Kalenderblatt

Dorothea von Montau

Als Papst Paul VI. die Patronin des Deutschen Ordens und Preußens 1976 heilig sprach, war ihre Heimat bereits polnisch geworden und Preußen von der Landkarte verschwunden: Dorothea von Montau (1347-1394). Sie entstammte einer aus den Niederlanden eingewanderten Bauernfamilie und wuchs in bescheidenem Wohlstand auf. Bereits als Kind soll die fromme Dorothea schwere Bußübungen auf sich genommen haben. Mit 16 Jahren musste sie einen deutlich älteren Waffenschmied aus Danzig (heutige Stadt siehe Bild) heiraten. Gemeinsam hatten sie neun Kinder, von denen jedoch nur eine Tochter überlebte. Kurz nach der Hochzeit erlebte Dorothea die erste von vielen mystischen Visionen. Ihr Ehemann hatte dafür aber kein Verständnis: Mit Gewalt versuchte er, Dorothea ihre intensive Frömmigkeit auszutreiben. Schließlich gab er auf und gestattete seiner Frau mehrjährige Pilgerreisen durch Europa. Als Dorothea zurückkehrte, war ihr Mann bereits verstorben. Die Witwe verschenkte ihren Besitz und widmete sich von nun an ganz Gott. Ihre Visionen erregten weiter Argwohn: 1391 wäre Dorothea beinahe als Hexe verbrannt worden. Daraufhin ging die Mystikerin als Reklusin an den Dom in Marienwerder (heute Kwidzyn), wo sie für viele Gläubige zur geistlichen Ratgeberin wurde. Sie starb am 25. Juni 1394.

Bild: © Fotolia.com/JackF

Gebet des Tages

Gütiger Gott, 

 

durch das Wirken deiner Gnade 

schenkst du uns schon auf Erden 

den Anfang des ewigen Lebens. 

 

Vollende, was du in uns begonnen hast, 

und führe uns hin zu jenem Licht, 

in dem du selber wohnst. 

 

Darum bitten wir durch Jesus Christus. 

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (2 Kön 24,8-17)

Der babylonische König verschleppte Jojachin und die einflussreichsten Männer des Landes nach Babel

Jójachin war achtzehn Jahre alt, als er König wurde,
und regierte drei Monate in Jerusalem.
Seine Mutter hieß Nehúschta
   und war eine Tochter Élnatans aus Jerusalem.
Wie sein Vater tat er, was böse war in den Augen des HERRN.

In jener Zeit
   zogen die Truppen Nebukadnézzars, des Königs von Babel,
   gegen Jerusalem
   und belagerten die Stadt.

Als dann König Nebukadnézzar von Babel
   selbst vor der Stadt erschien,
   während seine Krieger sie belagerten,
   ging Jójachin, der König von Juda,
   mit seiner Mutter, seinen Dienern, Fürsten und Kämmerern
   zum König von Babel hinaus
und dieser nahm ihn im achten Jahr seiner Regierung fest.

Nebukadnézzar nahm auch alle Schätze des Hauses des HERRN
   und die Schätze des königlichen Palastes weg
und zerbrach alle goldenen Geräte,
   die Sálomo, der König von Israel,
   im Haus des HERRN hatte anfertigen lassen,
so wie es der HERR gesagt hatte.

Von ganz Jerusalem
   verschleppte er alle Vornehmen und alle wehrfähigen Männer,
   insgesamt zehntausend Mann,
auch alle Schmiede und Schlosser.
Von den Bürgern des Landes
   blieben nur die geringen Leute zurück.

Jójachin verschleppte er nach Babel.
Auch die Mutter des Königs,
   die königlichen Frauen und Kämmerer
   sowie die einflussreichen Männer des Landes
   verschleppte er von Jerusalem nach Babel,
dazu alle Wehrfähigen, siebentausend Mann,
die Schmiede und Schlosser, tausend an der Zahl,
lauter kriegstüchtige Männer.
Sie alle verschleppte der babylonische König nach Babel.

