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Bartholomäus

Der synoptischen Evangelien nennen Bartholomäus als einen der zwölf Apostel (vgl. Mt 10,3, Mk 3,18, Lk 6,14) – nur handelt es sich hier wahrscheinlich gar nicht um einen Vornamen. Auf Aramäisch bedeutet Bartholomäus "Sohn des Tholmai", was wiederum mit "Sohn des Furchenziehers" übersetzt werden kann. Das bot natürlich Raum für Spekulationen über den echten Vornamen dieses Jüngers. Schon früh identifizierte die christliche Tradition ihn mit dem Schriftgelehrten Natanael, den Jesus im Johannesevangelium als "echte[n] Israelit, an dem kein Falsch ist" (Joh 1,47) lobt. Bartholomäus gilt als Glaubensbote Armeniens, wo er bis heute besonders verehrt wird. Nachdem Kaiser Otto II. die vermeintlichen Gebeine des Heiligen 983 nach Rom gebracht hatte, verbreitete sich der Kult auch vermehrt in Mitteleuropa. Dort markierte Bartholomäus' Gedenktag am 24. August das Ende des Sommers und den Beginn der Wintervorbereitungen, woraus sich zahlreiche volkstümliche Traditionen für den "Bartheltag" entwickelten. Bis heute verehren besonders die Bauern, Winzer und Hirten Bartholomäus als ihren Patron.

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