Kirchenrechtler an Bischöfe: Fordert vom Papst Reform der Sexualmoral

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Petrus Damiani

Es müsste endlich mal ein starker Mann kommen und so richtig durchgreifen! Oder? Petrus Damiani (1006-1072, siehe links im Bild) war so ein Macher – aber einige werden ihn als nicht besonders angenehmen Zeitgenossen empfunden haben. Um 1035 trat Petrus in ein Benediktinerkloster ein, wo er nach seiner Wahl zum Prior 1043 die Geißelübungen einführte. Besorgt über den kirchlichen Zustand verfasste Petrus Schriften über die zahlreichen Missstände im Klerus. Sein "Liber Gomorrhianus" war dermaßen explizit, dass Papst Leo IX. dessen Verbreitung untersagte. 1057 ernannt Papst Stephan IX. den eifernden Benediktiner zum Bischof von Ostia. Dort kämpfte Petrus gegen den Kauf geistlicher Ämter und trat für eine strenge Durchsetzung des Zölibats ein. Petrus hatte ein besonders enges Verhältnis zu Papst Gregor VII. und verteidigte dessen Vorstellungen eines überaus mächtigen Papsttums. Der Benediktiner war exzellenter Kenner des Kirchenrechts und einer der einflussreichsten Geistlichen des 11. Jahrhunderts. Papst Leo XII. ernannte Petrus 1828 zum Kirchenlehrer.

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