Mit Gebeten durch die Fastenzeit
Katholisch.de begleitet Sie bis Ostern: Jeden Sonntag ein neuer Impuls

Mit Gebeten durch die Fastenzeit

Katholisch.de begleitet Sie durch die Fastenzeit: Jeden Sonntag bis Ostern gibt es das Gebet einer Gastautorin oder eines Gastautoren. Am zweiten Fastensonntag, "Reminiscere": Pater Philipp Meyer, Benediktinerpater aus der Abtei Maria Laach.

Bonn - 07.03.2021

Oculi – Dritter Fastensonntag

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Jesus.

– Ja?

Wir sollen unsern Tempel niederreißen?!

– Warum nicht?!

Na, er ist heilig. Gott geweiht. Ein guter Ort.

– Ach, ist er das? Was sollen dann die vielen Tauben hier? Räumt wenigstens mal auf, wenn ihr das Niederreißen schon nicht wollt.

Ja, aber…

– Was?

Wir kennen es nur so. Mit Tauben, Opfertieren, Geld.

– Ach du… Ihr könnt das alles niederreißen. Gott wird nämlich seinen Tempel für euch neu errichten! Wir…

– …ja?

Wir wagen es nicht.

– Habt keine Angst. Vertraut mir doch. Räumt bitte auf. Die Tauben und dies viele hindern euch.

Nur wie?

– Fang an. Ich helf euch. Amen.

Von Regina M. Illemann

Reminiscere – Zweiter Fastensonntag

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Ein Dankpsalm

Ich danke dir, Herr, denn du bist gut!

Trotz Kälte und Härte in Welt und Kirche, in meinem Leben;

trotz Egoismus und Lieblosigkeit in Welt und Kirche, in meinem Leben;

trotz Traurigkeit und Resignation in Welt und Kirche, in meinem Leben –

Ich danke dir!

Doch wegen deiner Gegenwart löst sich Ignoranz und wandelt sich in Gemeinschaft in Welt und Kirche, in meinem Leben;

wegen deiner Gegenwart zerbrechen Mauern und wandeln sich zu Türen in Welt und Kirche, in meinem Leben;

wegen deiner Gegenwart vergeht Dunkelheit und wandelt sich in Licht in Welt und Kirche, in meinem Leben –

Ich danke dir!

Herr, für deine Gegenwart in Welt und Kirche, in meinem Leben danke ich dir, denn du bist gut!

Von Pater Philipp Meyer

Invocabit – Erster Fastensonntag

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Aussteigen, mit Dir, vierzig Tage lang.

Einsteigen in die Wüste.

Auch dieses Jahr, trotz allem.

Ob wir dort mit Dir lernen können?

Wie schön der freie Raum sein kann.

Wie schwer die Einsamkeit und wie sie doch bestanden wird.

Wie Deine Engel immer da sind, Boten Deiner Gegenwart.

Mit Dir können wir uns auch den bösen Geistern stellen,

Geistern der Vergangenheit und Geistern unserer Bitterkeit,

Geistern der Hirngespinste und der Ängste.

Wir steigen aus – um wieder einzusteigen,

in Deine Fußspuren, auf dem Weg zu den Menschen,

als Deine Botinnen und Boten, die zaghaft ahnen, dass Dein Reich nahe ist

und Deine Auferstehung und Dein Leben sowieso. Amen.

Von Schwester Katharina Kluitmann