Kalenderblatt

Josemaría Escriva

Josemaría Escriva (1902-1975) polarisiert bis heute. Die Einen verklären den Gründer des Opus Dei zum makellosen Kirchenretter, die Anderen verdammen ihn als reaktionären Diktatorenfreund. Ein Blick auf Josemarías Biographie macht deutlich: Er war ein Gottessucher inmitten dramatischer historischer Umwälzungen. 1902 wurde Josemaría als zweites von sechs Kindern im spanischen Barbastro geboren und wuchs in einer tiefreligiösen Familie auf. Im Ersten Weltkrieg machte der väterliche Betrieb Bankrott und die Familie siedelte nach Logrono über. Beeindruckt vom Beispiel eines Mönchs suchte der jugendliche Josemaría nach einem Weg, Gott großherzig zu dienen, und spürte schließlich eine Berufung zum Priestertum: Nach abgeschlossenem Theologiestudium wurde er 1925 ordiniert. Drei Jahre später berichtete Josemaría von einer Vision, in welcher er das spätere Opus Dei sah – es ist der geistliche Beginn der von ihm gegründeten Gemeinschaft. In ihr sollen Priester und Laien gemeinsam nach Heiligkeit streben. Jahre später griff das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) eben diese Betonung der allgemeinen Taufgnade auf. Im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) floh Josemaría vor den antiklerikalen Republikanern und kehrte später in das nun unter Militärdiktatur stehende Spanien zurück. Bis heute wird ihm eine verhängnisvolle Nähe zum Franco-Regime vorgeworfen. 1946 ging Josemaría nach Rom, wo er zahlreiche geistliche Schriften verfasste und 1975 starb. Bereits bei seinem Tod hatte die konservative Bewegung Opus Dei weltweit über 60.000 Mitglieder. Papst Johannes Paul II. sprach Josemaría 2002 heilig.

Bild: © KNA

Gebet des Tages

Barmherziger Gott, 

 

deine Kirche kann nicht bestehen ohne dich, 

sie lebt allein von deiner Gnade. 

 

Reinige und festige sie 

und führe sie mit starker Hand. 

 

Darum bitten wir durch Jesus Christus. 

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (2 Kön 25,1-12)

Die Bevölkerung von Jerusalem und Juda wurde nach Babel weggeführt (vgl. 25,21)

Im neunten Regierungsjahr des Königs Zidkíja,
   am zehnten Tag des zehnten Monats,
   rückte Nebukadnézzar, der König von Babel,
   mit seiner ganzen Streitmacht vor Jerusalem und belagerte es.
Man errichtete ringsherum einen Belagerungswall.

Bis zum elften Jahr des Königs Zidkíja wurde die Stadt belagert.
Am neunten Tag des vierten Monats
   war in der Stadt die Hungersnot groß geworden
und die Bürger des Landes hatten kein Brot mehr.

Damals wurden Breschen in die Stadtmauer geschlagen.
Alle Krieger verließen die Stadt bei Nacht
   auf dem Weg durch das Tor zwischen den beiden Mauern,
   das zum königlichen Garten hinausführt,
obwohl die Chaldäer rings um die Stadt lagen.
Der König ging in die Richtung nach der Áraba.

Aber die chaldäischen Truppen setzten dem König nach
   und holten ihn in den Niederungen von Jéricho ein,
   nachdem alle seine Truppen ihn verlassen
   und sich zerstreut hatten.

Man ergriff den König
   und brachte ihn nach Ribla, zum König von Babel,
und dieser sprach über ihn das Urteil.
Die Söhne Zidkíjas machte man vor dessen Augen nieder.
Zidkíja ließ er blenden,
   in Fesseln legen und nach Babel bringen.

Am siebten Tag des fünften Monats
   - das ist im neunzehnten Jahr des Königs Nebukadnézzar,
   des Königs von Babel -
   rückte Nebusáradan, der Befehlshaber der Leibwache
   und Diener des Königs von Babel,
   in Jerusalem ein
und steckte das Haus des HERRN,
   den königlichen Palast und alle Häuser Jerusalems in Brand.
Jedes große Haus ließ er in Flammen aufgehen.
Auch die Umfassungsmauern Jerusalems
   rissen die chaldäischen Truppen,
   die dem Befehlshaber der Leibwache unterstanden, nieder.

