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"Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens"

In einer Welt, die oft friedlos und gewalttätig erscheint, beten wir für den Frieden. Mit Schwester Veronika Fricke bitten wir um Hoffnung in der Verzweiflung, um Licht in der Finsternis, um Liebe im Hass.

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,

dass ich liebe, wo man hasst,
dass ich verzeihe, wo man beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist,
dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel quält,
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert,
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste,
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe,
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zu neuem Leben.

Amen.

Das Friedensgebet "Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens" wird oft dem heiligen Franziskus von Assisi zugeschrieben. Wahrscheinlich stammt es aber aus Frankreich. Erstmals wurde es kurz vor dem Ersten Weltkrieg gebetet und gelangte in einer kriegerischen Epoche Europas zu großer Beliebtheit.

Gegen Krieg und Hass, für Frieden und Liebe!