Kalenderblatt

Huna (Huna)

Abgehobenes Geplapper und weltfremde Mystik? Nicht mit dieser zupackenden Heiligen! Sie hatte einen bemerkenswert pragmatischen Blick – und ihre Heiligenlegende ist erfreulich einprägsam: Der Tradition nach war Huna (7. Jahrhundert) die adlige Ehefrau des fränkischen Ortsherren Huno in Hunaweier (heutiges Hunawihr im französischen Elsass). Gemeinsam stifteten sie die Kirche ihres Heimatortes und verschenkten ihre restlichen Güter an neu gegründete Klöster der Region. So weit, so gewöhnlich für ein heiliges Herrscherpaar dieser Epoche. Doch Huna sorgte auch als Wohltäterin für Arme und Kranke, deren Wäsche sie persönlich wusch. Das Volk verehrte sie als "heilige Wäscherin". Ihr Grab in der von ihr gestifteten Kirche entwickelte sich zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, dessen Quelle Heilwirkungen zugesprochen wurden. Hunas Gedenktag orientiert sich am Tag der Erhebung ihrer Gebeine am 15. April 1520. 

Auf dem Bild sieht man den Ort Hunawihr.

Bild: © Adobe Stock/JLS-Prod

Gebet des Tages

Allmächtiger Gott,

in den österlichen Geheimnissen,

die wir jedes Jahr feiern,

hast du dem Menschen

seine ursprüngliche Würde wieder geschenkt

und uns die sichere Hoffnung gegeben,

dass wir auferstehen werden.

Gib, dass die Erlösung, die wir gläubig feiern,

in täglichen Werken der Liebe an uns sichtbar wird.

Darum bitten wir durch Jesus Christus. 

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Apg 5,17-26)

Die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk

In jenen Tagen
   erhoben sich voll Eifersucht der Hohepriester
   und alle, die auf seiner Seite standen,
   nämlich die Partei der Sadduzäer.
Und sie legten Hand an die Apostel
   und nahmen sie in öffentlichen Gewahrsam.

Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Gefängnistore,
führte sie hinaus
und sagte:
   Geht, tretet im Tempel auf
   und verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens!
Sie gehorchten
   und gingen bei Tagesanbruch in den Tempel und lehrten.

Währenddessen kam der Hohepriester mit seinen Begleitern.
Sie riefen den Hohen Rat
   und alle Ältesten der Söhne Israels zusammen;
man schickte Boten zum Gefängnis,
   um die Apostel vorführen zu lassen.
Die Diener gingen,
   fanden sie aber nicht im Gefängnis.
Sie kehrten zurück
und meldeten:
   Wir fanden das Gefängnis sorgfältig verschlossen
   und die Wachen vor den Toren stehen;
als wir aber öffneten,
   fanden wir niemanden darin.

Der Tempelhauptmann und die Hohepriester
   waren ratlos, als sie das hörten,
und wussten nicht, was nun werden sollte.

Da kam jemand und meldete ihnen:
   Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt,
   stehen im Tempel und lehren das Volk.

Da ging der Tempelhauptmann mit seinen Leuten hin
   und holte sie,
allerdings nicht mit Gewalt;
   denn sie fürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 34 (33),2-3.4-5.6-7.8-9 (R: vgl. 7))

Kv Der HERR erhört den Armen. - KvOder:Kv Halleluja. - Kv

Ich will den HERRN allezeit preisen; *
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des HERRN; *
die Armen sollen es hören und sich freuen. - (Kv)

Preist mit mir die Größe des HERRN, *
lasst uns gemeinsam seinen Namen erheben!
Ich suchte den HERRN und er gab mir Antwort, *
er hat mich all meinen Ängsten entrissen. - (Kv)

Die auf ihn blickten, werden strahlen, *
nie soll ihr Angesicht vor Scham erröten.
Da rief ein Armer und der HERR erhörte ihn *
und half ihm aus all seinen Nöten. - (Kv)

Der Engel des HERRN umschirmt, die ihn fürchten, *
und er befreit sie.
Kostet und seht, wie gut der HERR ist! *
Selig der Mensch, der zu ihm sich flüchtet! - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Joh 3,16-21)

Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt,damit die Welt durch ihn gerettet wird

Gott hat die Welt so sehr geliebt,
   dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht,
   sondern ewiges Leben hat.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt,
   damit er die Welt richtet,
sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.