Dann machte der König von Babel
   den Mattánja, den Onkel Jójachins, an dessen Stelle zum König
   und änderte seinen Namen in Zidkíja.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 79 (78),1-2.3-4.5 u. 8.9 (R: vgl. 9b))

Kv Um deines Namens willen, Herr, befreie uns! - Kv

O Gott, Völker sind eingedrungen in dein Erbe, /
sie haben deinen heiligen Tempel entweiht, *
sie legten Jerusalem in Trümmer.
Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben
   den Vögeln des Himmels, *
das Fleisch deiner Frommen den Tieren der Erde. - (Kv)

Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen *
rings um Jerusalem und niemand hat sie begraben.
Wir sind zum Hohn geworden unseren Nachbarn, *
zu Spott und Schimpf denen, die rings um uns wohnen. - (Kv)

Wie lange noch, HERR? Willst du für immer zürnen, *
wird brennen wie Feuer dein Eifer?
Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! /
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! *
Denn wir sind sehr erniedrigt. - (Kv)

Hilf uns, Gott unsres Heiles, *
um der Herrlichkeit deines Namens willen!
Reiß uns heraus und vergib uns die Sünden *
um deines Namens willen! - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 7,21-29)

Auf Fels gebaut - auf Sand gebaut

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!,
   wird in das Himmelreich kommen,
sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr,
   sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten
   und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben
   und haben wir nicht in deinem Namen
   viele Machttaten gewirkt?

Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht.
Weg von mir, ihr Gesetzlosen!

Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt,
   ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Als ein Wolkenbruch kam
und die Wassermassen heranfluteten,
als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten,
da stürzte es nicht ein;
denn es war auf Fels gebaut.

Und jeder, der diese meine Worte hört
   und nicht danach handelt,
   ist ein Tor, der sein Haus auf Sand baute.
Als ein Wolkenbruch kam
und die Wassermassen heranfluteten,
als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten,
da stürzte es ein
und wurde völlig zerstört.

Und es geschah, als Jesus diese Rede beendet hatte,
   war die Menge voll Staunen über seine Lehre;
denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat,
und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Das Wort des Vaters, Gottes Sohn,
tritt ein in unsre Erdenzeit;
da seine Leidensstunde naht,
krönt er sein Werk im Opfertod.

Bevor an seiner Feinde Schar
der eigne Jünger ihn verriet,
reicht er beim letzten Abendmahl
den Seinen sich als Speise dar.

Geheimnisvoll in Brot und Wein
gibt er sich hin mit Fleisch und Blut
und stärkt durch seiner Gottheit Kraft
den ganzen Menschen, Leib und Geist.

Als Mensch will er uns Bruder sein,
im Mahle wird er unser Brot,
im Tode unser Opferlamm,
im Himmel unser Siegespreis.

Lamm Gottes, das der ganzen Welt
das Tor zum Leben aufgetan:
da uns des Bösen Macht bedrängt,
gib Mut zum Leiden, Kraft zum Sieg.

Dreieinig hoher Herr und Gott,
nimm unser Lob, nimm unsren Dank:
lass schauen uns in deinem Reich
des ew'gen Sohnes Herrlichkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herr, lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen.

Psalm Ps 143 (142),1-11

Bitte um Kraft und Hilfe
Wir haben erkannt, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. (Gal 2,16)

Herr, höre mein Gebet, vernimm mein Flehen; *
in deiner Treue erhöre mich, in deiner Gerechtigkeit!

Geh mit deinem Knecht nicht ins Gericht; *
denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir.

Der Feind verfolgt mich, tritt mein Leben zu Boden, *
er lässt mich in der Finsternis wohnen wie längst Verstorbene.

Mein Geist verzagt in mir, *
mir erstarrt das Herz in der Brust.

