Kalenderblatt

Romuald

Schon einmal von den Kamadulensern gehört? Die wenigsten werden ihnen im Leben begegnen, denn dieser kleine Orden mit knapp 100 Mitgliedern lebt sehr abgeschieden. Gegründet wurden die Kamadulenser von Romuald von Camaldoli (um 952-1027). Als Romuald etwa 20 Jahre alt war, musste er mitansehen, wie sein Vater einen Verwandten bei einem Duell tötete. Aus Sorge um das Seelenheil seines Vaters ging Romuald an seiner statt für vierzig Tage zur Buße in das Benediktinerkloster San Apollinare bei Ravenna – und fand überraschend Gefallen am Mönchsleben. Romuald blieb drei Jahre und legte die Gelübde ab. Dass er dem Kloster moralischen Verfall vorwarf, ärgerte seine Mitbrüder so sehr, dass sie ihm nach dem Leben trachteten. Nur durch Flucht konnte Romuald einem Mordanschlag entgehen und führte an verschiedenen Orten ein zurückgezogenes Einsiedlerleben. 1010 gründete Romuald sein bekanntestes Kloster, Camáldoli, von dem sich auch der spätere Ordensname ableitete. Auf der Suche nach dem "richtigen" Mönchsleben verband Romuald die Benediktsregel mit Elementen des ägyptischen Einsiedlertums. Er starb am 19. Juni 1027, die Heiligsprechung erfolgte 1032.  

Auf dem Bild sieht man einen betenden Kamaldulenser auf dem Eulenberg in Bieniszew.

Bild: © KNA

Gebet des Tages

Allmächtiger und barmherziger Gott, 

 

deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg. 

 

Lass nicht zu, 

dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern, 

deinem Sohn entgegenzugehen. 

Führe uns durch dein Wort und deine Gnade 

zur Gemeinschaft mit ihm, 

 

der in der Einheit des Heiligen Geistes 

mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. 

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (2 Kön 11,1-4.9-18.20)

Sie machten Joasch zum König, salbten ihn und riefen: Es lebe der König!

In jenen Tagen,
   als Atálja, die Mutter Ahásjas,
   sah, dass ihr Sohn tot war,
   ging sie daran,
   die ganze Nachkommenschaft der königlichen Familie
   auszurotten.

Doch Joschéba,
   die Tochter des Königs Joram und Schwester Ahásjas,
   nahm Joasch, den Sohn Ahásjas,
   aus dem Kreis der Königssöhne,
   die ermordet werden sollten, weg
und brachte ihn mit seiner Amme in die Bettenkammer.
Dort versteckte sie ihn vor Atálja,
   sodass er nicht getötet wurde.
Er blieb sechs Jahre bei ihr im Haus des HERRN verborgen,
während Atálja das Land regierte.

Im siebten Jahr
   bestellte der Priester Jojáda
   die Hundertschaftsführer der Karer und Läufer zu sich.
Er führte sie in das Haus des HERRN,
schloss mit ihnen ein Abkommen,
ließ sie im Haus des HERRN schwören
und zeigte ihnen den Sohn des Königs.

Die Führer der Hundertschaften
   befolgten alle Gebote des Priesters Jojáda.
Jeder holte seine Leute,
sowohl jene, die am Sabbat aufzogen,
   als auch jene, die am Sabbat abzogen.
Sie kamen zum Priester Jojáda
und dieser gab den Anführern der Hundertschaften
   die Lanzen und Schilde, die dem König David gehört hatten
   und sich jetzt im Haus des HERRN befanden.
Die Läufer stellten sich mit der Waffe in der Hand
   von der Südseite des Tempels bis zur Nordseite
   vor dem Altar und dem Tempel rings um den König auf.

Dann führte Jojáda den Königssohn heraus
und überreichte ihm den Stirnreif und das Bundeszeugnis.
So machten sie ihn zum König,
salbten ihn,
klatschten in die Hände
und riefen: Es lebe der König!

Als Atálja das Geschrei des Volkes hörte,
   kam sie zu den Leuten in das Haus des HERRN.
Da sah sie den König am gewohnten Platz bei der Säule stehen;
die Obersten und die Trompeter waren bei ihm
und alle Bürger des Landes waren voller Freude
   und bliesen die Trompeten.
Atálja zerriss ihre Kleider
   und schrie: Verrat, Verrat!

