KALENDERBLATT

Jean-Marie Vianney

Begeistert war der Bischof von Grenoble nicht, als er diesen Bauernsohn am 13. August 1815 zum Priester weihte. Der vor ihm stehende Seminarist namens Jean-Marie Vianney (1786-1859) war ein ehemaliger Deserteur, galt als wenig intelligent und litt unter nervösen Selbstzweifeln. Immerhin sei er sehr fromm – mehr Positives hatten Jean-Maries Ausbildungsleiter nicht über ihn zu sagen. Nach Abschluss seines Vikariats sollte er die Gemeinde von Ars übernehmen. Das seit der Französischen Revolution entchristlichte Dorf galt ohnehin als hoffnungsloser Fall. "Dort kann er nichts mehr zerstören", soll der Bischof die Versetzung kommentiert haben. Jean-Marie wurde nichts geschenkt: Ihre Zeit verbrachten die 230 Einwohner lieber in einer der vier Dorfkneipen als in der Kirche. Bestenfalls mieden und ignorierten sie den jungen Pfarrer – schlimmstenfalls beschimpften sie ihn oder feindeten ihn an. Doch Jean-Marie gab nicht auf und kämpfte beharrlich um seine Gemeinde: Er setzte sich gegen Sonntagsarbeit und die Trink- und Tanzgelage ein, baute eine Mädchenschule und gründete ein Waisenhaus. Die Nächte verbrachte der streng asketisch lebende Priester im Gebet um das Seelenheil der ihm anvertrauten Menschen. Erst nach neun Jahren zeigten sich erste Erfolge seiner Mühen. Die Kirche begann sich zu füllen und bald kamen ganze Pilgerströme, um bei ihm zu beichten. In seiner zwischen religiösem Desinteresse und spiritueller Sehnsucht zerrissenen Epoche hatte der bescheidene Jean-Marie den Nerv der Zeit getroffen. Immer mehr Franzosen wollten diesen besonderen Priester sehen, der mit einfachen Worten zum Innersten der Suchenden sprach und niemanden verurteilte. Der über diese Verehrung erschrockene Jean-Marie versuchte mehrfach, in ein Kloster zu flüchten – doch die bekehrten Dorfbewohner hielten ihn zurück. Jahrzehntelang saß er täglich 10 bis 17 Stunden im Beichtstuhl. Jean-Marie starb am 4. August 1859 und wurde 1925 heiliggesprochen. Der Pfarrer von Ars gilt heute als Patron aller Pfarrer. 

Gebet des Tages

Allmächtiger und barmherziger Gott,

du hast dem heiligen Pfarrer von Ars

die Geduld und Sorge eines guten Hirten gegeben,

der sich für das Heil seiner Mitmenschen verzehrt.

Hilf auf seine Fürsprache auch uns,

in der Liebe Christi

Menschen für dich zu gewinnen

und zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern

das ewige Heil zu finden.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

STUNDENBUCH

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Jer 30,1-2.12-15.18-22)

Das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging:
So spricht der HERR, der Gott Israels:
Schreib dir alle Worte, die ich dir gesagt habe, in ein Buch!

So spricht der HERR:
Arg ist dein Schaden, unheilbar deine Wunde.
Niemand richtet dein Recht.
Für das Geschwür gibt es keine Heilung,
keine Genesung gibt es für dich.

Alle deine Liebhaber haben dich vergessen,
sie fragen nicht nach dir.
Denn wie ein Feind schlägt,
   habe ich dich geschlagen mit harter Züchtigung
   wegen deiner vielfachen Schuld
   und deiner zahlreichen Sünden.

Was schreist du über deinen Schaden und dein arges Leiden?
Wegen deiner vielfachen Schuld und deiner zahlreichen Sünden
   habe ich dir das getan.

So spricht der HERR:
Siehe, ich wende das Geschick der Zelte Jakobs,
seiner Wohnstätten erbarme ich mich.
Die Stadt soll auf ihrem Schutthügel aufgebaut werden,
   der Palast auf seinem rechten Platz stehen.
Lobgesang wird von dort erschallen
   und die Stimme von lachenden Menschen.

Ich will ihre Zahl vermehren,
   sie sollen nicht weniger werden;
ich will ihnen Ehre verschaffen,
   sie sollen nicht gering geachtet werden.
Die Söhne Jakobs werden sein wie ehedem,
seine Gemeinde wird vor mir bestehen bleiben,
doch alle seine Unterdrücker suche ich heim.

Sein Machthaber wird ihm selbst entstammen,
   sein Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen.
Ich gewähre ihm Zutritt, sodass er mir nahen kann;
denn wer sonst
   dürfte sein Leben wagen, um mir zu nahen? –
Spruch des HERRN.

Ihr werdet mein Volk sein
   und ich werde euer Gott sein.

Jer

Antwortpsalm

Die Völker werden fürchten den Namen des HERRN ∗
und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.

Denn der HERR hat Zion dann wieder aufgebaut, ∗
er ist erschienen in seiner Herrlichkeit.

Er hat sich dem Bittgebet der verlassenen Stadt zugewandt, ∗
ihre Bittgebete hat er nicht verschmäht.

Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht, ∗
damit den HERRN lobe das Volk, das noch erschaffen wird.

Denn herabgeschaut hat der HERR aus heiliger Höhe, ∗
vom Himmel hat er auf die Erde geblickt,

um das Seufzen der Gefangenen zu hören, ∗
zu befreien, die dem Tod geweiht sind.

Die Kinder deiner Knechte werden in Sicherheit wohnen, ∗
ihre Nachkommen bestehen vor deinem Angesicht,

damit sie den Namen des HERRN auf dem Zion verkünden ∗
und sein Lob in Jerusalem.

Evangelium

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte,
   drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen
   und an das andere Ufer vorauszufahren.
Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
Nachdem er sie weggeschickt hatte,
   stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten.
Als es Abend wurde, war er allein dort.

Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt
und wurde von den Wellen hin und her geworfen;
denn sie hatten Gegenwind.

In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen;
er ging auf dem See.
Als ihn die Jünger über den See kommen sahen,
   erschraken sie,
weil sie meinten, es sei ein Gespenst,
und sie schrien vor Angst.

Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen
und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es;
fürchtet euch nicht!

Petrus erwiderte ihm und sagte:
   Herr, wenn du es bist,
   so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme!
Jesus sagte: Komm!

Da stieg Petrus aus dem Boot
   und kam über das Wasser zu Jesus.
Als er aber den heftigen Wind bemerkte,
   bekam er Angst.
Und als er begann unterzugehen,
   schrie er: Herr, rette mich!

Jesus streckte sofort die Hand aus,
ergriff ihn
und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger,
warum hast du gezweifelt?

Und als sie ins Boot gestiegen waren,
   legte sich der Wind.

Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder
und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.

Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennesaret.
Als die Leute jener Gegend ihn erkannten,
   schickten sie in die ganze Umgebung.
Und man brachte alle Kranken zu ihm
und bat ihn,
   er möge sie wenigstens
   den Saum seines Gewandes berühren lassen.
Und alle, die ihn berührten,
   wurden geheilt.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LESEHORE

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Erwacht und singt in der Nacht;
es kommt das göttliche Wort, der Sohn,
der Himmel und Erde gemacht,
vom Thron in unsere Zeit und Niedrigkeit.

Erhebt euch, Menschen, und gebt ihm Ehr’,
der über das All ward gesetzt,
dem Kyrios Christ, der lebt im Jetzt
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; er wird es fügen.

Psalm 37.1, 1–11

Das Los der Bösen und der Guten Selig, die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben. (Mt 5,5)

Errege dich nicht über die Bösen, 
wegen der Übeltäter ereifere dich nicht!

Denn sie verwelken schnell wie das Gras, 
wie grünes Kraut verdorren sie.

Vertrau auf den Herrn und tu das Gute, 
bleib wohnen im Land und bewahre Treue!

Freu dich innig am Herrn! 
Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.

Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; 
er wird es fügen.

Er bringt deine Gerechtigkeit heraus wie das Licht 
und dein Recht so hell wie den Mittag.

Sei still vor dem Herrn und harre auf ihn! 
Erhitze dich nicht über den Mann, dem alles gelingt, 
den Mann, der auf Ränke sinnt.

Steh ab vom Zorn und lass den Grimm; 
erhitze dich nicht, es führt nur zu Bösem.

Denn die Bösen werden ausgetilgt; 
die aber auf den Herrn hoffen, werden das Land besitzen.

Eine Weile noch und der Frevler ist nicht mehr da; 
schaust du nach seiner Wohnung – sie ist nicht mehr zu finden.

Doch die Armen werden das Land bekommen, 
sie werden Glück in Fülle genießen.

Ant.

Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; er wird es fügen.

2. Antiphon

Meide das Böse und tu das Gute; der Herr verlässt seine Frommen nicht.

Psalm 37.2, 12–29

Der Frevler sinnt auf Ränke gegen den Gerechten 
und knirscht gegen ihn mit den Zähnen.

Der Herr verlacht ihn, 
denn er sieht, dass sein Tag kommt.

Die Frevler zücken das Schwert 
und spannen ihren Bogen;

sie wollen den Schwachen und Armen fällen 
und alle hinschlachten, die den rechten Weg gehn.

Ihr Schwert dringe in ihr eigenes Herz, 
und ihre Bogen sollen zerbrechen.

Besser das wenige, das der Gerechte besitzt, 
als der Überfluss vieler Frevler.

Denn die Arme der Frevler werden zerschmettert, 
doch die Gerechten stützt der Herr.

Der Herr kennt die Tage der Bewährten, 
ihr Erbe hat ewig Bestand.

In bösen Zeiten werden sie nicht zuschanden, 
sie werden satt in den Tagen des Hungers.

Doch die Frevler gehen zugrunde, 
die Feinde des Herrn sind wie die Pracht der Auen: 
Sie schwinden dahin, wie Rauch schwinden sie hin.

Der Frevler muss borgen und kann nicht bezahlen, 
doch freigebig schenkt der Gerechte.

Denn wen der Herr segnet, der wird das Land besitzen, 
aber wen er verflucht, der wird ausgetilgt.

Der Herr festigt die Schritte des Mannes, 
er hat Gefallen an seinem Weg.

Auch wenn er strauchelt, stürzt er nicht hin; 
denn der Herr hält ihn fest an der Hand.

Einst war ich jung, nun bin ich alt, 
nie sah ich einen Gerechten verlassen 
noch seine Kinder betteln um Brot.

Allzeit ist er mildtätig, gern leiht er aus, 
seine Kinder werden zum Segen.

Meide das Böse und tu das Gute, 
so bleibst du wohnen für immer.

Denn der Herr liebt das Recht 
und verlässt seine Frommen nicht.

Doch das Geschlecht der Frevler wird ausgetilgt, 
sie werden für immer vernichtet.

Die Gerechten werden das Land besitzen 
und darin wohnen für alle Zeiten.

Ant.

Meide das Böse und tu das Gute; der Herr verlässt seine Frommen nicht.

3. Antiphon

Hoffe auf den Herrn und bleib auf seinem Weg.

Psalm 37.3, 30–40

Der Mund des Gerechten bewegt Worte der Weisheit, 
und seine Zunge redet, was recht ist.