Wer an ihn glaubt,
   wird nicht gerichtet;
wer nicht glaubt, ist schon gerichtet,
   weil er nicht an den Namen
   des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.

Denn darin besteht das Gericht:
Das Licht kam in die Welt,
   doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht;
denn ihre Taten waren böse.

Jeder, der Böses tut,
   hasst das Licht
und kommt nicht zum Licht,
   damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut,
   kommt zum Licht,
damit offenbar wird,
   dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Der Morgen rötet sich und glüht,
der ganze Himmel tönt von Lob,
in Jubel jauchzt die Erde auf,
und klagend stöhnt die Unterwelt.

Der starke, königliche Held
zerbrach des Todes schweren Bann.
Sein Fuß zertrat der Hölle Macht:
Aus harter Fron sind wir befreit.

Er, den der Stein verschlossen hielt
und den man noch im Grab bewacht,
er steigt als Sieger aus dem Grab,
fährt auf in strahlendem Triumph.

Schon werden alle Klagen stumm,
in Freude wandelt sich der Schmerz,
denn auferstanden ist der Herr;
ein lichter Engel tut es kund.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

O Gott, die Wasser sahen dich und bebten: Du führtest dein Volk durch das Meer. Halleluja.

Psalm Ps 77 (76),2-21

Ich will nachsinnen über deine Taten
Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum. (2 Kor 4,8)

Ich rufe zu Gott, ich schreie, *
ich rufe zu Gott, bis er mich hört.

Am Tag meiner Not suche ich den Herrn; +
unablässig erhebe ich nachts meine Hände, *
meine Seele lässt sich nicht trösten.

Denke ich an Gott, muss ich seufzen, *
sinne ich nach, dann will mein Geist verzagen.

Du lässt mich nicht mehr schlafen; *
ich bin voll Unruhe und kann nicht reden.

Ich sinne nach über die Tage von einst, *
ich will denken an längst vergangene Jahre.

Mein Herz grübelt bei Nacht, *
ich sinne nach, es forscht mein Geist.

Wird der Herr mich denn auf ewig verstoßen *
und mir niemals mehr gnädig sein?

Hat seine Huld für immer ein Ende, *
ist seine Verheißung aufgehoben für alle Zeiten?

Hat Gott seine Gnade vergessen, *
im Zorn sein Erbarmen verschlossen?

Da sagte ich mir: «Das ist mein Schmerz, *
dass die Rechte des Höchsten so anders handelt.»

Ich denke an die Taten des Herrn, *
ich will denken an deine früheren Wunder.

Ich erwäge all deine Werke *
und will nachsinnen über deine Taten.

Gott, dein Weg ist heilig. *
Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott?

Du allein bist der Gott, der Wunder tut, *
du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Du hast mit starkem Arm dein Volk erlöst, *
die Kinder Jakobs und Josefs.

Die Wasser sahen dich, Gott, +
die Wasser sahen dich und bebten. *
Die Tiefen des Meeres tobten.

Die Wolken gossen ihr Wasser aus, +
das Gewölk ließ die Stimme dröhnen, *
auch deine Pfeile flogen dahin.

Dröhnend rollte dein Donner, +
Blitze erhellten den Erdkreis, *
die Erde bebte und wankte.

Durch das Meer ging dein Weg, +
dein Pfad durch gewaltige Wasser, *
doch niemand sah deine Spuren.

Du führtest dein Volk wie eine Herde *
durch die Hand von Mose und Aaron.

Antiphon

O Gott, die Wasser sahen dich und bebten: Du führtest dein Volk durch das Meer. Halleluja.

2. Antiphon

Der Herr gibt den Tod und das Leben, er führt zu den Toten hinab und führt auch herauf. Halleluja.

Canticum 1 Sam 2,1-10

Der Herr stürzt die Stolzen und erhöht die Niedrigen
Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben. (Lk 1,52.53)

Mein Herz ist voll Freude über den Herrn, *
große Kraft gibt mir der Herr.

Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde, *
denn ich freue mich über deine Hilfe.

Niemand ist heilig, nur der Herr, +
denn außer dir gibt es keinen Gott; *
keiner ist ein Fels wie unser Gott.

Redet nicht immer so vermessen, *
kein freches Wort komme aus eurem Mund;

denn der Herr ist ein wissender Gott, *
und bei ihm werden die Taten geprüft.

Der Bogen der Helden wird zerbrochen, *
die Wankenden aber gürten sich mit Kraft.

