2016 war Ampulle mit Blutstropfen gestohlen worden

Kölner Dom hat neue Papstreliquie

Aktualisiert am 24.09.2017  –  Lesedauer: 
Glaube

Köln ‐ Der Glasbehälter herausgebrochen, die Blutreliquie von Papst Johannes Paul II. verschwunden. Jetzt, über ein Jahr nach dem Diebstahl, hat der Kölner Dom Ersatz erhalten. Und der ist gut gesichert.

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Der Kölner Dom hat am Sonntag eine neue Blutreliquie von Papst Johannes Paul II. (1920-2005) erhalten. Sie ersetzt eine am 4. Juni 2016 gestohlene Ampulle, die ein Tüchlein mit einem Blutstropfen des heiliggesprochenen Kirchenoberhauptes enthielt. Begrüßt wurde die neue Reliquie in einem Gottesdienst mit Kardinal Rainer Maria Woelki. Die Messfeier war Höhepunkt der diesjährigen Domwallfahrt unter dem Leitwort "Alle sollen eins sein".

Aufbewahrungsort stärker gesichert

Woelki hatte die Reliquie zu seinem 60. Geburtstag am 18. August 2016 vom Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz erhalten. Der Ort ihrer Aufbewahrung im nördlichen Querhaus des Doms wurde künstlerisch neu gestaltet und stärker abgesichert, wie Dompropst Gerd Bachner und Dombaumeister Peter Füssenich mitteilten.

Unbekannte hatten die erste Reliquie aus dem von dem Düsseldorfer Künstler Bert Gerresheim geschaffenen Schaugefäß, dem sogenannten Reliquiar, herausgebrochen. Dieses wird jetzt durch drei von dem Kölner Bildhauer Matthias Heiermann entworfene Glasscheiben kreisförmig umrahmt. Darauf ist in 14 Sprachen ein Zitat aus der ersten Predigt des polnischen Papstes zu lesen: "Habt keine Angst! Öffnet, ja reißt die Tore weit auf für Christus!" (jhe/KNA)

Bild: ©Polizei Köln

Die gläserne Kapsel ist aus dem Reliquiar herausgebrochen: Wohl am 4. Juni 2016 wurde die Blut-Reliquie von Johannes Paul II. aus dem nördlichen Querhaus des Kölner Doms gestohlen.

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Linktipp: Meisner: "Religiöse Überhitzung" als Tatmotiv

Der inzwischen verstorbene Kardinal Joachim Meisner hatte die Blutreliquie Johannes Pauls II. damals noch kurz vor ihrem Verschwinden berührt. Warum sie gestohlen wurde? Dazu hatte er eine Theorie.