Den Rest der Bevölkerung, der noch in der Stadt geblieben war,
   sowie alle, die zum König von Babel übergelaufen waren,
   und den Rest der Menge
   schleppte Nebusáradan, der Befehlshaber der Leibwache,
   in die Verbannung.
Nur von den armen Leuten im Land
   ließ der Befehlshaber der Leibwache
   einen Teil als Wein- und Ackerbauern zurück.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 137 (136),1-2.3-4.5-6 (R: vgl. 5a))

Kv Wie könnte ich dich je vergessen, Jerusalem! - Kv

An den Strömen von Babel, /
da saßen wir und wir weinten, *
wenn wir Zions gedachten.
An die Weiden in seiner Mitte *
hängten wir unsere Leiern. - (Kv)

Denn dort verlangten, die uns gefangen hielten, Lieder von uns, /
unsere Peiniger forderten Jubel: *
„Singt für uns eines der Lieder Zions!“
Wie hätten wir singen können die Lieder des HERRN, *
fern, auf fremder Erde? - (Kv)

Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, *
dann soll meine rechte Hand mich vergessen.
Die Zunge soll mir am Gaumen kleben, /
wenn ich deiner nicht mehr gedenke, *
wenn ich Jerusalem nicht mehr erhebe zum Gipfel meiner Freude. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 8,1-4)

Wenn du willst, kannst du mich rein machen

Als Jesus von dem Berg herabstieg,
   folgten ihm viele Menschen nach.
Und siehe, da kam ein Aussätziger,
fiel vor ihm nieder
und sagte: Herr, wenn du willst,
   kannst du mich rein machen.
Jesus streckte die Hand aus,
berührte ihn
und sagte: Ich will - werde rein!
Im gleichen Augenblick wurde der Aussätzige rein.

Jesus aber sagte zu ihm: Nimm dich in Acht!
Erzähl niemandem davon,
sondern geh,
   zeig dich dem Priester
   und bring das Opfer dar, das Mose angeordnet hat -
ihnen zum Zeugnis!

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

O sel'ger Urgrund allen Seins,
Heiland der Welt, Herr Jesus Christ,
du Licht von deines Vaters Licht
und wahrer Gott vom wahren Gott.

Wie hat die Liebe dich gedrängt,
dass du für uns den Tod erwählt.
Du gibst das Leben uns zurück,
das Adams Sünde uns geraubt.

Der Stoß der Lanze trifft dein Herz,
und Blut und Wasser bricht hervor,
ein Quell des Heils, der nie versiegt
und aller Schöpfung Freude bringt.

Dir, Herr, sei Preis und Herrlichkeit,
der uns sein Herz geöffnet hat,
mit dir dem Vater und dem Geist
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Ein reines Herz erschaffe mir, o Gott, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.

Psalm Ps 51 (50),3-21

Wasche ab meine Schuld
Erneuert euren Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an! (Eph 4,23.24)

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, *
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!

Wasch meine Schuld von mir ab *
und mach mich rein von meiner Sünde!

Denn ich erkenne meine bösen Taten, *
meine Sünde steht mir immer vor Augen.

Gegen dich allein habe ich gesündigt, *
ich habe getan, was dir missfällt.

So behältst du recht mit deinem Urteil, *
rein stehst du da als Richter.

Denn ich bin in Schuld geboren; *
in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.

Lauterer Sinn im Verborgenen gefällt dir, *
im Geheimen lehrst du mich Weisheit.

Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; *
wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee.

Sättige mich mit Entzücken und Freude! *
Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.

Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden; *
tilge all meine Frevel!

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz *
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!

Verwirf mich nicht von deinem Angesicht *
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Mach mich wieder froh mit deinem Heil; *
mit einem willigen Geist rüste mich aus!

Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege, *
und die Sünder kehren um zu dir.

Befrei mich von Blutschuld, Herr, du Gott meines Heiles, *
dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.

Herr, öffne mir die Lippen, *
und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; *
an Brandopfern hast du kein Gefallen.

Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, *
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

In deiner Huld tu Gutes an Zion; *
bau die Mauern Jerusalems wieder auf!

