Kardinal Joseph W. Tobin ist Erzbischof von Newark.
Erzbischof Joseph Tobin entschuldigt sich nach Beschwerden

Kardinal twittert: "Gute Nacht, Baby, ich liebe dich"

USA - US-Erzbischof Joseph Tobin hat mit einer Twitter-Botschaft für Verwirrung gesorgt: "Gute Nacht, Baby, ich liebe dich", hieß es darin. Schnell hagelte es Kritik. Das steckt wirklich hinter dem Tweet.

Newark - 26.02.2018

Der US-amerikanische Kardinal Joseph Tobin hat sich für eine Twitter-Botschaft aus der vergangenen Woche entschuldigt. "Nighty-night, baby, I love you" (deutsch: "Gute Nacht, Baby, ich liebe dich") hieß es in dem Tweet des Newarker Erzbischofs, wie die katholische Zeitung "The Tablet" am Montag berichtete. "Als ich am Mittwoch im Flugzeug saß, habe ich aus Versehen eine Nachricht getwittert, die als Privatmitteilung an eine meiner Schwestern gedacht war", erklärte der Kardinal den Vorfall am Freitag per Twitter.

Als er zwei Stunden später in Newark angekommen sei, hätten ihn Freunde über den Fehler informiert "und ich habe es sofort gelöscht", so Tobin weiter. Der Tweet, der als Nachricht an eine Geliebte missinterpretiert werden konnte, hatte sich dennoch weit verbreitet. "Ich möchte mich bei den Priestern und Gläubigen der Erzdiözese Newark entschuldigen, wenn meine Unachtsamkeit Verwirrung und Verlegenheit verursacht hat", twitterte der Kardinal. Er verspreche, bei der Medien-Nutzung künftig vorsichtiger zu sein.

Ein gefundenes Fressen war der vermeintliche Zölibatsbruch für Gruppen, die der Flüchtlingspolitik Tobins skeptisch gegenüberstehen. Diese hatten den Kardinal dem Bericht zufolge für seinen Tweet heftig kritisiert. Tobin prangert immer wieder die Notlage von Flüchtlingen an und betont die Verantwortung von Christen gegenüber Asylsuchenden. Dass es sich um eine versehentlich versendete Privatnachricht gehandelt hat, betonte infolge der Kritik auch der Sprecher des Erzbistums Newark, Jim Goodness. (tmg)