Kalenderblatt

Franz von Montmorency-Laval

Wer Angst vor immer weiter zusammengelegten Seelsorgeräumen hat, findet in ihm den richtigen Heiligen: Der aus verarmtem französischen Hochadel stammende Franz von Montmorency-Laval (1623-1708) war ab 1674 erster Bischof der neuen Diözese von Québec und damit verantwortlich für alle von Frankreich beanspruchten Gebiete in Nordamerika. Sein riesiger Verantwortungsbereich erstreckte sich vom heutigen Kanada bis zum Golf von Mexiko. Unermüdlich reiste Franz im Kanu, zu Fuß und auf Schneeschuhen durch sein riesiges Bistum. Einen Schwerpunkt seines Wirkens bildete die Gründung neuer Pfarreien vor Ort. In Quebec rief Franz eine Priestergemeinschaft ins Leben und spendete sein eigenes Vermögen. So geht die nach ihm benannte älteste französische Universität in Amerika, die Universität Laval, auf ihn zurück. Als Bischof sorgte sich Franz um den Wohlstand der Kolonie, kämpfte aber gleichzeitig gegen die Ausbeutung der indigenen Bevölkerung. Sein Einsatz gegen die brutale Verwaltung der Kolonie und seine Kritik an den sich bereichernden europäischen Siedlern machten Franz nicht nur Freunde. Zermürbt von den vielen Anfeindungen und gesundheitlich angeschlagen legte er 1688 sein Bischofsamt nieder. Franz starb am 6. Mai 1708 und wurde 2014 von Franziskus in den Heiligenkalender der Kirche aufgenommen. 

Bild: © AdobeStock/Julian

Gebet des Tages

Treuer Gott,

du liebst die Unschuld

und führst den Sünder zu dir zurück.

Darum hast du uns

aus der Finsternis des Unglaubens befreit

in die Gemeinschaft mit dir aufgenommen.

Gib, dass wir dich mit ganzem Herzen suchen

und das Licht deiner Wahrheit nie verlieren.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Apg 15,1-6)

Man beschloss, sie sollten wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und den Ältestennach Jerusalem hinaufgehen

In jenen Tagen
   kamen einige Leute von Judäa herab
und lehrten die Brüder:
   Wenn ihr euch nicht
   nach dem Brauch des Mose beschneiden lasst,
   könnt ihr nicht gerettet werden.
Da nun nicht geringer Zwist und Streit
   zwischen ihnen und Paulus und Bárnabas entstand,
   beschloss man,
   Paulus und Bárnabas und einige andere von ihnen
   sollten wegen dieser Streitfrage
   zu den Aposteln und den Ältesten
   nach Jerusalem hinaufgehen.

Die Gemeinde gab ihnen das Weggeleit.
Dann zogen sie durch Phönízien und Samárien;
dabei berichteten sie den Brüdern
   von der Bekehrung der Heiden
und bereiteten damit allen Brüdern große Freude.

Bei ihrer Ankunft in Jerusalem
   wurden sie von der Gemeinde
   und von den Aposteln und den Ältesten empfangen.
Sie erzählten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan hatte.

Da erhoben sich einige aus der Partei der Pharisäer,
   die gläubig geworden waren,
und sagten: Man muss sie beschneiden
   und von ihnen fordern, am Gesetz des Mose festzuhalten.
Die Apostel und die Ältesten traten zusammen,
   um die Frage zu prüfen.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 122 (121),1-3.4-5 (R: 1b))

Kv Zum Haus des HERRN wollen wir gehen. - KvOder:Kv Halleluja. - Kv

Ich freute mich, als man mir sagte: *
„Zum Haus des HERRN wollen wir gehen.“
Schon stehen unsere Füße in deinen Toren, Jerusalem: /
Jerusalem, als Stadt erbaut, *
die fest in sich gefügt ist. - (Kv)

Dorthin zogen die Stämme hinauf, die Stämme des HERRN, /
wie es Gebot ist für Israel, *
den Namen des HERRN zu preisen.
Denn dort stehen Throne für das Gericht, *
die Throne des Hauses David. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Joh 15,1-8)

Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ich bin der wahre Weinstock
   und mein Vater ist der Winzer.
Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt,
   schneidet er ab
und jede Rebe, die Frucht bringt,
   reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.

