Freiburger Rudi Kuhni plauderte vor seinem Tod hohen Besuch aus

Kult-Wirt zu Benedikt-Besuch: "Der Papst im Mösle, das wär's gewesen"

Joseph und Georg Ratzinger
Bild: picture alliance/abaca

Der deutsche Papst gönnt sich in einer südbadischen Kultkneipe genüsslich ein Feierabendbier? Darauf hatte sich wenigstens Rudi Kuhni, der inzwischen verstorbene Wirt der Freiburger "Mösle-Stube", kurzzeitig Hoffnung gemacht. Zehn Monate vor seinem Tod im November 2020 habe der stadtbekannte Mösle-Wirt einem Reporter die päpstliche Promi-Anekdote verraten, berichtete die Badische Zeitung (BZ) am Freitag. Demnach sei im September 2011 zu vorgerückter Stunde ein vornehmer Gast in die nach dem nahegelegenen Mooswald benannte Eckkneipe getreten: kein anderer als Georg Gänswein, der Sekretär des damals noch amtierenden Papstes Benedikt XVI.

Mit dem gebürtigen Schwarzwälder sei er schnell per du gewesen, beteuerte Kuhni. Gänswein habe die urige Atmosphäre damals so gut zugesagt, dass er die Mösle-Stube mit einem Versprechen verließ: Er wolle versuchen, beim nächsten Mal den Papst mitzubringen. Der machte zu dieser Zeit während seiner dritten Deutschland-Reise für zwei Tage Station in Freiburg. Letztlich sollte es aber bei einer spektakulären "fast"-Geschichte bleiben: Zwar sei Gänswein an den beiden Folgeabenden wiedergekehrt, Benedikt XVI. habe er aber nicht mitgebracht. Der Papst sei zwar interessiert gewesen, aber die Sicherheitskräfte hätten es verboten. "Jesses nei! Der Papst im Mösle – das wär's gewesen", wird der Kult-Wirt zitiert. Für die BZ ist die Geschichte "so himmlisch – selbst wenn sie frei erfunden wäre, müsste man sie einfach glauben". (mfi)

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