Die Satten verdingen sich um Brot, *
doch die Hungrigen können feiern für immer.

Die Unfruchtbare bekommt sieben Kinder, *
doch die Kinderreiche welkt dahin.

Der Herr macht tot und lebendig, *
er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf.

Der Herr macht arm und macht reich, *
er erniedrigt, und er erhöht.

Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub *
und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt;

er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, *
einen Ehrenplatz weist er ihm zu.

Ja, dem Herrn gehören die Pfeiler der Erde; *
auf sie hat er den Erdkreis gegründet.

Er behütet die Schritte seiner Frommen, +
doch die Frevler verstummen in der Finsternis; *
denn der Mensch ist nicht stark aus eigener Kraft.

Wer gegen den Herrn streitet, wird zerbrechen; +
der Höchste lässt es donnern am Himmel. *
Der Herr hält Gericht bis an die Grenzen der Erde.

Seinem König gebe er Kraft *
und erhöhe die Macht seines Gesalbten.

Antiphon

Der Herr gibt den Tod und das Leben, er führt zu den Toten hinab und führt auch herauf. Halleluja.

3. Antiphon

Licht erstrahlt den Gerechten, Freude den Menschen mit redlichem Herzen. Halleluja.

Psalm Ps 97 (96),1-12

Gottes Herrlichkeit
Dieser Psalm deutet hin auf den Erlöser der Welt und darauf, dass die Völker an ihn glauben. (Athanasius)

Der Herr ist König. Die Erde frohlocke! *
Freuen sollen sich die vielen Inseln.

Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel, *
Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns.

Verzehrendes Feuer läuft vor ihm her *
und frisst seine Gegner ringsum.

Seine Blitze erhellen den Erdkreis; *
die Erde sieht es und bebt.

Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn, *
vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt.

Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel, *
seine Herrlichkeit schauen alle Völker.

Alle, die Bildern dienen, werden zuschanden, +
alle, die sich der Götzen rühmen. *
Vor ihm werfen sich alle Götter nieder.

Zion hört es und freut sich, *
Judas Töchter jubeln, Herr, über deine Gerichte.

Denn du, Herr, bist der Höchste über der ganzen Erde, *
hoch erhaben über alle Götter.

Ihr, die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse! +
Er behütet das Leben seiner Frommen, *
er entreißt sie der Hand der Frevler.

Ein Licht erstrahlt den Gerechten *
und Freude den Menschen mit redlichem Herzen.

Ihr Gerechten, freut euch am Herrn *
und lobt seinen heiligen Namen!

Antiphon

Licht erstrahlt den Gerechten, Freude den Menschen mit redlichem Herzen. Halleluja.

KURZLESUNG Röm 6,8-11

Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.
Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.
So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

RESPONSORIUM

R Der Herr ist aus dem Grab erstanden. * Halleluja, halleluja. - R
V Der für uns am Kreuz gehangen. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben. Halleluja.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben. Halleluja.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Gott, unser Vater, der Christus von den Toten auferweckt hat. Zu ihm lasst uns beten:

R Höre unser Gebet.

Vater der Lichter, dankbar preisen wir dich;
- denn du hast uns in dein wunderbares Licht gerufen.

Du kennst uns und schaust allezeit auf uns;
- lass uns diesen Tag in deiner Gegenwart beginnen.

Du hast uns in Christus als deine Söhne und Töchter angenommen;
- mach uns bereit, unseren Mitmenschen zu dienen.

Schenke uns heute deine Huld
- und gib, dass wir unser Tagewerk in deiner Kraft vollenden.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger Gott, in den österlichen Geheimnissen, die wir jedes Jahr feiern, hast du dem Menschen seine ursprüngliche Würde wiedergeschenkt und uns die sichere Hoffnung gegeben, dass wir auferstehen werden. Gib, dass die Erlösung, die wir gläubig feiern, in täglichen Werken der Liebe an uns sichtbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Geist, vom Vater ausgesandt,
o Kraft, vom Sohn verheißen:
Ergieße dich in unser Herz
und nimm es dir zu eigen!

Wo du bist, flammt die Liebe auf,
und Liebe will lobsingen.
Die Liebe öffnet Herz und Hand,
sie will sich ganz verschwenden.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

Psalm Ps 119,57-64

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Mein Anteil ist der Herr; *
ich habe versprochen, dein Wort zu beachten.

