Jesuit Frido Pflüger in Uganda an Covid-19 gestorben
Bild: © JRS
Ehemaliger Leiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes Deutschland

Jesuit Frido Pflüger in Uganda an Covid-19 gestorben

Der langjährige Leiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes in Deutschland, Pater Frido Pflüger, ist tot. Er starb in der Nacht zu Sonntag in Uganda an den Folgen einer Covid-19-Infektion, teilte der Jesuitenorden mit.

Kampala/München - 20.06.2021

Der ehemalige Leiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) Deutschland, Pater Frido Pflüger, ist tot. Der 74-Jährige starb in der Nacht zu Sonntag, dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltflüchtlingstag, in der ugandischen Hauptstadt Kampala an einer Covid-19-Infektion, teilte der Jesuitenorden in München mit. Die Beerdigung solle in Abstimmung mit den Behörden in Kampala erfolgen.

Pflüger wurde am 18. Februar 1947 in Albbruck im Landkreis Waldshut geboren und trat nach dem Abitur in den Jesuitenorden ein. Er studierte Philosophie und Theologie in Pullach, Innsbruck und Tübingen. Von 1971 bis 1973 war er Erzieher und Mathematiklehrer am Jesuitenkolleg St. Blasien im Schwarzwald. Am 2. Oktober 1976 wurde er in München zum Priester geweiht. Von 1975 bis 1981 absolvierte er in Tübingen ein Zweitstudium der Mathematik und Physik und war anschließend Lehrer für Mathematik, Physik und Astronomie in St. Blasien.

Sechs Jahre Leiter des JRS in Deutschland

Während eines Aufenthalts auf den Philippinen arbeitete er ab 1986 zum ersten Mal für den JRS, bevor er 1988 stellvertretender Schulleiter am Kolleg St. Blasien wurde. Nach der deutschen Wiedervereinigung half er beim Wiederaufbau des katholischen St. Benno-Gymnasiums in Dresden, dessen Schulleiter er schließlich von 1994 bis 2003 war. Nach weiteren Stationen für den JRS in Uganda und Kenia leitete er von 2012 bis 2018 den Flüchtlingsdienst in Deutschland. Seine letzten Jahre verbrachte er wieder in Afrika, wo er als Country Director für den JRS in Uganda tätig war.

Diese Zeit sei für ihn aufgrund der Corona-Pandemie in den vergangenen eineinhalb Jahren eine besondere Herausforderung gewesen, teilte der Jesuitenorden am Sonntag mit. Für den 18. Juli sei Pflügers Rückkehr nach Deutschland geplant gewesen, wegen seiner Covid-19-Erkrankung habe er jedoch am 15. Juni in ein Krankenhaus in Kampala eingeliefert werden müssen. (stz)

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Video: © katholisch.de

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