Kalenderblatt

Apollonia von Alexandrien

Angst vor dem nächsten Zahnarztbesuch? Vielleicht kann Apollonia von Alexandrien (3. Jhd.), die Patronin bei Zahnleiden, helfen. Denn wenn sie eines war, dann das: furchtlos. Der Legende nach lebte Apollonia als ältere gottgeweihte Frau in Alexandrien, als ein Pogrom gegen die christlichen Einwohner der ägyptischen Metropole hereinbrach. Christen seien verschleppt, ihre Häuser geplündert und zerstört worden. Apollonia sollen neben zahlreichen anderen Foltern die Zähne ausgeschlagen und die Kinnlade zertrümmert worden sein. Von Engeln habe sie aber neue Zähne erhalten. Als Apollonia schließlich vor die Wahl gestellt wurde, ihren Glauben zu verleugnen oder lebendig verbrannt zu werden, sei sie laut betend freiwillig in die Flammen gesprungen und verbrannt.

Bild: © picture alliance/Liszt Collection

Gebet des Tages

Allmächtiger, ewiger Gott,

du erleuchtest alle, die an dich glauben.

Offenbare dich den Völkern der Erde,
damit alle Menschen
das Licht deiner Herrlichkeit schauen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Gen 2,18-25)

Gott, der Herr, führte die Frau dem Menschen zu.Und der Mann bindet sich an seine Frau; und sie werden e i n Fleisch

Gott, der Herr, sprach:
Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt.
Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.

Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden
   alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels
und führte sie dem Menschen zu,
   um zu sehen, wie er sie benennen würde.
Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte,
   so sollte es heißen.
Der Mensch gab Namen allem Vieh,
den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes.
Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach,
   fand er nicht.

Da ließ Gott, der Herr,
   einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen,
   sodass er einschlief,
nahm eine seiner Rippen
   und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.
Gott, der Herr,
   baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte,
   eine Frau und führte sie dem Menschen zu.
Und der Mensch sprach:

   Das endlich ist Bein von meinem Bein
   und Fleisch von meinem Fleisch.
Frau soll sie heißen,
vom Mann ist sie genommen.

Darum verlässt der Mann Vater und Mutter
   und bindet sich an seine Frau
und sie werden e i n Fleisch.
Beide, Adam und seine Frau, waren nackt,
   aber sie schämten sich nicht voreinander.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Duplikat: Ps 128 (127),1-2.3.4-5 (R: vgl. 1))

Kv Selig die Menschen, die Gottes Wege gehen. - Kv

Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt *
und der auf seinen Wegen geht!

Was deine Hände erwarben, kannst du genießen; *
wohl dir, es wird dir gut ergehn. - (Kv)

Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau *
drinnen in deinem Haus.

Wie junge Ölbäume sind deine Kinder *
rings um deinen Tisch. - (Kv)

So wird der Mann gesegnet, *
der den Herrn fürchtet und ehrt.

Es segne dich der Herr vom Zion her. *
Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mk 7,24-30)

Auch für die Hunde unter dem Tisch fällt etwas von dem Brot ab, das die Kinder essen

In jener Zeit
   brach Jesus auf und zog in das Gebiet von Tyrus.
Er ging in ein Haus,
wollte aber, dass niemand davon erfuhr;
doch es konnte nicht verborgen bleiben.
Eine Frau, deren Tochter von einem unreinen Geist besessen war,
   hörte von ihm;
sie kam sogleich herbei
und fiel ihm zu Füßen.
Die Frau, von Geburt Syrophönízierin,
   war eine Heidin.
Sie bat ihn, aus ihrer Tochter den Dämon auszutreiben.

Da sagte er zu ihr:
   Lasst zuerst die Kinder satt werden;
denn es ist nicht recht,
   das Brot den Kindern wegzunehmen
   und den Hunden vorzuwerfen.

Sie erwiderte ihm: Ja, du hast recht, Herr!
Aber auch für die Hunde unter dem Tisch
   fällt etwas von dem Brot ab, das die Kinder essen.

