Heiner Wilmer, ernannter Bischof von Hildesheim und ehemaliger Generaloberer der Herz-Jesu-Priester.
Venezolanischer Theologe Codorniu leitet künftig die Gemeinschaft

Dehonianer wählen Nachfolger von Heiner Wilmer

Im April wurde Heiner Wilmer zum Bischof von Hildesheim ernannt. Sein Amt als Generaloberer der Dehonianer musste er deshalb abgeben. Jetzt hat die Ordensgemeinschaft einen Nachfolger gewählt.

Rom - 21.07.2018

Die Ordensgemeinschaft der Dehonianer wird künftig von dem venezolanischen Theologen Carlos Luis Suarez Codorniu geleitet. Die Generalversammlung der Gemeinschaft wählte den 52-Jährigen in Rom für zunächst sechs Jahre zum neuen Generaloberen, wie der Orden am Freitagabend mitteilte. Suarez löst den Deutschen Heiner Wilmer (57) ab, der nach drei Jahren an der Ordensspitze im April von Papst Franziskus zum Bischof von Hildesheim ernannt worden war. Der aus Schapen im Emsland stammende Wilmer wird am 1. September im Hildesheimer Dom zum Bischof geweiht und in sein Amt eingeführt.

Suarez, geboren am 2. September 1965 in Las Palmas auf den Kanarischen Inseln, legte seine ersten Ordensgelübde 1984 ab und empfing 1990 die Priesterweihe. Nach Studien in Spanien und Venezuela spezialisierte er sich am Päpstlichen Institut für Bibelwissenschaften in Rom in dem Fach und promovierte an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Suarez gehört der Ordensprovinz Venezuela an. Er ist Rektor des Theologischen Instituts für Ordensleute und Dekan der theologischen Fakultät an der Katholischen Universität Andres Bello in Caracas.

Die 1878 von Leon Gustave Dehon (1843-1925) gegründete Gemeinschaft der Dehonianer, die auch Herz-Jesu-Priester genannt werden, zählt in 460 Niederlassungen weltweit etwa 2.170 Mitglieder; davon sind rund 1.580 Priester. Zentren in Deutschland sind das Ausbildungshaus in Freiburg, das Provinzialat in Neustadt an der Weinstraße, das Ordensgymnasium im emsländischen Handrup und die rheinland-pfälzische Wallfahrtsort Maria Martental bei Leinkaul. (KNA)