Ihr seid schon rein kraft des Wortes,
   das ich zu euch gesagt habe.
Bleibt in mir
   und ich bleibe in euch.
Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann,
   sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt,
   so auch ihr,
   wenn ihr nicht in mir bleibt.

Ich bin der Weinstock,
   ihr seid die Reben.
Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe,
   der bringt reiche Frucht;
denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.
Wer nicht in mir bleibt,
   wird wie die Rebe weggeworfen
und er verdorrt.
Man sammelt die Reben,
   wirft sie ins Feuer
   und sie verbrennen.

Wenn ihr in mir bleibt
   und meine Worte in euch bleiben,
   dann bittet um alles, was ihr wollt:
Ihr werdet es erhalten.
Mein Vater wird dadurch verherrlicht,
   dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Der Morgen rötet sich und glüht,
der ganze Himmel tönt von Lob,
in Jubel jauchzt die Erde auf,
und klagend stöhnt die Unterwelt.

Der starke, königliche Held
zerbrach des Todes schweren Bann.
Sein Fuß zertrat der Hölle Macht:
Aus harter Fron sind wir befreit.

Er, den der Stein verschlossen hielt
und den man noch im Grab bewacht,
er steigt als Sieger aus dem Grab,
fährt auf in strahlendem Triumph.

Schon werden alle Klagen stumm,
in Freude wandelt sich der Schmerz,
denn auferstanden ist der Herr;
ein lichter Engel tut es kund.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Bei dir, o Herr, ist die Quelle des Lebens. Halleluja.

Psalm Ps 36 (35),2-13

Die Bosheit des Sünders und die Güte Gottes
Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Joh 8,12)

Der Frevler spricht: «Ich bin entschlossen zum Bösen.» *
In seinen Augen gibt es kein Erschrecken vor Gott.

Er gefällt sich darin, *
sich schuldig zu machen und zu hassen.

Die Worte seines Mundes sind Trug und Unheil; *
er hat es aufgegeben, weise und gut zu handeln.

Unheil plant er auf seinem Lager, +
er betritt schlimme Wege *
und scheut nicht das Böse.

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, *
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.

Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes, *
deine Urteile sind tief wie das Meer.

Herr, du hilfst Menschen und Tieren. *
Gott, wie köstlich ist deine Huld!

Die Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel, +
sie laben sich am Reichtum deines Hauses; *
du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, *
in deinem Licht schauen wir das Licht.

Erhalte denen, die dich kennen, deine Huld *
und deine Gerechtigkeit den Menschen mit redlichem Herzen!

Lass mich nicht kommen unter den Fuß der Stolzen; *
die Hand der Frevler soll mich nicht vertreiben.

Dann brechen die Bösen zusammen, *
sie werden niedergestoßen und können nie wieder aufstehn.

Antiphon

Bei dir, o Herr, ist die Quelle des Lebens. Halleluja.

2. Antiphon

Du sandtest deinen Geist, um dein Werk zu vollenden. Halleluja.

Canticum Jdt 16,1-2a.13-15

Die ganze Schöpfung diene dem Herrn
Sie sangen ein neues Lied. (Offb 5,9)

Stimmt ein Lied an für meinen Gott unter Paukenschall, *
singt für den Herrn unter Zimbelklang!

Preist ihn und singt sein Lob, +
rühmt seinen Namen und ruft ihn an! *
Denn der Herr ist ein Gott, der den Kriegen ein Ende setzt.

Ich singe meinem Gott ein neues Lied; *
Herr, du bist groß und voll Herrlichkeit.

Wunderbar bist du in deiner Stärke, *
keiner kann dich übertreffen.

Dienen muss dir deine ganze Schöpfung. *
Denn du hast gesprochen, und alles entstand.

Du sandtest deinen Geist, um den Bau zu vollenden. *
Kein Mensch kann deinem Wort widerstehen.

Meere und Berge erbeben in ihrem Grund, +
vor dir zerschmelzen die Felsen wie Wachs. *
Doch wer dich fürchtet, der erfährt deine Gnade.