Er antwortete ihr:
   Weil du das gesagt hast, sage ich dir:
   Geh nach Hause,
der Dämon hat deine Tochter verlassen.
Und als sie nach Hause kam,
   fand sie das Kind auf dem Bett liegen
und sah, dass der Dämon es verlassen hatte.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Seht, golden steigt das Licht empor -
da schwindet hin die dunkle Nacht,
die unsren richtungslosen
Schritt hart an des Abgrunds Rand gebracht.

Des neuen Tages heitres Licht
dringt tief in unsre Seele ein
und macht, von Arglist ungetrübt,
des Herzens Streben klar und rein.

Von Aug und Zunge, Mund und Hand
bleib jede böse Regung fern;
so führe uns der neue Tag
aus Finsternis zum Licht des Herrn.

Ein Auge schaut auf uns herab,
das über unsrem Leben wacht:
Es sieht voll Güte unser Tun
vom frühen Morgen bis zur Nacht.

Und jener letzte Morgen einst,
den wir erflehn voll Zuversicht,
er finde wachend uns beim Lob
und überströme uns mit Licht.

Gott Vater, dir und deinem Sohn
sei Lob und Dank und Herrlichkeit,
und auch dem Geist, der bei uns ist,
jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Wacht auf, Harfe und Saitenspiel, ich will das Morgenrot wecken.

Psalm Ps 57 (56),2-5.7.6.8-12

Morgengebet in der Not
Dieser Psalm besingt das Leiden des Herrn. (Augustinus)

Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig, *
denn ich flüchte mich zu dir.

Im Schatten deiner Flügel finde ich Zuflucht, *
bis das Unheil vorübergeht.

Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, *
zu Gott, der mir beisteht.

Er sende mir Hilfe vom Himmel; +
meine Feinde schmähen mich. *
Gott sende seine Huld und Treue.

Ich muss mich mitten unter Löwen lagern, *
die gierig auf Menschen sind.

Ihre Zähne sind Spieße und Pfeile, *
ein scharfes Schwert ihre Zunge.

Sie haben meinen Schritten ein Netz gelegt *
und meine Seele gebeugt.

Sie haben mir eine Grube gegraben; *
doch fielen sie selbst hinein.

Erheb dich über die Himmel, o Gott; *
deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.

Mein Herz ist bereit, o Gott, +
mein Herz ist bereit, *
ich will dir singen und spielen.

Wach auf, meine Seele! +
Wacht auf, Harfe und Saitenspiel! *
Ich will das Morgenrot wecken.

Ich will dich vor den Völkern preisen, Herr, *
dir vor den Nationen lobsingen.

Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, *
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.

Erheb dich über die Himmel, o Gott; *
deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.

Antiphon

Wacht auf, Harfe und Saitenspiel, ich will das Morgenrot wecken.

2. Antiphon

So spricht der Herr: Mein Volk wird satt an meinen Gaben.

Canticum Jer 31,10-13.14b

Freudenfeier des befreiten Volkes
Jesus musste sterben, um die versprengten Gotteskinder zu sammeln. (Joh 11,51.52)

Hört, ihr Völker, das Wort des Herrn, *
verkündet es auf den fernsten Inseln und sagt:

Er, der Israel zerstreut hat, wird es auch sammeln *
und hüten wie ein Hirt seine Herde.

Denn der Herr wird Jakob erlösen *
und ihn befreien aus der Hand des Stärkeren.

Sie kommen und jubeln auf Zions Höhe, +
sie strahlen vor Freude über die Gaben des Herrn, *
über Korn, Wein und Öl, über Lämmer und Rinder.

Sie werden wie ein bewässerter Garten sein *
und nie mehr verschmachten.

Dann freut sich das Mädchen beim Reigentanz, *
Jung und Alt sind fröhlich.

Ich verwandle ihre Trauer in Jubel, +
tröste und erfreue sie nach ihrem Kummer; *
mein Volk wird satt an meinen Gaben.