Ich denke an die vergangenen Tage, +
sinne nach über all deine Taten, *
erwäge das Werk deiner Hände.

Ich breite die Hände aus und bete zu dir; *
meine Seele dürstet nach dir wie lechzendes Land.

Herr, erhöre mich bald, *
denn mein Geist wird müde;

verbirg dein Antlitz nicht vor mir, *
damit ich nicht werde wie Menschen, die längst begraben sind.

Lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen; *
denn ich vertraue auf dich.

Zeig mir den Weg, den ich gehen soll; *
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, entreiß mich den Feinden! *
Zu dir nehme ich meine Zuflucht.

Lehre mich, deinen Willen zu tun; denn du bist mein Gott. *
Dein guter Geist leite mich auf ebenem Pfad.

Um deines Namens willen, Herr, erhalt mich am Leben, *
führe mich heraus aus der Not in deiner Gerechtigkeit!

Antiphon

Herr, lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen.

2. Antiphon

Wie einen Strom leitet der Herr den Frieden nach Jerusalem.

Canticum Jes 66,10-14a

Trost und Freude in der heiligen Stadt
Das himmlische Jersusalem ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter. (Gal 4,26)

Freut euch mit Jerusalem, der heiligen Stadt, *
jubelt alle, die ihr sie liebt!

Seid fröhlich mit ihr, *
alle, die ihr über sie traurig wart!

Saugt euch satt an ihrer tröstenden Brust, *
trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum!

Denn so spricht der Herr: +
Seht her: Wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr *
und den Reichtum der Völker wie einen rauschenden Bach.

Ihre Kinder wird man auf den Armen tragen *
und auf den Knien schaukeln.

Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet, so tröste ich euch; *
in Jerusalem findet ihr Trost.

Wenn ihr das seht, wird euer Herz sich freuen, *
und ihr werdet aufblühen wie frisches Gras.

Antiphon

Wie einen Strom leitet der Herr den Frieden nach Jerusalem.

3. Antiphon

Gut ist es, unserem Gott zu singen, schön ist es, ihn zu loben.

Psalm Ps 147 (146),1-11

Gottes gütiges Walten
Dich, Gott, loben wir, dich, Herr, preisen wir.

(Gut ist es, unserem Gott zu singen; *
schön ist es, ihn zu loben.)

Der Herr baut Jerusalem wieder auf, *
er sammelt die Versprengten Israels.

Er heilt die gebrochenen Herzen *
und verbindet ihre schmerzenden Wunden.

Er bestimmt die Zahl der Sterne *
und ruft sie alle mit Namen.

Groß ist unser Herr und gewaltig an Kraft, *
unermesslich ist seine Weisheit.

Der Herr hilft den Gebeugten auf *
und erniedrigt die Frevler.

Stimmt dem Herrn ein Danklied an, *
spielt unserem Gott auf der Harfe!

Er bedeckt den Himmel mit Wolken, +
spendet der Erde Regen *
und lässt Gras auf den Bergen sprießen.

Er gibt dem Vieh seine Nahrung, *
gibt den jungen Raben, wonach sie schreien.

Er hat keine Freude an der Kraft des Pferdes, *
kein Gefallen am schnellen Lauf des Mannes.

Gefallen hat der Herr an denen, die ihn fürchten und ehren, *
die voll Vertrauen warten auf seine Huld.

Antiphon

Gut ist es, unserem Gott zu singen, schön ist es, ihn zu loben.

KURZLESUNG Röm 8,18-21

Die Leiden der gegenwärtigen Zeit bedeuten nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.
Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.
Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung:
auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.

RESPONSORIUM

R Am Morgen denke ich an dich. * Herr, deine Huld ist besser als das Leben. - R
V Du wurdest meine Hilfe, darum preisen dich meine Lippen. * Herr, deine Huld ist besser als das Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Lass uns, Herr, dein Heil erfahren und vergib uns unsere Sünden.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Lass uns, Herr, dein Heil erfahren und vergib uns unsere Sünden.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Gott, die Quelle unseres Heils. Zu ihm lasst uns beten:

R Schenke uns dein Erbarmen.

