Das Denkmal für Martin Luther in der Lutherstadt Eisleben.
Täter müssen hartnäckig und gezielt vorgegangen sein

Luthers Sterbehaus in Eisleben von Dieben heimgesucht

Mit einem Gullydeckel zerschlugen die Täter die Eingangstür und gelangten so in das Museum: In Eisleben haben Diebe das Sterbehaus von Martin Luther heimgesucht. Die Polizei bezifferte den Sachschaden auf mehr als 1.200 Euro.

Eisleben - 14.02.2020

Martin Luthers Sterbehaus im sachsen-anhaltischen Eisleben ist von Einbrechern heimgesucht worden. Mit einem Gullydeckel zerschlugen die Täter das Glas der Eingangstür und gelangten so durch die zerstörte Scheibe in das Museum, wie eine Polizeisprecherin am Freitag mitteilte. Dort sei eine Truhe, die als Spendenbox genutzt wurde, aufgebrochen und geplündert worden. Entwendet wurden der Polizei zufolge etwa 100 Euro, die als Spenden für das Museum vorgesehen waren. Insgesamt soll laut Polizeiangaben ein Schaden von mehr als 1.200 Euro entstanden sein. Hinweise auf den oder die Täter gab es zunächst nicht. Die Ermittlungen laufen. Der Einbruch sei in der Nacht zum Freitag gegen 0.20 Uhr bei der Polizei gemeldet worden.

Einen solchen Einbruch hatte es bislang noch in keinem der fünf Museen der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt gegeben. Eine Sprecherin der Stiftung sagte am Freitag in Wittenberg, man sei froh, dass die Sicherheitsvorkehrungen gegriffen hätten und nicht mehr passiert sei. Sicherheitsfirma und Polizei seien kurz nach Auslösen des Alarms vor Ort gewesen seien. Die Brutalität der Täter habe die Stiftung überrascht. Diese müssten sehr hartnäckig und gezielt vorgegangen sein. Bei der Eingangstür handelte es sich um Sicherheitsglas.

Luthers Sterbehaus gehört zur Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt. Es wurde 1996 in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen. Nach einer Sanierung des historischen Gebäudes und der Erweiterung um einen Museumsneubau ist das Ensemble seit 2013 wieder für Besucher geöffnet. Am 18. Februar 1546 starb der Reformator Martin Luther in Eisleben. (epd)