Antiphon

So spricht der Herr: Mein Volk wird satt an meinen Gaben.

3. Antiphon

Groß ist der Herr und hoch zu preisen in der Stadt unseres Gottes.

Psalm Ps 48 (47),2-15

Die Gottesstadt, die Wonne der ganzen Welt
Er entrückte mich in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem. (Offb 21,10)

(Groß ist der Herr und hoch zu preisen *
in der Stadt unseres Gottes.)

Sein heiliger Berg ragt herrlich empor; *
er ist die Freude der ganzen Welt.

Der Berg Zion liegt weit im Norden; *
er ist die Stadt des großen Königs.

Gott ist in ihren Häusern bekannt *
als ein sicherer Schutz.

Denn seht: Die Könige vereinten sich *
und zogen gemeinsam heran;

doch als sie aufsahen, erstarrten sie vor Schreck, *
sie waren bestürzt und liefen davon.

Dort packte sie das Zittern, *
wie die Wehen eine gebärende Frau,

wie der Sturm vom Osten, *
der die Schiffe von Tarschisch zerschmettert.

Wie wir’s gehört hatten, so erlebten wir’s jetzt *
in der Stadt des Herrn der Heere,

in der Stadt unseres Gottes; *
Gott lässt sie ewig bestehen.

Über deine Huld, o Gott, denken wir nach *
in deinem heiligen Tempel.

Wie dein Name, Gott, so reicht dein Ruhm bis an die Enden der Erde; *
deine rechte Hand ist voll von Gerechtigkeit.

Der Berg Zion freue sich, *
die Töchter Judas sollen über deine gerechten Urteile jubeln.

Umkreist den Zion, *
umschreitet ihn, zählt seine Türme!

Betrachtet seine Wälle, +
geht in seinen Palästen umher, *
damit ihr dem kommenden Geschlecht erzählen könnt:

«Das ist Gott, unser Gott für immer und ewig. *
Er wird uns führen in Ewigkeit.»

Antiphon

Groß ist der Herr und hoch zu preisen in der Stadt unseres Gottes.

KURZLESUNG Jes 66,1-2

So spricht der Herr: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was wäre das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, was wäre das für ein Ort, an dem ich ausruhen könnte?
Denn all das hat meine Hand gemacht, es gehört mir ja schon - Spruch des Herrn. Ich blicke auf den Armen und Zerknirschten und auf den, der zittert vor meinem Wort.

RESPONSORIUM

R Aus ganzem Herzen rufe ich, * erhöre mich und sei mir gnädig. - R
V Herr, deine Weisung will ich befolgen. * Erhöre mich und sei mir gnädig.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Dienet dem Herrn in Heiligkeit, denn er befreit uns aus der Hand unserer Feinde.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Dienet dem Herrn in Heiligkeit, denn er befreit uns aus der Hand unserer Feinde.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Christus, der uns allezeit nahe ist. Zu ihm lasst uns beten:

R Christus, erhöre uns.

Du schenkst uns diesen neuen Tag;
- mach unsere Herzen hell in deinem Licht.

Lass uns schon am Morgen dein Erbarmen erfahren;
- die Freude an dir sei unsere Kraft den ganzen Tag.

Gib, dass wir heute deinem Beispiel folgen
- und gut sind zu allen Menschen.

Bekehre unsere Herzen zu dir;
- bewahre uns heute vor jeder Sünde.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, am Abend, am Morgen und am Mittag preisen wir deine göttliche Herrlichkeit und bitten: Vertreibe aus unserem Herzen die Finsternis der Sünde, damit wir zum wahren Licht gelangen, zu Christus, deinem Sohn, unserem Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil’ger Geist, vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Öffne mir die Augen, Herr, für das Wunderbare an deiner Weisung.

Psalm Ps 119,17-24

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, tu deinem Knecht Gutes, erhalt mich am Leben! *
Dann will ich dein Wort befolgen.

Öffne mir die Augen *
für das Wunderbare an deiner Weisung!

Ich bin nur Gast auf Erden. *
Verbirg mir nicht deine Gebote!