Doch der Priester Jojáda befahl den Hundertschaftsführern,
   die das Kommando über die Truppen hatten:
   Führt sie durch die Reihen hinaus
und schlagt jeden mit dem Schwert nieder, der ihr folgen will;
denn - so sagte der Priester -
   sie soll nicht im Haus des HERRN getötet werden.

Da legte man Hand an sie,
und als sie an den Weg kam,
   auf dem man die Pferde zum Palast des Königs führt,
   wurde sie dort getötet.

Jojáda schloss den Bund zwischen dem HERRN
   und dem König und dem Volk.
Sie versprachen, dass sie das Volk des HERRN sein wollten,
und auch zwischen König und Volk schloss er den Bund.

Darauf zogen alle Bürger des Landes zum Baalstempel
   und rissen ihn nieder.
Sie zertrümmerten seine Altäre und Bilder vollständig
und erschlugen den Baalspriester Mattan vor den Altären.
Auch stellte Jojáda Posten vor das Haus des HERRN.

Alle Bürger des Landes waren voll Freude
und die Stadt blieb ruhig.
Atálja aber
   hatte man vor dem Palast des Königs
   mit dem Schwert umgebracht.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 132 (131),11.12.13-14.17-18 (R: 13a))

Kv Der HERR hat den Zion erwählt. - Kv

Der HERR hat David Treue geschworen, *
nicht wird er von ihr lassen:
„Einen Spross deines Leibes *
will ich setzen auf deinen Thron. - (Kv)

Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren, *
mein Zeugnis, das ich sie lehre,
dann sollen auch ihre Söhne *
auf deinem Thron sitzen für immer.“ - (Kv)

Denn der HERR hat den Zion erwählt, *
ihn begehrt zu seinem Wohnsitz:
„Das ist für immer der Ort meiner Ruhe, *
hier will ich wohnen, ich hab ihn begehrt. - (Kv)

Dort bringe ich Davids Macht zum Sprießen *
und stelle eine Leuchte auf für meinen Gesalbten.
Ich kleide seine Feinde in Schande; *
doch auf ihm wird seine Krone erglänzen.“ - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 6,19-23)

Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde,
   wo Motte und Wurm sie zerstören
   und wo Diebe einbrechen und sie stehlen,
sondern sammelt euch Schätze im Himmel,
wo weder Motte noch Wurm sie zerstören
   und keine Diebe einbrechen und sie stehlen!
Denn wo dein Schatz ist,
   da ist auch dein Herz.

Die Leuchte des Leibes ist das Auge.
   Wenn dein Auge gesund ist,
   dann wird dein ganzer Leib hell sein.
Wenn aber dein Auge krank ist,
   dann wird dein ganzer Leib finster sein.
Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist,
   wie groß muss dann die Finsternis sein!

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Herr, du hast die Welt gestaltet,
dass sie sich in dir entfalte:
Dir sei Lob und Dank!

Was ersteht,
was vergeht,
was sich jauchzend um dich dreht,
ist dein!

Herr, du bist zur Welt gekommen,
hast sie in dich aufgenommen:
Dir sei Lob und Dank!

Bliebest hier,
wohnst in ihr,
um ein armer Mensch wie wir
zu sein.

Herr, so lass dein Werk gelingen,
lass den Geist die Welt durchdringen:
Dir sei Lob und Dank!

Dann erblüht
sie und glüht,
denn der ganze Himmel zieht
herein.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herr, gegen dich allein hab’ ich gesündigt; erbarme dich meiner.

Psalm Ps 51 (50),3-21

Wasche ab meine Schuld
Erneuert euren Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an! (Eph 4,23.24)

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, *
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!

Wasch meine Schuld von mir ab *
und mach mich rein von meiner Sünde!

Denn ich erkenne meine bösen Taten, *
meine Sünde steht mir immer vor Augen.

Gegen dich allein habe ich gesündigt, *
ich habe getan, was dir missfällt.

So behältst du recht mit deinem Urteil, *
rein stehst du da als Richter.

Denn ich bin in Schuld geboren; *
in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.

Lauterer Sinn im Verborgenen gefällt dir, *
im Geheimen lehrst du mich Weisheit.

Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; *
wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee.

