Turiner Erzbischof spricht von "tiefem moralischen Elend"

Reliquie mit Gehirn Don Boscos geraubt

Aktualisiert am 03.06.2017  –  Lesedauer: 
Don Johannes Bosco.
Bild: © KNA
Kriminalität

Rom/Turin ‐ Don Bosco ist einer der bekanntesten Heiligen in Italien und die Kirche über seinem Geburtshaus in Castelnuovo ein vielbesuchter Pilgerort. Dort haben Diebe nun eine Hirnreliquie des Heiligen gestohlen.

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Unbekannte haben eine Reliquie mit dem Gehirn des heiligen Don Bosco (1815-1888) aus der Don-Bosco-Kirche im italienischen Castelnuovo geraubt. Wie italienische Medien am Samstag meldeten, ist das Behältnis seit Freitagabend von seinem Aufbewahrungsort hinter dem Hauptaltar der Unterkirche der Basilika verschwunden. Nachforschungen seien im Gang.

Der Erzbischof von Turin, Cesare Nosiglia, äußerte sich empört über den Vorfall. Es sei ein Zeichen eines "tiefen moralischen Elends", wenn ein Symbol des Glaubens geraubt werde, betonte der Erzbischof in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung. An den oder die Täter appellierte er, die Reliquie sofort und bedingungslos zurückzugeben, um "dieses schmerzliche Kapitel zu schließen".

Der Priester Giovanni Bosco widmete sich in der aufstrebenden Industriestadt Turin besonders der Fürsorge benachteiligter Jugendlicher. Auf ihn geht der Orden der Salesianer Don Boscos zurück. Die 1984 geweihte Basilika über seinem Geburtshaus in Castelnuovo ist Anziehungspunkt zahlreicher Pilger. (KNA)