In Sehnsucht nach deinem Urteil *
verzehrt sich allezeit meine Seele.

Du drohst den Stolzen. *
Verflucht sei, wer abirrt von deinen Geboten!

Nimm von mir Schmach und Verachtung! *
Denn was du vorschreibst, befolge ich.

Wenn auch Fürsten gegen mich beraten: *
dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.

Deine Vorschriften machen mich froh; *
sie sind meine Berater.

Antiphon

Öffne mir die Augen, Herr, für das Wunderbare an deiner Weisung.

2. Antiphon

Herr, führe mich in deiner Treue, auf dich hoffe ich allezeit.

II

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. *
Mein Gott, auf dich vertraue ich.

Lass mich nicht scheitern, *
lass meine Feinde nicht triumphieren!

Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden; *
zuschanden wird, wer dir schnöde die Treue bricht.

Zeige mir, Herr, deine Wege, *
lehre mich deine Pfade!

Führe mich in deiner Treue und lehre mich; +
denn du bist der Gott meines Heiles. *
Auf dich hoffe ich allezeit.

Denk an dein Erbarmen, Herr, +
und an die Taten deiner Huld; *
denn sie bestehen seit Ewigkeit.

Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel! *
In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.

Gut und gerecht ist der Herr, *
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.

Die Demütigen leitet er nach seinem Recht, *
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue *
denen, die seinen Bund und seine Gebote bewahren.

Um deines Namens willen, Herr, verzeih mir; *
denn meine Schuld ist groß.

Antiphon

Herr, führe mich in deiner Treue, auf dich hoffe ich allezeit.

3. Antiphon

Wende dich mir zu und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.

III

Wer ist der Mann, der Gott fürchtet? *
Ihm zeigt er den Weg, den er wählen soll.

Dann wird er wohnen im Glück, *
seine Kinder werden das Land besitzen.

Die sind Vertraute des Herrn, die ihn fürchten; *
er weiht sie ein in seinen Bund.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn; *
denn er befreit meine Füße aus dem Netz.

Wende dich mir zu und sei mir gnädig; *
denn ich bin einsam und gebeugt.

Befrei mein Herz von der Angst, *
führe mich heraus aus der Bedrängnis!

Sieh meine Not und Plage an *
und vergib mir all meine Sünden!

Sieh doch, wie zahlreich meine Feinde sind, *
mit welch tödlichem Hass sie mich hassen!

Erhalte mein Leben und rette mich, +
lass mich nicht scheitern! *
Denn ich nehme zu dir meine Zuflucht.

Unschuld und Redlichkeit mögen mich schützen, *
denn ich hoffe auf dich, o Herr.

O Gott, erlöse Israel *
aus all seinen Nöten!

Antiphon

Wende dich mir zu und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.

KURZLESUNG Am 4,13

Siehe, er formt die Berge, er erschafft den Wind, er verkündet den Menschen, was er im Sinn hat, er macht das Morgenrot und die Finsternis, er schreitet über die Höhen der Erde dahin - Jahwe, Gott der Heere, ist sein Name.

RESPONSORIUM

V Preiset den Herrn, all ihr Werke des Herrn.
R Lobt und erhebt ihn in Ewigkeit.

Oration

Herr und Gott, als die Apostel um die dritte Stunde zum Gebet versammelt waren, hast du ihnen den Heiligen Geist geschenkt. Mache auch uns zu einer Wohnstatt deines Geistes. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Öffne mir die Augen, Herr, für das Wunderbare an deiner Weisung.

Psalm Ps 119,17-24

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, tu deinem Knecht Gutes, erhalt mich am Leben! *
Dann will ich dein Wort befolgen.

Öffne mir die Augen *
für das Wunderbare an deiner Weisung!

Ich bin nur Gast auf Erden. *
Verbirg mir nicht deine Gebote!

In Sehnsucht nach deinem Urteil *
verzehrt sich allezeit meine Seele.

