Das haben die Foren des "synodalen Wegs" bisher erarbeitet

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Januarius

Das Leben dieses Heiligen ist schnell erzählt: Januarius (gest. 305) war Bischof im süditalienischen Neapel oder Benevent. Wahrscheinlich starb er gemeinsam mit seinen Gefährten während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian für seinen Glauben. So weit, so kurz. Viel faszinierender aber ist das, was danach geschah: Der Legende nach soll eine gläubige Frau das Blut des hingerichteten Bischofs in einer gläsernen Ampulle aufgefangen haben. Regelmäßig verflüssigt sich Januarius' inzwischen getrocknetes Blut wieder: Am ersten Maiwochenende (Gedenktag seiner Reliquienübertragung), am 19. September (seinem Heiligentag) und am 16. Dezember (Gedächtnistag der Warnung vor dem Vesuvausbruch). Dieses "Blutwunder" ist seit 1389 bezeugt. Bleibt die Verflüssigung aus, galt dies als böses Omen und wurde mit Katastrophen wie Vulkanausbrüchen und Seuchen in Verbindung gebracht. Auch heute noch feiert Neapel seinen Stadtpatron mit einem großen Volksfest: Am Gedenktag des Januarius wird eine Prozession mit Heiligenfiguren durch die Altstadt veranstaltet und bis spät in den Straßen gefeiert.

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