Im Jahr 2015 wurde Angelo De Donatis von Papst Franziskus in der Lateranbasilika zum Bischof geweiht.
Papst ernennt neuen Stellvertreter

Bistum Rom: Personalwechsel an der Spitze

Bistum Rom - Das Bistum Rom hat innerhalb der katholischen Kirche eine Sonderrolle: Sein Bischof ist als Papst zugleich Oberhaupt aller Katholiken. Nun gibt es einen Personalwechsel an der Spitze der Diözese.

Vatikanstadt - 26.05.2017

Papst Franziskus hat den bisherigen Weihbischof Angelo De Donatis (63) zu seinem Stellvertreter im Bistum Rom ernannt. Zugleich nahm er am Freitag den Rücktritt des 77-jährigen bisherigen Kardinalvikars Agostino Vallini an. Dieser hatte seit 2008 Benedikt XVI. und nachfolgend Franziskus in der seelsorglichen und administrativen Leitung des Papst-Bistums unterstützt; zugleich war er Erzpriester der Lateranbasilika. De Donatis folgt ihm in beiden Ämtern. Traditionell ist mit der Aufgabe des "Generalvikars Seiner Heiligkeit für das Bistum Rom" der Kardinalstitel verbunden.

Der am 4. Januar 1954 im süditalienischen Lecce geborene De Donatis studierte unter anderem an der Päpstlichen Lateran-Universität und der Gregoriana in Rom, wo er sich in Moraltheologie spezialisierte. Nach drei Jahren als Priester in seinem Heimatbistum Nardo-Gallipoli wechselte er 1983 nach Rom. Dort war er zunächst in der Pfarrseelsorge, dann als Archivar im Sekretariat des Kardinalskollegiums und als Leiter des Klerus-Büros des Bistums Rom tätig. Zeitweise war er auch Mitglied des diözesanen Priesterrats.

De Donatis ist 2015 Weihbischof

Nach weiteren Aufgaben, darunter als geistlicher Leiter des römischen Priesterseminars und Pfarrer der Kirche San Marco am Kapitol, wurde er im September 2015 von Franziskus zum Weihbischof ernannt. Zuvor hatte er 2014 die Fastenexerzitien für den Papst und die römische Kurie gehalten. De Donatis ist seit 1989 Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. (KNA)

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Franziskus sucht einen Nachfolger für den bisherigen Kardinalvikar des Bistums Rom, den 77-jährigen Agostino Vallini. Dabei geht er laut Medienberichten sehr ungewöhnlich vor. (Artikel von März 2017)