gib, dass wir stets wachsam deine Wiederkunft erwarten.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast der heiligen Katharina von Siena das Leiden Christi und die Wunden seiner Kirche vor Augen gestellt. Im Dienst an der Kirche wurde ihre Liebe zu einem lodernden Feuer. Mache auch uns, die wir zu Christus gehören, bereit, die Leiden seiner Kirche mitzutragen, damit einst seine Herrlichkeit an uns offenbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Geist, vom Vater ausgesandt,
o Kraft, vom Sohn verheißen:
Ergieße dich in unser Herz
und nimm es dir zu eigen!

Wo du bist, flammt die Liebe auf,
und Liebe will lobsingen.
Die Liebe öffnet Herz und Hand,
sie will sich ganz verschwenden.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Gott nahe zu sein ist mein Glück. Ich setze auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen. (O: Halleluja.)

Psalm Ps 119,145-152

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Erhöre mich, Herr, ich rufe von ganzem Herzen; *
deine Gesetze will ich halten.

Ich rufe zu dir; errette mich, *
dann will ich deinen Vorschriften folgen.

Schon beim Morgengrauen komme ich und flehe; *
ich warte auf dein Wort.

Meine Augen eilen den Nachtwachen voraus, *
denn ich sinne nach über deine Verheißung.

Höre auf meine Stimme in deiner Huld; *
belebe mich, Herr, durch deine Entscheide!

Mir nähern sich tückische Verfolger; *
sie haben sich weit von deiner Weisung entfernt.

Doch du bist nahe, Herr, *
und alle deine Gebote sind Wahrheit.

Aus deinen Vorschriften weiß ich seit langem, *
dass du sie für ewig bestimmt hast.

Antiphon

Gott nahe zu sein ist mein Glück. Ich setze auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen. (O: Halleluja.)

2. Antiphon

Gott nahe zu sein ist mein Glück. Ich setze auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen. (O: Halleluja.)

II

Gott der Vergeltung, o Herr, *
du Gott der Vergeltung, erscheine!

Erhebe dich, Richter der Erde, *
vergilt den Stolzen ihr Tun!

Wie lange noch dürfen die Frevler, o Herr, *
wie lange noch dürfen die Frevler frohlocken?

Sie führen freche Reden, *
alle, die Unrecht tun, brüsten sich.

Herr, die Frevler zertreten dein Volk, *
sie unterdrücken dein Erbteil.

Sie bringen die Witwen und Waisen um *
und morden die Fremden.

Sie denken: Der Herr sieht es ja nicht, *
der Gott Jakobs merkt es nicht.

Begreift doch, ihr Toren im Volk! *
Ihr Unvernünftigen, wann werdet ihr klug?

Sollte der nicht hören, der das Ohr gepflanzt hat, *
sollte der nicht sehen, der das Auge geformt hat?

Sollte der nicht strafen, der die Völker erzieht, *
er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?

Der Herr kennt die Gedanken der Menschen: *
Sie sind nichts als ein Hauch.

Antiphon

Gott nahe zu sein ist mein Glück. Ich setze auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen. (O: Halleluja.)

3. Antiphon

Gott nahe zu sein ist mein Glück. Ich setze auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen. (O: Halleluja.)

III

Wohl dem Mann, den du, Herr, erziehst, *
den du mit deiner Weisung belehrst.

Du bewahrst ihn vor bösen Tagen, *
bis man dem Frevler die Grube gräbt.

Ja, der Herr wird sein Volk nicht verstoßen *
und niemals sein Erbe verlassen.

Nun spricht man wieder Recht nach Gerechtigkeit; *
ihr folgen alle Menschen mit redlichem Herzen.

Wer wird sich für mich gegen die Frevler erheben, *
wer steht für mich ein gegen den, der Unrecht tut?

Wäre nicht der Herr meine Hilfe, *
bald würde ich im Land des Schweigens wohnen.

Wenn ich sage: «Mein Fuß gleitet aus», *
dann stützt mich, Herr, deine Huld.

Mehren sich die Sorgen des Herzens, *
so erquickt dein Trost meine Seele.

Kann sich mit dir der bestechliche Richter verbünden, *
der willkürlich straft, gegen das Gesetz?

Sie wollen das Leben des Gerechten vernichten *
und verurteilen schuldlose Menschen.

Doch meine Burg ist der Herr, *
mein Gott ist der Fels meiner Zuflucht.

Er wird ihnen ihr Unrecht vergelten +
und sie wegen ihrer Bosheit vernichten; *
vernichten wird sie der Herr, unser Gott.

Antiphon

Gott nahe zu sein ist mein Glück. Ich setze auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen. (O: Halleluja.)