Sättige mich mit Entzücken und Freude! *
Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.

Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden; *
tilge all meine Frevel!

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz *
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!

Verwirf mich nicht von deinem Angesicht *
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Mach mich wieder froh mit deinem Heil; *
mit einem willigen Geist rüste mich aus!

Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege, *
und die Sünder kehren um zu dir.

Befrei mich von Blutschuld, Herr, du Gott meines Heiles, *
dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.

Herr, öffne mir die Lippen, *
und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; *
an Brandopfern hast du kein Gefallen.

Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, *
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

In deiner Huld tu Gutes an Zion; *
bau die Mauern Jerusalems wieder auf!

Dann hast du Freude an rechten Opfern, +
an Brandopfern und Ganzopfern, *
dann opfert man Stiere auf deinem Altar.

Antiphon

Herr, gegen dich allein hab’ ich gesündigt; erbarme dich meiner.

2. Antiphon

Herr, wir erkennen unsere Schuld; wir haben gegen dich gesündigt.

Canticum Jer 14,17b-21

Prophetenklage über Jerusalem
Das Reich Gottes ist nahe. Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium! (Mk 1,15)

Meine Augen fließen über von Tränen bei Tag und bei Nacht *
und finden keine Ruhe.

Denn großes Verderben brach herein +
über die Jungfrau, die Tochter meines Volkes, *
eine unheilbare Wunde.

Gehe ich aufs Feld hinaus - seht, vom Schwert Durchbohrte! *
Komme ich in die Stadt - seht, vom Hunger Gequälte!

Ja, auch Propheten und Priester werden verschleppt *
in ein Land, das sie nicht kennen.

Hast du denn Juda ganz verworfen, *
wurde dir Zion zum Abscheu?

Warum hast du uns so geschlagen, *
dass es für uns keine Heilung mehr gibt?

Wir hofften auf Heil, doch kommt nichts Gutes, *
auf die Zeit der Heilung, doch ach, nur Schrecken!

Wir erkennen, Herr, unser Unrecht, +
die Schuld unsrer Väter: *
Ja, wir haben gegen dich gesündigt.

Um deines Namens willen verschmähe nicht, +
verstoß nicht den Thron deiner Herrlichkeit! *
Gedenke deines Bundes mit uns und löse ihn nicht!

Antiphon

Herr, wir erkennen unsere Schuld; wir haben gegen dich gesündigt.

3. Antiphon

Der Herr allein ist Gott; wir sind sein Volk, die Herde seiner Weide.

Psalm Ps 100 (99),1-5

Jubel beim Einzug ins Heiligtum
Der Herr heißt sein Volk, ein Siegeslied zu singen. (Athanasius)

Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde! +
Dient dem Herrn mit Freude! *
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!

Erkennt: Der Herr allein ist Gott. +
Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum, *
sein Volk und die Herde seiner Weide.

Tretet mit Dank durch seine Tore ein! +
Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels! *
Dankt ihm, preist seinen Namen!

Denn der Herr ist gütig, +
ewig währt seine Huld, *
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

Antiphon

Der Herr allein ist Gott; wir sind sein Volk, die Herde seiner Weide.

KURZLESUNG 2 Kor 12,9b-10

Ich will mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt.
Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

RESPONSORIUM

R Lass mich am Morgen deine Huld erfahren, * denn auf dich vertraue ich. - R
V Zu dir erheb' ich meine Seele; zeig mir den Weg, den ich gehen soll. * Denn auf dich vertraue ich.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Der Herr hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Der Herr hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Christus, der für uns gestorben und auferstanden ist. Zu ihm lasst uns beten:

R Christe, eleison.

Du hast nicht gezögert, am Kreuz für uns dein Blut zu vergießen;
- lass uns heute dankbar deines Leidens gedenken.

Du lässt die Deinen teilhaben an deinem Kreuz;
- gib uns Kraft und Geduld, wenn wir leiden müssen.

Du hast uns das lebendige Wasser versprochen, das hinüberströmt ins ewige Leben;
- gieße deinen Geist über uns aus.

Du hast deinen Jüngern aufgetragen, den Menschen das Evangelium zu bringen;
- hilf uns, durch unser Leben die Botschaft vom Kreuz zu verkünden.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger Vater, komm in unser Herz und erleuchte es durch dein Licht, damit wir deine Weisungen erkennen und dir als unserem König folgen auf dem Weg, den du uns führst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil’ger Geist, vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.

