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Papst Pius X.

Papst Pius X. (1903-1914) war vehementer Antimodernist und volksnaher Reformer zugleich. Als der geborene Bauernsohn zum Kirchenoberhaupt gewählt wurde, beherrschte er weder moderne Fremdsprachen noch konnte er auf eine höhere wissenschaftlich-theologisch Ausbildung zurückblicken. Er misstraute progressiven Bewegungen, setzte immer mehr Bücher auf den Index der verbotenen Schriften und führte 1910 den für alle Geistlichen verpflichtenden "Antimodernisteneid" ein. Bis heute beruft sich die nach ihm benannte traditionalistische Piusbruderschaft auf ihn. Während Pius X. mit vielen Politikern seiner Zeit aneinandergeriet, unterstützte er bis in den Ersten Weltkrieg hinein den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. Gleichzeitig war der bescheidene Papst mit 40-jähriger Seelsorgeerfahrung beim einfachen Volk sehr beliebt. Er förderte die aktive Teilnahme der Laien am Gottesdienst und setzte sich für einen häufigeren und früheren Kommunionempfang ein. Vielen gilt Pius X. bis heute als "Papst der Kinderkommunion". Papst Pius XII. sprach seinen Amtsvorgänger 1954 heilig.

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