Gott, du hast uns durch die Auferweckung deines Sohnes neue Hoffnung geschenkt;
- gib, dass diese Zuversicht unser Tagewerk begleite.

Du hast uns durch den Heiligen Geist deine Liebe eingegossen;
- heile unsere Herzen von Missgunst und Neid.

Du hast uns in der Kirche zu einer neuen Gemeinschaft zusammengeführt;
- gib, dass wir einander dienen in Geduld.

Du willst das gute Werk vollenden, das du in uns begonnen hast;
- lass uns den Glauben bewahren bis ans Ende.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Herr, lass uns heute und immerdar bedenken, dass wir erlöst und aus Feindeshand befreit sind. Gib, dass wir dir furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit alle Tage unseres Lebens. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil’ger Geist, vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

So spricht der Herr: Wenn ihr mich liebt, haltet meine Gebote!

Psalm Ps 119,153-160

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Sieh mein Elend an und rette mich; *
denn ich habe deine Weisung nicht vergessen.

Verschaff mir Recht und erlöse mich; *
nach deiner Weisung erhalte mein Leben!

Fern bleibt den Frevlern das Heil; *
denn sie fragen nicht nach deinen Gesetzen.

Herr, groß ist dein Erbarmen; *
durch deine Entscheide belebe mich!

Viele verfolgen und quälen mich, *
doch von deinen Vorschriften weich ich nicht ab.

Wenn ich Abtrünnige sehe, empfinde ich Abscheu, *
weil sie dein Wort nicht befolgen.

Sieh an, wie sehr ich deine Vorschriften liebe; *
Herr, in deiner Huld belebe mich!

Das Wesen deines Wortes ist Wahrheit, *
deine gerechten Urteile haben alle auf ewig Bestand.

Antiphon

So spricht der Herr: Wenn ihr mich liebt, haltet meine Gebote!

2. Antiphon

Es segne dich der Herr; Frieden sollst du schauen dein Leben lang.

II

Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt *
und der auf seinen Wegen geht!

Was deine Hände erwarben, kannst du genießen; *
wohl dir, es wird dir gut ergehn.

Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau *
drinnen in deinem Haus.

Wie junge Ölbäume sind deine Kinder *
rings um deinen Tisch.

So wird der Mann gesegnet, *
der den Herrn fürchtet und ehrt.

Es segne dich der Herr vom Zion her. *
Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen.

und die Kinder deiner Kinder sehn. *
Frieden über Israel!

Antiphon

Es segne dich der Herr; Frieden sollst du schauen dein Leben lang.

3. Antiphon

Gott kämpft für dich, wenn deine Feinde dich bedrängen.

III

Sie haben mich oft bedrängt von Jugend auf *
- so soll Israel sagen -,

sie haben mich oft bedrängt von Jugend auf, *
doch sie konnten mich nicht bezwingen.

Die Pflüger haben auf meinem Rücken gepflügt, *
ihre langen Furchen gezogen.

Doch der Herr ist gerecht, *
er hat die Stricke der Frevler zerhauen.

Beschämt sollen alle weichen, *
alle, die Zion hassen.

Sie sollen wie das Gras auf den Dächern sein, *
das verdorrt, noch bevor man es ausreißt.

Kein Schnitter kann seine Hand damit füllen, *
kein Garbenbinder den Arm.

Keiner, der vorübergeht, wird sagen: +
Der Segen des Herrn sei mit euch! - *
Wir aber segnen euch im Namen des Herrn.

Antiphon

Gott kämpft für dich, wenn deine Feinde dich bedrängen.

