Kalenderblatt

Klara von Assisi

Diese Frau trug die religiöse Sehnsucht ihrer Epoche im Herzen – und war doch ihrer Zeit weit voraus. Klara (1193/94-1253) entstammte einer wohlhabenden Adelsfamilie und wuchs in Assisi auf. Bereits als junges Mädchen fühlte sie sich den Armen verpflichtet und brachte Bedürftigen heimlich Lebensmittel. Viele Menschen waren fasziniert von Franz von Assisi, der damals feurige Predigten im Dom hielt – für Klara aber war es der Wendepunkt ihres Lebens. Sie war entschlossen, alles aufzugeben, um gemeinsam mit Franz dem Ideal des armen Christus nachzufolgen. In der Nacht zum Palmsonntag 1212 lief die junge Klara von zu Hause fort, gelobte in der kleinen Kirche Portiunkula ein Leben nach den evangelischen Räten (Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam) und ließ sich von Franz als Zeichen ihrer Hingabe die Haare abschneiden. Franz' Gefährten waren ratlos, was jetzt mit dieser Frau in ihrer Mitte geschehen sollte und auch Klaras Familie war entsetzt – ihre Eltern hatten auf eine gute Heiratspartie gehofft. Um sie vor Entführungen durch ihre Verwandten zu schützen, sandte der Ordensgründer Klara, die eigentlich das Leben der männlichen Franziskaner hatte teilen wollen, in ein Benediktinerinnenkloster. Schließlich siedelte sie nach San Damiano über und zog in ein für sie errichtetes bescheidenes Gebäude. Immer mehr Frauen schlossen sich Klara an und die wachsende Gemeinschaft sollte die Regeln der Benediktinerinnen übernehmen. Klara aber wollte wie Franz in radikaler Armut leben. Obwohl sie infolge strenger Askese ab 1224 ständig krank war, widersetzte sie sich beharrlich allen Versuchen, ihr passioniertes Ideal zu verwässern. Gleichzeitig war sie ihren Mitschwestern gegenüber stets freundlich, demütig und hilfsbereit. Erst am 9. August 1253 erkannte Papst Innozenz IV. Klaras Ordensregel offiziell an. Es war die erste von einer Frau für Frauen verfasste Ordensregel der Kirchengeschichte. Nur zwei Tage später starb Klara am 11. August 1253. Bereits zwei Jahre später sprach Papst Alexander IV. sie heilig.

Bild: © tauav/Fotolia.com

Gebet des Tages

Barmherziger Gott,

aus Liebe zu dir hat die heilige Klara
ein Leben der Armut geführt.

Hilf uns auf ihre Fürsprache,
dass wir unsere Wünsche mäßigen
und mit ganzer Hingabe Christus nachfolgen,
damit wir im Himmel
dich, unser höchstes Gut schauen dürfen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Ez 12,1-12)

Geh am hellen Tag vor ihren Augen weg wie ein Mann, der verschleppt wird

Das Wort des Herrn erging an mich:
Menschensohn,
du wohnst mitten unter einem widerspenstigen Volk,
   das Augen hat, um zu sehen, und doch nicht sieht,
   das Ohren hat, um zu hören, und doch nicht hört;
denn sie sind ein widerspenstiges Volk.

Du, Menschensohn,
   pack deine Sachen, als würdest du verschleppt,
und geh am hellen Tag vor ihren Augen weg,
   als ob du vor ihren Augen
   von deinem Wohnsitz an einen andern verschleppt würdest.
Vielleicht sehen sie es;
aber sie sind ja ein widerspenstiges Volk.
Trag dein Gepäck bei Tag vor ihren Augen hinaus
   wie ein Mann, der verschleppt wird.
Am Abend aber geh selbst vor ihren Augen hinaus
   wie die Leute, die in die Verbannung ziehen.

Brich dir vor ihren Augen ein Loch in die Wand
   und kriech hindurch!
Vor ihren Augen nimm das Gepäck auf die Schulter!
Bring es in der Dunkelheit weg!
Verhülle dein Gesicht, damit du das Land nicht mehr siehst.
Denn ich
   habe dich zum Mahnzeichen für das Haus Israel gemacht.

Ich tat, was mir befohlen wurde.
Bei Tag trug ich mein Gepäck hinaus
   wie ein Mann, der verschleppt wird.
   Am Abend brach ich mit den Händen ein Loch durch die Wand;
   in der Dunkelheit kroch ich hindurch.
   Dann nahm ich vor ihren Augen das Gepäck auf die Schulter.