Antiphon

Du sandtest deinen Geist, um dein Werk zu vollenden. Halleluja.

3. Antiphon

König der ganzen Erde ist Gott; singt ihm ein würdiges Lied. Halleluja.

Psalm Ps 47 (46),2-10

Gott, der König aller Völker
Er sitzt zur Rechten des Vaters; seiner Herrschaft wird kein Ende sein. (Credo)

Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; *
jauchzt Gott zu mit lautem Jubel!

Denn Furcht gebietend ist der Herr, der Höchste, *
ein großer König über die ganze Erde.

Er unterwirft uns Völker *
und zwingt Nationen unter unsre Füße.

Er wählt unser Erbland für uns aus, *
den Stolz Jakobs, den er liebt.

Gott stieg empor unter Jubel, *
der Herr beim Schall der Hörner.

Singt unserm Gott, ja singt ihm! *
Spielt unserm König, spielt ihm!

Denn Gott ist König der ganzen Erde. *
Spielt ihm ein Psalmenlied!

Gott wurde König über alle Völker, *
Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.

Die Fürsten der Völker sind versammelt *
als Volk des Gottes Abrahams.

Denn Gott gehören die Mächte der Erde, *
er ist hoch erhaben.

Antiphon

König der ganzen Erde ist Gott; singt ihm ein würdiges Lied. Halleluja.

KURZLESUNG Röm 6,8-11

Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.
Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.
So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

RESPONSORIUM

R Der Herr ist aus dem Grab erstanden. * Halleluja, halleluja. - R
V Der für uns am Kreuz gehangen. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Halleluja.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Halleluja.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Christus, der von den Toten erstanden ist, um uns gerecht zu machen:

R Christus, unser Leben, rette uns.

Du hast durch deinen Sieg Freude in die Welt gebracht;
- lass uns in dieser Freude leben.

Du hast Tod und Hölle überwunden;
- behüte uns an diesem Tag vor allem Bösen.

Du wirst im Himmel von den Engeln verherrlicht und auf Erden von den Menschen gepriesen;
- nimm den Lobpreis an, den wir dir heute darbringen.

Unser neues Leben ist verborgen in Gott;
- lass es einst offenbar werden in Herrlichkeit.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Treuer Gott, du liebst die Unschuld und führst den Sünder zu dir zurück. Darum hast du uns aus der Finsternis des Unglaubens befreit und in die Gemeinschaft mit dir aufgenommen. Gib, dass wir dich mit ganzem Herzen suchen und das Licht deiner Wahrheit nie verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Geist, vom Vater ausgesandt,
o Kraft, vom Sohn verheißen:
Ergieße dich in unser Herz
und nimm es dir zu eigen!

Wo du bist, flammt die Liebe auf,
und Liebe will lobsingen.
Die Liebe öffnet Herz und Hand,
sie will sich ganz verschwenden.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

Psalm Ps 119,9-16

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? *
Wenn er sich hält an dein Wort.

Ich suche dich von ganzem Herzen. *
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!

Ich berge deinen Spruch im Herzen, *
damit ich gegen dich nicht sündige.

Gepriesen seist du, Herr! *
Lehre mich deine Gesetze!

Mit meinen Lippen verkünde ich *
alle Urteile deines Mundes.

Nach deinen Vorschriften zu leben *
freut mich mehr als großer Besitz.

Ich will nachsinnen über deine Befehle *
und auf deine Pfade schauen.

Ich habe meine Freude an deinen Gesetzen, *
dein Wort will ich nicht vergessen.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

2. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

II

Höre, Herr, die gerechte Sache, +
achte auf mein Flehen, *
vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch!

Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil; *
denn deine Augen sehen, was recht ist.

Prüfst du mein Herz, +
suchst du mich heim in der Nacht und erprobst mich, *
dann findest du an mir kein Unrecht.

Mein Mund verging sich nicht, +
trotz allem, was die Menschen auch treiben; *
ich halte mich an das Wort deiner Lippen.

Auf dem Weg deiner Gebote gehn meine Schritte, *
meine Füße wanken nicht auf deinen Pfaden.

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich. *
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!

