Video: © katholisch.de
Video   00:04:36

Ist Jesus wirklich auferstanden?

Wie kann die Auferstehung wahr sein? Widerspricht sie doch allem, was wissenschaftlich über das Leben und den Tod gesagt wird. Doch die Auferstehung Jesu Christi ist für Christen der Urgrund ihres Glaubens.

Video im Wortlaut

Der Kern unseres Glaubens ist der Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Und immer wieder geht es genau darum. Die Frage ist jetzt allerdings, ist das alles nur eine schöne nette Geschichte, die mir ein gutes Gefühl gibt, oder gibt es gute Gründe an die Auferstehung Jesu zu glauben?

Wenn man heute sagt, dass man an die Auferstehung eines Toten glaubt, wird man relativ schnell als naiv und leichtgläubig abgestempelt. Und es werden scheinbar "achso" vernünftige Gründe angeführt, um einem deutlich zu machen, wie unsinnig der Glaube ist. Ein ziemlich umfassendes Argument ist die Unterstellung, dass die ganze Sache mit der Auferstehung eine bloße Lüge sei. Wenn dem allerdings so wäre, hätte man damals, als die Jünger erzählten Jesus sei von den Toten auferstanden, nur zum Grab gehen müssen und nachzuschauen, liegt Jesus noch drin oder liegt er nicht drin. Wenn der tote Jesus im Grab gelegen hätte, dann wäre es einfach gewesen den Jüngern zu sagen: "Ihr seid doch bescheuert, ihr erzählt Jesus sei auferstanden und da liegt er im Grab. Schaut ihn euch an." Jesus kann also nicht mehr im Grab gelegen haben, ansonsten hätte die ganze Botschaft von der Auferstehung von Anfang an überhaupt keinen Sinn gehabt und überhaupt keine Anhaltspunkte besessen.

Da wird gerne gesagt, die Jünger hätten schlicht und ergreifend den Leichnam Jesu geklaut. Allerdings muss man dann auch erklären, wie es Bauern und Fischern gelungen sein soll römische Wachsoldaten auszuschalten und einen schweren Stein vom Grab wegzuwälzen – der zudem noch mit einem römischen Siegel Versehen war. Gerne wird dann gesagt, die römischen Soldaten wären eingeschlafen. Wenn die römischen Soldaten wirklich eingeschlafen wären, woher hätten sie dann wissen sollen, dass es die Jünger waren, die den Leichnam Jesu geklaut haben? Außerdem: Römische Wachsoldaten, die ihre Pflicht verletzt hätten und zudem auch noch schwer bewaffnet waren, wären für diese Pflichtverletzung schlicht und ergreifend umgebracht worden.

Und als Letztes zieht man sich gerne noch auf das Argument zurück, dass die Jünger lediglich eine Halluzination hatten. Oder durch irgendein Ereignis in sich zu der Gewissheit gekommen sind, Jesus Christus ist wieder unter uns. Wenn das so wäre, müsste man allerdings erklären, wie bis zu 500 Personen zur selben Zeit, an unterschiedlichen Orten die gleiche Halluzination haben konnten. Und man muss auch erklären, wieso die Jünger sich für eine Halluzination irgendwann schlicht und ergreifend umbringen lassen. Denn diese Überzeugung, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, war lebensgefährlich. Christen wurden verfolgt, wurden wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen, wurden selbst wieder gekreuzigt und als lebendige Fackeln abgebrannt.

Und das alles nur für eine Halluzination? Wird grundlegend in Frage gestellt, ob diese ganze Sache mit Jesus und der Kreuzigung denn überhaupt stattgefunden hat, lässt sich dagegen halten, dass sich bedeutende römische Geschichtsschreiber nicht nur für das, was am Rande einer unbedeutenden Provinz passierte interessierten, sondern das Ganze auch noch dokumentiert haben. Flavius Josephus und Tacitus, beide haben über Jesus und seine Kreuzigung berichtet. Warum sollten sie das tun, wenn das alles so unwichtig wäre?

Die Auferstehung von den Toten ist nicht nur einfach ein Märchen oder irgendeine erfundene Geschichte. Die Auferstehung von den Toten ist ein Ereignis, das wirklich stattgefunden hat und für das ich gute Gründe und gute Belege anführen kann. Und deswegen habe ich in aller Konsequenz auch gute Gründe, darauf zu hoffen und daran zu glauben, dass es eine Auferstehung von den Toten geben wird. Eben nicht nur für Jesus, sondern auch für mich.

Im Video-Format "Glaube.Leben." beantwortet Christian Olding Fragen, die sich jeder irgendwann mal stellt. Die katholisch.de-Serie will Orientierung für das eigene Leben mit dem Glauben geben. Aus seiner persönlichen und beruflichen Erfahrung heraus, nimmt Christian Olding den Zuschauer an die Hand. Dabei bedient er sich in gewohnter Manier klarer Worte und Bilder. Jeden zweiten Dienstag erscheint eine neue Folge auf katholisch.de und in unserem Youtube-Kanal.