Dann hast du Freude an rechten Opfern, +
an Brandopfern und Ganzopfern, *
dann opfert man Stiere auf deinem Altar.

Antiphon

Ein reines Herz erschaffe mir, o Gott, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.

2. Antiphon

Freue dich, Jerusalem! Die Völker werden sich in dir versammeln und den Herrn lobpreisen.

Canticum Tob 13,9-10.11b-e.14a-b.15-16a

Danksagung für die Befreiung des Volkes
Er zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem... erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. (Offb 21,10.11)

Jerusalem, du heilige Stadt! +
Der Herr bestraft die Taten deiner Kinder, *
doch er hat wieder Erbarmen mit den Gerechten.

Bekenne dich zum Herrn in rechter Weise, *
preise den ewigen König,

damit sein Zelt von neuem errichtet wird, *
dir zur großen Freude!

Er mache in dir die Gefangenen wieder froh +
und schenke denen, die im Elend leben, seine Liebe, *
für alle Zeiten bis in Ewigkeit.

Von weither werden die Völker kommen, *
um den Namen des Herrn, unsres Gottes, zu preisen.

Sie tragen Geschenke herbei, +
Geschenke für den himmlischen König. *
Alle Menschen jubeln dir zu.

Wohl denen, die dich lieben; *
sie werden sich freuen über den Frieden, den du schenkst.

Meine Seele preise Gott, den großen König. *
Denn Jerusalem wird wieder aufgebaut.

Antiphon

Freue dich, Jerusalem! Die Völker werden sich in dir versammeln und den Herrn lobpreisen.

3. Antiphon

Zion, lobsinge deinem Gott; er sendet sein Wort zur Erde.

Psalm Ps 147,12-20

Gottes Fürsorge für seine Stadt
Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes. (Offb 21,9)

Jerusalem, preise den Herrn, *
lobsinge, Zion, deinem Gott!

Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht, *
die Kinder in deiner Mitte gesegnet;

er verschafft deinen Grenzen Frieden *
und sättigt dich mit bestem Weizen.

Er sendet sein Wort zur Erde, *
rasch eilt sein Befehl dahin.

Er spendet Schnee wie Wolle, *
streut den Reif aus wie Asche.

Eis wirft er herab in Brocken, *
vor seiner Kälte erstarren die Wasser.

Er sendet sein Wort aus, und sie schmelzen, *
er lässt den Wind wehen, dann rieseln die Wasser.

Er verkündet Jakob sein Wort, *
Israel seine Gesetze und Rechte.

An keinem andern Volk hat er so gehandelt, *
keinem sonst seine Rechte verkündet.

Antiphon

Zion, lobsinge deinem Gott; er sendet sein Wort zur Erde.

KURZLESUNG Gal 2,19b-20

Ich bin mit Christus gekreuzigt worden;
nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.

RESPONSORIUM

R Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, * zu Gott, der mir beisteht. - R
V Er sendet mir Hilfe vom Himmel; zu ihm flüchte ich. * Zu Gott, der mir beisteht.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes hat uns besucht das aufstrahlende Licht aus der Höhe.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes hat uns besucht das aufstrahlende Licht aus der Höhe.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Jesus Christus, unsere Freude und Hoffnung. Zu ihm lasst uns beten:

R Christus, höre uns.

Herr, du hast uns in deine Kirche berufen;
- lass uns dich loben mit allen, die glauben.

Wir vertrauen auf dich,
- lass uns nicht zuschanden werden.

Leite heute unsere Schritte;
- gib, dass wir tun, was wahr und gerecht ist.

Bleibe bei uns, Herr;
- denn ohne dich können wir nichts tun.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Herr und Gott, schenk uns den Reichtum deiner Gnade und lenke unsere Schritte auf dem Weg deiner Gebote, damit wir schon in diesem Leben Trost und Frieden finden und einst die ewige Freude erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil’ger Geist, vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

Psalm Ps 119,161-168

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Fürsten verfolgen mich ohne Grund, *
doch mein Herz fürchtet nur dein Wort.

Ich freue mich über deine Verheißung *
wie einer, der reiche Beute gemacht hat.

Ich hasse die Lüge, sie ist mir ein Gräuel, *
doch deine Weisung habe ich lieb.