Ich suche deine Gunst von ganzem Herzen. *
Sei mir gnädig nach deiner Verheißung!

Ich überdenke meine Wege, *
zu deinen Vorschriften lenke ich meine Schritte.

Ich eile und säume nicht, *
deine Gebote zu halten.

Auch wenn mich die Stricke der Frevler fesseln, *
vergesse ich deine Weisung nicht.

Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen *
wegen deiner gerechten Entscheide.

Ich bin ein Freund all derer, die dich fürchten und ehren, *
und aller, die deine Befehle befolgen.

Von deiner Güte, Herr, ist die Erde erfüllt. *
Lehre mich deine Gesetze!

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

2. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

II

Vernimm, o Gott, mein Beten; *
verbirg dich nicht vor meinem Flehen!

Achte auf mich und erhöre mich! *
Unstet schweife ich umher und klage.

Das Geschrei der Feinde macht mich verstört; *
mir ist angst, weil mich die Frevler bedrängen.

Sie überhäufen mich mit Unheil *
und befehden mich voller Grimm.

Mir bebt das Herz in der Brust; *
mich überfielen die Schrecken des Todes.

Furcht und Zittern erfassten mich; *
ich schauderte vor Entsetzen.

Da dachte ich: «Hätte ich doch Flügel wie eine Taube, *
dann flöge ich davon und käme zur Ruhe.»

Weit fort möchte ich fliehen, *
die Nacht verbringen in der Wüste.

An einen sicheren Ort möchte ich eilen *
vor dem Wetter, vor dem tobenden Sturm.

Entzweie sie, Herr, verwirr ihre Sprache! *
Denn in der Stadt sehe ich Gewalttat und Hader.

Auf ihren Mauern umschleicht man sie bei Tag und bei Nacht; *
sie ist voll Unheil und Mühsal.

In ihr herrscht Verderben; *
Betrug und Unterdrückung weichen nicht von ihren Märkten.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

3. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

III

Nicht mein Feind beschimpft mich, *
das würde ich ertragen;

nicht ein Mann, der mich hasst, tritt frech gegen mich auf, *
vor ihm könnte ich mich verbergen.

Nein, du bist es, ein Mensch aus meiner Umgebung, *
mein Freund, mein Vertrauter,

mit dem ich, in Freundschaft verbunden, *
zum Haus Gottes gepilgert bin inmitten der Menge.

Ich aber, zu Gott will ich rufen, *
der Herr wird mir helfen.

Am Abend, am Morgen, am Mittag seufze ich und stöhne; *
er hört mein Klagen.

Er befreit mich, bringt mein Leben in Sicherheit +
vor denen, die gegen mich kämpfen, *
wenn es auch viele sind, die gegen mich angehen.

Gott hört mich und beugt sie nieder, *
er, der als König thront seit Ewigkeit.

Denn sie kehren nicht um *
und fürchten Gott nicht.

Der Feind legt Hand an Gottes Freunde, *
er entweiht Gottes Bund.

Glatt wie Butter sind seine Reden, *
doch in seinem Herzen sinnt er auf Streit;

seine Worte sind linder als Öl *
und sind doch gezückte Schwerter.

Du aber, Gott, wirst sie hinabstürzen in die tiefste Grube. +
Gewalttätige und Betrüger erreichen nicht die Mitte ihres Lebens. *
Ich aber setze mein Vertrauen auf dich.

Wirf deine Sorge auf den Herrn, er hält
dich aufrecht! * Er lässt den
Gerechten niemals wanken.  

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

KURZLESUNG Röm 4,24-25

Wir glauben an den, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat.
Wegen unserer Verfehlungen wurde er hingegeben, wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt.

RESPONSORIUM

V Der Herr ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.
R Er ist dem Simon erschienen. Halleluja.

Oration

Allmächtiger Gott, in den österlichen Geheimnissen, die wir jedes Jahr feiern, hast du dem Menschen seine ursprüngliche Würde wiedergeschenkt und uns die sichere Hoffnung gegeben, dass wir auferstehen werden. Gib, dass die Erlösung, die wir gläubig feiern, in täglichen Werken der Liebe an uns sichtbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Lenker, treuer Gott,
aus dir strömt alles Leben.
Du gibst dem Morgen hellen Glanz,
dem Mittag Glut in Fülle.

Bewahre uns vor Übermut.
Hilf uns, wenn wir erschlaffen.
Mach uns gesund an Geist und Leib
und schenk uns deinen Frieden.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

Psalm Ps 119,57-64

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Mein Anteil ist der Herr; *
ich habe versprochen, dein Wort zu beachten.