Am nächsten Morgen erging das Wort des Herrn an mich:
Menschensohn,
   hat nicht das Haus Israel, das widerspenstige Volk,
   zu dir gesagt: Was machst du da?
Sag zu ihnen: So spricht Gott, der Herr:
Dieses drohende Wort
   gilt dem Fürsten von Jerusalem
   und dem ganzen Volk Israel, das in Jerusalem wohnt.

Sag: Ich bin ein Mahnzeichen für euch:
Was ich getan habe, das wird mit ihnen geschehen;
in die Verbannung, in die Gefangenschaft werden sie ziehen.
Ihr Fürst
   wird in der Dunkelheit
   sein Gepäck auf die Schulter nehmen und hinausgehen.
In die Mauer wird man ein Loch brechen, um hindurchzugehen.
Er wird sein Gesicht verhüllen,
   um mit seinen Augen das Land nicht zu sehen.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 78 (77),56-57.58-59.61-62 (R: 7b))

Kv Vergesst die Taten Gottes nicht! - Kv

Sie versuchten Gott und trotzten dem Höchsten; *
sie hielten seine Satzungen nicht.

Wie ihre Väter fielen sie treulos von ihm ab, *
sie wandten sich ab wie ein Bogen, der versagt. - (Kv)

Sie erbitterten ihn mit ihrem Kult auf den Höhen *
und reizten seine Eifersucht mit ihren Götzen.

Als Gott es sah, war er voll Grimm *
und sagte sich los von Israel. - (Kv)

Er gab seine Macht in Gefangenschaft, *
seine heilige Lade fiel in die Hand des Feindes.

Er lieferte sein Volk dem Schwert aus; *
er war voll Grimm über sein Eigentum. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 18,21 - 19,1)

Nicht nur siebenmal musst du vergeben, sondern siebenundsiebzigmal

In jener Zeit
   trat Petrus zu Jesus
und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben,
   wenn er sich gegen mich versündigt?
Siebenmal?
Jesus sagte zu ihm:
   Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.

Mit dem Himmelreich
   ist es deshalb wie mit einem König,
   der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen.
Als er nun mit der Abrechnung begann,
   brachte man einen zu ihm,
   der ihm zehntausend Talente schuldig war.
Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte,
   befahl der Herr,
   ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß,
   zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen.

Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie
und bat: Hab Geduld mit mir!
Ich werde dir alles zurückzahlen.
Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener,
ließ ihn gehen
und schenkte ihm die Schuld.

Als nun der Diener hinausging,
   traf er einen anderen Diener seines Herrn,
   der ihm hundert Denare schuldig war.
Er packte ihn,
würgte ihn
und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist!

Da fiel der andere vor ihm nieder
und flehte: Hab Geduld mit mir!
Ich werde es dir zurückzahlen.
Er aber wollte nicht,
sondern ging weg
   und ließ ihn ins Gefängnis werfen,
   bis er die Schuld bezahlt habe.

Als die übrigen Diener das sahen,
   waren sie sehr betrübt;
sie gingen zu ihrem Herrn
   und berichteten ihm alles, was geschehen war.

Da ließ ihn sein Herr rufen
und sagte zu ihm: Du elender Diener!
Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen,
   weil du mich so angefleht hast.
Hättest nicht auch du
   mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht,
   Erbarmen haben müssen,
   so wie ich mit dir Erbarmen hatte?
Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten,
   bis er die ganze Schuld bezahlt habe.

Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln,
   der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt.

Als Jesus diese Reden beendet hatte,
   verließ er Galiläa
   und zog in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Es fiel das Feuer des Herrn in dich.
Da warst du Flamme und folgtest dem Lamme,
Christus dem Herrn.

Er führt’ dich durch Fluten und Finsternis.
Da warst du hohe, lobpreisende Lohe
in Christus dem Herrn.

Nun preis mit uns, Schwester, den Vater im Geist,
auch wir sind erhoben ins Leben und Loben
mit Christus dem Herrn.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herrliches sagt man von dir, du Stadt unseres Gottes.

Psalm Ps 87 (86),2-7

Die Gottesstadt, die Mutter aller Völker
Das himmlische Jerusalem aber ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter. (Gal 4,26)

Der Herr liebt seine Gründung auf heiligen Bergen, *
mehr als all seine Stätten in Jakob liebt er die Tore Zions.