Siebenmal am Tag singe ich dein Lob *
wegen deiner gerechten Entscheide.

Alle, die deine Weisung lieben, empfangen Heil in Fülle; *
es trifft sie kein Unheil.

Herr, ich hoffe auf deine Hilfe *
und befolge deine Gebote.

Meine Seele beachtet, was du gebietest, *
und liebt es von Herzen.

Ich folge deinen Vorschriften und Befehlen; *
denn alle meine Wege liegen offen vor dir.

Antiphon

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

2. Antiphon

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

II

Seht doch, wie gut und schön ist es, *
wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.

Das ist wie köstliches Salböl, +
das vom Kopf hinabfließt auf den Bart, auf Aarons Bart, *
das auf sein Gewand hinabfließt.

Das ist wie der Tau des Hermon, +
der auf den Berg Zion niederfällt. *
Denn dort spendet der Herr Segen und Leben in Ewigkeit.

Antiphon

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

3. Antiphon

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

III

Rette mich, Herr, vor bösen Menschen, *
vor gewalttätigen Leuten schütze mich!

Denn sie sinnen in ihrem Herzen auf Böses, *
jeden Tag schüren sie Streit.

Wie die Schlangen haben sie scharfe Zungen *
und hinter den Lippen Gift wie die Nattern.

Behüte mich, Herr, vor den Händen der Frevler, +
vor gewalttätigen Leuten schütze mich, *
die darauf sinnen, mich zu Boden zu stoßen.

Hochmütige legen mir heimlich Schlingen, +
Böse spannen ein Netz aus, *
stellen mir Fallen am Wegrand.

Ich sage zum Herrn: Du bist mein Gott. *
Vernimm, o Herr, mein lautes Flehen!

Herr, mein Gebieter, meine starke Hilfe, *
du beschirmst mein Haupt am Tag des Kampfes.

Herr, erfülle nicht die Wünsche des Frevlers, *
lass seine Pläne nicht gelingen!

Ich weiß, der Herr führt die Sache des Armen, *
er verhilft den Gebeugten zum Recht.

Deinen Namen preisen nur die Gerechten; *
vor deinem Angesicht dürfen nur die Redlichen bleiben.

Antiphon

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

KURZLESUNG Röm 12,17a.19b-21

Vergeltet niemand Böses mit Bösem.
Denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr.
Vielmehr: Wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen, wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken; tust du das, dann sammelst du glühende Kohlen auf sein Haupt.
Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!

RESPONSORIUM

V Die Huld des Herrn währt immer und ewig.
R Für alle, die seinen Bund bewahren.

Oration

Herr Jesus Christus, um die dritte Stunde wurdest du zur Kreuzigung geführt für das Heil der Welt. Wir bitten dich, vergib, was wir Böses getan haben und bewahre uns vor neuer Schuld. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

Psalm Ps 119,161-168

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Fürsten verfolgen mich ohne Grund, *
doch mein Herz fürchtet nur dein Wort.

Ich freue mich über deine Verheißung *
wie einer, der reiche Beute gemacht hat.

Ich hasse die Lüge, sie ist mir ein Gräuel, *
doch deine Weisung habe ich lieb.

Siebenmal am Tag singe ich dein Lob *
wegen deiner gerechten Entscheide.

Alle, die deine Weisung lieben, empfangen Heil in Fülle; *
es trifft sie kein Unheil.

Herr, ich hoffe auf deine Hilfe *
und befolge deine Gebote.

Meine Seele beachtet, was du gebietest, *
und liebt es von Herzen.

Ich folge deinen Vorschriften und Befehlen; *
denn alle meine Wege liegen offen vor dir.

Antiphon

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

2. Antiphon

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

II

Seht doch, wie gut und schön ist es, *
wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.

Das ist wie köstliches Salböl, +
das vom Kopf hinabfließt auf den Bart, auf Aarons Bart, *
das auf sein Gewand hinabfließt.

Das ist wie der Tau des Hermon, +
der auf den Berg Zion niederfällt. *
Denn dort spendet der Herr Segen und Leben in Ewigkeit.

Antiphon

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

3. Antiphon

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

III

Rette mich, Herr, vor bösen Menschen, *
vor gewalttätigen Leuten schütze mich!