Du drohst den Stolzen. *
Verflucht sei, wer abirrt von deinen Geboten!

Nimm von mir Schmach und Verachtung! *
Denn was du vorschreibst, befolge ich.

Wenn auch Fürsten gegen mich beraten: *
dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.

Deine Vorschriften machen mich froh; *
sie sind meine Berater.

Antiphon

Öffne mir die Augen, Herr, für das Wunderbare an deiner Weisung.

2. Antiphon

Herr, führe mich in deiner Treue, auf dich hoffe ich allezeit.

II

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. *
Mein Gott, auf dich vertraue ich.

Lass mich nicht scheitern, *
lass meine Feinde nicht triumphieren!

Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden; *
zuschanden wird, wer dir schnöde die Treue bricht.

Zeige mir, Herr, deine Wege, *
lehre mich deine Pfade!

Führe mich in deiner Treue und lehre mich; +
denn du bist der Gott meines Heiles. *
Auf dich hoffe ich allezeit.

Denk an dein Erbarmen, Herr, +
und an die Taten deiner Huld; *
denn sie bestehen seit Ewigkeit.

Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel! *
In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.

Gut und gerecht ist der Herr, *
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.

Die Demütigen leitet er nach seinem Recht, *
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue *
denen, die seinen Bund und seine Gebote bewahren.

Um deines Namens willen, Herr, verzeih mir; *
denn meine Schuld ist groß.

Antiphon

Herr, führe mich in deiner Treue, auf dich hoffe ich allezeit.

3. Antiphon

Wende dich mir zu und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.

III

Wer ist der Mann, der Gott fürchtet? *
Ihm zeigt er den Weg, den er wählen soll.

Dann wird er wohnen im Glück, *
seine Kinder werden das Land besitzen.

Die sind Vertraute des Herrn, die ihn fürchten; *
er weiht sie ein in seinen Bund.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn; *
denn er befreit meine Füße aus dem Netz.

Wende dich mir zu und sei mir gnädig; *
denn ich bin einsam und gebeugt.

Befrei mein Herz von der Angst, *
führe mich heraus aus der Bedrängnis!

Sieh meine Not und Plage an *
und vergib mir all meine Sünden!

Sieh doch, wie zahlreich meine Feinde sind, *
mit welch tödlichem Hass sie mich hassen!

Erhalte mein Leben und rette mich, +
lass mich nicht scheitern! *
Denn ich nehme zu dir meine Zuflucht.

Unschuld und Redlichkeit mögen mich schützen, *
denn ich hoffe auf dich, o Herr.

O Gott, erlöse Israel *
aus all seinen Nöten!

Antiphon

Wende dich mir zu und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.

KURZLESUNG Am 5,8

Er hat das Siebengestirn und den Orion erschaffen; er verwandelt die Finsternis in den hellen Morgen, er verdunkelt den Tag zur Nacht, er ruft das Wasser des Meeres und gießt es aus über die Erde - Jahwe ist sein Name.

RESPONSORIUM

V Hoheit und Pracht sind vor seinem Angesicht.
R Macht und Glanz erfüllen sein Heiligtum.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, bei dir gibt es keine Finsternis, denn du wohnst im Licht. Sende einen Strahl deines Lichtes in unser Herz, damit wir den Sinn deiner Gebote erkennen und bereitwillig deine Wege gehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Öffne mir die Augen, Herr, für das Wunderbare an deiner Weisung.

Psalm Ps 119,17-24

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, tu deinem Knecht Gutes, erhalt mich am Leben! *
Dann will ich dein Wort befolgen.

Öffne mir die Augen *
für das Wunderbare an deiner Weisung!

Ich bin nur Gast auf Erden. *
Verbirg mir nicht deine Gebote!

In Sehnsucht nach deinem Urteil *
verzehrt sich allezeit meine Seele.

Du drohst den Stolzen. *
Verflucht sei, wer abirrt von deinen Geboten!

Nimm von mir Schmach und Verachtung! *
Denn was du vorschreibst, befolge ich.