Herrliches sagt man von dir, *
du Stadt unsres Gottes.

Leute aus Ägypten und Babel *
zähle ich zu denen, die mich kennen;

auch von Leuten aus dem Philisterland, aus Tyrus und Kusch *
sagt man: Er ist dort geboren.

Doch von Zion wird man sagen: +
Jeder ist dort geboren. *
Er, der Höchste, hat Zion gegründet.

Der Herr schreibt, wenn er die Völker verzeichnet: *
Er ist dort geboren.

Und sie werden beim Reigentanz singen: *
All meine Quellen entspringen in dir.

Antiphon

Herrliches sagt man von dir, du Stadt unseres Gottes.

2. Antiphon

Der Herr kommt mit Macht und mit ihm sein Siegespreis.

Canticum Jes 40,10-17

Gott kommt als der Gute Hirt
Siehe, ich komme bald, und mit mir bringe ich den Lohn. (Offb 22,12)

Seht, Gott der Herr, kommt mit Macht, *
er herrscht mit starkem Arm.

Seht, er bringt seinen Siegespreis mit: *
Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her.

Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, *
er sammelt sie mit starker Hand.

Die Lämmer trägt er auf dem Arm, *
die Mutterschafe führt er behutsam.

Wer misst das Meer mit der hohlen Hand? *
Wer kann mit der ausgespannten Hand den Himmel vermessen?

Wer misst den Staub der Erde mit einem Scheffel? +
Wer wiegt die Berge mit einer Waage *
und mit Gewichten die Hügel?

Wer bestimmt den Geist des Herrn? *
Wer kann sein Berater sein und ihn unterrichten?

Wen fragt er um Rat, *
und wer vermittelt ihm Einsicht?

Wer kann ihn über die Pfade des Rechts belehren? *
Wer lehrt ihn das Wissen und zeigt ihm den Weg der Erkenntnis?

Seht, die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer, +
sie gelten so viel wie ein Stäubchen auf der Waage. *
Ganze Inseln wiegen nicht mehr als ein Sandkorn.

Der Libanon reicht nicht aus für das Brennholz, *
sein Wild genügt nicht für die Opfer.

Alle Völker sind vor Gott wie ein Nichts, *
für ihn sind sie wertlos und nichtig.

Antiphon

Der Herr kommt mit Macht und mit ihm sein Siegespreis.

3. Antiphon

Rühmt den Herrn, unsern Gott; an seinem heiligen Berg werft euch nieder.

Psalm Ps 99 (98),1-9

Heilig ist der Herr, unser Gott
Du, der über den Kerubim thront, hast den bösen Zustand der Erde gewandelt, als du uns ähnlich wurdest. (Athanasius)

Der Herr ist König: Es zittern die Völker. *
Er thront auf den Kerubim: Es wankt die Erde.

Groß ist der Herr auf Zion, *
über alle Völker erhaben.

Preisen sollen sie deinen großen, majestätischen Namen. *
Denn er ist heilig.

Stark ist der König, er liebt das Recht. +
Du hast die Weltordnung fest begründet, *
hast Recht und Gerechtigkeit in Jakob geschaffen.

Rühmt den Herrn, unsern Gott; +
werft euch am Schemel seiner Füße nieder! *
Denn er ist heilig.

Mose und Aaron sind unter seinen Priestern, +
Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen; *
sie riefen zum Herrn, und er hat sie erhört.

Aus der Wolkensäule sprach er zu ihnen; +
seine Gebote hielten sie, *
die Satzung, die er ihnen gab.

Herr, unser Gott, du hast sie erhört; +
du warst ihnen ein verzeihender Gott, *
aber du hast ihre Frevel vergolten.

Rühmt den Herrn, unsern Gott, +
werft euch nieder an seinem heiligen Berge! *
Denn heilig ist der Herr, unser Gott.

Antiphon

Rühmt den Herrn, unsern Gott; an seinem heiligen Berg werft euch nieder.

KURZLESUNG Hld 8,7

Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn.

RESPONSORIUM

R Mein Herz denkt an dein Wort: * "Suchet mein Antlitz!" - R
V Dein Angesicht, Herr, will ich suchen. * "Suchet mein Antlitz!"
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Die kluge Jungfrau ging Christus entgegen. Wie die Sonne strahlt sie im Chor der Heiligen. (O: Halleluja.)