Denn sie sinnen in ihrem Herzen auf Böses, *
jeden Tag schüren sie Streit.

Wie die Schlangen haben sie scharfe Zungen *
und hinter den Lippen Gift wie die Nattern.

Behüte mich, Herr, vor den Händen der Frevler, +
vor gewalttätigen Leuten schütze mich, *
die darauf sinnen, mich zu Boden zu stoßen.

Hochmütige legen mir heimlich Schlingen, +
Böse spannen ein Netz aus, *
stellen mir Fallen am Wegrand.

Ich sage zum Herrn: Du bist mein Gott. *
Vernimm, o Herr, mein lautes Flehen!

Herr, mein Gebieter, meine starke Hilfe, *
du beschirmst mein Haupt am Tag des Kampfes.

Herr, erfülle nicht die Wünsche des Frevlers, *
lass seine Pläne nicht gelingen!

Ich weiß, der Herr führt die Sache des Armen, *
er verhilft den Gebeugten zum Recht.

Deinen Namen preisen nur die Gerechten; *
vor deinem Angesicht dürfen nur die Redlichen bleiben.

Antiphon

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

KURZLESUNG 1 Joh 3,16

Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er sein Leben für uns hingegeben hat. So müssen auch wir für die Brüder das Leben hingeben.

RESPONSORIUM

V Danket dem Herrn, denn er ist gütig.
R Denn seine Huld währt ewig.

Oration

Herr, Jesus Christus, um die sechste Stunde kam Finsternis über die ganze Welt, als du unschuldig das Kreuz bestiegst, um uns von unserer Schuld zu erlösen. Erleuchte unsere Dunkelheit, damit wir zum ewigen Leben finden in deinem Licht. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

Psalm Ps 119,161-168

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Fürsten verfolgen mich ohne Grund, *
doch mein Herz fürchtet nur dein Wort.

Ich freue mich über deine Verheißung *
wie einer, der reiche Beute gemacht hat.

Ich hasse die Lüge, sie ist mir ein Gräuel, *
doch deine Weisung habe ich lieb.

Siebenmal am Tag singe ich dein Lob *
wegen deiner gerechten Entscheide.

Alle, die deine Weisung lieben, empfangen Heil in Fülle; *
es trifft sie kein Unheil.

Herr, ich hoffe auf deine Hilfe *
und befolge deine Gebote.

Meine Seele beachtet, was du gebietest, *
und liebt es von Herzen.

Ich folge deinen Vorschriften und Befehlen; *
denn alle meine Wege liegen offen vor dir.

Antiphon

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

2. Antiphon

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

II

Seht doch, wie gut und schön ist es, *
wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.

Das ist wie köstliches Salböl, +
das vom Kopf hinabfließt auf den Bart, auf Aarons Bart, *
das auf sein Gewand hinabfließt.

Das ist wie der Tau des Hermon, +
der auf den Berg Zion niederfällt. *
Denn dort spendet der Herr Segen und Leben in Ewigkeit.

Antiphon

Lasst uns einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott.

3. Antiphon

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

III

Rette mich, Herr, vor bösen Menschen, *
vor gewalttätigen Leuten schütze mich!

Denn sie sinnen in ihrem Herzen auf Böses, *
jeden Tag schüren sie Streit.

Wie die Schlangen haben sie scharfe Zungen *
und hinter den Lippen Gift wie die Nattern.

Behüte mich, Herr, vor den Händen der Frevler, +
vor gewalttätigen Leuten schütze mich, *
die darauf sinnen, mich zu Boden zu stoßen.

Hochmütige legen mir heimlich Schlingen, +
Böse spannen ein Netz aus, *
stellen mir Fallen am Wegrand.

Ich sage zum Herrn: Du bist mein Gott. *
Vernimm, o Herr, mein lautes Flehen!

Herr, mein Gebieter, meine starke Hilfe, *
du beschirmst mein Haupt am Tag des Kampfes.

Herr, erfülle nicht die Wünsche des Frevlers, *
lass seine Pläne nicht gelingen!

Ich weiß, der Herr führt die Sache des Armen, *
er verhilft den Gebeugten zum Recht.

Deinen Namen preisen nur die Gerechten; *
vor deinem Angesicht dürfen nur die Redlichen bleiben.

