Frau vor Tür

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Huna (Hunna)

Abgehobenes Geplapper und weltfremde Mystik? Nicht mit dieser zupackenden Heiligen! Sie hatte einen bemerkenswert pragmatischen Blick – und ihre Heiligenlegende ist erfreulich einprägsam: Der Tradition nach war Huna (7. Jahrhundert) die adlige Ehefrau des fränkischen Ortsherren Huno in Hunaweier (heutiges Hunawihr im französischen Elsass). Gemeinsam stifteten sie die Kirche ihres Heimatortes und verschenkten ihre restlichen Güter an neu gegründete Klöster der Region. So weit, so gewöhnlich für ein heiliges Herrscherpaar dieser Epoche. Doch Huna sorgte auch als Wohltäterin für Arme und Kranke, deren Wäsche sie persönlich wusch. Das Volk verehrte sie als "heilige Wäscherin". Ihr Grab in der von ihr gestifteten Kirche entwickelte sich zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, dessen Quelle Heilwirkungen zugesprochen wurden. Hunas Gedenktag orientiert sich am Tag der Erhebung ihrer Gebeine am 15. April 1520.

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