Ramwold von Regensburg

Ob Ramwold, Romuold oder Ramwod – in keiner Schreibweise findet dieser Vorname heute in Deutschland weite Verbreitung. Schade eigentlich, denn dieser Tagesheilige passt erstaunlich gut in unsere Zeit. Ramwold wurde um das Jahr 900 herum geboren und lebte zunächst als Benediktinermönch im Kloster St. Maximin in Trier. Dort lernte er Bischof Wolfgang, den heutigen Patron des Bistums Regensburg, kennen. Bischof Wolfgang wollte die damals übliche Personalunion von Abt und Bischof beenden. Darum suchte er nach einem geeigneten Nachfolger als Abt des bedeutenden Klosters St. Emmeram (siehe Bild) und seine Wahl fiel auf Ramwold. So begann seine eigentliche Karriere erst im hohen Alter - 975 zog der um die 70 Jahre alte Ramwold nach Regensburg. Ramwold führte St. Emmeram zu kultureller Blüte und reformierte das Klosterleben so erfolgreich, dass europaweit andere Benediktiner Ramwolds Beispiel folgten. Seine fromme Lebensweise soll selbst den späteren Kaiser Heinrich II. tief beeindruckt haben. Ramwold wird heute als Seliger verehrt.

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Gebet des Tages

Bitte Gott jeden Tag neu darum,
Liebe für deine Brüder und Schwestern
in dein Herz auszugießen und
Liebe für dich in ihr Herz zu säen.

Gott verweigert einer Gemeinschaft nichts,
die so zu ihm betet;
denn er will, dass wir einander lieben,
wie er selbst uns geliebt hat.

(Pierre-Marie Delfieux, Gründer der monastischen
Gemeinschaften von Jerusalem)

2 Kor 6, 1-10

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Schwestern und Brüder!

Als Mitarbeiter Gottes ermahnen wir euch, dass ihr seine Gnade nicht vergebens empfangt. Denn es heißt: Zur Zeit der Gnade erhöre ich dich, am Tag der Rettung helfe ich dir. Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt ist er da, der Tag der Rettung.

Niemand geben wir auch nur den geringsten Anstoß, damit unser Dienst nicht getadelt werden kann. In allem erweisen wir uns als Gottes Diener: durch große Standhaftigkeit, in Bedrängnis, in Not, in Angst, unter Schlägen, in Gefängnissen, in Zeiten der Unruhe, unter der Last der Arbeit, in durchwachten Nächten, durch Fasten, durch lautere Gesinnung, durch Erkenntnis, durch Langmut, durch Güte, durch den Heiligen Geist, durch ungeheuchelte Liebe, durch das Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und in der Linken, bei Ehrung und Schmähung, bei übler Nachrede und bei Lob. Wir gelten als Betrüger und sind doch wahrhaftig.

Wir werden verkannt und doch anerkannt; wir sind wie Sterbende, und seht: wir leben; wir werden gezüchtigt und doch nicht getötet; uns wird Leid zugefügt, und doch sind wir jederzeit fröhlich; wir sind arm und machen doch viele reich; wir haben nichts und haben doch alles.

Mt 5, 38-42

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.

Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.