Er hat die Weisung seines Gottes im Herzen, 
seine Schritte wanken nicht.

Der Frevler belauert den Gerechten 
und sucht ihn zu töten.

Der Herr überlässt ihn nicht seiner Hand, 
lässt nicht zu, dass man ihn vor Gericht verurteilt.

Hoffe auf den Herrn 
und bleib auf seinem Weg!

Er wird dich erhöhen zum Erben des Landes; 
du wirst sehen, wie der Frevler vernichtet wird.

Ich sah einen Frevler, bereit zu Gewalttat; 
er reckte sich hoch wie eine grünende Zeder.

Wieder ging ich vorüber, und er war nicht mehr da; 
ich suchte ihn, doch er war nicht zu finden.

Achte auf den Frommen und schau auf den Redlichen! 
Denn Zukunft hat der Mann des Friedens.

Die Sünder aber werden alle zusammen vernichtet; 
die Zukunft der Frevler ist Untergang.

Die Rettung der Gerechten kommt vom Herrn, 
er ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.

Der Herr hilft ihnen und rettet sie, 
er rettet sie vor den Frevlern;

er schenkt ihnen Heil, 
denn sie suchen Zuflucht bei ihm.

Ant.

Hoffe auf den Herrn und bleib auf seinem Weg.

Versikel

V: Lehre mich Erkenntnis und rechtes Urteil.
R: Ich vertraue auf deine Gebote.

Erste Lesung (2,12-27)

Der Aufruf zur Buße

Auch jetzt noch – Spruch des Herrn: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen.
Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte und es reut ihn, dass er das Unheil verhängt hat.
Vielleicht kehrt er um und es reut ihn und er lässt Segen zurück, sodass ihr Speise- und Trankopfer darbringen könnt für den Herrn, euren Gott.
Auf dem Zion stoßt in das Horn, ordnet ein heiliges Fasten an, ruft einen Gottesdienst aus!
Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde! Versammelt die Alten, holt die Kinder zusammen, auch die Säuglinge! Der Bräutigam verlasse seine Kammer und die Braut ihr Gemach.
Zwischen Vorhalle und Altar sollen die Priester klagen, die Diener des Herrn sollen sprechen: Hab Mitleid, Herr, mit deinem Volk und überlass dein Erbe nicht der Schande, damit die Völker nicht über uns spotten. Warum soll man bei den Völkern sagen: Wo ist denn ihr Gott?

Das künftige Heil des Volkes

Da erwachte im Herrn die Leidenschaft für sein Land und er hatte Erbarmen mit seinem Volk.
Der Herr antwortete seinem Volk und sprach: Seht, ich sende euch Korn, Wein und Öl, damit ihr euch daran sättigen könnt. Ich gebe euch nicht mehr der Schande preis unter den Völkern.
Den Feind aus dem Norden schicke ich weit von euch weg, ich treibe ihn in ein dürres, verödetes Land, seine Vorhut treibe ich zum östlichen Meer und seine Nachhut zum westlichen Meer. Dann erhebt sich ein Gestank, Verwesungsgeruch steigt von ihm auf [denn er hat sich gebrüstet].
Fürchte dich nicht, fruchtbares Land! Freu dich und juble; denn der Herr hat Großes getan.
Fürchtet euch nicht, ihr Tiere auf dem Feld! Denn das Gras in der Steppe wird wieder grün, der Baum trägt seine Frucht, Feigenbaum und Weinstock bringen ihren Ertrag.
Jubelt, ihr Söhne Zions, und freut euch über den Herrn, euren Gott! Denn er gibt euch Nahrung, wie es recht ist. Er schickt euch den Regen, Herbstregen und Frühjahrsregen wie in früherer Zeit.
Die Tennen sind voll von Getreide, die Keltern fließen über von Wein und Öl.
Ich ersetze euch die Ernten, die von der Wanderheuschrecke und der Larve, vom Nager und vom Grashüpfer gefressen wurden, von meinem großen Heer, das ich gegen euch sandte.
Ihr werdet essen und satt werden und den Namen des Herrn, eures Gottes, preisen, der für euch solche Wunder getan hat. [Mein Volk braucht sich nie mehr zu schämen.]
Dann werdet ihr erkennen, dass ich mitten in Israel bin und dass ich der Herr, euer Gott, bin, ich und sonst niemand. Mein Volk braucht sich nie mehr zu schämen.

Aus dem Buch Joël.

Zweite Lesung

Schön ist die Aufgabe des Menschen: Gebet und Liebe

Schaut, meine Lieben, der Schatz des Christen ist nicht auf der Erde, sondern im Himmel. Unser Denken muss sich also dahin richten, wo unser Schatz ist.

Dies ist die schöne Aufgabe des Menschen: zu beten und zu lieben. Wenn ihr betet und liebt, seht, das ist das Glück des Menschen auf Erden. Das Gebet ist nichts anderes als Vereinigung mit Gott. Wenn jemand ein reines, mit Gott verbundenes Herz hat, dann überkommt ihn ein berausschendes Gefühl von Wonne und Glück, ein Licht, das ihn wunderbar umleuchtet. In dieser tiefen Vereinigung sind Gott und die Seele wie zwei ineinander verschmolzene Kerzen, die keiner mehr trennen kann. Überaus schön ist die Vereinigung Gottes mit seinem geringen Geschöpf; es ist ein Glück, das niemand begreifen kann.

Wir waren nicht würdig, zu beten; aber Gott erlaubte uns in seiner Güte, mit ihm zu reden. Unser Gebet ist der Weihrauch, der ihm am besten gefällt.