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Die kluge Jungfrau ging Christus entgegen. Wie die Sonne strahlt sie im Chor der Heiligen. (O: Halleluja.)

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Jesus Christus, denn er ist der Ruhm und die Krone der Jungfrauen. Zu ihm lasst uns beten:

R König der Jungfrauen, erhöre uns.

Du hast Maria, deine Mutter, zur Königin der Jungfrauen erhoben;
- auf ihre Fürsprache schenke uns die Reinheit des Herzens.

Dir allein haben sich die heiligen Jungfrauen geweiht;
- gib, dass auch uns nichts von deiner Liebe trenne.

Die heiligen Jungfrauen haben dir mit ungeteiltem Herzen gedient;
- gib, dass nichts uns hindere auf dem Weg zu dir.

Du bist der Bräutigam, auf dessen Ankunft die heiligen Jungfrauen gewartet haben;
- gib, dass wir stets wachsam deine Wiederkunft erwarten.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Barmherziger Gott, aus Liebe zu dir hat die heilige Klara ein Leben der Armut geführt. Hilf uns auf ihre Fürsprache, dass wir unsere Wünsche mäßigen und mit ganzer Hingabe Christus nachfolgen, damit wir im Himmel dich, unser höchstes Gut, schauen dürfen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil’ger Geist, vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

Psalm Ps 119,113-120

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Zwiespältige Menschen sind mir von Grund auf verhasst, *
doch dein Gesetz ist mir lieb.

Du bist mein Schutz und mein Schild, *
ich warte auf dein Wort.

Weicht zurück von mir, ihr Bösen! *
Ich will die Gebote meines Gottes befolgen.

Stütze mich, damit ich lebe, wie du es verheißen hast. *
Lass mich in meiner Hoffnung nicht scheitern!

Gib mir Halt, dann finde ich Rettung; *
immer will ich auf deine Gesetze schauen.

Alle, die sich von deinen Gesetzen entfernen, verwirfst du; *
denn ihr Sinnen und Trachten ist Lüge.

Alle Frevler im Land sind für dich wie Schlacken, *
darum liebe ich, was du gebietest.

Aus Ehrfurcht vor dir erschauert mein Leib, *
vor deinen Urteilen empfinde ich heilige Scheu.

Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

2. Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

II

Gott, die Heiden sind eingedrungen in dein Erbe, +
sie haben deinen heiligen Tempel entweiht *
und Jerusalem in Trümmer gelegt.

Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben den Vögeln des Himmels, *
die Leiber deiner Frommen den Tieren des Feldes.

Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, *
und keiner hat sie begraben.

Zum Schimpf sind wir geworden in den Augen der Nachbarn, *
zu Spott und Hohn bei allen, die rings um uns wohnen.

Wie lange noch, Herr? Willst du auf ewig zürnen? *
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?

Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! +
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! *
Denn wir sind sehr erniedrigt.

Um der Ehre deines Namens willen hilf uns, du Gott unsres Heils! *
Um deines Namens willen reiß uns heraus und vergib uns die Sünden!
 
Warum dürfen die Heiden sagen: *
«Wo ist nun ihr Gott?»
 
Lass kund werden an den Heiden vor unsern Augen, *
wie du das vergossene Blut deiner Knechte vergiltst.
 
Das Stöhnen der Gefangenen dringe zu dir. *
Befrei die Todgeweihten durch die Kraft deines Armes!
 
Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, +
wollen dir ewig danken, *
deinen Ruhm verkünden von Geschlecht zu Geschlecht.

Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

3. Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

III

Du Hirte Israels, höre, *
der du Josef weidest wie eine Herde!

Der du auf den Kerubim thronst, erscheine *
vor Efraim, Benjamin und Manasse!

Biete deine gewaltige Macht auf *
und komm uns zu Hilfe!

Gott, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du, *
während dein Volk zu dir betet?

Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, *
sie überreich getränkt mit Tränen.

Du machst uns zum Spielball der Nachbarn, *
und unsere Feinde verspotten uns.

Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Du hobst in Ägypten einen Weinstock aus, *
du hast Völker vertrieben, ihn aber eingepflanzt.

Du schufst ihm weiten Raum; *
er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt.

Sein Schatten bedeckte die Berge, *
seine Zweige die Zedern Gottes.

Seine Ranken trieb er hin bis zum Meer *
und seine Schößlinge bis zum Eufrat.

Warum rissest du seine Mauern ein? *
Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus.

Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um, *
die Tiere des Feldes fressen ihn ab.

Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! *
Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns!

Sorge für diesen Weinstock *
und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.

Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, *
sie sollen vergehen vor deinem drohenden Angesicht.

Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, *
den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht.

Erhalt uns am Leben! *
Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.

Herr, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

KURZLESUNG Weish 8,21

Ich erkannte, dass ich die Weisheit nur als Geschenk Gottes erhalten könne - und schon hier war es die Klugheit, die mich erkennen ließ, wessen Gnadengeschenk sie ist.

RESPONSORIUM

V Dies ist eine weise Jungfrau. (Osterzeit: Halleluja)
R Der Herr findet sie wachend, wenn er kommt. (Osterzeit: Halleluja)

Oration

Barmherziger Gott, aus Liebe zu dir hat die heilige Klara ein Leben der Armut geführt. Hilf uns auf ihre Fürsprache, dass wir unsere Wünsche mäßigen und mit ganzer Hingabe Christus nachfolgen, damit wir im Himmel dich, unser höchstes Gut, schauen dürfen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

Psalm Ps 119,113-120

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Zwiespältige Menschen sind mir von Grund auf verhasst, *
doch dein Gesetz ist mir lieb.

Du bist mein Schutz und mein Schild, *
ich warte auf dein Wort.

Weicht zurück von mir, ihr Bösen! *
Ich will die Gebote meines Gottes befolgen.

Stütze mich, damit ich lebe, wie du es verheißen hast. *
Lass mich in meiner Hoffnung nicht scheitern!

Gib mir Halt, dann finde ich Rettung; *
immer will ich auf deine Gesetze schauen.

Alle, die sich von deinen Gesetzen entfernen, verwirfst du; *
denn ihr Sinnen und Trachten ist Lüge.

Alle Frevler im Land sind für dich wie Schlacken, *
darum liebe ich, was du gebietest.

Aus Ehrfurcht vor dir erschauert mein Leib, *
vor deinen Urteilen empfinde ich heilige Scheu.

Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

2. Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

II

Gott, die Heiden sind eingedrungen in dein Erbe, +
sie haben deinen heiligen Tempel entweiht *
und Jerusalem in Trümmer gelegt.

Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben den Vögeln des Himmels, *
die Leiber deiner Frommen den Tieren des Feldes.

Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, *
und keiner hat sie begraben.

Zum Schimpf sind wir geworden in den Augen der Nachbarn, *
zu Spott und Hohn bei allen, die rings um uns wohnen.

Wie lange noch, Herr? Willst du auf ewig zürnen? *
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?

Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! +
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! *
Denn wir sind sehr erniedrigt.

Um der Ehre deines Namens willen hilf uns, du Gott unsres Heils! *
Um deines Namens willen reiß uns heraus und vergib uns die Sünden!
 
Warum dürfen die Heiden sagen: *
«Wo ist nun ihr Gott?»
 
Lass kund werden an den Heiden vor unsern Augen, *
wie du das vergossene Blut deiner Knechte vergiltst.
 
Das Stöhnen der Gefangenen dringe zu dir. *
Befrei die Todgeweihten durch die Kraft deines Armes!
 
Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, +
wollen dir ewig danken, *
deinen Ruhm verkünden von Geschlecht zu Geschlecht.

Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

3. Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

III

Du Hirte Israels, höre, *
der du Josef weidest wie eine Herde!

Der du auf den Kerubim thronst, erscheine *
vor Efraim, Benjamin und Manasse!

Biete deine gewaltige Macht auf *
und komm uns zu Hilfe!

Gott, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du, *
während dein Volk zu dir betet?

Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, *
sie überreich getränkt mit Tränen.

Du machst uns zum Spielball der Nachbarn, *
und unsere Feinde verspotten uns.

Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Du hobst in Ägypten einen Weinstock aus, *
du hast Völker vertrieben, ihn aber eingepflanzt.

Du schufst ihm weiten Raum; *
er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt.

Sein Schatten bedeckte die Berge, *
seine Zweige die Zedern Gottes.

Seine Ranken trieb er hin bis zum Meer *
und seine Schößlinge bis zum Eufrat.

Warum rissest du seine Mauern ein? *
Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus.

Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um, *
die Tiere des Feldes fressen ihn ab.

Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! *
Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns!

Sorge für diesen Weinstock *
und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.

Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, *
sie sollen vergehen vor deinem drohenden Angesicht.

Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, *
den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht.

Erhalt uns am Leben! *
Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.

