Bischof Dr. Friedhelm Hofmann (links) überreicht Papst Franziskus bei einer Audienz auf dem Petersplatz eine Ausgabe des neuen "Gotteslob".
Vatikan und Diözese Würzburg verkünden Entscheidung

Jetzt offiziell: Papst nimmt Hofmanns Rücktritt an

Bereits am Sonntag hatte es der Apostolische Nuntius in Deutschland verraten. Jetzt bestätigen der Vatikan und die Diözese: Friedhelm Hofmann ist nicht mehr Bischof von Würzburg.

Würzburg - 18.09.2017

Friedhelm Hofmann ist nun auch offiziell nicht mehr Bischof von Würzburg. Der Vatikan und die Diözese gaben am Montagmittag zeitgleich bekannt, dass Papst Franziskus den Rücktritt Hofmanns angenommen hat. Bereits am Sonntag hatte der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, die Entscheidung des Papstes bei einer Ansprache in Würzburg verraten. Anlass war das 25-jährige Bischofsjubiläum Hofmanns, das dieser mit einem Festakt sowie einem Pontifikalamt begangenen hatte.

Bischöfe sind mit dem Erreichen des 75. Lebensjahres dazu verpflichtet, dem Papst ihren Rücktritt anzubieten. Hofmann hatte diese Altersgrenze bereits im Mai erreicht, durfte aber bis zum 25. Jahrestag seiner Bischofsweihe am Sonntag im Amt bleiben. Der gebürtige Kölner leitete das fränkische Bistums mit rund 750.000 Katholiken seit 2004. Zuvor war er zwölf Jahre Weihbischof im Erzbistum Köln.

Das Würzburger Domkapitel wird am Donnerstag für die kommissarische Verwaltung des Bistums in der bischofslosen Zeit einen Diözesanadministrator wählen. Der besitzt gemäß Kirchenrecht alle Rechte und Pflichten eines Bischofs, darf jedoch nichts verfügen, was in die Rechte eines neuen Bischofs eingreifen könnte – so etwa das Errichten oder Auflösen von Pfarreien. Bis zur Wahl führt Ulrich Boom (69) als dienstältester Weihbischof die Geschäfte. Mit dem Rücktritt des Bischofs erlischt zugleich auch das Amt von Generalvikar Thomas Keßler. (bod)