Psalm Ps 22,2-12

Gottverlassenheit und Heilsgewissheit
Jesus schrie laut: Eli, eli, lema sabachtani? (Mt 27,46)

I

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, *
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?

Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; *
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.

Aber du bist heilig, *
du thronst über dem Lobpreis Israels.

Dir haben unsre Väter vertraut, *
sie haben vertraut und du hast sie gerettet.

Zu dir riefen sie und wurden befreit, *
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.

Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, *
der Leute Spott, vom Volk verachtet.

Alle, die mich sehen, verlachen mich, *
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:

«Er wälze die Last auf den Herrn, *
der soll ihn befreien!

Der reiße ihn heraus, *
wenn er an ihm Gefallen hat.»

Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, *
mich barg an der Brust der Mutter.

Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, *
vom Mutterleib an bist du mein Gott.

Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe *
und niemand ist da, der hilft.

Antiphon

Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.

2. Antiphon

Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.

II

Viele Stiere umgeben mich, *
Büffel von Baschan umringen mich.

Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf, *
reißende, brüllende Löwen.

Ich bin hingeschüttet wie Wasser, +
gelöst haben sich all meine Glieder. *
Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.

Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, +
die Zunge klebt mir am Gaumen, *
du legst mich in den Staub des Todes.

Viele Hunde umlagern mich, +
eine Rotte von Bösen umkreist mich. *
Sie durchbohren mir Hände und Füße.

Man kann all meine Knochen zählen; *
sie gaffen und weiden sich an mir.

Sie verteilen unter sich meine Kleider *
und werfen das Los um mein Gewand.

Du aber, Herr, halte dich nicht fern! *
Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe!

Entreiße mein Leben dem Schwert, *
mein einziges Gut aus der Gewalt der Hunde!

Rette mich vor dem Rachen des Löwen, *
vor den Hörnern der Büffel rette mich Armen!

Antiphon

Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.

3. Antiphon

Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.

III

Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, *
inmitten der Gemeinde dich preisen.

Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, +
ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; *
erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels!

Denn er hat nicht verachtet, *
nicht verabscheut das Elend des Armen.

Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; *
er hat auf sein Schreien gehört.

Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; *
ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten.

Die Armen sollen essen und sich sättigen; +
den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. *
Aufleben soll euer Herz für immer.

Alle Enden der Erde sollen daran denken +
und werden umkehren zum Herrn: *
Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.

Denn der Herr regiert als König; *
er herrscht über die Völker.

Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, *
vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen.

Meine Seele, sie lebt für ihn; *
mein Stamm wird ihm dienen.

Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, +
seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; *
denn er hat das Werk getan.

Antiphon

Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.

KURZLESUNG Röm 1,16b-17

Das Evangelium ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen.
Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift steht: Der aus Glauben Gerechte wird leben.

RESPONSORIUM

V Am Herrn freut sich unser Herz.
R Wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.

Oration

Herr Jesus Christus, um die dritte Stunde wurdest du zur Kreuzigung geführt für das Heil der Welt. Wir bitten dich, vergib, was wir Böses getan haben und bewahre uns vor neuer Schuld. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.

Psalm Ps 22,2-12

Gottverlassenheit und Heilsgewissheit
Jesus schrie laut: Eli, eli, lema sabachtani? (Mt 27,46)

I

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, *
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?

Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; *
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.

Aber du bist heilig, *
du thronst über dem Lobpreis Israels.

Dir haben unsre Väter vertraut, *
sie haben vertraut und du hast sie gerettet.

Zu dir riefen sie und wurden befreit, *
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.

Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, *
der Leute Spott, vom Volk verachtet.

Alle, die mich sehen, verlachen mich, *
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:

«Er wälze die Last auf den Herrn, *
der soll ihn befreien!

Der reiße ihn heraus, *
wenn er an ihm Gefallen hat.»

Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, *
mich barg an der Brust der Mutter.

Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, *
vom Mutterleib an bist du mein Gott.

Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe *
und niemand ist da, der hilft.

Antiphon

Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.

2. Antiphon

Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.

II

Viele Stiere umgeben mich, *
Büffel von Baschan umringen mich.

Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf, *
reißende, brüllende Löwen.