Herr, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

KURZLESUNG 1 Kor 7,25

Was die Frage der Ehelosigkeit angeht, so habe ich kein Gebot vom Herrn. Ich gebe euch nur einen Rat als einer, den der Herr durch sein Erbarmen vertrauenswürdig gemacht hat.

RESPONSORIUM

V Dies ist eine weise Jungfrau. (Osterzeit: Halleluja)
R Eine aus der Zahl der Klugen. (Osterzeit: Halleluja)

Oration

Barmherziger Gott, aus Liebe zu dir hat die heilige Klara ein Leben der Armut geführt. Hilf uns auf ihre Fürsprache, dass wir unsere Wünsche mäßigen und mit ganzer Hingabe Christus nachfolgen, damit wir im Himmel dich, unser höchstes Gut, schauen dürfen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

Psalm Ps 119,113-120

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Zwiespältige Menschen sind mir von Grund auf verhasst, *
doch dein Gesetz ist mir lieb.

Du bist mein Schutz und mein Schild, *
ich warte auf dein Wort.

Weicht zurück von mir, ihr Bösen! *
Ich will die Gebote meines Gottes befolgen.

Stütze mich, damit ich lebe, wie du es verheißen hast. *
Lass mich in meiner Hoffnung nicht scheitern!

Gib mir Halt, dann finde ich Rettung; *
immer will ich auf deine Gesetze schauen.

Alle, die sich von deinen Gesetzen entfernen, verwirfst du; *
denn ihr Sinnen und Trachten ist Lüge.

Alle Frevler im Land sind für dich wie Schlacken, *
darum liebe ich, was du gebietest.

Aus Ehrfurcht vor dir erschauert mein Leib, *
vor deinen Urteilen empfinde ich heilige Scheu.

Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

2. Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

II

Gott, die Heiden sind eingedrungen in dein Erbe, +
sie haben deinen heiligen Tempel entweiht *
und Jerusalem in Trümmer gelegt.

Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben den Vögeln des Himmels, *
die Leiber deiner Frommen den Tieren des Feldes.

Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, *
und keiner hat sie begraben.

Zum Schimpf sind wir geworden in den Augen der Nachbarn, *
zu Spott und Hohn bei allen, die rings um uns wohnen.

Wie lange noch, Herr? Willst du auf ewig zürnen? *
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?

Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! +
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! *
Denn wir sind sehr erniedrigt.

Um der Ehre deines Namens willen hilf uns, du Gott unsres Heils! *
Um deines Namens willen reiß uns heraus und vergib uns die Sünden!
 
Warum dürfen die Heiden sagen: *
«Wo ist nun ihr Gott?»
 
Lass kund werden an den Heiden vor unsern Augen, *
wie du das vergossene Blut deiner Knechte vergiltst.
 
Das Stöhnen der Gefangenen dringe zu dir. *
Befrei die Todgeweihten durch die Kraft deines Armes!
 
Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, +
wollen dir ewig danken, *
deinen Ruhm verkünden von Geschlecht zu Geschlecht.

Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

3. Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

III

Du Hirte Israels, höre, *
der du Josef weidest wie eine Herde!

Der du auf den Kerubim thronst, erscheine *
vor Efraim, Benjamin und Manasse!

Biete deine gewaltige Macht auf *
und komm uns zu Hilfe!

Gott, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du, *
während dein Volk zu dir betet?

Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, *
sie überreich getränkt mit Tränen.

Du machst uns zum Spielball der Nachbarn, *
und unsere Feinde verspotten uns.

Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Du hobst in Ägypten einen Weinstock aus, *
du hast Völker vertrieben, ihn aber eingepflanzt.

Du schufst ihm weiten Raum; *
er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt.

Sein Schatten bedeckte die Berge, *
seine Zweige die Zedern Gottes.

Seine Ranken trieb er hin bis zum Meer *
und seine Schößlinge bis zum Eufrat.

Warum rissest du seine Mauern ein? *
Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus.

Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um, *
die Tiere des Feldes fressen ihn ab.

Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! *
Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns!

Sorge für diesen Weinstock *
und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.

Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, *
sie sollen vergehen vor deinem drohenden Angesicht.

Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, *
den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht.

Erhalt uns am Leben! *
Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.

Herr, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

KURZLESUNG Offb 19,6b-7

Denn der Herr ist König geworden, unser Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung!
Wir wollen uns freuen und jubeln und ihm die Ehre erweisen! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.