Wenn auch Fürsten gegen mich beraten: *
dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.

Deine Vorschriften machen mich froh; *
sie sind meine Berater.

Antiphon

Öffne mir die Augen, Herr, für das Wunderbare an deiner Weisung.

2. Antiphon

Herr, führe mich in deiner Treue, auf dich hoffe ich allezeit.

II

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. *
Mein Gott, auf dich vertraue ich.

Lass mich nicht scheitern, *
lass meine Feinde nicht triumphieren!

Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden; *
zuschanden wird, wer dir schnöde die Treue bricht.

Zeige mir, Herr, deine Wege, *
lehre mich deine Pfade!

Führe mich in deiner Treue und lehre mich; +
denn du bist der Gott meines Heiles. *
Auf dich hoffe ich allezeit.

Denk an dein Erbarmen, Herr, +
und an die Taten deiner Huld; *
denn sie bestehen seit Ewigkeit.

Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel! *
In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.

Gut und gerecht ist der Herr, *
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.

Die Demütigen leitet er nach seinem Recht, *
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue *
denen, die seinen Bund und seine Gebote bewahren.

Um deines Namens willen, Herr, verzeih mir; *
denn meine Schuld ist groß.

Antiphon

Herr, führe mich in deiner Treue, auf dich hoffe ich allezeit.

3. Antiphon

Wende dich mir zu und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.

III

Wer ist der Mann, der Gott fürchtet? *
Ihm zeigt er den Weg, den er wählen soll.

Dann wird er wohnen im Glück, *
seine Kinder werden das Land besitzen.

Die sind Vertraute des Herrn, die ihn fürchten; *
er weiht sie ein in seinen Bund.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn; *
denn er befreit meine Füße aus dem Netz.

Wende dich mir zu und sei mir gnädig; *
denn ich bin einsam und gebeugt.

Befrei mein Herz von der Angst, *
führe mich heraus aus der Bedrängnis!

Sieh meine Not und Plage an *
und vergib mir all meine Sünden!

Sieh doch, wie zahlreich meine Feinde sind, *
mit welch tödlichem Hass sie mich hassen!

Erhalte mein Leben und rette mich, +
lass mich nicht scheitern! *
Denn ich nehme zu dir meine Zuflucht.

Unschuld und Redlichkeit mögen mich schützen, *
denn ich hoffe auf dich, o Herr.

O Gott, erlöse Israel *
aus all seinen Nöten!

Antiphon

Wende dich mir zu und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt.

KURZLESUNG Am 9,6

Er erbaut seine Hallen im Himmel und gründet sein Gewölbe auf die Erde; er ruft das Wasser des Meeres und gießt es aus über die Erde - Jahwe ist sein Name.

RESPONSORIUM

V Die Himmel rühmen Gottes Herrlichkeit.
V Vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.

Oration

Herr, gib uns die Kraft, dem Leidensmut deines eingeborenen Sohnes zu folgen und die Widrigkeiten des Lebens in Geduld zu ertragen. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, in deiner großen Macht
hast du, was aus den Wassern kam,
teils in die Flut zurückgesandt,
teils hoch erhoben in die Luft.

Die Fische tauchtest du ins Meer,
die Vögel warfst du hoch ins Blau,
und was dem gleichen Schoß entsprang,
ist nun getrennt nach Art und Ort.

O Herr, wir sind in Jesu Tod
wie in die Flut hineingetaucht:
Steh gnädig deinen Dienern bei,
die Wasser tauft und Blut entsühnt.

Gib, dass uns Kleinmut nicht erdrückt,
nicht Hochmut überheblich macht.
Zerbrich nicht das gebeugte Herz,
das stolze schütze vor dem Sturz.

Dies schenk uns, Vater voller Macht,
und du sein Sohn und Ebenbild,
die ihr in Einheit mit dem Geist
die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.

PSALMODIE

Ich rief zu dir, und du hast mich geheilt. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

1. Antiphon

Psalm Ps 30 (29),2-13

Dank für Rettung aus Todesnot
Nach seiner glorreichen Auferstehung sagt Christus dem Vater Dank. (Cassiodor)

Ich will dich rühmen, Herr, +
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen *
und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren.