Wunderbar erweise deine Huld! *
Du rettest alle, die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

3. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

III

Herr, behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, *
birg mich im Schatten deiner Flügel

vor den Frevlern, die mich hart bedrängen, *
vor den Feinden, die mich wütend umringen.

Sie haben ihr hartes Herz verschlossen, *
sie führen stolze Worte im Mund,

sie lauern mir auf, jetzt kreisen sie mich ein; *
sie trachten danach, mich zu Boden zu strecken,

so wie der Löwe voll Gier ist zu zerreißen, *
wie der junge Löwe, der im Hinterhalt lauert.

Erheb dich, Herr, tritt dem Frevler entgegen! *
Wirf ihn zu Boden, mit deinem Schwert entreiß mich ihm!

Rette mich, Herr, mit deiner Hand vor diesen Leuten, *
vor denen, die im Leben schon alles haben.

Du füllst ihren Leib mit Gütern, +
auch ihre Söhne werden noch satt *
und hinterlassen den Enkeln, was übrig bleibt.

Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen, *
mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

KURZLESUNG Röm 4,24-25

Wir glauben an den, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat.
Wegen unserer Verfehlungen wurde er hingegeben, wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt.

RESPONSORIUM

V Der Herr ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.
R Er ist dem Simon erschienen. Halleluja.

Oration

Treuer Gott, du liebst die Unschuld und führst den Sünder zu dir zurück. Darum hast du uns aus der Finsternis des Unglaubens befreit und in die Gemeinschaft mit dir aufgenommen. Gib, dass wir dich mit ganzem Herzen suchen und das Licht deiner Wahrheit nie verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Lenker, treuer Gott,
aus dir strömt alles Leben.
Du gibst dem Morgen hellen Glanz,
dem Mittag Glut in Fülle.

Bewahre uns vor Übermut.
Hilf uns, wenn wir erschlaffen.
Mach uns gesund an Geist und Leib
und schenk uns deinen Frieden.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

Psalm Ps 119,9-16

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? *
Wenn er sich hält an dein Wort.

Ich suche dich von ganzem Herzen. *
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!

Ich berge deinen Spruch im Herzen, *
damit ich gegen dich nicht sündige.

Gepriesen seist du, Herr! *
Lehre mich deine Gesetze!

Mit meinen Lippen verkünde ich *
alle Urteile deines Mundes.

Nach deinen Vorschriften zu leben *
freut mich mehr als großer Besitz.

Ich will nachsinnen über deine Befehle *
und auf deine Pfade schauen.

Ich habe meine Freude an deinen Gesetzen, *
dein Wort will ich nicht vergessen.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

2. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

II

Höre, Herr, die gerechte Sache, +
achte auf mein Flehen, *
vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch!

Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil; *
denn deine Augen sehen, was recht ist.

Prüfst du mein Herz, +
suchst du mich heim in der Nacht und erprobst mich, *
dann findest du an mir kein Unrecht.

Mein Mund verging sich nicht, +
trotz allem, was die Menschen auch treiben; *
ich halte mich an das Wort deiner Lippen.

Auf dem Weg deiner Gebote gehn meine Schritte, *
meine Füße wanken nicht auf deinen Pfaden.

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich. *
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!

Wunderbar erweise deine Huld! *
Du rettest alle, die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

3. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

III

Herr, behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, *
birg mich im Schatten deiner Flügel

vor den Frevlern, die mich hart bedrängen, *
vor den Feinden, die mich wütend umringen.

Sie haben ihr hartes Herz verschlossen, *
sie führen stolze Worte im Mund,

sie lauern mir auf, jetzt kreisen sie mich ein; *
sie trachten danach, mich zu Boden zu strecken,

so wie der Löwe voll Gier ist zu zerreißen, *
wie der junge Löwe, der im Hinterhalt lauert.

Erheb dich, Herr, tritt dem Frevler entgegen! *
Wirf ihn zu Boden, mit deinem Schwert entreiß mich ihm!

Rette mich, Herr, mit deiner Hand vor diesen Leuten, *
vor denen, die im Leben schon alles haben.

Du füllst ihren Leib mit Gütern, +
auch ihre Söhne werden noch satt *
und hinterlassen den Enkeln, was übrig bleibt.

Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen, *
mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

KURZLESUNG 1 Joh 5,5-6a

Wer sonst besiegt die Welt, außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?
Dieser ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist: Jesus Christus.

RESPONSORIUM

V Der Herr ist den Jüngern erschienen. Halleluja.
R Sie sahen ihn und freuten sich. Halleluja.

Oration

Treuer Gott, du liebst die Unschuld und führst den Sünder zu dir zurück. Darum hast du uns aus der Finsternis des Unglaubens befreit und in die Gemeinschaft mit dir aufgenommen. Gib, dass wir dich mit ganzem Herzen suchen und das Licht deiner Wahrheit nie verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Schon neigt der Tag dem Abend zu,
die Schatten werden länger.
Vergänglich ist, was uns umgibt,
du aber bleibst bestehen.

Im Tageslicht, das steigt und sinkt,
wird uns die Zeit bemessen,
bis uns der Tod hinüberführt,
wo alle Grenzen fallen.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

Psalm Ps 119,9-16

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? *
Wenn er sich hält an dein Wort.

Ich suche dich von ganzem Herzen. *
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!

Ich berge deinen Spruch im Herzen, *
damit ich gegen dich nicht sündige.

Gepriesen seist du, Herr! *
Lehre mich deine Gesetze!

Mit meinen Lippen verkünde ich *
alle Urteile deines Mundes.

Nach deinen Vorschriften zu leben *
freut mich mehr als großer Besitz.

Ich will nachsinnen über deine Befehle *
und auf deine Pfade schauen.

Ich habe meine Freude an deinen Gesetzen, *
dein Wort will ich nicht vergessen.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

2. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

II

Höre, Herr, die gerechte Sache, +
achte auf mein Flehen, *
vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch!

Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil; *
denn deine Augen sehen, was recht ist.

Prüfst du mein Herz, +
suchst du mich heim in der Nacht und erprobst mich, *
dann findest du an mir kein Unrecht.

Mein Mund verging sich nicht, +
trotz allem, was die Menschen auch treiben; *
ich halte mich an das Wort deiner Lippen.

Auf dem Weg deiner Gebote gehn meine Schritte, *
meine Füße wanken nicht auf deinen Pfaden.

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich. *
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!

Wunderbar erweise deine Huld! *
Du rettest alle, die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

3. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

III

Herr, behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, *
birg mich im Schatten deiner Flügel

vor den Frevlern, die mich hart bedrängen, *
vor den Feinden, die mich wütend umringen.

Sie haben ihr hartes Herz verschlossen, *
sie führen stolze Worte im Mund,

sie lauern mir auf, jetzt kreisen sie mich ein; *
sie trachten danach, mich zu Boden zu strecken,

so wie der Löwe voll Gier ist zu zerreißen, *
wie der junge Löwe, der im Hinterhalt lauert.

Erheb dich, Herr, tritt dem Frevler entgegen! *
Wirf ihn zu Boden, mit deinem Schwert entreiß mich ihm!

Rette mich, Herr, mit deiner Hand vor diesen Leuten, *
vor denen, die im Leben schon alles haben.

Du füllst ihren Leib mit Gütern, +
auch ihre Söhne werden noch satt *
und hinterlassen den Enkeln, was übrig bleibt.

Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen, *
mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

KURZLESUNG Eph 4,23-24

Erneuert euren Geist und Sinn!
Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

RESPONSORIUM

V Herr, bleibe bei uns. Halleluja.
R Denn es will Abend werden. Halleluja.

Oration

Treuer Gott, du liebst die Unschuld und führst den Sünder zu dir zurück. Darum hast du uns aus der Finsternis des Unglaubens befreit und in die Gemeinschaft mit dir aufgenommen. Gib, dass wir dich mit ganzem Herzen suchen und das Licht deiner Wahrheit nie verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Zum Mahl des Lammes schreiten wir
mit weißen Kleidern angetan,
Christus, dem Sieger, singen wir,
der uns durchs Rote Meer geführt.