RESPONSORIUM

V Ich fand ihn, den meine Seele liebt. (Osterzeit: Halleluja)
R Ich halte ihn fest und will ihn nicht lassen. (Osterzeit: Halleluja)

Oration

Barmherziger Gott, aus Liebe zu dir hat die heilige Klara ein Leben der Armut geführt. Hilf uns auf ihre Fürsprache, dass wir unsere Wünsche mäßigen und mit ganzer Hingabe Christus nachfolgen, damit wir im Himmel dich, unser höchstes Gut, schauen dürfen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Du, Herr, hast sie für dich erwählt,
in Treue folgte sie dem Ruf.
Es brannte hell in ihrer Hand
die Lampe ihrer Wachsamkeit.

Voll Freude zog sie mit dir ein
zum königlichen Hochzeitsmahl.
Nach ihrem Vorbild lass auch uns
in Treue warten und Geduld.

Herr Jesus, der du kommen wirst,
dir sei der Lobpreis dargebracht.
Zum Mahl der Hochzeit öffne uns
die Pforten deiner Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

Dein heiliges Volk soll jubeln, Herr, und dir huldigen in deinem Tempel.

1. Antiphon

Psalm Ps 132 (131),1-10

Die Erwählung Davids und des Zion
Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. (Lk 1,32)

O Herr, denk an David, *
denk an all seine Mühen,

wie er dem Herrn geschworen, *
dem starken Gott Jakobs gelobt hat:

"Nicht will ich mein Zelt betreten *
noch mich zur Ruhe betten,

nicht Schlaf den Augen gönnen *
noch Schlummer den Lidern,

bis ich eine Stätte finde für den Herrn, *
eine Wohnung für den starken Gott Jakobs."

Wir hörten von seiner Lade in Efrata, *
fanden sie im Gefilde von Jáar.

"Lasst uns hingehen zu seiner Wohnung *
und niederfallen vor dem Schemel seiner Füße!"

"Erheb dich, Herr, komm an den Ort deiner Ruhe, *
du und deine machtvolle Lade!"

Deine Priester sollen sich bekleiden mit Gerechtigkeit, *
und deine Frommen sollen jubeln.

"Weil David dein Knecht ist, *
weise deinen Gesalbten nicht ab!"

Antiphon

Dein heiliges Volk soll jubeln, Herr, und dir huldigen in deinem Tempel.

2. Antiphon

Den Zion hat der Herr erwählt, er hat ihn erkoren zu seinem Wohnsitz.

Psalm Ps 132 (131),11-18

Die Erwählung Davids und des Zion
Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. (Lk 1,32)

Der Herr hat David geschworen, *
einen Eid, den er niemals brechen wird:

«Einen Spross aus deinem Geschlecht *
will ich setzen auf deinen Thron.

Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren, *
mein Zeugnis, das ich sie lehre,

dann sollen auch ihre Söhne *
auf deinem Thron sitzen für immer.»

Denn der Herr hat den Zion erwählt, *
ihn zu seinem Wohnsitz erkoren:

«Das ist für immer der Ort meiner Ruhe; *
hier will ich wohnen, ich hab’ ihn erkoren.

Zions Nahrung will ich reichlich segnen, *
mit Brot seine Armen sättigen.

Seine Priester will ich bekleiden mit Heil, *
seine Frommen sollen jauchzen und jubeln.

Dort lasse ich Davids Macht erstarken *
und stelle für meinen Gesalbten ein Licht auf.

Ich bedecke seine Feinde mit Schande; *
doch auf ihm erglänzt seine Krone.»

Den Zion hat der Herr erwählt, er hat ihn erkoren zu seinem Wohnsitz.

Antiphon

Den Zion hat der Herr erwählt, er hat ihn erkoren zu seinem Wohnsitz.

3. Antiphon

Macht und Ehre und Königtum hat Gott ihm verliehen. Alle Völker werden ihm dienen.

Canticum Offb 11,17-18; 12,10b-12a

Das Gericht Gottes

Wir danken dir, Herr und Gott, +
du Herrscher über die ganze Schöpfung, *
der du bist und der du warst:

denn du nahmst deine große Macht in Anspruch *
und tratst deine Herrschaft an.

Die Völker gerieten in Zorn. *
Da kam dein Zorn: die Zeit, die Toten zu richten,

die Zeit, deine Knechte zu belohnen, *
die Propheten und die Heiligen

und alle, die deinen Namen fürchten, *
die Großen und die Kleinen,

die Zeit, alle zu verderben, *
die die Erde verderben.