KURZLESUNG 1 Joh 3,23-24

Das ist das Gebot Gottes: Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, wie es seinem Gebot entspricht.
Wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm. Und dass er in uns bleibt, erkennen wir an dem Geist, den er uns gegeben hat.

RESPONSORIUM

V Herr, du gibst dem Gerechten Bestand.
R Du rettest die Menschen mit redlichem Herzen.

Oration

Herr und Gott, als die Apostel um die dritte Stunde zum Gebet versammelt waren, hast du ihnen den Heiligen Geist geschenkt. Mache auch uns zu einer Wohnstatt deines Geistes. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

So spricht der Herr: Wenn ihr mich liebt, haltet meine Gebote!

Psalm Ps 119,153-160

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Sieh mein Elend an und rette mich; *
denn ich habe deine Weisung nicht vergessen.

Verschaff mir Recht und erlöse mich; *
nach deiner Weisung erhalte mein Leben!

Fern bleibt den Frevlern das Heil; *
denn sie fragen nicht nach deinen Gesetzen.

Herr, groß ist dein Erbarmen; *
durch deine Entscheide belebe mich!

Viele verfolgen und quälen mich, *
doch von deinen Vorschriften weich ich nicht ab.

Wenn ich Abtrünnige sehe, empfinde ich Abscheu, *
weil sie dein Wort nicht befolgen.

Sieh an, wie sehr ich deine Vorschriften liebe; *
Herr, in deiner Huld belebe mich!

Das Wesen deines Wortes ist Wahrheit, *
deine gerechten Urteile haben alle auf ewig Bestand.

Antiphon

So spricht der Herr: Wenn ihr mich liebt, haltet meine Gebote!

2. Antiphon

Es segne dich der Herr; Frieden sollst du schauen dein Leben lang.

II

Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt *
und der auf seinen Wegen geht!

Was deine Hände erwarben, kannst du genießen; *
wohl dir, es wird dir gut ergehn.

Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau *
drinnen in deinem Haus.

Wie junge Ölbäume sind deine Kinder *
rings um deinen Tisch.

So wird der Mann gesegnet, *
der den Herrn fürchtet und ehrt.

Es segne dich der Herr vom Zion her. *
Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen.

und die Kinder deiner Kinder sehn. *
Frieden über Israel!

Antiphon

Es segne dich der Herr; Frieden sollst du schauen dein Leben lang.

3. Antiphon

Gott kämpft für dich, wenn deine Feinde dich bedrängen.

III

Sie haben mich oft bedrängt von Jugend auf *
- so soll Israel sagen -,

sie haben mich oft bedrängt von Jugend auf, *
doch sie konnten mich nicht bezwingen.

Die Pflüger haben auf meinem Rücken gepflügt, *
ihre langen Furchen gezogen.

Doch der Herr ist gerecht, *
er hat die Stricke der Frevler zerhauen.

Beschämt sollen alle weichen, *
alle, die Zion hassen.

Sie sollen wie das Gras auf den Dächern sein, *
das verdorrt, noch bevor man es ausreißt.

Kein Schnitter kann seine Hand damit füllen, *
kein Garbenbinder den Arm.

Keiner, der vorübergeht, wird sagen: +
Der Segen des Herrn sei mit euch! - *
Wir aber segnen euch im Namen des Herrn.

Antiphon

Gott kämpft für dich, wenn deine Feinde dich bedrängen.

KURZLESUNG Weish 1,1-2

Liebt Gerechtigkeit, ihr Herrscher der Erde, denkt in Frömmigkeit an den Herrn, sucht ihn mit reinem Herzen!
Denn er lässt sich finden von denen, die ihn nicht versuchen, und zeigt sich denen, die ihm nicht misstrauen.

RESPONSORIUM

V Vertrau auf den Herrn und tu das Gute.
R Bleib wohnen im Land und bewahre die Treue.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, bei dir gibt es keine Finsternis, denn du wohnst im Licht. Sende einen Strahl deines Lichtes in unser Herz, damit wir den Sinn deiner Gebote erkennen und bereitwillig deine Wege gehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

So spricht der Herr: Wenn ihr mich liebt, haltet meine Gebote!

