Weihnachten
Reich bebilderte Bibel auf dem Altar. Daneben brennt eine Kerze.
Bischöfe rufen an Heiligabend zur Aufnahme von Flüchtlingen auf

Aufruf zur Solidarität

Die deutschen Bischöfe haben in ihren Weihnachtsgottesdienste für die Aufnahme von Flüchtlingen und für Solidarität mit Ausgegrenzten und Armen geworben. Sie warnten zugleich davor, missbräuchlich mit christlichem Gedankengut gegen Ausländer und Flüchtlinge Stimmung zu machen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, nannte Weihnachten eine "Revolution ohne Vergleich".
Pegida
Pegida-Demo in Dresden
Politik und Kirchen erneuern Distanzierung von Pegida

Ein vergiftender Tropfen...

Politik und Kirchen haben sich erneut von der islamkritischen Pegida-Bewegung distanziert. Gerade die komplexe Mischung der Teilnehmer mache die Bewegung problematisch, lautete deren Stoßrichtung. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, warnte davor, die Demonstrationen "so hochzuziehen, als sei es eine wichtige politische Bewegung in unserem Land". Zwar sei es "sehr wichtig", alle Sorgen und Ängste der Teilnehmer aufzunehmen.
Kirche
Die "Baustellen" der Kirche in Deutschland 2015

Familie, Finanzen und Umbrüche

Pegida-Demonstrationen, Sterbehilfe, die Aufnahme von Flüchtlingen und Zuwanderern: Viele politische Debatten, die das vergangene Jahr geprägt haben, werden 2015 fortgeführt - und weiterhin auch die katholische Kirche in Deutschland beschäftigen. Gleiches gilt für die meisten innerkirchlichen Themen, etwa für das Bestreben nach mehr Transparenz in Finanzfragen, ausgelöst durch den Skandal um die millionenschweren Bauten des früheren Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst.
Diplomatie
Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic, im Interview
Nuntius Nikola Eterović spricht über sein erstes Jahr in Deutschland

"Deutsche Kirche will das Evangelium leben"

Seit November 2013 ist Nikola Eterovic (63) der Apostolische Nuntius in Deutschland . Als Gesandter des Papstes vertritt er diesen sowohl gegenüber der Kirche in Deutschland, als auch gegenüber dem Staat. Im Interview mit katholisch.de berichtet der kroatische Erzbischof von seinem Verhältnis zur Bundeskanzlerin, seinem Einfluss auf Bischofsernennungen und seiner Meinung zur Pegida-Bewegung.
Bistum Erfurt
Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr vor dem Erfurter Dom.
Bischof Ulrich Neymeyr über Pegida, die SED und sein erstes Weihnachten in Erfurt

"Begegnungen ermöglichen Symphatie"

Seit dem 22. November steht Bischof Ulrich Neymeyr an der Spitze des Bistums Erfurt . Trotz prallem Kalender sitzt er entspannt vorn im Dienstwagen und spricht zwischen zwei Terminen über die aktuellen "Baustellen" und sein erstes Weihnachten in Thüringen. Nach kurzem Überlegen kommt auf jede Frage eine klare, unumwundene Antwort. Neymeyr scheint seinen roten Faden für das Bistum bereits gefunden zu haben.
Gesellschaft
Vertreter verschiedener Religionen rufen zum Protest gegen Pegida auf

Neue Kritik an Pegida

Die Kritik an den Pegida-Demonstrationen, die sich laut ihrem Titel gegen eine Islamisierung des Abendlandes wenden, geht weiter. Nach zum Teil heftigen Protesten verteidigte der Bamberger katholische Erzbischof Ludwig Schick seinen Appell gegen Pegida: "Ein Christ darf nicht bei etwas mitmachen, das ganz oder teilweise nicht mit christlichen Grundsätzen und den Werten des Evangeliums übereinstimmt", schrieb Schick am Sonntag auf der Facebook-Seite des Erzbistums.