Jetzt ist er da, der rettende Sieg, +
die Macht und die Herrschaft unsres Gottes *
und die Vollmacht seines Gesalbten;

denn gestürzt wurde der Ankläger unsrer Brüder, *
der sie bei Tag und bei Nacht vor unserm Gott verklagte.

Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes *
und durch ihr Wort und ihr Zeugnis.

Sie hielten ihr Leben nicht fest, *
bis hinein in den Tod.

Darum jubelt, ihr Himmel *
und alle, die darin wohnen.

Antiphon

Macht und Ehre und Königtum hat Gott ihm verliehen. Alle Völker werden ihm dienen.

KURZLESUNG 1 Kor 7,32.34

Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn; er will dem Herrn gefallen.
Die unverheiratete Frau und die Jungfrauen sorgen sich um die Sache des Herrn, um heilig zu sein an Leib und Geist.

RESPONSORIUM

R Jungfrauen führt man zum König * in Freude und Jubel. - R
V In seine Paläste ziehen sie ein. * In Freude und Jubel.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Braut Christi, komm und empfange die Krone, die der Herr für dich bereithält. (O: Halleluja.)

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Braut Christi, komm und empfange die Krone, die der Herr für dich bereithält. (O: Halleluja.)

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Jesus Christus, der zu allen Zeiten Menschen beruft zur Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen:

R König der Jungfrauen, erhöre uns.

Du hast dir die Kirche zur Braut erwählt;
- heilige sie, damit sie ohne Makel vor dir stehe.

Durch deine Gnade hat die Kirche dir die Treue bewahrt;
- erneuere sie immer wieder durch dein Evangelium.

Du hast der Kirche das Vorbild der heiligen N. geschenkt;
- rufe junge Menschen in den Stand der Jungfräulichkeit.

Die heilige N. ist dir ungeteilten Herzens nachgefolgt;
- auf ihre Fürbitte stärke die Ordensfrauen in ihrem Dienst.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Die heiligen Jungfrauen hast du aufgenommen zum Hochzeitsmahl des ewigen Lebens;
- lass auch unsere Verstorbenen teilhaben am himmlischen Mahl.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Barmherziger Gott, aus Liebe zu dir hat die heilige Klara ein Leben der Armut geführt. Hilf uns auf ihre Fürsprache, dass wir unsere Wünsche mäßigen und mit ganzer Hingabe Christus nachfolgen, damit wir im Himmel dich, unser höchstes Gut, schauen dürfen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Mitten wir im Leben sind
mit dem Tod umfangen.
Wer ist, der uns Hilfe bringt,
dass wir Gnad’ erlangen?
Das bist du, Herr, alleine.
Uns reuet unsre Missetat,
die dich, Herr, erzürnet hat.
Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott,
heiliger barmherziger Heiland,
du ewiger Gott,
lass uns nicht versinken
in des bittern Todes Not.
Kyrieleison.

PSALMODIE

Antiphon

Mein Leib wird ruhen in Sicherheit.

Psalm Ps 16,1-11

Psalm Mein Los in Gottes Hand
Gott hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt. (Apg 2,24)

Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir. +
Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr; *
mein ganzes Glück bist du allein.»

An den Heiligen im Lande, den Herrlichen, *
an ihnen nur hab’ ich mein Gefallen.

Viele Schmerzen leidet, wer fremden Göttern folgt. +
Ich will ihnen nicht opfern, *
ich nehme ihre Namen nicht auf meine Lippen.

Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher; *
du hältst mein Los in deinen Händen.

Auf schönem Land fiel mir mein Anteil zu. *
Ja, mein Erbe gefällt mir gut.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. *
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.

Ich habe den Herrn beständig vor Augen. *
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; *
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.

Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis; *
du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.

Du zeigst mir den Pfad zum Leben. +
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, *
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

Antiphon

Mein Leib wird ruhen in Sicherheit.

KURZLESUNG 1 Thess 5,23

Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt.

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.

Oration

Herr, unser Gott, sende uns in dieser Nacht einen ruhigen Schlaf, damit wir uns von der Mühe des Tages erholen und morgen mit neuer Kraft dir dienen können. Darum bitten wir durch Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

19. Woche Jahreskreis

Stundenbuch: 3. Woche Bd. Im Jahreskreis

Donnerstag, 11. August 2022
32. Kalenderwoche

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.