Ältester Diakon mit 105 Jahren gestorben
Im Erzbistum Köln

Ältester Diakon mit 105 Jahren gestorben

Er wurde noch vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs geboren, empfing aber ungewöhnlich spät seine Weihe: Am Neujahrstag ist der Kölner Diakon Karl Hamacher gestorben. Sein Alter bildet einen Rekord.

Köln - 03.01.2019

Karl Hamacher, ältester Ständiger Diakon im Erzbistum Köln, ist tot. Im Alter von 105 Jahren starb er am Neujahrstag in Bensberg bei Köln, wie die Erzdiözese am Mittwoch mitteilte. Der Geistliche gehörte über 30 Jahre lang zum Seelsorgeteam der Gemeinden Sankt Nikolaus und Sankt Joseph in Bensberg.

Hamacher wurde laut Bistumsangaben am 9. September 1913 geboren. Am 9. November 1980 weihte ihn der damalige Kölner Erzbischof Joseph Höffner zum Ständigen Diakon. Als solcher war er bis 1982 im Vorbereitungsdienst an der Pfarrei Sankt Nikolaus in Bensberg eingesetzt. Später war er dort als Ständiger Diakon mit Zivilberuf tätig und wirkte ab 1987 auch an der Moitzfelder Pfarrei Sankt Joseph. Am 1. Januar 1998 trat er in den Ruhestand.

Im Unterschied zu Priesteramtskandidaten, die als Zwischenschritt vor ihrer Priesterweihe zu Diakonen geweiht werden, üben Ständige Diakone ihr Amt auf Lebenszeit aus und können verheiratet sein. Sie predigen, taufen, vollziehen Trauungen und Beerdigungen und sind karitativ tätig. (KNA)