"Meine Herren, dazu wird die Kirche nie ja sagen!"

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Renata von Bayern

Eine 18 Tage andauernde rauschende Feier, eigens für diesen Anlass komponierte Festmusik und etwa 5000 Reiter für die Parade – heutige Medien würden dieses royale Ereignis wohl als "Märchenhochzeit" vermarkten. Die Vermählung der lothringischen Adligen Renata (1544-1602) mit dem Erbprinzen Wilhelm von Bayern 1568 wurde außergewöhnlich pompös gefeiert. Hiernach führte das Ehepaar jedoch einen gänzlich anderen Lebensstil: Als Herzog trieb Wilhelm die Gegenreformation voran und erhielt den Beinamen "der Fromme". Renata brachte zehn Kinder zur Welt und war bekannt für ihre tätige Nächstenliebe. Nach der Abdankung ihres Mannes widmete sich Renata ganz der Sorge um Kranke, Arme und Pilger. Die Gründung des Elisabethen-Hospitals in München (siehe Bild) geht auf die wohltätige Herzogin zurück. Sie starb am 22. Mai 1602 in dem von ihrem Schwiegervater gegründeten Herzogspital. Auch ohne offizielle Kanonisierung verehrte das Volk Renata über Jahrhunderte wie eine Heilige. 

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