Niklaus von Flüe

Nikolaus von Flüe (1417-1487) oder Bruder Klaus, wie er sich selbst nannte, ist der Nationalheilige der Schweiz und war einer der letzten Mystiker des Spätmittelalters. Er lebte zunächst als Bergbauer, Ratsherr und Richter in Flüeli in der Zentralschweiz, war mit Dorothea verheiratet und wurde Vater von zehn Kindern. Mit 50 Jahren gab er nach langem Ringen – und mit Einverständnis seiner Frau – dem Wunsch nach, Gott in größter Einsamkeit zu dienen. Nikolaus von Flüe verließ 1467 Hof und Familie und ließ sich als Einsiedler nieder. Von überall her kamen Besucher zu Bruder Klaus. Er vermittelte sogar in politischen Uneinigkeiten und bewahrte 1481 die Schweiz vor einer dauerhaften Spaltung. Gestorben ist er am 21. März 1487. Er wurde 1947 heiliggesprochen.

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Gebet des Tages

Gott und Vater aller Menschen.
Du willst, dass wir in deinem Namen
Frieden bringen, wo Zwietracht herrscht,
Glauben wecken, wo Zweifel um sich greift,
die Hoffnung beleben,
wo Traurigkeit die Menschen lähmt.
Hilf uns, dass wir deine Liebe bekannt machen.

(aus der Tagesliturgie)

Spr 21, 1-6.10-13

Lesung aus dem Buch der Sprichwörter

Wie ein Wasserbach ist das Herz des Königs in der Hand des Herrn; er lenkt es, wohin er will. Jeder meint, sein Verhalten sei richtig, doch der Herr prüft die Herzen.

Gerechtigkeit üben und Recht ist dem Herrn lieber als Schlachtopfer. Hoffart der Augen, Übermut des Herzens - die Leuchte der Frevler versagt.

Die Pläne des Fleißigen bringen Gewinn, doch der hastige Mensch hat nur Mangel. Wer Schätze erwirbt mit verlogener Zunge, jagt nach dem Wind, er gerät in die Schlingen des Todes.

Das Verlangen des Frevlers geht nach dem Bösen, sein Nächster findet bei ihm kein Erbarmen. Muss der Zuchtlose büßen, so wird der Unerfahrene weise, belehrt man den Weisen, so nimmt er Einsicht an.

Der Gerechte handelt klug am Haus des Frevlers, wenn er die Frevler ins Unheil stürzt. Wer sein Ohr verschließt vor dem Schreien des Armen, wird selbst nicht erhört, wenn er um Hilfe ruft.

Lk 8, 19-21

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm; sie konnten aber wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen. Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen. Er erwiderte: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln