Gercke: Zweite Kölner Missbrauchsstudie belastet lebende Amtsträger

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Felix II.

Papst Gregor der Große hatte einen berühmten Urgroßvater: Felix II. (483-492), ebenfalls Bischof von Rom (siehe Bild). Mit ihm bekleidete zum ersten Mal der Sohn einer ehrwürdigen Senatorenfamilie dieses Amt. Felix war bereits verheiratet und Vater mehrerer Kinder, als er Kleriker wurde und als Diakon arbeitete. 483 wurde Felix mit der Zustimmung König Odoakers zum Bischof gewählt – das weströmische Kaisertum war gerade untergegangen. In einem Schreiben erkannte Felix darum erstmals den oströmischen Kaiser in Byzanz an. Das gute Verhältnis kippte jedoch schnell, als der oströmische Kaiser Zenon in seinem Edikt "Henotikon" versuchte, einen theologischen Kompromiss zwischen orthodoxen und häretischen Strömungen zu schließen. Daraufhin erklärte Felix 484 den Patriarchen Achatius von Konstantinopel, den eigentlichen Verfasser des Edikts, für abgesetzt. Achatius wollte sich das nicht gefallen lassen, ließ Felix aus dem Verzeichnis der Patriarchen streichen und erkannte ihm die Amtswürde ab. Es kam zur ersten Spaltung zwischen Ost- und Westkirche, die bis 519 dauern sollte. Felix starb am 1. März 492 in Rom.

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