Meine Kinder, ihr habt ein enges Herz, aber das Gebet weitet es und macht es fähig, Gott zu lieben. Das Gebet gibt uns einen Vorgeschmack des Himmels, etwas vom Paradies steigt zu uns herab. Es lässt uns niemals ohne Süßigkeit zurück. Es ist Honig, der in der Seele fließt und alles versüßt. Im rechten Gebet schmelzen die Schmerzen wie Schnee in der Sonne.

Das Gebet bewirkt, dass die Zeit schnell und mit solcher Freude voranschreitet, dass der Mensch die lange Dauer nicht merkt. Hört: Als ich Pfarrer in Bresse war und einmal fast alle meine Mitbrüder krank waren, betete ich auf den weiten Wegen zu Gott, und – glaubt mir – die Zeit schien mir nicht lang.

Es gibt Menschen, die sich ganz ins Gebet versenken wie die Fische ins Meer, weil sie ganz Gott hingegeben sind. In ihrem Herzen gibt es keinen Zwiespalt. Wie sehr liebe ich diese hochherzigen Seelen! Der heilige Franz und die heilige Coleta sahen unsern Herrn und sprachen mit ihm so, wie wir miteinander reden.

Wenn wir dagegen zur Kirche kommen, wie oft wissen wir nicht, was wir tun oder auch nur was wir beten sollen! Wenn wir aber zu irgendeinem Menschen gehen, wissen wir gut, weshalb wir ihn aufsuchen. Ja, es gibt Menschen, die Gott zu sagen scheinen: „Ich will dir nur zwei Worte sagen, damit du zu deinem Recht kommst“.

Wenn wir kommen, um den Herrn anzubeten, denke ich oftmals: Käme unser Gebet doch aus lebendigem Glauben und aus reinem Herzen, dann würden all unsere Wünsche erfüllt.

Johannes Maria Vianney († 1859) – Aus einer Katechese über das Gebet.

Oration

Allmächtiger und barmherziger Gott, du hast dem heiligen Pfarrer von Ars die Geduld und Sorge eines guten Hirten gegeben, der sich für das Heil seiner Mitmenschen verzehrt. Hilf auf seine Fürsprache auch uns, Menschen für Christus zu gewinnen und zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern das ewige Heil zu finden.

ABSCHLUSS

V: Singet Lob und Preis.
R: Dank sei Gott, dem Herrn.

LAUDES

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Schon zieht herauf des Tages Licht.
Wir flehn zu Gott voll Zuversicht:
Bewahre uns an diesem Tag
vor allem, was uns schaden mag.

Bezähme unsrer Zunge Macht,
dass sie nicht Hass und Streit entfacht;
lass unsrer Augen hellen Schein
durch Böses nicht verdunkelt sein.

Rein sei das Herz und unversehrt
und allem Guten zugekehrt,
und gib uns jeden Tag das Brot
für unsre und der Brüder Not.

Senkt sich hernieder dann die Nacht
und ist das Tagewerk vollbracht,
sei dir all unser Tun geweiht
zum Lobe deiner Herrlichkeit.

Dich, Vater, Sohn und Heil’ger Geist,
voll Freude alle Schöpfung preist,
der jeden neuen Tag uns schenkt
und unser ganzes Leben lenkt. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich führen zu deinem heiligen Berg.

Psalm 43

Zum Altare Gottes will ich treten Ich bin als Licht in die Welt gekommen. (Joh ,6)

Verschaff mir Recht, o Gott, 
und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk! 
Rette mich vor bösen und tückischen Menschen!

Denn du bist mein starker Gott. 
Warum hast du mich verstoßen?

Warum muss ich trauernd umhergehen, 
von meinem Feind bedrängt?

Sende dein Licht und deine Wahrheit, 
damit sie mich leiten;

sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg 
und zu deiner Wohnung.

So will ich zum Altar Gottes treten, zum Gott meiner Freude. 
Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, Gott, mein Gott.

Meine Seele, warum bist du betrübt 
und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, 
meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.

Ant.

Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich führen zu deinem heiligen Berg.

2. Antiphon

Sei unsere Hilfe, Herr, alle Tage unseres Lebens.

Canticum: Jes°38,10–13a.14cd.17–20

Angst des Kranken, Freude des Geheilten Ich war tot, doch nun lebe ich in Ewigkeit und habe die Schlüssel zum Tode und zur Unterwelt. (Offb ,8)

Ich sagte: In der Mitte meiner Tage 
muss ich hinab zu den Pforten der Unterwelt, 
man raubt mir den Rest meiner Jahre.

Ich darf den Herrn nicht mehr schauen im Land der Lebenden, 
keinen Menschen mehr sehen bei den Bewohnern der Erde.

Meine Hütte bricht man über mir ab, 
man schafft sie weg wie das Zelt eines Hirten.

Wie ein Weber hast du mein Leben zu Ende gewoben, 
du schneidest mich ab wie ein fertig gewobenes Tuch.

Vom Anbruch des Tages bis in die Nacht gibst du mich preis; 
bis zum Morgen schreie ich um Hilfe.

Meine Augen blicken ermattet nach oben: 
Ich bin in Not, Herr; steh mir bei!

Du hast mich aus meiner bitteren Not gerettet, 
du hast mich vor dem tödlichen Abgrund bewahrt; 
denn all meine Sünden warfst du hinter deinen Rücken.

Ja, in der Unterwelt dankt man dir nicht, 
die Toten loben dich nicht; 
wer ins Grab gesunken ist, kann nichts mehr von deiner Güte erhoffen.

Nur die Lebenden danken dir, wie ich am heutigen Tag. 
Von deiner Treue erzählt der Vater den Kindern.

Der Herr war bereit, mir zu helfen. 
Wir wollen singen und spielen im Haus des Herrn, solange wir leben!

