Devotionalienhandel heute: Es wird einsam um die Heiligenfiguren

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Josemaria Escriva

Josemaria Escriva (1902-1975) polarisiert bis heute. Die Einen verklären den Gründer des Opus Dei zum makellosen Kirchenretter, die Anderen verdammen ihn als reaktionären Diktatorenfreund. Ein Blick auf Josemarias Biographie macht deutlich: Er war ein Gottessucher inmitten dramatischer historischer Umwälzungen. 1902 wurde Josemaria als zweites von sechs Kindern im spanischen Barbastro geboren und wuchs in einer tiefreligiösen Familie auf. Im Ersten Weltkrieg machte der väterliche Betrieb Bankrott und die Familie siedelte nach Logrono über. Tief beeindruckt vom Beispiel eines Mönchs suchte der jugendliche Josemaria nach einem Weg, Gott großherzig zu dienen, und spürte schließlich eine Berufung zum Priestertum: Nach abgeschlossenem Theologiestudium wurde er 1925 ordiniert. Drei Jahre später berichtete Josemaria von einer Vision, in welcher er das spätere Opus Dei sah – es ist der geistliche Beginn der von ihm gegründeten Gemeinschaft. In ihr sollen Priester und Laien gemeinsam nach Heiligkeit streben. Jahre später griff das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) eben diese Betonung der allgemeinen Taufgnade auf. Im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) floh Josemaria vor den antiklerikalen Republikanern und kehrte später in das nun unter Militärdiktatur stehende Spanien zurück. Bis heute wird ihm eine verhängnisvolle Nähe zum Franco-Regime vorgeworfen. 1946 ging Josemaria nach Rom, wo er zahlreiche geistliche Schriften verfasste und 1975 starb. Bereits bei seinem Tod hatte die konservative Bewegung Opus Dei weltweit über 60.000 Mitglieder. Papst Johannes Paul II. sprach Josemaria 2002 heilig.

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