Antiphon

Behüte mich vor den Händen der Frevler, Herr, meine starke Hilfe.

KURZLESUNG 1 Joh 4,9-11

Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.
Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.

RESPONSORIUM

V Sieh her, o Gott, du, unser Beschützer.
R Schau auf das Antlitz deines Gesalbten.

Oration

Herr Jesus Christus, um die neunte Stunde hast du dem reumütigen Schächer vom Marterpfahl des Kreuzes aus dein Reich versprochen. Wir bekennen dir, dass wir Sünder sind und bitten dich voll Vertrauen: Lass auch uns nach dem Tod bei dir im Paradiese sein. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Der höchsten Gottheit ew’ges Bild,
du Licht vom Licht, des Vaters Wort,
du unser Retter, dir sei Ruhm
und Macht und Ehre immerdar.

Von Ewigkeit bist du allein
der Zeiten Mitte und ihr Ziel,
dir gab der Vater die Gewalt,
die Herrschaft über alle Welt.

Doch nicht auf Zwang baut deine Macht
und nicht auf Furcht dein Königtum:
In Liebe ziehst du uns an dich -
am Kreuz gemartert und erhöht.

Komm, Herr, erweise deine Macht
und richte deine Herrschaft auf.
Komm und vollende jetzt dein Reich
und führe uns zum Königsmahl.

Dir, Jesus, der durch Leid und Tod
der Herrschaft Krone sich errang,
sei mit dem Vater und dem Geist
Lob, Preis und Ruhm in Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

Tag um Tag will ich dich preisen, Herr, und deine Wunder besingen.

1. Antiphon

Psalm Ps 145 (144),1-13

Gottes Größe und Güte
Gerecht bist du, der du bist und der du warst, du Heiliger. (Offb 16,5)

Ich will dich rühmen, mein Gott und König, *
und deinen Namen preisen immer und ewig;

ich will dich preisen Tag für Tag *
und deinen Namen loben immer und ewig.

Groß ist der Herr und hoch zu loben, *
seine Größe ist unerforschlich.

Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke *
und erzähle von deinen gewaltigen Taten.

Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden; *
ich will deine Wunder besingen.

Sie sollen sprechen von der Gewalt deiner erschreckenden Taten; *
ich will von deinen großen Taten berichten.

Sie sollen die Erinnerung an deine große Güte wecken *
und über deine Gerechtigkeit jubeln.

Der Herr ist gnädig und barmherzig, *
langmütig und reich an Gnade.

Der Herr ist gütig zu allen, *
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke *
und deine Frommen dich preisen.

Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden, *
sollen sprechen von deiner Macht,

den Menschen deine machtvollen Taten verkünden *
und den herrlichen Glanz deines Königtums.

Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten, *
deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.

Antiphon

Tag um Tag will ich dich preisen, Herr, und deine Wunder besingen.

2. Antiphon

Aller Augen warten auf dich, o Herr; nahe bist du allen, die zu dir rufen.

Psalm Ps 145 (144),13-21

Gottes Größe und Güte
Gerecht bist du, der du bist und der du warst, du Heiliger. (Offb 16,5)

(Der Herr ist treu in all seinen Worten, *
voll Huld in all seinen Taten.)

Der Herr stützt alle, die fallen, *
und richtet alle Gebeugten auf.

Aller Augen warten auf dich, *
und du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.

Du öffnest deine Hand *
und sättigst alles, was lebt, nach deinem Gefallen.

Gerecht ist der Herr in allem, was er tut, *
voll Huld in all seinen Werken.

Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, *
allen, die zu ihm aufrichtig rufen.

Die Wünsche derer, die ihn fürchten, erfüllt er, *
er hört ihr Schreien und rettet sie.

Alle, die ihn lieben, behütet der Herr, *
doch alle Frevler vernichtet er.

Mein Mund verkünde das Lob des Herrn. *
Alles, was lebt, preise seinen heiligen Namen immer und ewig!

Aller Augen warten auf dich, o Herr; nahe bist du allen, die zu dir rufen.

Antiphon

Aller Augen warten auf dich, o Herr; nahe bist du allen, die zu dir rufen.

3. Antiphon

Deine Wege sind gerecht und wahr, du König aller Zeiten.

