Pfarrer in Berlin getötet – Verdächtiger gefasst
Priester leitete französischsprachige Gemeinde

Pfarrer in Berlin getötet – Verdächtiger gefasst

Der Pfarrer der französischsprachigen Gemeinde Berlins ist Opfer eines Tötungsdelikts geworden. Das Erzbistum reagierte mit Bestürzung. Die Polizei konnte inzwischen einen Tatverdächtigen fassen.

Berlin - 23.02.2018

Bei einem Streit im Büro der französischsprachigen katholischen Gemeinde in Berlin ist ein Pfarrer aus Kongo-Brazzaville getötet worden. Der mutmaßliche Täter wurde am Freitag festgenommen. Warum es am späten Donnerstag im Ortsteil Charlottenburg zu dem Streit kam, stand laut Polizei noch nicht endgültig fest. Am Sonntag soll in einem Gottesdienst an den getöteten 54-Jährigen erinnert werden. Das Erzbistum Berlin teilte mit: "Wir trauern um den Pfarrer der Gemeinde."

Die Polizei war gegen 23 Uhr alarmiert worden, weil Zeugen den lauten Streit in französischer Sprache zwischen zwei Männern gehört hatten. Als die Polizei eintraf, fand sie eine männliche Leiche. "Die Auffindesituation deutete auf ein Tötungsdelikt hin", teilte die Polizei mit. Eine Obduktion habe diesen Verdacht bestätigt. Der Verdächtige wurde am Freitag gegen 12 Uhr auf dem Dachboden eines Wohnhauses im Bezirk Reinickendorf gefasst. Über die Identität des mutmaßlichen Täters wurde zunächst nichts mitgeteilt.

Die Gemeinde "Paroisse Catholique Francophone" gibt es nach eigenen Angaben seit 1945. Sie gehört wie die anderen katholischen Gemeinden nichtdeutscher Muttersprache in Berlin dem Erzbistum an. In der Hauptstadt leben nach Angaben der Gemeinde etwa 10.000 Franzosen und einige Tausend französischsprachige Ausländer aus der ganzen Welt. (tmg/dpa/KNA)