Psalm Ps 119,153-160

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Sieh mein Elend an und rette mich; *
denn ich habe deine Weisung nicht vergessen.

Verschaff mir Recht und erlöse mich; *
nach deiner Weisung erhalte mein Leben!

Fern bleibt den Frevlern das Heil; *
denn sie fragen nicht nach deinen Gesetzen.

Herr, groß ist dein Erbarmen; *
durch deine Entscheide belebe mich!

Viele verfolgen und quälen mich, *
doch von deinen Vorschriften weich ich nicht ab.

Wenn ich Abtrünnige sehe, empfinde ich Abscheu, *
weil sie dein Wort nicht befolgen.

Sieh an, wie sehr ich deine Vorschriften liebe; *
Herr, in deiner Huld belebe mich!

Das Wesen deines Wortes ist Wahrheit, *
deine gerechten Urteile haben alle auf ewig Bestand.

Antiphon

So spricht der Herr: Wenn ihr mich liebt, haltet meine Gebote!

2. Antiphon

Es segne dich der Herr; Frieden sollst du schauen dein Leben lang.

II

Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt *
und der auf seinen Wegen geht!

Was deine Hände erwarben, kannst du genießen; *
wohl dir, es wird dir gut ergehn.

Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau *
drinnen in deinem Haus.

Wie junge Ölbäume sind deine Kinder *
rings um deinen Tisch.

So wird der Mann gesegnet, *
der den Herrn fürchtet und ehrt.

Es segne dich der Herr vom Zion her. *
Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen.

und die Kinder deiner Kinder sehn. *
Frieden über Israel!

Antiphon

Es segne dich der Herr; Frieden sollst du schauen dein Leben lang.

3. Antiphon

Gott kämpft für dich, wenn deine Feinde dich bedrängen.

III

Sie haben mich oft bedrängt von Jugend auf *
- so soll Israel sagen -,

sie haben mich oft bedrängt von Jugend auf, *
doch sie konnten mich nicht bezwingen.

Die Pflüger haben auf meinem Rücken gepflügt, *
ihre langen Furchen gezogen.

Doch der Herr ist gerecht, *
er hat die Stricke der Frevler zerhauen.

Beschämt sollen alle weichen, *
alle, die Zion hassen.

Sie sollen wie das Gras auf den Dächern sein, *
das verdorrt, noch bevor man es ausreißt.

Kein Schnitter kann seine Hand damit füllen, *
kein Garbenbinder den Arm.

Keiner, der vorübergeht, wird sagen: +
Der Segen des Herrn sei mit euch! - *
Wir aber segnen euch im Namen des Herrn.

Antiphon

Gott kämpft für dich, wenn deine Feinde dich bedrängen.

KURZLESUNG Hebr 12,1b-2

Wir wollen alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist,
und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt.

RESPONSORIUM

V Meine Seele hofft auf den Herrn.
R Ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.

Oration

Herr, gib uns die Kraft, dem Leidensmut deines eingeborenen Sohnes zu folgen und die Widrigkeiten des Lebens in Geduld zu ertragen. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Lass mich, gütiger Herr,
mit ganzem Herzen dir dienen,
dich verkünden im Wort,
dich tiefer erfassen im Glauben
und in freudigem Dank
zu dir die Hände erheben.

Du bist mein Weg, meine Kraft,
der sprudelnde Quell meines Lebens,
du meiner Mühsale Lohn,
mein Schöpfer und gütiger Lehrer.

Sieh meine Armut und Not
und verzeih mir Torheit und Sünde;
gib, dass ich Gutes nur will
und mit deiner Kraft es vollbringe.
Dann lass mich, deinen Knecht,
beseligt dein Angesicht schauen
und, von Wonne durchströmt,
an dir mich ewig erfreuen.