Ich suche deine Gunst von ganzem Herzen. *
Sei mir gnädig nach deiner Verheißung!

Ich überdenke meine Wege, *
zu deinen Vorschriften lenke ich meine Schritte.

Ich eile und säume nicht, *
deine Gebote zu halten.

Auch wenn mich die Stricke der Frevler fesseln, *
vergesse ich deine Weisung nicht.

Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen *
wegen deiner gerechten Entscheide.

Ich bin ein Freund all derer, die dich fürchten und ehren, *
und aller, die deine Befehle befolgen.

Von deiner Güte, Herr, ist die Erde erfüllt. *
Lehre mich deine Gesetze!

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

2. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

II

Vernimm, o Gott, mein Beten; *
verbirg dich nicht vor meinem Flehen!

Achte auf mich und erhöre mich! *
Unstet schweife ich umher und klage.

Das Geschrei der Feinde macht mich verstört; *
mir ist angst, weil mich die Frevler bedrängen.

Sie überhäufen mich mit Unheil *
und befehden mich voller Grimm.

Mir bebt das Herz in der Brust; *
mich überfielen die Schrecken des Todes.

Furcht und Zittern erfassten mich; *
ich schauderte vor Entsetzen.

Da dachte ich: «Hätte ich doch Flügel wie eine Taube, *
dann flöge ich davon und käme zur Ruhe.»

Weit fort möchte ich fliehen, *
die Nacht verbringen in der Wüste.

An einen sicheren Ort möchte ich eilen *
vor dem Wetter, vor dem tobenden Sturm.

Entzweie sie, Herr, verwirr ihre Sprache! *
Denn in der Stadt sehe ich Gewalttat und Hader.

Auf ihren Mauern umschleicht man sie bei Tag und bei Nacht; *
sie ist voll Unheil und Mühsal.

In ihr herrscht Verderben; *
Betrug und Unterdrückung weichen nicht von ihren Märkten.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

3. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

III

Nicht mein Feind beschimpft mich, *
das würde ich ertragen;

nicht ein Mann, der mich hasst, tritt frech gegen mich auf, *
vor ihm könnte ich mich verbergen.

Nein, du bist es, ein Mensch aus meiner Umgebung, *
mein Freund, mein Vertrauter,

mit dem ich, in Freundschaft verbunden, *
zum Haus Gottes gepilgert bin inmitten der Menge.

Ich aber, zu Gott will ich rufen, *
der Herr wird mir helfen.

Am Abend, am Morgen, am Mittag seufze ich und stöhne; *
er hört mein Klagen.

Er befreit mich, bringt mein Leben in Sicherheit +
vor denen, die gegen mich kämpfen, *
wenn es auch viele sind, die gegen mich angehen.

Gott hört mich und beugt sie nieder, *
er, der als König thront seit Ewigkeit.

Denn sie kehren nicht um *
und fürchten Gott nicht.

Der Feind legt Hand an Gottes Freunde, *
er entweiht Gottes Bund.

Glatt wie Butter sind seine Reden, *
doch in seinem Herzen sinnt er auf Streit;

seine Worte sind linder als Öl *
und sind doch gezückte Schwerter.

Du aber, Gott, wirst sie hinabstürzen in die tiefste Grube. +
Gewalttätige und Betrüger erreichen nicht die Mitte ihres Lebens. *
Ich aber setze mein Vertrauen auf dich.

Wirf deine Sorge auf den Herrn, er hält
dich aufrecht! * Er lässt den
Gerechten niemals wanken.  

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

KURZLESUNG 1 Joh 5,5-6a

Wer sonst besiegt die Welt, außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?
Dieser ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist: Jesus Christus.

RESPONSORIUM

V Der Herr ist den Jüngern erschienen. Halleluja.
R Sie sahen ihn und freuten sich. Halleluja.

Oration

Allmächtiger Gott, in den österlichen Geheimnissen, die wir jedes Jahr feiern, hast du dem Menschen seine ursprüngliche Würde wiedergeschenkt und uns die sichere Hoffnung gegeben, dass wir auferstehen werden. Gib, dass die Erlösung, die wir gläubig feiern, in täglichen Werken der Liebe an uns sichtbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Schon neigt der Tag dem Abend zu,
die Schatten werden länger.
Vergänglich ist, was uns umgibt,
du aber bleibst bestehen.

