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Gertrud die Große

Seit die Öffentlichkeit Hildegard von Bingen "wiederentdeckt" hat, gilt die Benediktinerin als die deutsche Mystikerin. Dabei trägt eine andere Nonne den Ehrentitel "die Große" – Gertrud von Helfta (1256-1302). Bereits im Alter von fünf Jahren wurde Gertrud als Schülerin in das Zisterzienserinnenkloster Helfta im heutigen Sachsen-Anhalt gegeben. Der Ort galt damals als "Krone der deutschen Frauenklöster" und exzellente Bildungsinstitution. Neben geistlicher Ausbildung wurde Gertrud dort auch klassisch geschult und übersetzte etwa einen Teil der Bibel ins Deutsche. Daneben verfasste die Gelehrte mit "Geistliche Übungen" eine Zusammenfassung der theologischen Debatten ihrer Zeit. Als Fünfundzwanzigjährige begann sie, mystische Christus-Visionen zu erleben, die sie später auch in ihrem Werk "Gesandter der göttlichen Liebe" schriftlich festhielt. Ihre Frömmigkeit zeichnete sich durch Brautmystik und glühende Gottesliebe, vor allem aber Verehrung des Herzens Jesu aus. So gehen zahlreiche Anrufungen der Herz-Jesu-Litanei auf sie zurück. Ihre mystischen Texte wurden in der Gegenreformation im 16. Jahrhundert übersetzt und verbreiteten sich bis nach Lateinamerika, wo sie heute als „Patronin Perus“ verehrt wird. Bereits zu Lebzeiten war Gertrud für ihre mystischen Erfahrungen berühmt und stand Hilfesuchenden als Ratgeberin und Trösterin zur Seite. Anders als ihr Gedenktag vermuten lässt, starb sie wahrscheinlich bereits am 13. November 1302 in Helfta.

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