KURZLESUNG Weish 8,21

Ich erkannte, dass ich die Weisheit nur als Geschenk Gottes erhalten könne - und schon hier war es die Klugheit, die mich erkennen ließ, wessen Gnadengeschenk sie ist.

RESPONSORIUM

V Dies ist eine weise Jungfrau. (O: Halleluja)
R Der Herr findet sie wachend, wenn er kommt. (O: Halleluja)

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast der heiligen Katharina von Siena das Leiden Christi und die Wunden seiner Kirche vor Augen gestellt. Im Dienst an der Kirche wurde ihre Liebe zu einem lodernden Feuer. Mache auch uns, die wir zu Christus gehören, bereit, die Leiden seiner Kirche mitzutragen, damit einst seine Herrlichkeit an uns offenbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Lenker, treuer Gott,
aus dir strömt alles Leben.
Du gibst dem Morgen hellen Glanz,
dem Mittag Glut in Fülle.

Bewahre uns vor Übermut.
Hilf uns, wenn wir erschlaffen.
Mach uns gesund an Geist und Leib
und schenk uns deinen Frieden.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Nimm mich auf, o Herr, wie du verheißen hast, und ich werde leben. Lass mein Vertrauen nicht zuschanden werden. (O: Halleluja.)

Psalm Ps 119,145-152

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Erhöre mich, Herr, ich rufe von ganzem Herzen; *
deine Gesetze will ich halten.

Ich rufe zu dir; errette mich, *
dann will ich deinen Vorschriften folgen.

Schon beim Morgengrauen komme ich und flehe; *
ich warte auf dein Wort.

Meine Augen eilen den Nachtwachen voraus, *
denn ich sinne nach über deine Verheißung.

Höre auf meine Stimme in deiner Huld; *
belebe mich, Herr, durch deine Entscheide!

Mir nähern sich tückische Verfolger; *
sie haben sich weit von deiner Weisung entfernt.

Doch du bist nahe, Herr, *
und alle deine Gebote sind Wahrheit.

Aus deinen Vorschriften weiß ich seit langem, *
dass du sie für ewig bestimmt hast.

Antiphon

Nimm mich auf, o Herr, wie du verheißen hast, und ich werde leben. Lass mein Vertrauen nicht zuschanden werden. (O: Halleluja.)

2. Antiphon

Nimm mich auf, o Herr, wie du verheißen hast, und ich werde leben. Lass mein Vertrauen nicht zuschanden werden. (O: Halleluja.)

II

Gott der Vergeltung, o Herr, *
du Gott der Vergeltung, erscheine!

Erhebe dich, Richter der Erde, *
vergilt den Stolzen ihr Tun!

Wie lange noch dürfen die Frevler, o Herr, *
wie lange noch dürfen die Frevler frohlocken?

Sie führen freche Reden, *
alle, die Unrecht tun, brüsten sich.

Herr, die Frevler zertreten dein Volk, *
sie unterdrücken dein Erbteil.

Sie bringen die Witwen und Waisen um *
und morden die Fremden.

Sie denken: Der Herr sieht es ja nicht, *
der Gott Jakobs merkt es nicht.

Begreift doch, ihr Toren im Volk! *
Ihr Unvernünftigen, wann werdet ihr klug?

Sollte der nicht hören, der das Ohr gepflanzt hat, *
sollte der nicht sehen, der das Auge geformt hat?

Sollte der nicht strafen, der die Völker erzieht, *
er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?

Der Herr kennt die Gedanken der Menschen: *
Sie sind nichts als ein Hauch.

Antiphon

Nimm mich auf, o Herr, wie du verheißen hast, und ich werde leben. Lass mein Vertrauen nicht zuschanden werden. (O: Halleluja.)

3. Antiphon

Nimm mich auf, o Herr, wie du verheißen hast, und ich werde leben. Lass mein Vertrauen nicht zuschanden werden. (O: Halleluja.)

III

Wohl dem Mann, den du, Herr, erziehst, *
den du mit deiner Weisung belehrst.

Du bewahrst ihn vor bösen Tagen, *
bis man dem Frevler die Grube gräbt.

Ja, der Herr wird sein Volk nicht verstoßen *
und niemals sein Erbe verlassen.

Nun spricht man wieder Recht nach Gerechtigkeit; *
ihr folgen alle Menschen mit redlichem Herzen.

Wer wird sich für mich gegen die Frevler erheben, *
wer steht für mich ein gegen den, der Unrecht tut?

Wäre nicht der Herr meine Hilfe, *
bald würde ich im Land des Schweigens wohnen.

