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Franz von Paola

Minder, minderer, am mindesten? Franz von Paola (1416-1507) war ein Mann der Superlative. Er stammte aus Kalabrien (heutiges Italien) und wurde ab seinem 13. Lebensjahr von Franziskanern ("Minderbrüdern") unterrichtet, doch der asketische Lebensstil seiner Lehrer reichte Franz nicht: Noch als Jugendlicher verließ er das Kloster, um als Einsiedler zu leben. Zahlreiche Menschen aus der nahegelegenen Stadt Paola strömten zu Franz, um bei ihm Rat und Hilfe zu finden – und einige wollten ganz bei ihm bleiben. Franz errichtete daraufhin ein Kloster und wurde so zum Gründer der "Mindesten Brüder" (auch "Paulaner" genannt). Seine Gemeinschaft sollte durch strenge Bußübungen, viel Schweigen und eine rein vegane Ernährung noch "franziskanischer" als die Franziskaner leben. Der heilige Ruf des Ordensgründers verbreitete sich über Ländergrenzen hinweg und verband sich mit vielen Wundergeschichten. 1627 wurde ein Konvent des Ordens in München gegründet, das 1634 das Braurecht erhielt. Es war die Geburtsstunde des bis heute produzierten "Paulaner Bräu". Gut, dass der asketische Ordensgründer das nicht mehr miterlebte: Er starb bereits am 2. April 1507.

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