Rupert und Virgil

Rupert und Virgil waren zwei Bischöfe im 8. Jahrhundert. Rupert, wahrscheinlich aus dem rheinfränkischen Gebiet, war zuerst Bischof von Worms, ging dann als Missionar nach Bayern, wo er von Herzog Theodo in Regensburg aufgenommen und unterstützt wurde. Um 700 gründete Rupert das Bistum Salzburg und errichtete dort das Kloster und die Schule von Sankt Peter. Er gewann auch seine Nichte (oder Schwester) Erentrudis für das Missionswerk und baute für sie das Kloster Nonnberg. Es ist das weltweit älteste Frauenkloster mit einer ununterbrochenen Tradition. Um der armen Bevölkerung der Gegend zu helfen, förderte er die Salzgewinnung; er gab der Stadt Juvavum den Namen Salzburg. Rupert starb am 27. März um 718. Virgil mit dem Beinamen "der Geometer" war ein gelehrter Ire. Er kam 745 nach Bayern, wurde Abt von Sankt Peter und Bischof der Diözese Salzburg. Die Bischofsweihe empfing er erst 767. Er begann die Missionierung der Slawen, die im heutigen Kärnten wohnten, und baute den Dom von Salzburg, den er am 24. September 774 zu Ehren des hl. Rupert einweihte. Er starb 784 und ist im Salzburger Dom bestattet.

Das Bild zeigt einen Blick über Salzburg auf den Nonnberg.

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Gebet des Tages

Gott, unser Heil,
in deiner wunderbaren
Vorsehung hast du bestimmt,
dass das Reich Christi
sich über die ganze Erde ausbreiten soll.

Du willst, dass alle Menschen
von ihrer Schuld erlöst und gerettet werden.

Lass deine Kirche leuchten
als Zeichen des allumfassenden Heiles.

Hilf ihr,
das Geheimnis deiner Liebe zu verkünden
und es an den Menschen wirksam zu machen.

(aus der Tagesliturgie)

Spr 3, 27-35

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter

Mein Sohn, versag keine Wohltat dem, der sie braucht, wenn es in deiner Hand liegt, Gutes zu tun. Wenn du jetzt etwas hast, sag nicht zu deinem Nächsten: Geh, komm wieder, morgen will ich dir etwas geben.

Sinne nichts Böses gegen deinen Nächsten, der friedlich neben dir wohnt. Bring niemand ohne Grund vor Gericht, wenn er dir nichts Böses getan hat.

Beneide den Gewalttätigen nicht, wähle keinen seiner Wege; denn ein Gräuel ist dem Herrn der Ränkeschmied, die Redlichen sind seine Freunde.

Der Fluch des Herrn fällt auf das Haus des Frevlers, die Wohnung der Gerechten segnet er. Die Zuchtlosen verspottet er, den Gebeugten erweist er seine Gunst. Die Weisen erlangen Ehre, die Toren aber häufen Schande auf sich.

Lk 8, 16-18

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit sprach Jesus: Niemand zündet ein Licht an und deckt es mit einem Gefäß zu oder stellt es unter das Bett, sondern man stellt das Licht auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, es leuchten sehen.

Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird und an den Tag kommt. Gebt also acht, dass ihr richtig zuhört! Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er zu haben meint.