Wenn ich sage: «Mein Fuß gleitet aus», *
dann stützt mich, Herr, deine Huld.

Mehren sich die Sorgen des Herzens, *
so erquickt dein Trost meine Seele.

Kann sich mit dir der bestechliche Richter verbünden, *
der willkürlich straft, gegen das Gesetz?

Sie wollen das Leben des Gerechten vernichten *
und verurteilen schuldlose Menschen.

Doch meine Burg ist der Herr, *
mein Gott ist der Fels meiner Zuflucht.

Er wird ihnen ihr Unrecht vergelten +
und sie wegen ihrer Bosheit vernichten; *
vernichten wird sie der Herr, unser Gott.

Antiphon

Nimm mich auf, o Herr, wie du verheißen hast, und ich werde leben. Lass mein Vertrauen nicht zuschanden werden. (O: Halleluja.)

KURZLESUNG 1 Kor 7,25

Was die Frage der Ehelosigkeit angeht, so habe ich kein Gebot vom Herrn. Ich gebe euch nur einen Rat als einer, den der Herr durch sein Erbarmen vertrauenswürdig gemacht hat.

RESPONSORIUM

V Dies ist eine weise Jungfrau. (O: Halleluja)
R Eine aus der Zahl der Klugen. (O: Halleluja)

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast der heiligen Katharina von Siena das Leiden Christi und die Wunden seiner Kirche vor Augen gestellt. Im Dienst an der Kirche wurde ihre Liebe zu einem lodernden Feuer. Mache auch uns, die wir zu Christus gehören, bereit, die Leiden seiner Kirche mitzutragen, damit einst seine Herrlichkeit an uns offenbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Schon neigt der Tag dem Abend zu,
die Schatten werden länger.
Vergänglich ist, was uns umgibt,
du aber bleibst bestehen.

Im Tageslicht, das steigt und sinkt,
wird uns die Zeit bemessen,
bis uns der Tod hinüberführt,
wo alle Grenzen fallen.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Wie schön ist ein keusches Geschlecht im Glanz seiner Tugend. (O: Halleluja.)

Psalm Ps 119,145-152

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Erhöre mich, Herr, ich rufe von ganzem Herzen; *
deine Gesetze will ich halten.

Ich rufe zu dir; errette mich, *
dann will ich deinen Vorschriften folgen.

Schon beim Morgengrauen komme ich und flehe; *
ich warte auf dein Wort.

Meine Augen eilen den Nachtwachen voraus, *
denn ich sinne nach über deine Verheißung.

Höre auf meine Stimme in deiner Huld; *
belebe mich, Herr, durch deine Entscheide!

Mir nähern sich tückische Verfolger; *
sie haben sich weit von deiner Weisung entfernt.

Doch du bist nahe, Herr, *
und alle deine Gebote sind Wahrheit.

Aus deinen Vorschriften weiß ich seit langem, *
dass du sie für ewig bestimmt hast.

Antiphon

Wie schön ist ein keusches Geschlecht im Glanz seiner Tugend. (O: Halleluja.)

2. Antiphon

Wie schön ist ein keusches Geschlecht im Glanz seiner Tugend. (O: Halleluja.)

II

Gott der Vergeltung, o Herr, *
du Gott der Vergeltung, erscheine!

Erhebe dich, Richter der Erde, *
vergilt den Stolzen ihr Tun!

Wie lange noch dürfen die Frevler, o Herr, *
wie lange noch dürfen die Frevler frohlocken?

Sie führen freche Reden, *
alle, die Unrecht tun, brüsten sich.

Herr, die Frevler zertreten dein Volk, *
sie unterdrücken dein Erbteil.

Sie bringen die Witwen und Waisen um *
und morden die Fremden.

Sie denken: Der Herr sieht es ja nicht, *
der Gott Jakobs merkt es nicht.

Begreift doch, ihr Toren im Volk! *
Ihr Unvernünftigen, wann werdet ihr klug?

Sollte der nicht hören, der das Ohr gepflanzt hat, *
sollte der nicht sehen, der das Auge geformt hat?

Sollte der nicht strafen, der die Völker erzieht, *
er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?

Der Herr kennt die Gedanken der Menschen: *
Sie sind nichts als ein Hauch.

Antiphon

Wie schön ist ein keusches Geschlecht im Glanz seiner Tugend. (O: Halleluja.)

3. Antiphon

Wie schön ist ein keusches Geschlecht im Glanz seiner Tugend. (O: Halleluja.)

III

Wohl dem Mann, den du, Herr, erziehst, *
den du mit deiner Weisung belehrst.