Am Kreuze gab er seinen Leib
für alle Welt zum Opfer hin;
und wer von seinem Blute trinkt,
wird eins mit ihm und lebt mit ihm.

Am Pascha-Abend weist das Blut
den Würgeengel von der Tür:
Wir sind befreit aus harter Fron
und von der Knechtschaft Pharaos.

Christus ist unser Osterlamm,
das uns zum Heil geschlachtet ward.
Er reicht uns seinen heil'gen Leib,
als Brot, das uns sein Leben schenkt.

Lamm Gottes, wahres Opferlamm,
durch das der Hölle Macht zerbrach!
Den Kerker hast du aufgesprengt,
zu neuem Leben uns befreit.

Erstanden ist der Herr vom Grab,
kehrt siegreich aus dem Tod zurück.
Gefesselt ist der Fürst der Welt,
und offen steht das Paradies.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

Gott hat Jesus als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben. Halleluja.

1. Antiphon

Psalm Ps 27 (26),1-6

Gemeinschaft mit Gott
Seht die Wohnstätte Gottes unter den Menschen. (Offb 21,3)

(Der Herr ist mein Licht und mein Heil: *
Vor wem sollte ich mich fürchten?)

Der Herr ist die Kraft meines Lebens: *
Vor wem sollte mir bangen?

Dringen Frevler auf mich ein, *
um mich zu verschlingen,

meine Bedränger und Feinde, *
sie müssen straucheln und fallen.

Mag ein Heer mich belagern: *
Mein Herz wird nicht verzagen.

Mag Krieg gegen mich toben: *
Ich bleibe dennoch voll Zuversicht.

Nur eines erbitte ich vom Herrn, *
danach verlangt mich:

Im Haus des Herrn zu wohnen *
alle Tage meines Lebens,

die Freundlichkeit des Herrn zu schauen *
und nachzusinnen in seinem Tempel.

Denn er birgt mich in seinem Haus *
am Tage des Unheils;

er beschirmt mich im Schutz seines Zeltes, *
er hebt mich auf einen Felsen empor.

Nun kann ich mein Haupt erheben *
über die Feinde, die mich umringen.

Ich will Opfer darbringen in seinem Zelt, Opfer mit Jubel; *
dem Herrn will ich singen und spielen.

Antiphon

Gott hat Jesus als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben. Halleluja.

2. Antiphon

Darauf vertraue ich fest: Ich werde schauen Gottes Güte im Lande der Lebenden. Halleluja.

Psalm Ps 27,7-14

Gemeinschaft mit Gott
Einige traten als falsche Zeugen gegen Jesus auf. (Vgl. Mk 14,57)

Vernimm, o Herr, mein lautes Rufen; *
sei mir gnädig und erhöre mich!

Mein Herz denkt an dein Wort: «Sucht mein Angesicht!» *
Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.

Verbirg nicht dein Gesicht vor mir; +
weise deinen Knecht im Zorn nicht ab! *
Du wurdest meine Hilfe.

Verstoß mich nicht, verlass mich nicht, *
du Gott meines Heiles!

Wenn mich auch Vater und Mutter verlassen, *
der Herr nimmt mich auf.

Zeige mir, Herr, deinen Weg; *
leite mich auf ebener Bahn trotz meiner Feinde!

Gib mich nicht meinen gierigen Gegnern preis; *
denn falsche Zeugen stehen gegen mich auf und wüten.

Ich aber bin gewiss, zu schauen *
die Güte des Herrn im Land der Lebenden.

Hoffe auf den Herrn und sei stark! *
Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn!

Darauf vertraue ich fest: Ich werde schauen Gottes Güte im Lande der Lebenden. Halleluja.

Antiphon

Darauf vertraue ich fest: Ich werde schauen Gottes Güte im Lande der Lebenden. Halleluja.

3. Antiphon

In ihm und durch ihn und auf ihn hin ist alles: ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Halleluja.

Canticum Kol 1,12-20

Christus, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung

Dankt dem Vater mit Freude! *
Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind.

Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen *
und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.

Durch ihn haben wir die Erlösung, *
die Vergebung der Sünden.

Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, *
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

Denn in ihm wurde alles erschaffen *
im Himmel und auf Erden,

das Sichtbare und das Unsichtbare, +
Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; *
alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.