Im Tageslicht, das steigt und sinkt,
wird uns die Zeit bemessen,
bis uns der Tod hinüberführt,
wo alle Grenzen fallen.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

Psalm Ps 119,57-64

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Mein Anteil ist der Herr; *
ich habe versprochen, dein Wort zu beachten.

Ich suche deine Gunst von ganzem Herzen. *
Sei mir gnädig nach deiner Verheißung!

Ich überdenke meine Wege, *
zu deinen Vorschriften lenke ich meine Schritte.

Ich eile und säume nicht, *
deine Gebote zu halten.

Auch wenn mich die Stricke der Frevler fesseln, *
vergesse ich deine Weisung nicht.

Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen *
wegen deiner gerechten Entscheide.

Ich bin ein Freund all derer, die dich fürchten und ehren, *
und aller, die deine Befehle befolgen.

Von deiner Güte, Herr, ist die Erde erfüllt. *
Lehre mich deine Gesetze!

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

2. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

II

Vernimm, o Gott, mein Beten; *
verbirg dich nicht vor meinem Flehen!

Achte auf mich und erhöre mich! *
Unstet schweife ich umher und klage.

Das Geschrei der Feinde macht mich verstört; *
mir ist angst, weil mich die Frevler bedrängen.

Sie überhäufen mich mit Unheil *
und befehden mich voller Grimm.

Mir bebt das Herz in der Brust; *
mich überfielen die Schrecken des Todes.

Furcht und Zittern erfassten mich; *
ich schauderte vor Entsetzen.

Da dachte ich: «Hätte ich doch Flügel wie eine Taube, *
dann flöge ich davon und käme zur Ruhe.»

Weit fort möchte ich fliehen, *
die Nacht verbringen in der Wüste.

An einen sicheren Ort möchte ich eilen *
vor dem Wetter, vor dem tobenden Sturm.

Entzweie sie, Herr, verwirr ihre Sprache! *
Denn in der Stadt sehe ich Gewalttat und Hader.

Auf ihren Mauern umschleicht man sie bei Tag und bei Nacht; *
sie ist voll Unheil und Mühsal.

In ihr herrscht Verderben; *
Betrug und Unterdrückung weichen nicht von ihren Märkten.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

3. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

III

Nicht mein Feind beschimpft mich, *
das würde ich ertragen;

nicht ein Mann, der mich hasst, tritt frech gegen mich auf, *
vor ihm könnte ich mich verbergen.

Nein, du bist es, ein Mensch aus meiner Umgebung, *
mein Freund, mein Vertrauter,

mit dem ich, in Freundschaft verbunden, *
zum Haus Gottes gepilgert bin inmitten der Menge.

Ich aber, zu Gott will ich rufen, *
der Herr wird mir helfen.

Am Abend, am Morgen, am Mittag seufze ich und stöhne; *
er hört mein Klagen.

Er befreit mich, bringt mein Leben in Sicherheit +
vor denen, die gegen mich kämpfen, *
wenn es auch viele sind, die gegen mich angehen.

Gott hört mich und beugt sie nieder, *
er, der als König thront seit Ewigkeit.

Denn sie kehren nicht um *
und fürchten Gott nicht.

Der Feind legt Hand an Gottes Freunde, *
er entweiht Gottes Bund.

Glatt wie Butter sind seine Reden, *
doch in seinem Herzen sinnt er auf Streit;

seine Worte sind linder als Öl *
und sind doch gezückte Schwerter.

Du aber, Gott, wirst sie hinabstürzen in die tiefste Grube. +
Gewalttätige und Betrüger erreichen nicht die Mitte ihres Lebens. *
Ich aber setze mein Vertrauen auf dich.

Wirf deine Sorge auf den Herrn, er hält
dich aufrecht! * Er lässt den
Gerechten niemals wanken.  

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

KURZLESUNG Eph 4,23-24

Erneuert euren Geist und Sinn!
Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

RESPONSORIUM

V Herr, bleibe bei uns. Halleluja.
R Denn es will Abend werden. Halleluja.

Oration

Allmächtiger Gott, in den österlichen Geheimnissen, die wir jedes Jahr feiern, hast du dem Menschen seine ursprüngliche Würde wiedergeschenkt und uns die sichere Hoffnung gegeben, dass wir auferstehen werden. Gib, dass die Erlösung, die wir gläubig feiern, in täglichen Werken der Liebe an uns sichtbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Zum Mahl des Lammes schreiten wir
mit weißen Kleidern angetan,
Christus, dem Sieger, singen wir,
der uns durchs Rote Meer geführt.

