Bei Grippe: 7 Alternativen zum normalen Friedensgruß
Wenn der Handschlag zum Krankheitsüberträger wird

Bei Grippe: 7 Alternativen zum normalen Friedensgruß

Wenn es Herbst wird, raten Ärzte zur Grippeschutzimpfung. Wir haben ein paar Tipps zur natürlichen Abwehr von Viren im Gottesdienst, mit denen Sie zum Beispiel nicht auf den Friedensgruß verzichten müssen. Katholisch.de zeigt Alternativen zum Handschlag.

Von Felix Neumann |  Bonn - 27.10.2019

Noch ist es warm in vielen Teilen Deutschlands, doch die Grippeviren werfen ihren Schatten voraus. Der beste Schutz vor einer Grippeinfektion ist eine frühzeitige Impfung. Auch bestimmte Verhaltensweisen und zusätzliche, gründliche Hygienemaßnahmen können eine Ansteckung mit dem Grippevirus vermeiden. Katholisch.de sammelt Alternativen zum Händeschütteln beim Friedensgruß. Das Ziel: Ansteckungen während der Messe verhindern. 

Zunicken

So geht's: Aufmunternd den Kopf senken und wieder erheben

Vorteile: Einfach, subtil, stört die Andacht nicht.

Nachteile: Eventuelles Zwinkern könnte falsch verstanden werden.

Daumen hoch!

So geht's: Einen, wahlweise zwei Daumen hoch.

Vorteile: Im Facebook-Zeitalter eine universell verständliche Geste guten Willens.

Nachteile: Erst "alles okay", kurz darauf "Herr, ich bin nicht würdig"? Das passt nicht ganz in die Dramaturgie der Messe.

Fingerpistole

So geht's: Faust bilden, Zeigefinger nach vorne, Daumen hoch.

Vorteile: Die Geste zeigt deutlich: Beim Friedensgruß geht es um den konkreten Nächsten. Ja, genau, dich meine ich!

Nachteile: Die Symbolik der Fingerpistole ist recht martialisch; "Friede sei mit dir" und Schusswaffen, das passt nicht unbedingt zusammen.

Lächeln und Winken

So geht's: Sie haben's schon erraten: Lächeln und winken.

Vorteile: Sehr einfache Geste, funktioniert auch über Kirchenbänke und zwischen Altar und Kirchenschiff ohne störendes Umherlaufen.

Nachteile: Gerade bei größeren Entfernungen ist die Koordination schwierig, wer gerade wem den Frieden winkt.

Verbeugung

So geht's: Hände falten, Oberkörper nach vorne beugen.

Vorteile: Eine Verbeugung wird in vielen Kulturen als Zeichen des Respekts verstanden, mit gefalteten Händen wird die spirituelle Dimension deutlich gemacht.

Nachteile: Nur für lose Sitzordnungen geeignet. Bei dichtgepackten Kirchenbänken besteht das Risiko von Kollissionen.

Peace-Zeichen

So geht's: Zeige- und Mittelfinger hoch, die anderen Finger einklappen. Wichtig: Handfläche zum Gegenüber, dieselbe Geste mit dem Handrücken gilt in Großbritannien als Beleidigung.

Vorteile: Was könnte besser für den Friedensgruß geeignet sein als ein Friedenszeichen?

Nachteile: Dank Selfie-Kultur mittlerweile sehr nichtssagendes Zeichen. Und dem Ursprung nach ist die Geste ein "V" für "Victory".

Zwei-Hand-Herz

So geht's: Obere Seite der Zeigefinger (oder alle Finger außer Daumen) zusammenlegen, Spitze des Herzes mit den Daumen bilden.

Vorteile: Ein Zeichen, das von Herzen kommt.

Nachteile: Kompliziert in der Ausführung, kann mit Finger-Codes von Straßengangs verwechselt werden.

Von Felix Neumann

Der Artikel erschien erstmals am 14.01.2018.

Linktipp: Der Friedensgruß: Sinnvoll oder lästig?

Viele Gläubige haben keine Probleme mit ihm, während andere ihn als unangenehmen Zwang empfinden: Der Friedensgruß während der Eucharistiefeier ist zweifellos eine Geste, die Katholiken polarisiert. (Artikel vom September 2017)