Wiener Stephansdom erhält Reliquie von Johannes Paul II.
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Diesmal kein Blut des Heiligen

Wiener Stephansdom erhält Reliquie von Johannes Paul II.

In vielen Kirchen befinden sich inzwischen Reliquien des 2014 heiliggesprochenen Papstes Johannes Paul II. Nun zählt auch der Wiener Stephansdom dazu. In diesem Fall gab es jedoch keine Blutreliquie.

Wien - 06.05.2019

Die Wiener Stephansdom hat eine Reliquie von Johannes Paul II. erhalten. Die feierliche Übergabe fand am Sonntagabend im Rahmen eines Gottesdienstes statt, wie die Presseagentur Kathpress berichtet. Dem Gottesdienst stand der Lemberger Erzbischof Mieczyslaw Mokrzycki vor, einstiger Papst-Sekretär und Vertrauter von Johannes Paul II. Bei der Reliquie handelt es um eine Kapsel mit Haaren des Heiligen, für die noch ein dauerhafter Platz in der Kathedrale gesucht werden soll.

Das Ereignis sei "von vielen Menschen mit großer Freude erwartet" worden, auch da der 2014 heiliggesprochene Johannes Paul II. selbst dreimal den Stephansdom besucht hat, hatte die Dompfarre im Vorfeld auf Facebook mitgeteilt.

Johannes Paul II. wurde am 18. Mai 1920 mit dem bürgerlichen Namen Karol Wojtyla in Wadowice (Polen) geboren. Er war von 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod 26 Jahre und fünf Monate lang Papst der römisch-katholischen Kirche. Ein längeres Pontifikat ist nur für Pius IX. belegt. Johannes Paul II. starb am 2. April 2005 in seinen Privatgemächern in der Vatikanstadt. Am 1. Mai 2011 sprach ihn sein Nachfolger Papst Benedikt XVI. in Rom selig, am 27. April 2014 sprach Papst Franziskus ihn heilig. Reliquien des Heiligen befinden sich inzwischen in zahlreichen Kirchen, bei vielen handelt es sich um Blutampullen. (tmg/KNA)