Du bewahrst ihn vor bösen Tagen, *
bis man dem Frevler die Grube gräbt.

Ja, der Herr wird sein Volk nicht verstoßen *
und niemals sein Erbe verlassen.

Nun spricht man wieder Recht nach Gerechtigkeit; *
ihr folgen alle Menschen mit redlichem Herzen.

Wer wird sich für mich gegen die Frevler erheben, *
wer steht für mich ein gegen den, der Unrecht tut?

Wäre nicht der Herr meine Hilfe, *
bald würde ich im Land des Schweigens wohnen.

Wenn ich sage: «Mein Fuß gleitet aus», *
dann stützt mich, Herr, deine Huld.

Mehren sich die Sorgen des Herzens, *
so erquickt dein Trost meine Seele.

Kann sich mit dir der bestechliche Richter verbünden, *
der willkürlich straft, gegen das Gesetz?

Sie wollen das Leben des Gerechten vernichten *
und verurteilen schuldlose Menschen.

Doch meine Burg ist der Herr, *
mein Gott ist der Fels meiner Zuflucht.

Er wird ihnen ihr Unrecht vergelten +
und sie wegen ihrer Bosheit vernichten; *
vernichten wird sie der Herr, unser Gott.

Antiphon

Wie schön ist ein keusches Geschlecht im Glanz seiner Tugend. (O: Halleluja.)

KURZLESUNG Offb 19,6b-7

Denn der Herr ist König geworden, unser Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung!
Wir wollen uns freuen und jubeln und ihm die Ehre erweisen! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.

RESPONSORIUM

V Ich fand ihn, den meine Seele liebt. (O: Halleluja)
R Ich halte ihn fest und will ihn nicht lassen. (O: Halleluja)

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast der heiligen Katharina von Siena das Leiden Christi und die Wunden seiner Kirche vor Augen gestellt. Im Dienst an der Kirche wurde ihre Liebe zu einem lodernden Feuer. Mache auch uns, die wir zu Christus gehören, bereit, die Leiden seiner Kirche mitzutragen, damit einst seine Herrlichkeit an uns offenbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Du, Herr, hast sie für dich erwählt,
in Treue folgte sie dem Ruf.
Es brannte hell in ihrer Hand
die Lampe ihrer Wachsamkeit.

Voll Freude zog sie mit dir ein
zum königlichen Hochzeitsmahl.
Nach ihrem Vorbild lass auch uns
in Treue warten und Geduld.

Herr Jesus, der du kommen wirst,
dir sei der Lobpreis dargebracht.
Zum Mahl der Hochzeit öffne uns
die Pforten deiner Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

Mein Bräutigam, für dich habe ich mich bewahrt, dir eile ich entgegen mit brennender Lampe. (O: Halleluja.)

1. Antiphon

Psalm Ps 122,1-9


Ich freute mich, als man mir sagte: *
«Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.»

Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem: +
Jerusalem, du starke Stadt, *
dicht gebaut und fest gefügt.

Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn, +
wie es Israel geboten ist, *
den Namen des Herrn zu preisen.

Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht, *
die Throne des Hauses David.

Erbittet für Jerusalem Frieden! *
Wer dich liebt, sei in dir geborgen.

Friede wohne in deinen Mauern, *
in deinen Häusern Geborgenheit.

Wegen meiner Brüder und Freunde *
will ich sagen: In dir sei Friede.

Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes, *
will ich dir Glück erflehen.

Antiphon

Mein Bräutigam, für dich habe ich mich bewahrt, dir eile ich entgegen mit brennender Lampe. (O: Halleluja.)

2. Antiphon

Selig, die reinen Herzens sind: sie werden Gott schauen. (O: Halleluja.)

Psalm Ps 127,1-5


Wenn nicht der Herr das Haus baut, *
müht sich jeder umsonst, der daran baut.

Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht, *
wacht der Wächter umsonst.

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht *
und euch spät erst niedersetzt,

um das Brot der Mühsal zu essen; *
denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.

Kinder sind eine Gabe des Herrn, *
die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.

Wie Pfeile in der Hand des Kriegers, *
so sind Söhne aus den Jahren der Jugend.

Wohl dem Mann, der mit ihnen den Köcher gefüllt hat! *
Beim Rechtsstreit mit ihren Feinden scheitern sie nicht.

Selig, die reinen Herzens sind: sie werden Gott schauen. (O: Halleluja.)

Antiphon

Selig, die reinen Herzens sind: sie werden Gott schauen. (O: Halleluja.)

3. Antiphon

Mein Herz ist gefestigt, mein Leben auf Christus gegründet. (O: Halleluja.)

Canticum Eph 1,3-10


Gepriesen sei Gott, *
der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus.

Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet *
durch unsre Gemeinschaft mit Christus im Himmel.

Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, *
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;

er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, *
seine Söhne zu werden durch Jesus Christus

und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, *
zum Lob seiner herrlichen Gnade.

Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; +
durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden *
nach dem Reichtum seiner Gnade.

Durch sie hat er uns reich beschenkt *
mit aller Weisheit und Einsicht

und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, *
wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat:

die Fülle der Zeiten heraufzuführen in Christus *
und alles, was im Himmel und auf Erden ist, in ihm zu vereinen.

Antiphon

Mein Herz ist gefestigt, mein Leben auf Christus gegründet. (O: Halleluja.)

KURZLESUNG 1 Kor 7,32.34

Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn; er will dem Herrn gefallen.
Die unverheiratete Frau und die Jungfrauen sorgen sich um die Sache des Herrn, um heilig zu sein an Leib und Geist.

RESPONSORIUM

R Jungfrauen führt man zum König in Freude und Jubel. * Halleluja, halleluja. - R
V In seine Paläste ziehen sie ein. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Immer und überall hat Katharina Gott gesucht. Sie fand ihn und hielt an ihm fest mit der ganzen Leidenschaft ihres Herzens. Halleluja.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Immer und überall hat Katharina Gott gesucht. Sie fand ihn und hielt an ihm fest mit der ganzen Leidenschaft ihres Herzens. Halleluja.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Jesus Christus, der zu allen Zeiten Menschen beruft zur Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen:

R König der Jungfrauen, erhöre uns.

Du hast dir die Kirche zur Braut erwählt;
- heilige sie, damit sie ohne Makel vor dir stehe.

Durch deine Gnade hat die Kirche dir die Treue bewahrt;
- erneuere sie immer wieder durch dein Evangelium.

Du hast der Kirche das Vorbild der heiligen N. geschenkt;
- rufe junge Menschen in den Stand der Jungfräulichkeit.

Die heilige N. ist dir ungeteilten Herzens nachgefolgt;
- auf ihre Fürbitte stärke die Ordensfrauen in ihrem Dienst.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Die heiligen Jungfrauen hast du aufgenommen zum Hochzeitsmahl des ewigen Lebens;
- lass auch unsere Verstorbenen teilhaben am himmlischen Mahl.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast der heiligen Katharina von Siena das Leiden Christi und die Wunden seiner Kirche vor Augen gestellt. Im Dienst an der Kirche wurde ihre Liebe zu einem lodernden Feuer. Mache auch uns, die wir zu Christus gehören, bereit, die Leiden seiner Kirche mitzutragen, damit einst seine Herrlichkeit an uns offenbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Schon wirft die Erde sich zur Nacht
des dunklen Mantels Falten um.
Der Schlaf, des Todes sanftes Bild,
führt uns dem Grab des Schlummers zu.

Wenn uns die schwarze Nacht umhüllt,
sind wir von Traum und Wahn bedrängt,
bedroht von Zweifel und von Angst,
der Macht des Bösen ausgesetzt.

Christus, du Leben, Wahrheit, Licht,
wachsamer Hüter, sei uns nah,
dass hell der Glaube in uns wacht,
auch in des Schlafes dunkler Zeit.

Den Sohn und Vater bitten wir
und auch den Geist, der beide eint:
Dreiein’ge Macht, die alles lenkt,
behüte uns in dieser Nacht. Amen.

PSALMODIE

Antiphon

Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.

Psalm Ps 31,2-6

Psalm In Gottes Händen geborgen
Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. (Lk 23,46)

Herr, ich suche Zuflucht bei dir. +
Lass mich doch niemals scheitern; *
rette mich in deiner Gerechtigkeit!

Wende dein Ohr mir zu, *
erlöse mich bald!

Sei mir ein schützender Fels, *
eine feste Burg, die mich rettet.

Denn du bist mein Fels und meine Burg; *
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.

Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; *
denn du bist meine Zuflucht.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; *
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Antiphon

Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.

KURZLESUNG Eph 4,26-27

Lasst euch durch den Zorn nicht zur Sünde hinreißen! Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen.
Gebt dem Teufel keinen Raum!

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben. * Halleluja, halleluja. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr Jesus Christus, du bist gütig und von Herzen demütig. Das Joch, das du denen auflegst, die dir nachfolgen, ist nicht drückend, und deine Last ist leicht. Nimm gnädig an, was wir uns heute vorgenommen und was wir vollbracht haben. Erneuere uns durch die Ruhe der Nacht und mache uns morgen eifriger in deinem Dienst. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

Mittwoch, 29. April 2026

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.