Ich bin hingeschüttet wie Wasser, +
gelöst haben sich all meine Glieder. *
Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.

Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, +
die Zunge klebt mir am Gaumen, *
du legst mich in den Staub des Todes.

Viele Hunde umlagern mich, +
eine Rotte von Bösen umkreist mich. *
Sie durchbohren mir Hände und Füße.

Man kann all meine Knochen zählen; *
sie gaffen und weiden sich an mir.

Sie verteilen unter sich meine Kleider *
und werfen das Los um mein Gewand.

Du aber, Herr, halte dich nicht fern! *
Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe!

Entreiße mein Leben dem Schwert, *
mein einziges Gut aus der Gewalt der Hunde!

Rette mich vor dem Rachen des Löwen, *
vor den Hörnern der Büffel rette mich Armen!

Antiphon

Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.

3. Antiphon

Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.

III

Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, *
inmitten der Gemeinde dich preisen.

Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, +
ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; *
erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels!

Denn er hat nicht verachtet, *
nicht verabscheut das Elend des Armen.

Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; *
er hat auf sein Schreien gehört.

Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; *
ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten.

Die Armen sollen essen und sich sättigen; +
den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. *
Aufleben soll euer Herz für immer.

Alle Enden der Erde sollen daran denken +
und werden umkehren zum Herrn: *
Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.

Denn der Herr regiert als König; *
er herrscht über die Völker.

Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, *
vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen.

Meine Seele, sie lebt für ihn; *
mein Stamm wird ihm dienen.

Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, +
seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; *
denn er hat das Werk getan.

Antiphon

Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.

KURZLESUNG Röm 3,21-22a

Jetzt ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten:
die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben.

RESPONSORIUM

V Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz.
R Das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen.

Oration

Herr, Jesus Christus, um die sechste Stunde kam Finsternis über die ganze Welt, als du unschuldig das Kreuz bestiegst, um uns von unserer Schuld zu erlösen. Erleuchte unsere Dunkelheit, damit wir zum ewigen Leben finden in deinem Licht. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.

Psalm Ps 22,2-12

Gottverlassenheit und Heilsgewissheit
Jesus schrie laut: Eli, eli, lema sabachtani? (Mt 27,46)

I

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, *
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?

Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; *
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.

Aber du bist heilig, *
du thronst über dem Lobpreis Israels.

Dir haben unsre Väter vertraut, *
sie haben vertraut und du hast sie gerettet.

Zu dir riefen sie und wurden befreit, *
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.

Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, *
der Leute Spott, vom Volk verachtet.

Alle, die mich sehen, verlachen mich, *
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:

«Er wälze die Last auf den Herrn, *
der soll ihn befreien!

Der reiße ihn heraus, *
wenn er an ihm Gefallen hat.»

Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, *
mich barg an der Brust der Mutter.

Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, *
vom Mutterleib an bist du mein Gott.

Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe *
und niemand ist da, der hilft.

Antiphon

Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.

2. Antiphon

Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.

II

Viele Stiere umgeben mich, *
Büffel von Baschan umringen mich.

Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf, *
reißende, brüllende Löwen.

Ich bin hingeschüttet wie Wasser, +
gelöst haben sich all meine Glieder. *
Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.

Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, +
die Zunge klebt mir am Gaumen, *
du legst mich in den Staub des Todes.

Viele Hunde umlagern mich, +
eine Rotte von Bösen umkreist mich. *
Sie durchbohren mir Hände und Füße.

Man kann all meine Knochen zählen; *
sie gaffen und weiden sich an mir.

Sie verteilen unter sich meine Kleider *
und werfen das Los um mein Gewand.

Du aber, Herr, halte dich nicht fern! *
Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe!

Entreiße mein Leben dem Schwert, *
mein einziges Gut aus der Gewalt der Hunde!

Rette mich vor dem Rachen des Löwen, *
vor den Hörnern der Büffel rette mich Armen!

Antiphon

Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.

3. Antiphon

Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.

III

Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, *
inmitten der Gemeinde dich preisen.

Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, +
ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; *
erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels!

Denn er hat nicht verachtet, *
nicht verabscheut das Elend des Armen.

Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; *
er hat auf sein Schreien gehört.

Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; *
ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten.

Die Armen sollen essen und sich sättigen; +
den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. *
Aufleben soll euer Herz für immer.

Alle Enden der Erde sollen daran denken +
und werden umkehren zum Herrn: *
Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.

