Ein Kardinal unterhält sich mit einem Monsignore bei der Feier eines Gottesdienstes im Petersdom.

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Kosmas und Damian

Das Ruhrgebiet gilt seit langem als Schmelztiegel der Kulturen. Passenderweise hat Essen mit Kosmas und Damian (3. Jahrhundert) zwei ausländische Fachkräfte zu Stadtpatronen erhoben: Der Überlieferung nach waren die beiden Zwillingsbrüder syrische Ärzte. Über ihr Leben existieren zwar keine gesicherten Quellen, dafür aber umso eindrucksvollere Legenden. Der Tradition nach waren Kosmas und Damian die Kinder einer christlichen Mutter namens Theodota, die selbst heilkundig gewesen sein soll. Die Zwillingsbrüder seien als Ärzte umhergezogen und hätten kostenlos Kranke behandelt, was zu vielen Übertritten zum Christentum geführt habe. Wegen ihrer Freigiebigkeit zählt die orthodoxe Tradition sie zu der Gruppe der "heiligen Geldverächter". In Kilikien (heutige Türkei) sollen Kosmas und Damian mit spektakulären Operationen Aufmerksamkeit erregt haben. Neidische heidnische Heiler hätten die Zwillingsbrüder daraufhin als Christen angezeigt. So sollen Kosmas und Damian unter Kaiser Diokletian den Märtyrertod erlitten haben. Die Verehrung der heiligen Ärzte verbreitete sich über den Nahen Osten bis nach Europa. Bischof Altfrid von Hildesheim brachte ihre Reliquien Mitte des 9. Jahrhunderts nach Essen.

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