Maskenpflicht und lange Arbeitstage: Das war die Vollversammlung

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Niklaus von Flüe

So eigen wie die Schweiz, so speziell ist auch ihr Schutzpatron. Niklaus von Flüe (1417-1487) stammte aus einer Bauernfamilie und wuchs im Flüeli, einer Anhöhe in der Zentralschweiz, auf. Bereits als Kind musste er seinem Vater bei der Arbeit helfen und blieb zeitlebens Analphabet. Als junger Mann wurde Niklaus eingezogen, stieg zum Offizier auf und nahm vier Jahre lang am Krieg gegen Zürich teil. Anschließend heiratete er die Ratsherrentochter Dorothea Wyss. Niklaus arbeitete erfolgreich als Viehzüchter und seine zehn Kinder wuchsen in relativem Wohlstand auf. Der Familienvater bekleidete sogar das Amt des Richters und genoss als Ratsmitglied hohes Ansehen. Und doch wurde er immer niedergeschlagener – heute wäre von Depression die Rede. Niklaus' Bitte, als Einsiedler fortziehen zu können, lehnte seine Frau Dorothea entsetzt ab. Zwei Jahre lang rang das Ehepaar mit seiner Gottsuche – bis Dorothea ihr Einverständnis gab. Mit 50 Jahren verließ ihr Mann die Familie, nannte sich von nun an "Bruder Klaus" und lebte in einer kleinen Zelle. Der Einsiedler diente zahlreichen Gläubigen als Ratgeber und vermittelte sogar in politischen Konflikten. Bis heute wird Niklaus sowohl von katholischen als auch von reformierten Schweizern hoch geschätzt.

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