Ant.

Sei unsere Hilfe, Herr, alle Tage unseres Lebens.

3. Antiphon

Dir gebührt Lobgesang, Gott, auf dem Zion, dir erfüllt man Gelübde.

Psalm 65

Dank für Gottes Gaben Unter Zion verstehe die himmlische Stadt. (Origenes)

Dir gebührt Lobgesang, Gott, auf dem Zion, 
dir erfüllt man Gelübde.

Du erhörst die Gebete: 
Alle Menschen kommen zu dir unter der Last ihrer Sünden.

Unsre Schuld ist zu groß für uns, 
du wirst sie vergeben.

Wohl denen, die du erwählst und in deine Nähe holst, 
die in den Vorhöfen deines Heiligtums wohnen.

Wir wollen uns am Gut deines Hauses sättigen, 
am Gut deines heiligen Tempels.

Du vollbringst erstaunliche Taten, 
erhörst uns in Treue, du Gott unsres Heiles,

du Zuversicht aller Enden der Erde 
und der fernsten Gestade.

Du gründest die Berge in deiner Kraft, 
du gürtest dich mit Stärke.

Du stillst das Brausen der Meere, 
das Brausen ihrer Wogen, das Tosen der Völker.

Alle, die an den Enden der Erde wohnen, 
erschauern vor deinen Zeichen; 
Ost und West erfüllst du mit Jubel.

Du sorgst für das Land und tränkst es; 
du überschüttest es mit Reichtum.

Der Bach Gottes ist reichlich gefüllt, 
du schaffst ihnen Korn; so ordnest du alles.

Du tränkst die Furchen, ebnest die Schollen, 
machst sie weich durch Regen, segnest ihre Gewächse.

Du krönst das Jahr mit deiner Güte, 
deinen Spuren folgt Überfluss.

In der Steppe prangen die Auen, 
die Höhen umgürten sich mit Jubel.

Die Weiden schmücken sich mit Herden, 
die Täler hüllen sich in Korn. 
Sie jauchzen und singen.

Ant.

Dir gebührt Lobgesang, Gott, auf dem Zion, dir erfüllt man Gelübde.

Kurzlesung

Brüder, ihr lebt nicht im Finstern, sodass euch der Tag nicht wie ein Dieb überraschen kann. Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis.

Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben; schaut auf das Ende ihres Lebens, und ahmt ihren Glauben nach! Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Lasst euch nicht durch mancherlei fremde Lehren irreführen!

Benedictus

Nicht ihr werdet reden, sondern der Geist eures Vaters redet durch euch.

Gepriesen + sei der Herr, der Gott Israels! 
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt 
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her 
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden 
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet 
und an seinen heiligen Bund gedacht, 
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, 
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit 
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; 
denn du wirst dem Herrn vorangehn 
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken 
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes 
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, 
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

VATER UNSER

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Oration

Allmächtiger und barmherziger Gott, du hast dem heiligen Pfarrer von Ars die Geduld und Sorge eines guten Hirten gegeben, der sich für das Heil seiner Mitmenschen verzehrt. Hilf auf seine Fürsprache auch uns, Menschen für Christus zu gewinnen und zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern das ewige Heil zu finden.

ABSCHLUSS

V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.

TERZ

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsere Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertrauen, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Ein Pilger bin ich auf Erden; Herr, deine Weisung will ich beachten.

Psalm 119.49, 49–56°°°VII°·°Sajin

Herr, denk an das Wort für deinen Knecht, 
durch das du mir Hoffnung gabst!

Das ist mein Trost im Elend: 
Deine Verheißung spendet mir Leben.

Frech verhöhnen mich die Stolzen; 
ich aber weiche nicht ab von deiner Weisung.

Denke ich an deine Urteile seit alter Zeit, 
Herr, dann bin ich getröstet.

Zorn packt mich wegen der Frevler, 
weil sie deine Weisung missachten.

Zum Lobgesang wurden mir deine Gesetze 
im Haus meiner Pilgerschaft.

In der Nacht denke ich, Herr, an deinen Namen; 
ich will deine Weisung beachten.

Deine Befehle zu befolgen, 
ist das Glück, das mir zufiel.

Ant.

Ein Pilger bin ich auf Erden; Herr, deine Weisung will ich beachten.

2. Antiphon

Gott wird das Schicksal seines Volkes wenden, und unser Jubel wird groß sein.

Psalm 53

Torheit der Gottlosen Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. (Röm 3,23)

Die Toren sagen in ihrem Herzen: 
„Es gibt keinen Gott.“

Sie handeln verwerflich und schnöde; 
da ist keiner, der Gutes tut.

Gott blickt vom Himmel herab auf die Menschen, 
ob noch ein Verständiger da ist, der Gott sucht.

Alle sind sie abtrünnig und verdorben, 
keiner tut Gutes, auch nicht ein Einziger.

Haben denn die Übeltäter keine Einsicht? 
Sie verschlingen mein Volk.

Sie essen Gottes Brot, 
doch seinen Namen rufen sie nicht an.

Es trifft sie Furcht und Schrecken, 
obwohl doch nichts zu fürchten ist.

Deinen Bedrängern hat Gott die Glieder zerschlagen. 
Gott lässt sie scheitern, denn er hat sie verworfen.

Ach käme doch vom Zion Hilfe für Israel! 
Wenn Gott einst das Geschick seines Volkes wendet, 
dann jubelt Jakob, dann freut sich Israel.

Ant.

Gott wird das Schicksal seines Volkes wenden, und unser Jubel wird groß sein.

3. Antiphon

Gott ist mein Helfer; der Herr beschützt mein Leben.