Canticum Offb 15,3-4

Alle Völker beten Gott an

Groß und wunderbar sind deine Taten, *
Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung!

Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, *
du König der Völker.

Wer wird dich nicht fürchten, Herr, *
wer wird deinen Namen nicht preisen?

Denn du allein bist heilig: +
Alle Völker kommen und beten dich an; *
denn offenbar geworden sind deine gerechten Taten.

Antiphon

Deine Wege sind gerecht und wahr, du König aller Zeiten.

KURZLESUNG Röm 8,1-2

Jetzt gibt es keine Verurteilung mehr für die, welche in Christus Jesus sind.
Denn das Gesetz des Geistes, des Lebens in Christus Jesus, hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes.

RESPONSORIUM

R Der Sünden wegen ist Christus gestorben, * um uns zu Gott zu führen. - R
V Getötet wurde er dem Fleische nach, dem Geiste nach aber zum Leben erweckt. * Um uns zu Gott zu führen.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Denke, Herr, an dein Erbarmen, das du unseren Vätern verheißen hast.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Denke, Herr, an dein Erbarmen, das du unseren Vätern verheißen hast.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Jesus Christus, der Hoffnung aller, die zu ihm aufschauen:

R Herr, erbarme dich unser.

Du hast das schwere Kreuz auf dich genommen;
- stärke alle, die schwer tragen an der Last des Lebens.

Du bist unter dem Kreuz zusammengebrochen;
- richte die auf, die nicht mehr weiterkönnen.

Du hast den Spott der Menge erduldet;
- verzeih denen, die andere verachten und beschimpfen.

Du hast dem reumütigen Schächer das Paradies verheißen;
- wende dich den Sündern zu, damit sie sich zu dir bekehren.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Du hast dein Leben in die Hände des Vaters zurückgegeben;
- nimm unsere Verstorbenen auf in deine Herrlichkeit.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger Gott, so sehr hast du die Welt geliebt, dass du deinen einzigen Sohn dahingabst für das Heil der Welt. Schenke deiner Kirche die Bereitschaft, sich dir als lebendiges Opfer zu weihen, damit sie ganz erfüllt werde von deiner Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist.

PSALMODIE

Antiphon

Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

Psalm Ps 88,2-19

Psalm Klage eines Kranken und Einsamen
Jetzt ist eure Stunde da, und die Finsternis hat die Macht. (Lk 22,53)

(Herr, du Gott meines Heils, *
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.)

Lass mein Gebet zu dir dringen, *
wende dein Ohr meinem Flehen zu!

Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, *
mein Leben ist dem Totenreich nahe.

Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, *
bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.

Ich bin zu den Toten hinweggerafft, *
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;

an sie denkst du nicht mehr, *
denn sie sind deiner Hand entzogen.

Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, *
tief hinab in finstere Nacht.

Schwer lastet dein Grimm auf mir, *
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.

Die Freunde hast du mir entfremdet, +
mich ihrem Abscheu ausgesetzt; *
ich bin gefangen und kann nicht heraus.

Mein Auge wird trübe vor Elend. +
Jeden Tag, Herr, ruf’ ich zu dir; *
ich strecke nach dir meine Hände aus.

Wirst du an den Toten Wunder tun, *
werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?

Erzählt man im Grab von deiner Huld, *
von deiner Treue im Totenreich?

Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, *
deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

Herr, darum schreie ich zu dir, *
früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.

Warum, o Herr, verwirfst du mich, *
warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?

Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, *
deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.

Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, *
deine Schrecken vernichten mich.

Sie umfluten mich allzeit wie Wasser *
und dringen auf mich ein von allen Seiten.

Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; *
mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.

Antiphon

Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

KURZLESUNG Jer 14,9

Du bist in unsrer Mitte, Herr, und dein Name ist über uns ausgerufen; verlass uns nicht, Herr, unser Gott!

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Allmächtiger Gott, dein eingeborener Sohn ist hinabgestiegen in die Nacht des Todes und auferstanden. Gib, dass wir alle Tage durch den Glauben ihm verbunden bleiben, damit wir einst mit ihm auferstehen zum neuen Leben. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

Freitag, 26. Juni 2026

12. Woche Jahreskreis

Stundenbuch: Psalmen der IV. Woche.

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.