Am Kreuze gab er seinen Leib
für alle Welt zum Opfer hin;
und wer von seinem Blute trinkt,
wird eins mit ihm und lebt mit ihm.

Am Pascha-Abend weist das Blut
den Würgeengel von der Tür:
Wir sind befreit aus harter Fron
und von der Knechtschaft Pharaos.

Christus ist unser Osterlamm,
das uns zum Heil geschlachtet ward.
Er reicht uns seinen heil'gen Leib,
als Brot, das uns sein Leben schenkt.

Lamm Gottes, wahres Opferlamm,
durch das der Hölle Macht zerbrach!
Den Kerker hast du aufgesprengt,
zu neuem Leben uns befreit.

Erstanden ist der Herr vom Grab,
kehrt siegreich aus dem Tod zurück.
Gefesselt ist der Fürst der Welt,
und offen steht das Paradies.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

Euer Herz sei ohne Angst, glaubt an Gott und glaubt an mich. Halleluja.

1. Antiphon

Psalm Ps 62 (61),2-13

Ruhe in Gott
Der Gott der Hoffnung erfülle euch durch euren Glauben mit allem Frieden. (Röm 15,13)

Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, *
von ihm kommt mir Hilfe.

Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg, *
darum werde ich nicht wanken.

Wie lange rennt ihr an gegen einen Einzigen, +
stürmt alle heran wie gegen eine fallende Wand, *
wie gegen eine Mauer, die einstürzt?

Ja, sie planen, ihn von seiner Höhe zu stürzen; *
Lügen ist ihre Lust.

Sie segnen mit ihrem Mund, *
doch in ihrem Herzen fluchen sie.

Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, *
denn von ihm kommt meine Hoffnung.

Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg; *
darum werde ich nicht wanken.

Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre; *
Gott ist mein schützender Fels, meine Zuflucht.

Vertrau ihm, Volk Gottes, zu jeder Zeit! +
Schüttet euer Herz vor ihm aus! *
Denn Gott ist unsere Zuflucht.

Nur ein Hauch sind die Menschen, *
die Leute nur Lug und Trug.

Auf der Waage schnellen sie empor, *
leichter als ein Hauch sind sie alle.

Vertraut nicht auf Gewalt, *
verlasst euch nicht auf Raub!

Wenn der Reichtum auch wächst, *
so verliert doch nicht euer Herz an ihn!

Eines hat Gott gesagt, *
zweierlei habe ich gehört:

Bei Gott ist die Macht; *
Herr, bei dir ist die Huld.

Denn du wirst jedem vergelten, *
wie es seine Taten verdienen.

Antiphon

Euer Herz sei ohne Angst, glaubt an Gott und glaubt an mich. Halleluja.

2. Antiphon

Die Völker sollen dir danken, o Gott, und jubeln über dein Heil. Halleluja.

Psalm Ps 67 (66),2-8

Alle Welt fürchte und ehre den Herrn
Ihr sollt wissen: Den Heiden ist das Heil Gottes gesandt worden. (Apg 28,28)

Gott sei uns gnädig und segne uns. *
Er lasse über uns sein Angesicht leuchten,

damit auf Erden sein Weg erkannt wird *
und unter allen Völkern sein Heil.

Die Völker sollen dir danken, o Gott, *
danken sollen dir die Völker alle.

Die Nationen sollen sich freuen und jubeln. *
Denn du richtest den Erdkreis gerecht.

Du richtest die Völker nach Recht *
und regierst die Nationen auf Erden.

Die Völker sollen dir danken, o Gott, *
danken sollen dir die Völker alle.

Das Land gab seinen Ertrag. *
Es segne uns Gott, unser Gott!

Es segne uns Gott! *
Alle Welt fürchte und ehre ihn!

Die Völker sollen dir danken, o Gott, und jubeln über dein Heil. Halleluja.

Antiphon

Die Völker sollen dir danken, o Gott, und jubeln über dein Heil. Halleluja.

3. Antiphon

Seine Hoheit überstrahlt den Himmel, sein Ruhm erfüllt die Erde. Halleluja.

Canticum Kol 1,12-20

Christus, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung

Dankt dem Vater mit Freude! *
Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind.

Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen *
und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.