Psalm 54, 3–6.8–9

Gott ist der Halt meines Lebens Der Prophet betet darum, im Namen des Herrn von der Bosheit der Verfolger befreit zu werden. (Cassiodor)

Hilf mir, Gott, durch deinen Namen, 
verschaff mir Recht mit deiner Kraft!

Gott, höre mein Flehen, 
vernimm die Worte meines Mundes!

Denn es erheben sich gegen mich stolze Menschen, 
freche Leute trachten mir nach dem Leben; 
sie haben Gott nicht vor Augen.

Gott ist mein Helfer, 
der Herr beschützt mein Leben.

Freudig bringe ich dir dann mein Opfer dar 
und lobe deinen Namen, Herr; denn du bist gütig.

Der Herr hat mich herausgerissen aus all meiner Not 
und mein Auge kann auf meine Feinde herabsehn.

Ant.

Gott ist mein Helfer; der Herr beschützt mein Leben.

Kurzlesung

Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er wirkt alles in allen.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, um die dritte Stunde hast du deinen Heiligen Geist über die Apostel ausgegossen. Sende den Geist der Liebe auch in unser Herz, damit wir in Treue für dich Zeugnis geben vor den Menschen.

SEXT

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Ein Pilger bin ich auf Erden; Herr, deine Weisung will ich beachten.

Psalm 119.49, 49–56°°°VII°·°Sajin

Herr, denk an das Wort für deinen Knecht, 
durch das du mir Hoffnung gabst!

Das ist mein Trost im Elend: 
Deine Verheißung spendet mir Leben.

Frech verhöhnen mich die Stolzen; 
ich aber weiche nicht ab von deiner Weisung.

Denke ich an deine Urteile seit alter Zeit, 
Herr, dann bin ich getröstet.

Zorn packt mich wegen der Frevler, 
weil sie deine Weisung missachten.

Zum Lobgesang wurden mir deine Gesetze 
im Haus meiner Pilgerschaft.

In der Nacht denke ich, Herr, an deinen Namen; 
ich will deine Weisung beachten.

Deine Befehle zu befolgen, 
ist das Glück, das mir zufiel.

Ant.

Ein Pilger bin ich auf Erden; Herr, deine Weisung will ich beachten.

2. Antiphon

Gott wird das Schicksal seines Volkes wenden, und unser Jubel wird groß sein.

Psalm 53

Torheit der Gottlosen Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. (Röm 3,23)

Die Toren sagen in ihrem Herzen: 
„Es gibt keinen Gott.“

Sie handeln verwerflich und schnöde; 
da ist keiner, der Gutes tut.

Gott blickt vom Himmel herab auf die Menschen, 
ob noch ein Verständiger da ist, der Gott sucht.

Alle sind sie abtrünnig und verdorben, 
keiner tut Gutes, auch nicht ein Einziger.

Haben denn die Übeltäter keine Einsicht? 
Sie verschlingen mein Volk.

Sie essen Gottes Brot, 
doch seinen Namen rufen sie nicht an.

Es trifft sie Furcht und Schrecken, 
obwohl doch nichts zu fürchten ist.

Deinen Bedrängern hat Gott die Glieder zerschlagen. 
Gott lässt sie scheitern, denn er hat sie verworfen.

Ach käme doch vom Zion Hilfe für Israel! 
Wenn Gott einst das Geschick seines Volkes wendet, 
dann jubelt Jakob, dann freut sich Israel.

Ant.

Gott wird das Schicksal seines Volkes wenden, und unser Jubel wird groß sein.

3. Antiphon

Gott ist mein Helfer; der Herr beschützt mein Leben.

Psalm 54, 3–6.8–9

Gott ist der Halt meines Lebens Der Prophet betet darum, im Namen des Herrn von der Bosheit der Verfolger befreit zu werden. (Cassiodor)

Hilf mir, Gott, durch deinen Namen, 
verschaff mir Recht mit deiner Kraft!

Gott, höre mein Flehen, 
vernimm die Worte meines Mundes!

Denn es erheben sich gegen mich stolze Menschen, 
freche Leute trachten mir nach dem Leben; 
sie haben Gott nicht vor Augen.

Gott ist mein Helfer, 
der Herr beschützt mein Leben.

Freudig bringe ich dir dann mein Opfer dar 
und lobe deinen Namen, Herr; denn du bist gütig.

Der Herr hat mich herausgerissen aus all meiner Not 
und mein Auge kann auf meine Feinde herabsehn.

Ant.

Gott ist mein Helfer; der Herr beschützt mein Leben.

Kurzlesung

Wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.

Oration

Gütiger Gott, als Petrus um die sechste Stunde betete, hast du ihn belehrt, dass das Heil allen Völkern zuteil werden soll. Bewirke durch deine Gnade, dass unser Tagewerk dir gefällt und dem Heilsplan deiner Liebe dient.

NON

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.

Hymnus

1. Antiphon

Ein Pilger bin ich auf Erden; Herr, deine Weisung will ich beachten.

Psalm 119.49, 49–56°°°VII°·°Sajin

Herr, denk an das Wort für deinen Knecht, 
durch das du mir Hoffnung gabst!

Das ist mein Trost im Elend: 
Deine Verheißung spendet mir Leben.

Frech verhöhnen mich die Stolzen; 
ich aber weiche nicht ab von deiner Weisung.

Denke ich an deine Urteile seit alter Zeit, 
Herr, dann bin ich getröstet.

Zorn packt mich wegen der Frevler, 
weil sie deine Weisung missachten.

Zum Lobgesang wurden mir deine Gesetze 
im Haus meiner Pilgerschaft.

In der Nacht denke ich, Herr, an deinen Namen; 
ich will deine Weisung beachten.