Denn der Herr regiert als König; *
er herrscht über die Völker.

Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, *
vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen.

Meine Seele, sie lebt für ihn; *
mein Stamm wird ihm dienen.

Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, +
seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; *
denn er hat das Werk getan.

Antiphon

Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.

KURZLESUNG Eph 2,8-9

Aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -,
nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann.

RESPONSORIUM

V Herr, dein Weg werde auf Erden erkannt.
R Dein Heil unter allen Völkern.

Oration

Herr Jesus Christus, um die neunte Stunde hast du dem reumütigen Schächer vom Marterpfahl des Kreuzes aus dein Reich versprochen. Wir bekennen dir, dass wir Sünder sind und bitten dich voll Vertrauen: Lass auch uns nach dem Tod bei dir im Paradiese sein. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Ehre sei dir, Christe,
der du littest Not,
an dem Stamm des Kreuzes
für uns bittern Tod,
herrschest mit dem Vater
in der Ewigkeit:
Hilf uns armen Sündern
zu der Seligkeit.
Kyrie, eleison.

PSALMODIE

Groß ist der Herr, unser Gott ist größer als alle Götter.

1. Antiphon

Psalm Ps 135 (134),1-12

Gottes Wirken in Schöpfung und Geschichte
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. (Vgl. 1 Petr 2,9)

Lobet den Namen des Herrn, *
lobt ihn, ihr Knechte des Herrn,

die ihr steht im Hause des Herrn, *
in den Vorhöfen am Haus unsres Gottes.

Lobt den Herrn, denn der Herr ist gütig! *
Singt und spielt seinem Namen, denn er ist freundlich!

Der Herr hat sich Jakob erwählt, *
Israel wurde sein Eigentum.

Ja, das weiß ich: Groß ist der Herr, *
unser Herr ist größer als alle Götter.

Alles, was dem Herrn gefällt, vollbringt er, *
im Himmel, auf der Erde, in den Meeren, in allen Tiefen.

Er führt Wolken herauf vom Ende der Erde, +
er lässt es blitzen und regnen, *
aus seinen Kammern holt er den Sturmwind hervor.

Er erschlug Ägyptens Erstgeburt, *
bei Menschen und beim Vieh.

Gegen dich, Ägypten, sandte er Zeichen und Wunder, *
gegen den Pharao und all seine Knechte.

Er schlug viele Völker nieder *
und tötete mächtige Könige:

Sihon, den König der Amoriter, +
Og, den König von Baschan, *
und alle Reiche Kanaans.

Ihr Land gab er Israel zum Erbe, *
zum Erbe Israel, seinem Volk.

Antiphon

Groß ist der Herr, unser Gott ist größer als alle Götter.

2. Antiphon

Haus Israel, preise den Herrn, singt und spielt seinem Namen, denn er ist freundlich.

Psalm Ps 135 (134),13-21

Gottes Wirken in Schöpfung und Geschichte
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. (Vgl. 1 Petr 2,9)

Herr, dein Name währt ewig, *
das Gedenken an dich, Herr, dauert von Geschlecht zu Geschlecht.

Denn der Herr verschafft Recht seinem Volk; *
er hat mit seinen Knechten Mitleid.

Die Götzen der Heiden sind nur Silber und Gold, *
ein Machwerk von Menschenhand.

Sie haben einen Mund und reden nicht, *
Augen und sehen nicht;

sie haben Ohren und hören nicht; *
auch ist kein Hauch in ihrem Mund.

Die sie gemacht haben, sollen ihrem Machwerk gleichen, *
alle, die den Götzen vertrauen.

Haus Israel, preise den Herrn! *
Haus Aaron, preise den Herrn!

Haus Levi, preise den Herrn! *
Alle, die ihr den Herrn fürchtet, preist den Herrn!

Gepriesen sei der Herr auf Zion, *
er, der thront in Jerusalem!

Haus Israel, preise den Herrn, singt und spielt seinem Namen, denn er ist freundlich.

Antiphon

Haus Israel, preise den Herrn, singt und spielt seinem Namen, denn er ist freundlich.

3. Antiphon

Alle Völker werden kommen und niederfallen vor dir, unserm Gott und Herrn.

Canticum Offb 15,3-4

Alle Völker beten Gott an

Groß und wunderbar sind deine Taten, *
Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung!

Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, *
du König der Völker.

Wer wird dich nicht fürchten, Herr, *
wer wird deinen Namen nicht preisen?

Denn du allein bist heilig: +
Alle Völker kommen und beten dich an; *
denn offenbar geworden sind deine gerechten Taten.

Antiphon

Alle Völker werden kommen und niederfallen vor dir, unserm Gott und Herrn.

KURZLESUNG Jak 1,2-4

Seid voll Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet!
Ihr wisst, dass die Prüfung eures Glaubens Ausdauer bewirkt.
Die Ausdauer aber soll zu einem vollendeten Werk führen;
denn so werdet ihr vollendet und untadelig sein,
es wird euch nichts mehr fehlen.

RESPONSORIUM

R Christus hat uns geliebt, * uns durch sein Blut befreit von unsern Sünden. - R
V Er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern für den Dienst vor Gott. * Uns durch sein Blut befreit von unsern Sünden.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Der Herr nimmt sich seiner Kinder an und denkt an sein Erbarmen.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Der Herr nimmt sich seiner Kinder an und denkt an sein Erbarmen.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Jesus Christus, den der Vater um unserer Sünden willen in den Tod gegeben hat:

R Herr, erbarme dich.

Wir haben viel gesündigt, doch du hast dich unser erbarmt;
- schenke den Sündern die Gnade der Bekehrung.

Habe Nachsicht mit denen, die ihre Sünden bekennen;
- gewähre ihnen Verzeihung und Frieden.

Erbarme dich aller, die um deines Namens willen verfolgt werden,
- und vergib denen, die ihnen Unrecht tun.

Richte auf die Kranken und Schwachen;
- tröste die Einsamen und vom Leid Geprüften.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Du hast dem Schächer das Paradies geöffnet, weil er dich als Heiland bekannt hat;
- öffne unseren Verstorbenen die Pforten des Himmels.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Herr, heiliger Vater, du hast deinen Sohn Jesus Christus zum Lösegeld für unser Heil gemacht. Hilf uns, so zu leben, dass wir durch die Teilnahme an seinem Leiden die Kraft seiner Auferstehung erfahren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist.

PSALMODIE

Antiphon

Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

Psalm Ps 88,2-19

Psalm Klage eines Kranken und Einsamen
Jetzt ist eure Stunde da, und die Finsternis hat die Macht. (Lk 22,53)

(Herr, du Gott meines Heils, *
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.)

Lass mein Gebet zu dir dringen, *
wende dein Ohr meinem Flehen zu!

Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, *
mein Leben ist dem Totenreich nahe.

Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, *
bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.

Ich bin zu den Toten hinweggerafft, *
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;

an sie denkst du nicht mehr, *
denn sie sind deiner Hand entzogen.

Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, *
tief hinab in finstere Nacht.

Schwer lastet dein Grimm auf mir, *
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.

Die Freunde hast du mir entfremdet, +
mich ihrem Abscheu ausgesetzt; *
ich bin gefangen und kann nicht heraus.

Mein Auge wird trübe vor Elend. +
Jeden Tag, Herr, ruf’ ich zu dir; *
ich strecke nach dir meine Hände aus.

Wirst du an den Toten Wunder tun, *
werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?

Erzählt man im Grab von deiner Huld, *
von deiner Treue im Totenreich?

Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, *
deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

Herr, darum schreie ich zu dir, *
früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.

Warum, o Herr, verwirfst du mich, *
warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?

Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, *
deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.

Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, *
deine Schrecken vernichten mich.

Sie umfluten mich allzeit wie Wasser *
und dringen auf mich ein von allen Seiten.

Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; *
mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.

Antiphon

Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

KURZLESUNG Jer 14,9

Du bist in unsrer Mitte, Herr, und dein Name ist über uns ausgerufen; verlass uns nicht, Herr, unser Gott!

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Allmächtiger Gott, dein eingeborener Sohn ist hinabgestiegen in die Nacht des Todes und auferstanden. Gib, dass wir alle Tage durch den Glauben ihm verbunden bleiben, damit wir einst mit ihm auferstehen zum neuen Leben. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

Freitag, 19. Juni 2026

11. Woche Jahreskreis

Stundenbuch: Psalmen der III. Woche.

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.