Durch ihn haben wir die Erlösung, *
die Vergebung der Sünden.

Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, *
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

Denn in ihm wurde alles erschaffen *
im Himmel und auf Erden,

das Sichtbare und das Unsichtbare, +
Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; *
alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.

Er ist vor aller Schöpfung, *
in ihm hat alles Bestand.

Er ist das Haupt des Leibes, *
der Leib aber ist die Kirche.

Er ist der Ursprung, +
der Erstgeborene der Toten; *
so hat er in allem den Vorrang.

Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, *
um durch ihn alles zu versöhnen.

Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, *
der Frieden gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

Antiphon

Seine Hoheit überstrahlt den Himmel, sein Ruhm erfüllt die Erde. Halleluja.

KURZLESUNG Hebr 7,24-27

Jesus hat, weil er auf ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum.
Darum kann er auch die, die durch ihn vor Gott hintreten, für immer retten; denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten.
Ein solcher Hoherpriester war für uns in der Tat notwendig: einer, der heilig ist, unschuldig, makellos, abgesondert von den Sündern und erhöht über die Himmel;
einer, der es nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, als er sich selbst dargebracht hat.

RESPONSORIUM

R Der Herr ist den Jüngern erschienen. * Halleluja, halleluja. - R
V Sie sahen ihn und freuten sich. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Wer die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind. Halleluja.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Wer die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind. Halleluja.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Jesus Christus, der uns ewiges Leben schenkt:

R Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich.

Du bist von den Toten auferstanden und den Jüngern erschienen;
- bewege die Herzen der Menschen, dass sie an dich glauben.

Du bist der Hirt und Bischof unserer Seelen;
- hilf der Kirche, deine Liebe zu verkünden.

Du hast deine ersten Jünger aus dem Volk der Juden berufen;
- enthülle den Kindern Israels den Sinn der Verheißung, die an ihre Väter ergangen ist.

Gedenke der alleinstehenden Menschen, der Witwen und Waisen;
- lass sie deine Liebe erfahren.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Erbarme dich unserer Verstorbenen;
- lass ihnen das Licht deiner Herrlichkeit leuchten.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger Gott, in den österlichen Geheimnissen, die wir jedes Jahr feiern, hast du dem Menschen seine ursprüngliche Würde wiedergeschenkt und uns die sichere Hoffnung gegeben, dass wir auferstehen werden. Gib, dass die Erlösung, die wir gläubig feiern, in täglichen Werken der Liebe an uns sichtbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Schon wirft die Erde sich zur Nacht
des dunklen Mantels Falten um.
Der Schlaf, des Todes sanftes Bild,
führt uns dem Grab des Schlummers zu.

Wenn uns die schwarze Nacht umhüllt,
sind wir von Traum und Wahn bedrängt,
bedroht von Zweifel und von Angst,
der Macht des Bösen ausgesetzt.

Christus, du Leben, Wahrheit, Licht,
wachsamer Hüter, sei uns nah,
dass hell der Glaube in uns wacht,
auch in des Schlafes dunkler Zeit.

Den Sohn und Vater bitten wir
und auch den Geist, der beide eint:
Dreiein’ge Macht, die alles lenkt,
behüte uns in dieser Nacht. Amen.

PSALMODIE

Antiphon

Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.

Psalm Ps 31,2-6

Psalm In Gottes Händen geborgen
Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. (Lk 23,46)

Herr, ich suche Zuflucht bei dir. +
Lass mich doch niemals scheitern; *
rette mich in deiner Gerechtigkeit!

Wende dein Ohr mir zu, *
erlöse mich bald!

Sei mir ein schützender Fels, *
eine feste Burg, die mich rettet.

Denn du bist mein Fels und meine Burg; *
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.

Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; *
denn du bist meine Zuflucht.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; *
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Antiphon

Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.

KURZLESUNG Eph 4,26-27

Lasst euch durch den Zorn nicht zur Sünde hinreißen! Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen.
Gebt dem Teufel keinen Raum!

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben. * Halleluja, halleluja. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr Jesus Christus, du bist gütig und von Herzen demütig. Das Joch, das du denen auflegst, die dir nachfolgen, ist nicht drückend, und deine Last ist leicht. Nimm gnädig an, was wir uns heute vorgenommen und was wir vollbracht haben. Erneuere uns durch die Ruhe der Nacht und mache uns morgen eifriger in deinem Dienst. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

Mittwoch, 15. April 2026

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.