Bistum Trier: Ehrenamtliche sollen nach Kritik mehr beteiligt werden

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Johannes Eudes

Für seine Eltern war Johannes Eudes (1601-1680) nicht nur ein Wunsch-, sondern ein Wunderkind. Jahrelang hatten sie zur Jungfrau Maria um ein Kind gebetet – aus Dank weihten sie ihren Sohn nach der Geburt der Gottesmutter. So besuchte Johannes die Jesuitenschule im französischen Caen und trat 1622 der von Philipp Neri gegründeten Weltpriestergemeinschaft der "Oratorianer" bei. In den folgenden Jahren betreute er Pestkranke und wurde von seinem Orden auf Volksmissionen geschickt. Entgegen damaliger Strömungen betonte Johannes dabei nicht die Strenge Gottes, sondern seine übergroße Barmherzigkeit. Auf Reisen begegnete Johannes immer wieder unzureichend ausgebildeten Priestern, die ihr Amt schlecht ausübten. Deshalb wollte er sich für eine Verbesserung der Priesterausbildung einsetzen, was seine Vorgesetzten jedoch ablehnten. Schweren Herzens verließ Johannes daraufhin seinen Orden und gründete 1643 die "Kongregation von Jesus und Maria" (heute bekannt als Eudisten). Wo immer die Gemeinschaft hinzog, förderte sie die Herz-Jesu-Verehrung. 1641 gründete Johannes in Caen ein Zufluchtshaus für ehemalige Prostituierte, aus denen sich später die "Schwestern vom Guten Hirten" entwickelten. Johannes Eudes starb am 19. August 1680 und wurde 1925 heiliggesprochen.

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