"Könnte man statt #clickbaitphilosophy auch #clickbaittheology machen?", fragte die Schweizer Theologiestudentin Evelyne Baumberger spät am Mittwochabend auf Twitter. Schon seit Tagen blödelte die philosophische Szene unter dem Philosophie-Hashtag. Die Idee kam auch bei den Theologen an: Hunderte Tweets erzählen biblische Geschichten und theologische Inhalte – so wie man sie formulieren würde, um einen schnellen, billigen Klick abzustauben. "Clickbait", wörtlich "Klickköder", bezeichnet die Online-Unsitte, wesentliche Informationen in der Überschrift zu verschweigen und durch überspitzte Formulierungen zum Klicken zu verleiten.
Was sonst ein Ärgernis in sozialen Netzen ist, wird hier zum großen Spaß. Binnen Minuten antwortete @GebanTuterkoj gut lutherisch: "The 95 simple life hacks that will change you church-experience forever" – "95 ganz einfache Tricks, die deinen Eindruck von der Kirche für immer verändern werden".
Was dann passierte, wird Sie überraschen!
Kaum zu glauben! Wie dieser einfache Zimmermann tausende Follower bekommen hat
Gleichnis Nr. 5 hat mich richtig geflasht!
Du dachtest Luther war krass? Diese Typen rocken die Reformation so richtig!
Gott schuf Welt, was dann geschah, kann man kaum glauben!
Oh, là, là – so geil war der Nahe Osten
Heilig & lecker – diese Superfood-Trends musst du probieren!
So süß! Dieser Opa droppt die nicesten lines!
Alle Tweets zu #clickbaittheology
Auf Twitter kann jeder bei der Clickbait-Theologie mitmachen: Tweet ausdenken, Hashtag #clickbaittheology dazu, fertig! Alle Tweets gibt's hier.
#clickbaittheology auf Twitter