Deine Befehle zu befolgen, 
ist das Glück, das mir zufiel.

Ant.

Ein Pilger bin ich auf Erden; Herr, deine Weisung will ich beachten.

2. Antiphon

Gott wird das Schicksal seines Volkes wenden, und unser Jubel wird groß sein.

Psalm 53

Torheit der Gottlosen Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. (Röm 3,23)

Die Toren sagen in ihrem Herzen: 
„Es gibt keinen Gott.“

Sie handeln verwerflich und schnöde; 
da ist keiner, der Gutes tut.

Gott blickt vom Himmel herab auf die Menschen, 
ob noch ein Verständiger da ist, der Gott sucht.

Alle sind sie abtrünnig und verdorben, 
keiner tut Gutes, auch nicht ein Einziger.

Haben denn die Übeltäter keine Einsicht? 
Sie verschlingen mein Volk.

Sie essen Gottes Brot, 
doch seinen Namen rufen sie nicht an.

Es trifft sie Furcht und Schrecken, 
obwohl doch nichts zu fürchten ist.

Deinen Bedrängern hat Gott die Glieder zerschlagen. 
Gott lässt sie scheitern, denn er hat sie verworfen.

Ach käme doch vom Zion Hilfe für Israel! 
Wenn Gott einst das Geschick seines Volkes wendet, 
dann jubelt Jakob, dann freut sich Israel.

Ant.

Gott wird das Schicksal seines Volkes wenden, und unser Jubel wird groß sein.

3. Antiphon

Gott ist mein Helfer; der Herr beschützt mein Leben.

Psalm 54, 3–6.8–9

Gott ist der Halt meines Lebens Der Prophet betet darum, im Namen des Herrn von der Bosheit der Verfolger befreit zu werden. (Cassiodor)

Hilf mir, Gott, durch deinen Namen, 
verschaff mir Recht mit deiner Kraft!

Gott, höre mein Flehen, 
vernimm die Worte meines Mundes!

Denn es erheben sich gegen mich stolze Menschen, 
freche Leute trachten mir nach dem Leben; 
sie haben Gott nicht vor Augen.

Gott ist mein Helfer, 
der Herr beschützt mein Leben.

Freudig bringe ich dir dann mein Opfer dar 
und lobe deinen Namen, Herr; denn du bist gütig.

Der Herr hat mich herausgerissen aus all meiner Not 
und mein Auge kann auf meine Feinde herabsehn.

Ant.

Gott ist mein Helfer; der Herr beschützt mein Leben.

Kurzlesung

Der letzte Vers steht im Stundenbuch, gehört aber gemäß der Editio typica nicht mehr zur Kurzlesung.
Gott hat den Leib so zusammengefügt, dass in ihm kein Zwiespalt entsteht, sondern alle Glieder einträchtig füreinander sorgen. Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle Glieder mit. Ihr aber seid der Leib Christi und jeder einzelne ist ein Glied an ihm.

Oration

Gott, um die neunte Stunde hast du dem Hauptmann Kornelius deinen Engel geschickt, dass er ihm den Weg des Heiles weise. Mach uns bereit, in der Gemeinschaft der Kirche mitzuwirken an der Rettung der Menschen.

VESPER

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Hymnus

O Gott, aus deinem klaren Licht
schufst du für uns den hellen Tag.
Wir suchen dich, des Lichtes Quell,
nun, da der Tag hinuntersinkt.

Die Sonne eilt dem Westen zu
auf ihrer vorbestimmten Bahn,
rasch senkt der Abend sich herab
und hüllt die Welt in Dunkelheit.

Wir flehn zu dir, o höchster Herr,
ermüdet von des Tages Last:
Mit deinem Segen nehme uns
die Nacht in ihre Ruhe auf.

Wenn unser letzter Tag sich neigt,
dann wehre, Herr, der Finsternis
und führe uns in deiner Huld
zum Licht, das keinen Abend kennt.

Dies schenk uns, Vater voller Macht,
und du des Vaters einz’ger Sohn,
die ihr in Einheit mit dem Geist
auf ewig thront im Reich des Lichts. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Ihr könnt nicht Gott dienen und zugleich dem Mammon.

Psalm 49.1, 2–13

Trügerischer Reichtum Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen. (Mt 9,)

Hört dies an, ihr Völker alle, 
vernehmt es, alle Bewohner der Erde,

ihr Leute aus dem Volk und vom Adel, 
Reiche und Arme zusammen!

Mein Mund spreche weise Worte, 
was mein Herz ersinnt, sei voller Einsicht.

Ich wende mein Ohr einem Weisheitsspruch zu, 
ich enthülle mein Geheimnis beim Harfenspiel.

Warum soll ich mich in bösen Tagen fürchten, 
wenn mich der Frevel tückischer Feinde umgibt?

Sie verlassen sich ganz auf ihren Besitz 
und rühmen sich ihres großen Reichtums.

Loskaufen kann doch keiner den andern 
noch an Gott für ihn ein Sühnegeld zahlen

– für das Leben ist jeder Kaufpreis zu hoch; 
für immer muss man davon abstehn –,

damit er auf ewig weiterlebt 
und niemals das Grab schaut.

Denn man sieht: Weise sterben, 
genauso gehen Tor und Narr zugrunde, 
sie müssen andern ihren Reichtum lassen.

Das Grab ist ihr Haus auf ewig, 
ist ihre Wohnung für immer, 
ob sie auch Länder nach ihren Namen benannten.

Der Mensch bleibt nicht in seiner Pracht, 
er gleicht dem Vieh, das verstummt.

Ant.

Ihr könnt nicht Gott dienen und zugleich dem Mammon.

