Ein Mann wird zum Priester geweiht
Leichter klerikaler Aufschwung in der Alpenrepublik

Mehr Neupriester in Österreich

In Österreich steigt die Zahl der Priesterweihen. Sie liegt auch im Vergleich mit anderen Jahren des noch jungen Jahrhunderts höher – ist von früheren Zahlen aber dennoch weit entfernt.

Wien - 15.05.2019

In Österreich gibt es dieses Jahr 26 Neupriester und damit mehr als im Vorjahr (24). Laut dem Österreichischen Rundfunk liegt die Anzahl der Neuweihen knapp über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahren, in denen jeweils zwischen 20 und 30 Männer zu Priestern geweiht wurden. Nur im Jahr 2011 lag die Zahl mit 33 über diesem Schnitt.

In vergangenen Jahrzehnten waren es dagegen deutlich mehr: In den 1970er Jahren waren es durchschnittlich 74, in den 1980er Jahren 52 und 50 in den 1990er Jahren. Insgesamt gibt es in der Alpenrepublik etwa 3.800 Priester.

Die diesjährigen Neugeweihten kommen mit unterschiedlichen Vorgeschichten ins Amt: Der Jüngste ist 23, der Älteste 60 Jahre alt – im Schnitt sind die Kleriker 37. Unter den Spätberufenen dieses Jahrgangs sind Juristen, Physiker und Pharmazeuten genauso wie vormalige Tischer, Politikberater und Krankenpfleger. Die meisten sind gebürtige Österreicher, neun sind anderswo geboren – vor allem in anderen europäischen Ländern. (cph)