Bischofskonferenz sei Spiegel der Kirche und damit auch theologischer Positionen

Bischof Jung mahnt zu mehr Miteinander unter den deutschen Bischöfen

Aktualisiert am 23.12.2021  –  Lesedauer: 
Bild: © Thomas Berberich

Würzburg ‐ Bei der Bischofskonferenz werde oft eine Fülle an Tagesordnungspunkten abgearbeitet, sagt der Würzburger Bischof Franz Jung. Aus seiner Sicht nehme man sich "zu wenig Zeit für einen echten Austausch untereinander". Dafür wolle er sich stark machen.

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Nach Ansicht des Würzburger Bischofs Franz Jung sollten sich die deutschen Bischöfe besser untereinander verständigen. "Seit ich Mitglied der Bischofskonferenz bin, mahne ich mit steter Regelmäßigkeit ein neues Miteinander an und werde nicht müde, mich auch weiterhin dafür stark zu machen", sagte Jung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag. "Wir arbeiten uns an einer Fülle von Tagesordnungspunkten ab und nehmen uns meiner Wahrnehmung nach zu wenig Zeit für einen echten Austausch untereinander."

Er freue sich daher, dass die Bischöfe sich für die nächste Vollversammlung Zeit reserviert hätten, um ausführlich aktuelle Fragestellungen wie die des Synodalen Wegs miteinander zu diskutieren. Die Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz findet Anfang März im Wallfahrtsort Vierzehnheiligen in Bad Staffelstein statt.

"Die Bischofskonferenz ist ein Spiegel der Kirche und damit der unterschiedlichen theologischen Positionen, um die derzeit gerungen wird", sagte Jung. "Insofern scheint es mir nicht weiter verwunderlich zu sein, dass auch auf Ebene der Bischofskonferenz divergierende Auffassungen vertreten werden." Wichtig sei jedoch, "dass man wirklich miteinander ringt und offen diskutiert, ohne das Gespräch abbrechen zu lassen oder gar einander zu verdammen". (cbr)