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Rita von Cascia

Der katholische Heiligenkalender ist voll schillernder Legenden, in denen sich bezaubernde Jungfrauen hartnäckigen Heiratsanwärtern verweigern und darum dramatisch den Märtyrertod erleiden – die Realität sah meist anders aus. Rita von Cascia (1381-1447) wollte bei den Augustinerinnen eintreten, doch ihre Eltern machten kurzen Prozess und zwangen die damals Dreizehnjährige zur Ehe mit Paolo di Ferdinando. Bis zu dessen Ermordung durch politische Gegner 1401 litt Rita unter ihrem gewalttätigen Ehemann. Ihre beiden Söhne schworen daraufhin Blutrache für ihren Vater. Die fromme Rita betete, dass die Beiden lieber sterben sollten, als zu Mördern zu werden. Tatsächlich starben ihre Söhne kurz darauf und Rita blieb allein zurück. Sie trat in ein Kloster der Augustinerinnen ein und führte ein zurückgezogenes Leben in strenger Buße. Dort erlebte sie mystische Erfahrungen und soll das Stigma der Dornenkrone Christi empfangen haben, weshalb sie häufig mit einer Wunde auf der Stirn abgebildet wird. Rita starb am 22. Mai 1447 und wurde 1900 von Papst Leo XIII. heiliggesprochen.

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