PSALMODIE

Herr, du bist meine Burg, mein Schild, dem ich vertraue.

1. Antiphon

Psalm Ps 144 (143),1-8

Das Glück des Gottesvolkes
Seine Hände wurden den Kampf gelehrt, als er die Welt besiegte: "Ich habe die Welt überwunden." (Hilarius)

Gelobt sei der Herr, der mein Fels ist, *
der meine Hände den Kampf gelehrt hat, meine Finger den Krieg.

Du bist meine Huld und Burg, *
meine Festung, mein Retter,

mein Schild, dem ich vertraue. *
Er macht mir Völker untertan.

Herr, was ist der Mensch, dass du dich um ihn kümmerst, *
des Menschen Kind, dass du es beachtest?

Der Mensch gleicht einem Hauch, *
seine Tage sind wie ein flüchtiger Schatten.

Herr, neig deinen Himmel und steig herab, *
rühre die Berge an, sodass sie rauchen!

Schleudre Blitze und zerstreue die Feinde, *
schieß deine Pfeile ab und jag sie dahin!

Streck deine Hände aus der Höhe herab und befreie mich; +
reiß mich heraus aus gewaltigen Wassern, *
aus der Hand der Fremden!

Alles, was ihr Mund sagt, ist Lüge, *
Meineide schwört ihre Rechte.

Antiphon

Herr, du bist meine Burg, mein Schild, dem ich vertraue.

2. Antiphon

Glücklich das Volk, dessen Gott der Herr ist.

Psalm Ps 144 (143),9-15

Das Glück des Gottesvolkes
Seine Hände wurden den Kampf gelehrt, als er die Welt besiegte: "Ich habe die Welt überwunden." (Hilarius)

Ein neues Lied will ich, o Gott, dir singen, *
auf der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen,

der du den Königen den Sieg verleihst *
und David, deinen Knecht, errettest.

Vor dem bösen Schwert errette mich, *
entreiß mich der Hand der Fremden!

Alles, was ihr Mund sagt, ist Lüge, *
Meineide schwört ihre Rechte.

Unsre Söhne seien wie junge Bäume, *
hoch gewachsen in ihrer Jugend,

unsre Töchter wie schlanke Säulen, *
die geschnitzt sind für den Tempel.

Unsre Speicher seien gefüllt, *
überquellend von vielerlei Vorrat;

unsre Herden mögen sich tausendfach mehren, *
vieltausendfach auf unsren Fluren.

Unsre Kühe mögen tragen, ohne zu verwerfen und ohne Unfall; *
kein Wehgeschrei werde laut auf unsern Straßen.

Wohl dem Volk, dem es so ergeht, *
glücklich das Volk, dessen Gott der Herr ist!

Glücklich das Volk, dessen Gott der Herr ist.

Antiphon

Glücklich das Volk, dessen Gott der Herr ist.

3. Antiphon

Jetzt ist gekommen die Rettung und die Macht und die Herrschaft unseres Gottes.

Canticum Offb 11,17-18; 12,10b-12a

Das Gericht Gottes

Wir danken dir, Herr und Gott, +
du Herrscher über die ganze Schöpfung, *
der du bist und der du warst:

denn du nahmst deine große Macht in Anspruch *
und tratst deine Herrschaft an.

Die Völker gerieten in Zorn. *
Da kam dein Zorn: die Zeit, die Toten zu richten,

die Zeit, deine Knechte zu belohnen, *
die Propheten und die Heiligen

und alle, die deinen Namen fürchten, *
die Großen und die Kleinen,

die Zeit, alle zu verderben, *
die die Erde verderben.

Jetzt ist er da, der rettende Sieg, +
die Macht und die Herrschaft unsres Gottes *
und die Vollmacht seines Gesalbten;

denn gestürzt wurde der Ankläger unsrer Brüder, *
der sie bei Tag und bei Nacht vor unserm Gott verklagte.

Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes *
und durch ihr Wort und ihr Zeugnis.

Sie hielten ihr Leben nicht fest, *
bis hinein in den Tod.

Darum jubelt, ihr Himmel *
und alle, die darin wohnen.

Antiphon

Jetzt ist gekommen die Rettung und die Macht und die Herrschaft unseres Gottes.

KURZLESUNG Kol 1,23

Ihr müsst unerschütterlich und unbeugsam am Glauben festhalten und dürft euch nicht von der Hoffnung abbringen lassen, die euch das Evangelium schenkt. In der ganzen Schöpfung unter dem Himmel wurde das Evangelium verkündet; und ihr habt es gehört.

RESPONSORIUM

R Mein Hirte ist der Herr, * er weidet mich auf grünen Auen. - R
V Er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. * Er weidet mich auf grünen Auen.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Selig, die hungern nach der Gerechtigkeit; der Herr wird sie sättigen und mit seinen Gaben beschenken.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Selig, die hungern nach der Gerechtigkeit; der Herr wird sie sättigen und mit seinen Gaben beschenken.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Christus, dem Licht der Völker:

R Christus, erhöre uns.

Du Licht, das keinen Abend kennt,
- führe alle Menschen zur vollen Erkenntnis der Wahrheit.

Steh denen bei, die sich dem Dienst an den Kranken widmen,
- schenke ihnen Herzlichkeit und Geduld.

Du lässt die Menschen die Geheimnisse der Natur erforschen;
- lenke ihr Wissen zum Wohl aller, die diese Erde bewohnen.

Erbarme dich derer, die sich in Schuld verstrickt haben;
- schenke ihnen Einsicht und Umkehr.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Du öffnest, und niemand kann schließen;
- öffne unseren Verstorbenen das Tor zum ewigen Leben.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Herr, höre auf unser Abendgebet. Gib, dass wir dem Beispiel deines Sohnes folgen und in Geduld einander jene Liebe erweisen, die er den Seinen am Abend vor seinem Leiden erwiesen hat. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Mitten wir im Leben sind
mit dem Tod umfangen.
Wer ist, der uns Hilfe bringt,
dass wir Gnad’ erlangen?
Das bist du, Herr, alleine.
Uns reuet unsre Missetat,
die dich, Herr, erzürnet hat.
Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott,
heiliger barmherziger Heiland,
du ewiger Gott,
lass uns nicht versinken
in des bittern Todes Not.
Kyrieleison.

PSALMODIE

Antiphon

Mein Leib wird ruhen in Sicherheit.

Psalm Ps 16,1-11

Psalm Mein Los in Gottes Hand
Gott hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt. (Apg 2,24)

Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir. +
Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr; *
mein ganzes Glück bist du allein.»

An den Heiligen im Lande, den Herrlichen, *
an ihnen nur hab’ ich mein Gefallen.

Viele Schmerzen leidet, wer fremden Göttern folgt. +
Ich will ihnen nicht opfern, *
ich nehme ihre Namen nicht auf meine Lippen.

Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher; *
du hältst mein Los in deinen Händen.

Auf schönem Land fiel mir mein Anteil zu. *
Ja, mein Erbe gefällt mir gut.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. *
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.

Ich habe den Herrn beständig vor Augen. *
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; *
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.

Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis; *
du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.

Du zeigst mir den Pfad zum Leben. +
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, *
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

Antiphon

Mein Leib wird ruhen in Sicherheit.

KURZLESUNG 1 Thess 5,23

Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt.

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr, unser Gott, sende uns in dieser Nacht einen ruhigen Schlaf, damit wir uns von der Mühe des Tages erholen und morgen mit neuer Kraft dir dienen können. Darum bitten wir durch Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

Donnerstag, 25. Juni 2026

12. Woche Jahreskreis

Stundenbuch: Psalmen der IV. Woche.

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.