Herr, mein Gott, ich habe zu dir geschrien, *
und du hast mich geheilt.

Herr, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes, *
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.

Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Frommen, *
preist seinen heiligen Namen!

Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick, *
doch seine Güte ein Leben lang.

Wenn man am Abend auch weint, *
am Morgen herrscht wieder Jubel.

Im sicheren Glück dachte ich einst: *
Ich werde niemals wanken.

Herr, in deiner Güte *
stelltest du mich auf den schützenden Berg.

Doch dann hast du dein Gesicht verborgen. *
Da bin ich erschrocken.

Zu dir, Herr, rief ich um Hilfe, *
ich flehte meinen Herrn um Gnade an.

Ich sagte: +
Was nützt dir mein Blut, wenn ich begraben bin? *
Kann der Staub dich preisen, deine Treue verkünden?

Höre mich, Herr, sei mir gnädig! *
Herr, sei du mein Helfer!

Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt, *
hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet.

Darum singt dir mein Herz und will nicht verstummen. *
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

Antiphon

Ich rief zu dir, und du hast mich geheilt. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

2. Antiphon

Selig der Mensch, dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt.

Psalm Ps 32 (31),1-11

Schuldbekenntnis und Vergebung
David preist den Menschen selig, dem Gott unabhängig von Werken Gerechtigkeit anrechnet. (Röm 4,6)

Wohl dem, dessen Frevel vergeben *
und dessen Sünde bedeckt ist.

Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt *
und dessen Herz keine Falschheit kennt.

Solang’ ich es verschwieg, waren meine Glieder matt, *
den ganzen Tag musste ich stöhnen.

Denn deine Hand lag schwer auf mir bei Tag und bei Nacht; *
meine Lebenskraft war verdorrt wie durch die Glut des Sommers.

Da bekannte ich dir meine Sünde *
und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir.

Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen. *
Und du hast mir die Schuld vergeben.

Darum soll jeder Fromme in der Not zu dir beten; *
fluten hohe Wasser heran, ihn werden sie nicht erreichen.

Du bist mein Schutz, bewahrst mich vor Not; *
du rettest mich und hüllst mich in Jubel.

«Ich unterweise dich und zeige dir den Weg, den du gehen sollst. *
Ich will dir raten; über dir wacht mein Auge.»

Werdet nicht wie Ross und Maultier, *
die ohne Verstand sind.

Mit Zaum und Zügel muss man ihr Ungestüm bändigen, *
sonst folgen sie dir nicht.

Der Frevler leidet viele Schmerzen, *
doch wer dem Herrn vertraut, den wird er mit seiner Huld umgeben.

Freut euch am Herrn und jauchzt, ihr Gerechten, *
jubelt alle, ihr Menschen mit redlichem Herzen!

Selig der Mensch, dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt.

Antiphon

Selig der Mensch, dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt.

3. Antiphon

Macht und Ehre und Königtum hat Gott ihm verliehen. Alle Völker werden ihm dienen.

Canticum Offb 11,17-18; 12,10b-12a

Das Gericht Gottes

Wir danken dir, Herr und Gott, +
du Herrscher über die ganze Schöpfung, *
der du bist und der du warst:

denn du nahmst deine große Macht in Anspruch *
und tratst deine Herrschaft an.

Die Völker gerieten in Zorn. *
Da kam dein Zorn: die Zeit, die Toten zu richten,

die Zeit, deine Knechte zu belohnen, *
die Propheten und die Heiligen

und alle, die deinen Namen fürchten, *
die Großen und die Kleinen,

die Zeit, alle zu verderben, *
die die Erde verderben.

Jetzt ist er da, der rettende Sieg, +
die Macht und die Herrschaft unsres Gottes *
und die Vollmacht seines Gesalbten;

denn gestürzt wurde der Ankläger unsrer Brüder, *
der sie bei Tag und bei Nacht vor unserm Gott verklagte.

Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes *
und durch ihr Wort und ihr Zeugnis.

Sie hielten ihr Leben nicht fest, *
bis hinein in den Tod.

Darum jubelt, ihr Himmel *
und alle, die darin wohnen.

Antiphon

Macht und Ehre und Königtum hat Gott ihm verliehen. Alle Völker werden ihm dienen.

KURZLESUNG 1 Petr 1,6-9

Ihr seid voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müsst.
Dadurch soll sich euer Glaube bewähren, und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist. So wird (eurem Glauben) Lob, Herrlichkeit und Ehre zuteil bei der Offenbarung Jesu Christi.
Ihn habt ihr nicht gesehen, und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude,
da ihr das Ziel des Glaubens erreichen werdet: euer Heil.

RESPONSORIUM

R Preise den Herrn, Jerusalem, * er nährte dich mit bestem Weizen. - R
V Mit Honig aus dem Felsen hat er dich gesättigt. * Er nährte dich mit bestem Weizen.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Gott stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Gott stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Gott, denn er ist der Grund unserer Hoffnung:

R Herr, erhöre unser Gebet.

Du hast mit deinem Volk einen ewigen Bund geschlossen;
- gib, dass es allezeit deiner Taten gedenkt.

Stärke den Glauben der Bischöfe, Priester und Diakone;
- bewahre sie in deiner Liebe.

Sende Arbeiter in deine Ernte,
- damit dein Name den Völkern verkündet wird.

Steh denen bei, die für Staat und Gesellschaft Verantwortung tragen;
- gib, dass sie sich nicht vergebens mühen.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Lass unsere verstorbenen Verwandten und Wohltäter bei dir geborgen sein
- und stärke in uns die Hoffnung, auf ewig bei dir zu sein.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Gott, du bist unser Licht in der Nacht und schenkst uns nach der Finsternis einen neuen Tag. Beschütze uns vor der Macht des bösen Feindes, damit wir heil durch das Dunkel der kommenden Nacht gelangen und am Morgen vor deinem Angesicht dir Dank sagen können. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Mitten wir im Leben sind
mit dem Tod umfangen.
Wer ist, der uns Hilfe bringt,
dass wir Gnad’ erlangen?
Das bist du, Herr, alleine.
Uns reuet unsre Missetat,
die dich, Herr, erzürnet hat.
Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott,
heiliger barmherziger Heiland,
du ewiger Gott,
lass uns nicht versinken
in des bittern Todes Not.
Kyrieleison.

PSALMODIE

Antiphon

Mein Leib wird ruhen in Sicherheit.

Psalm Ps 16,1-11

Psalm Mein Los in Gottes Hand
Gott hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt. (Apg 2,24)

Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir. +
Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr; *
mein ganzes Glück bist du allein.»

An den Heiligen im Lande, den Herrlichen, *
an ihnen nur hab’ ich mein Gefallen.

Viele Schmerzen leidet, wer fremden Göttern folgt. +
Ich will ihnen nicht opfern, *
ich nehme ihre Namen nicht auf meine Lippen.

Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher; *
du hältst mein Los in deinen Händen.

Auf schönem Land fiel mir mein Anteil zu. *
Ja, mein Erbe gefällt mir gut.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. *
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.

Ich habe den Herrn beständig vor Augen. *
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; *
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.

Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis; *
du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.

Du zeigst mir den Pfad zum Leben. +
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, *
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

Antiphon

Mein Leib wird ruhen in Sicherheit.

KURZLESUNG 1 Thess 5,23

Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt.

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.

Oration

Herr, unser Gott, sende uns in dieser Nacht einen ruhigen Schlaf, damit wir uns von der Mühe des Tages erholen und morgen mit neuer Kraft dir dienen können. Darum bitten wir durch Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

5. Woche Jahreskreis

Stundenbuch: 1. Woche Bd. Im Jahreskreis

Donnerstag, 09. Februar 2023
6. Kalenderwoche

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.