2. Antiphon

So spricht der Herr: Sammelt euch Schätze im Himmel.

Psalm 49.2, 14–21

So geht es denen, die auf sich selbst vertrauen, 
und so ist das Ende derer, die sich in großen Worten gefallen.

Der Tod führt sie auf seine Weide wie Schafe, 
sie stürzen hinab zur Unterwelt.

Geradewegs sinken sie hinab in das Grab; 
ihre Gestalt zerfällt, die Unterwelt wird ihre Wohnstatt.

Doch Gott wird mich loskaufen aus dem Reich des Todes, 
ja, er nimmt mich auf.

Lass dich nicht beirren, wenn einer reich wird 
und die Pracht seines Hauses sich mehrt;

denn im Tod nimmt er das alles nicht mit, 
seine Pracht steigt nicht mit ihm hinab.

Preist er sich im Leben auch glücklich und sagt zu sich: 
„Man lobt dich, weil du dir's wohl sein lässt",

so muss er doch zur Schar seiner Väter hinab, 
die das Licht nie mehr erblicken.

Der Mensch in Pracht, doch ohne Einsicht, 
er gleicht dem Vieh, das verstummt.

Ant.

So spricht der Herr: Sammelt euch Schätze im Himmel.

3. Antiphon

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, Macht zu empfangen und Herrlichkeit und Ehre.

Canticum: vgl.°Eph°1,3–10

Gottes HeilsplanGepriesen sei Gott,  der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus.

Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet 
durch unsre Gemeinschaft mit Christus im Himmel.

Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, 
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;

er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, 
seine Söhne zu werden durch Jesus Christus

und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, 
zum Lob seiner herrlichen Gnade.

Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; 
durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden 
nach dem Reichtum seiner Gnade.

Durch sie hat er uns reich beschenkt 
mit aller Weisheit und Einsicht

und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, 
wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat:

die Fülle der Zeiten heraufzuführen in Christus 
und alles, was im Himmel und auf Erden ist, in ihm zu vereinen.

Ant.

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, Macht zu empfangen und Herrlichkeit und Ehre.

Kurzlesung

Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus. Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut, Sühne, wirksam durch Glauben. So erweist Gott seine Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden.

Eure Ältesten ermahne ich, da ich ein Ältester bin wie sie und ein Zeuge der Leiden Christi und auch an der Herrlichkeit teilhaben soll, die sich offenbaren wird: Sorgt als Hirten für die euch anvertraute Herde Gottes, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, wie Gott es will; auch nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Neigung; seid nicht Beherrscher eurer Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde! Wenn dann der oberste Hirt erscheint, werdet ihr den nie verwelkenden Kranz der Herrlichkeit empfangen.

Magnificat

Dies ist der treue und kluge Verwalter: Der Herr hat ihn eingesetzt, damit er seinen Dienern Nahrung gibt zur rechten Zeit.Dank sei dir, Christus, guter Hirte! Du hast mich zur Herrlichkeit geführt, gib auch der Herde, die du mir anvertraut hast, Anteil an deiner Gnade auf ewig.

Meine Seele + preist die Größe des Herrn, 
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. 
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, 
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht 
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; 
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron 
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben 
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an 
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, 
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Oration

Allmächtiger und barmherziger Gott, du hast dem heiligen Pfarrer von Ars die Geduld und Sorge eines guten Hirten gegeben, der sich für das Heil seiner Mitmenschen verzehrt. Hilf auf seine Fürsprache auch uns, Menschen für Christus zu gewinnen und zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern das ewige Heil zu finden.

KOMPLET

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

SCHULDBEKENNTNIS

V: Der allmächtige Gott erbarme sich unser,
er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.

R: Amen.

Hymnus

Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt’ und Macht.

Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.

Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil’gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.

Hymnus

1. Antiphon

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir; auf dich, o Herr, vertraue ich.

Psalm 143, 1–11‹

Bitte um Kraft und Hilfe Wir haben erkannt, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. (Gal ,6)

Herr, höre mein Gebet, vernimm mein Flehen; 
in deiner Treue erhöre mich, in deiner Gerechtigkeit!

Geh mit deinem Knecht nicht ins Gericht; 
denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir.

Der Feind verfolgt mich, tritt mein Leben zu Boden, 
er lässt mich in der Finsternis wohnen wie längst Verstorbene.

Mein Geist verzagt in mir, 
mir erstarrt das Herz in der Brust.

Ich denke an die vergangenen Tage, 
sinne nach über all deine Taten, 
erwäge das Werk deiner Hände.

Ich breite die Hände aus und bete zu dir; 
meine Seele dürstet nach dir wie lechzendes Land.

Herr, erhöre mich bald, 
denn mein Geist wird müde;

verbirg dein Antlitz nicht vor mir, 
damit ich nicht werde wie Menschen, die längst begraben sind.

Lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen; 
denn ich vertraue auf dich.

Zeig mir den Weg, den ich gehen soll; 
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, entreiß mich den Feinden! 
Zu dir nehme ich meine Zuflucht.

Lehre mich, deinen Willen zu tun; denn du bist mein Gott. 
Dein guter Geist leite mich auf ebenem Pfad.

Um deines Namens willen, Herr, erhalt mich am Leben, 
führe mich heraus aus der Not in deiner Gerechtigkeit!

Ant.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir; auf dich, o Herr, vertraue ich.

Kurzlesung

Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!

Nunc dimittis

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.

Nun + lässt du, Herr, deinen Knecht, 
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, 
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, 
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Oration

Herr, gütiger Vater, sei du unsere Leuchte im Dunkel der Nacht. Gib, dass wir in Frieden schlafen, damit wir uns beim Anbruch des neuen Tages in deinem Namen freudig erheben.

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.