Er ist vor aller Schöpfung, *
in ihm hat alles Bestand.

Er ist das Haupt des Leibes, *
der Leib aber ist die Kirche.

Er ist der Ursprung, +
der Erstgeborene der Toten; *
so hat er in allem den Vorrang.

Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, *
um durch ihn alles zu versöhnen.

Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, *
der Frieden gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

Antiphon

In ihm und durch ihn und auf ihn hin ist alles: ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Halleluja.

KURZLESUNG Hebr 7,24-27

Jesus hat, weil er auf ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum.
Darum kann er auch die, die durch ihn vor Gott hintreten, für immer retten; denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten.
Ein solcher Hoherpriester war für uns in der Tat notwendig: einer, der heilig ist, unschuldig, makellos, abgesondert von den Sündern und erhöht über die Himmel;
einer, der es nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, als er sich selbst dargebracht hat.

RESPONSORIUM

R Der Herr ist den Jüngern erschienen. * Halleluja, halleluja. - R
V Sie sahen ihn und freuten sich. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Halleluja.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Halleluja.

FÜRBITTEN

Lasst uns zu Christus beten, der von den Toten erstanden ist:

R Du König der Herrlichkeit, höre uns.

Du Licht, das nicht vergeht, wenn der Tag sich neigt;
- nimm das Abendlob deiner Kirche an.

Gedenke aller, die deinem Volke vorstehen;
- hilf ihnen, das Beispiel eines Lebens aus dem Glauben zu geben.

Gib den Regierenden den Geist der Gerechtigkeit,
- damit die Menschen in Eintracht miteinander leben können.

Schenke unserer Zeit deinen Frieden;
- lass die Armen teilhaben an den Gütern der Erde.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Erbarme dich unserer Verstorbenen;
- lass ihnen das Licht deiner Herrlichkeit leuchten.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Treuer Gott, du liebst die Unschuld und führst den Sünder zu dir zurück. Darum hast du uns aus der Finsternis des Unglaubens befreit und in die Gemeinschaft mit dir aufgenommen. Gib, dass wir dich mit ganzem Herzen suchen und das Licht deiner Wahrheit nie verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Schon wirft die Erde sich zur Nacht
des dunklen Mantels Falten um.
Der Schlaf, des Todes sanftes Bild,
führt uns dem Grab des Schlummers zu.

Wenn uns die schwarze Nacht umhüllt,
sind wir von Traum und Wahn bedrängt,
bedroht von Zweifel und von Angst,
der Macht des Bösen ausgesetzt.

Christus, du Leben, Wahrheit, Licht,
wachsamer Hüter, sei uns nah,
dass hell der Glaube in uns wacht,
auch in des Schlafes dunkler Zeit.

Den Sohn und Vater bitten wir
und auch den Geist, der beide eint:
Dreiein’ge Macht, die alles lenkt,
behüte uns in dieser Nacht. Amen.

PSALMODIE

Antiphon

Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.

Psalm Ps 31,2-6

Psalm In Gottes Händen geborgen
Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. (Lk 23,46)

Herr, ich suche Zuflucht bei dir. +
Lass mich doch niemals scheitern; *
rette mich in deiner Gerechtigkeit!

Wende dein Ohr mir zu, *
erlöse mich bald!

Sei mir ein schützender Fels, *
eine feste Burg, die mich rettet.

Denn du bist mein Fels und meine Burg; *
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.

Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; *
denn du bist meine Zuflucht.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; *
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Antiphon

Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.

KURZLESUNG Eph 4,26-27

Lasst euch durch den Zorn nicht zur Sünde hinreißen! Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen.
Gebt dem Teufel keinen Raum!

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben. * Halleluja, halleluja. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr Jesus Christus, du bist gütig und von Herzen demütig. Das Joch, das du denen auflegst, die dir nachfolgen, ist nicht drückend, und deine Last ist leicht. Nimm gnädig an, was wir uns heute vorgenommen und was wir vollbracht haben. Erneuere uns durch die Ruhe der Nacht und mache uns morgen eifriger in deinem Dienst. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

Mittwoch, 06. Mai 2026

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.